Vorbereitung und Anreise

Flüge gebucht
21. Juni 2013

Wir haben schon seit geraumer Zeit nach Flügen im Internet recherchiert. Es gibt immer mal wieder günstige Angebote, allerdings immer mit Konditionen, die nicht auf unsere Reiseplanungen passen. Meistens haben die Tickets nur Gültigkeit für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten. Dazu kommt, dass das Rückflugdatum, je nach Fluggesellschaft, nur zwischen 330 und 350 Tage im Voraus buchbar ist. Das heißt, wir brauchen eine möglichst geringe Umbuchungsgebühr.

Bei der Abfrage diverser Suchmaschinen und verschiedener Fluggesellschaften kristallisiert sich heraus, die günstigsten Preise hat Singapur Airlines. Mit dieser Airline sind wir noch nicht geflogen.

Die Airline hat wieder ein eigenes Kundenprogramm bzw. gehört zur StarAlliance-Gruppe. Da können wir die bis jetzt bei Qantas gesammelten Meilen nicht einsetzen. Die heben wir halt zur späteren Verwendung auf.

Das heißt, vor der Flugbuchung melden wir uns erstmal als Vielflieger an. Nachdem das erledigt ist, kann die Buchung der Flüge erfolgen.

Bei Singapur Airlines wird das Ticket sofort nach Buchung ausgestellt und muss auch gleich bezahlt werden. Wie ist es da mit der Gültigkeit des Tickets? Beginnt die Gültigkeit zum Ausstellungsdatum oder erst mit dem Abflugtermin.

Um auf der sicheren Seite zu wird im Service-Center von Singapur Airlines angerufen. Der nette junge Mann am Ende der Leitung gibt bereitwillig Antwort. Die Gültigkeit des Flugtickets beginnt mit dem Abflugdatum. Die Umbuchungsgebühr ist nur gering (20 US$) Das Ticket kann online umgebucht werden. Ok, wenn das so ist, dann kann ja der Flug jetzt schon gebucht werden. Die Umbuchung auf einen späteren Rückflug kann ja Anfang September erfolgen. Ist ja noch im Zeitrahmen.

Wir sind ja flexibel und können den günstigsten Abflugtag raussuchen. Das ist Montag, der 7. Oktober. Der spätmöglichste Rückflugtermin ist allerdings Anfang Juni 2014. Da müssen wir halt umbuchen. Die Flugtickets kommen gleich per Email. Jetzt gleich die Plätze im Flieger reservieren. Die Maschine mit den noch verfügbaren Plätzen wird angezeigt. Da gibt es ja kaum noch verfügbare Sitze! Was ist das eigentlich für ein Flugzeugtyp? Jetzt erst fällt auf, dass auf der Strecke Frankfurt – Singapur ein A380 eingesetzt wird 

Visum beantragt
22. Juni 2013
Der nächste Schritt ist die Beantragung eines Visums für 12 Monate. Seit dem 23. März 2013 gibt es neue Visa-Klassen und ab 1. Juli 2013 sind neue Gebühren angekündigt. Ist online möglich auf der Immigration-Seite www.immi.gov.au

Laut der Pressemitteilung vom März wird die bisherige Visaklasse 676 (für ein Visum bis zu einem Jahr Aufenthalt) ersetzt durch die neue Klasse 600. Unter dieser Rubrik ist aber nur die Beantragung eines Visums bis 3 Monate Aufenthalt möglich. Mit einem kurzen Satz wird darauf hingewiesen, dass die Umstellung des Online-Formulars für das 12-monatige Visum noch nicht erfolgt ist. Die Beantragung muss noch mit dem Formular der Visa-Klasse 676 erfolgen.

Der Fragebogen umfasst 10 Seiten. Bis alle Fragen beantwortet sind, das dauert eine Weile. Dann das Gleiche noch mal von vorne, für den Partner. Pro beantragtem Visum ist eine Gebühr von 115 $ zu zahlen. Um die Bearbeitung zu beschleunigen wird ein Kontoauszug beigefügt. Jetzt heißt es warten.

Visum erteilt
27. Juni 2013
Visum ist da
I refer to the application for a Class TR (Tourist) visa for Elvira W.
I am pleased to advise that Elvira W. has been granted a Subclass 676 Tourist visa.

30. Juni 2013
Mietwagen für die ersten Tage reserviert
Für die ersten Tage benötigen wir einen Mietwagen. Die Recherche im Internet wird gestartet. Die Mietautos sind ganz schön teuer geworden. Am Schluss bleibt die Autovermietung Bayswater übrig. Mit der haben wir zwar schon mal schlechte Erfahrungen gemacht. Aber, aus Schaden wird man klug. Dieses Mal wird das Auto während der Geschäftszeiten zurück gegeben und die Selbstbeteiligung wird auf 50 $ reduziert.

Geld nach Australien transferiert
5. Juli 2013
Seit Monaten wird der Kurs des AUD beobachtet. Vor Reisebeginn muss noch Geld nach Australien transferiert werden. Bis jetzt waren die Kurse alles andere als günstig.

So langsam wird der AUD wieder preiswerter. Leider habe ich den Termin, als 1 $ nur 0,69 € kostete, verpasst. Wir haben heute gekauft und 0,71€ bezahlt.

Kauf eines neuen Generators beauftragt
8. Juli 2013
Unser Generator hatte die letzte Reise nicht überstanden und wurde entsprechend entsorgt. Das heißt, wir brauchen einen Neuen.
Im Internet recherchiert und bei Ebay was Passendes gefunden. Das Teil darf nicht zu groß sein, schließlich muss es in einen der Außenkästen passen. Mit einer Email Inge gebeten, diesen Generator zu kaufen und nach Beverley liefern zu lassen. Kurze Antwort: Kein Problem, wird erledigt. Ist doch toll, wenn man solche Freunde hat.

Arzttermin
16. Juli 2013
Dieter hat einen Termin im Diabetes-Zentrum. Bei diesem Besuch bespricht er auch die Langzeitreise und die Medikamentenversorgung. Die behandelnde Ärztin meint es sei kein Problem, die benötigte Menge an Insulin, etc. zu verschreiben. Schließlich gebe es bei ihnen eine Menge Patienten, die 6 Monate auf Mallorca überwintern und dorthin den Medikamentenvorrat mitnehmen. Dieter soll kurz vor Antritt der Reise noch einmal vorbei kommen, auch um die erforderlichen Bescheinigungen ausstellen zu lassen. Der nächste Termin wird für den 1. Oktober vereinbart, da beginnt das neue Quartal.

31. Juli 2013
Im Schrank steht ein Korb. Dort hinein kommen alle die Dinge, die mit nach Australien müssen. Immer wenn mir was einfällt, werden die Sachen dort deponiert.
So langsam füllt sich der Korb im Schrank.

26. August 2013
Wie oft haben wir auf unseren Reisen schon Reifen gewechselt???? Einige Male J
Und es war nicht immer problemlos. Oft ließen sich die Radmuttern nur sehr schwer lösen. Wenn das geschafft ist, dann ist der Rest meistens problemlos (wenn noch ein Reservereifen vorhanden ist).

Um mehr Kraft auf die Muttern ausüben zu können, haben wir ein ca. 1,50 m langes Vierkantrohr als Verlängerung gekauft. Wenn da zwei mit unserem Gewicht dran ziehen oder darauf stehen, dann gibt die festeste Radmutter irgendwann auf. Bei unserem letzten Besuch hat uns Micha ein Video im Internet gezeigt. Ein Trucker bemüht sich, die Radmuttern zu lösen, um den Reifen zu wechseln. Eine Blondine im Bikini kommt mit einem „Nut Cracker - torque multiplier“ vorbei und löst das Problem im Handumdrehen. So ein Teil will ich auch!!!!! Dieter meint, aber nur, wenn du auch im Bikini den Reifen wechselst. Keine so gute Idee, bei meiner Figur.

Hier ein Video, wie das Teil eingesetzt wird.
http://www.youtube.com/watch?v=uribk1Yha6M

So ein Teil ist inzwischen in Australien gekauft und auf dem Weg nach Beverley J

1. September 2013
Auf der Singapur Airlines Webseite probiert, ob schon Flüge mit Rückflugdatum 31. Juli 2014 buchbar sind. Das entsprechende Datum wird angezeigt, dann kann ja auch die Umbuchung des Rückfluges erfolgen.

Auf der Airline-Webseite unser Konto aufgerufen und gleich zum entsprechenden Abschnitt: „manage your booking“. Das Rückflugdatum entsprechend abgeändert und abgeschickt. Es erscheint die Meldung: Wir können Ihre Anfrage leider nicht bearbeiten. Bitte versuchen Sie es später wieder, oder kontaktieren Sie Ihr nächstgelegenes Singapore Airlines-Büro.
Bei mehrmaligen Versuchen, zu unterschiedlichen Zeiten, immer das Gleiche Ergebnis. Die Vermutung. Das Ticket wurde am 21. Juli 2013 ausgestellt und ist deshalb nur bis 21. Juli 2014 (=1 Jahr) gültig. Dann hätten wir jetzt ein Problem. Ich werde mich Morgen mit der Airline in Verbindung setzen.

2. September 2013
Per Email angefragt, woran es liegen kann, dass die Umbuchung nicht funktioniert. Gegen Mittag kommt die Antwort mit genau der vermuteten Antwort!! Ticketgültigkeit endet ein Jahr nach Ausstellung!

Gleich der Griff zum Telefon und die Hotline angerufen. Der freundlichen Frau auf der anderen Seite kurz geschildert, dass wir erst nach Rückfrage der Ticketgültigkeit (Ausstellung oder Flugdatum) den Flug gebucht hätten. Sie meint, laut Anweisung ist die Ticketausstellung das maßgebende Datum. Aber, wenn wir eine andere Auskunft bekommen haben, dann bucht sie die Tickets entsprechend um. Auf meine Frage, seit wann die Anweisung gilt kommt die Antwort: Seit HEUTE!!!!

Gemeinsam werden die Zeiten für den Rückflug abgestimmt und das Ticket entsprechend geändert, das kostet 20 US$ pro Person. Damit können wir leben. Per Email kommt das geänderte E-Ticket.

3. September 2013
Die Flugunterlagen zu den anderen Papieren gepackt. Dabei den Internationalen Führerschein in die Hände bekommen. Gültig bis August 2013. Hatte ich zwar gelesen aber nicht als das registriert, was das Datum besagt – abgelaufen. Jetzt plötzlich macht es klick – der ist ja abgelaufen!! Dieter meint: Ich habe dich einige Male gefragt, ob die Führerscheine noch gültig sind. Hat er. Der Fehler ist mir halt passiert. Hilft nichts, da muss schnellstens Ersatz her.

Mit der Stadtverwaltung in Oberursel Kontakt aufgenommen. Die sehr nette Mitarbeiterin meint, bei ihnen dauere es ca. 6 Wochen bis ein neuer Internationaler Führerschein eintreffe. Das könnte knapp werden. Sie empfiehlt, sich mit der Führerscheinstelle in Bad Homburg in Verbindung zu setzen. Dort könnte schneller geholfen werden.

Der nächste Anruf erreicht die Zulassungsstelle in Bad Homburg. Die Mitarbeiterin meint, wenn ein Europaführerschein (der im Scheckkartenformat) vorliegt, dann genügt ein biometrisches Passbild und der Pass zur Ausstellung des Dokumentes. Der Führerschein kann sofort mitgenommen werden. Auf den Einwand, dass der ursprüngliche Führerschein nicht in Bad Homburg ausgestellt wurde meint sie nur, das sei kein Problem. Das werden wir morgen testen. Beim letzten Mal haben wir 14 Tage warten müssen, bis der Führerschein fertig war.

4. September 2013
Kurz nach acht sind wir in Bad Homburg im Bürgerbüro, wo die Vorprüfung, ob alle benötigten Dokumente vorhanden sind, erfolgt. Personalausweis, biometrisches Passfoto, Führerschein und der ausgefüllte Antrag, alles dabei. Sie gibt uns eine Wartemarke und schickt uns weiter in den ersten Stock.
Es dauert keine Minute, dann leuchtet bereits unsere Wartenummer auf. Hinterm Schalter sitzt eine gut gelaunte Mitarbeiterin. Innerhalb von 15 Minuten sind die beiden Dokumente ausgestellt. Jetzt noch bezahlen und alles ist erledigt.

17. September 2013
Für die Dauer der Reise soll das Satellitentelefon wieder aktiviert werden. Unser Telefon ist ein älteres Modell, ein Inmarsat Mini-M TT-3060. Das Gerät hat in etwa die Größe eines Laptops, damit zu unhandlich um es ständig mit sich herum zu tragen. Es ist aber auch nur für den Notfall gedacht und im Führerhaus untergebracht.

Es wird ein Vertrag für 9 Monate benötigt. Mit einer Email bei der Firma Marlec, da wurde das Gerät vor einigen Jahren gekauft, angefragt, ob sie uns einen entsprechenden Tarif anbieten können. Mit den entrechenden Antragsformularen wird gleichzeitig darauf hingewiesen, dass der Mini M Service im September 2014 eingestellt wird. Bis dahin sind wir wieder zurück in Deutschland.

Ein Casual Plan erfüllt die Anforderungen. Die Aktivierung kostet 100 $ und pro Monat werden 20 $ Gebühren fällig. Darin enthalten sind 15 $ für Gespräche, das sind 3 Minuten.

19. September 2013
Karin und Martin (Muli und Matte aus dem Australien-Forum) kommen am 18. Oktober in Perth an. Das ist der Tag, an dem der Mietwagen zurück gegeben wird. Im Chat und bei verschiedenen Telefongesprächen mit Karin kam die Frage nach einem Treffen auf. Warum nicht die Chance nutzen und uns in Perth auf einem Campingplatz treffen.

Wir werden am 18. Oktober mit beiden Autos (Camper und Mietwagen) nach Perth fahren. Für den Camper ist bereits ein Platz auf dem Central Caravan Park gebucht. Karin und Martin kommen nachmittags an und übernehmen anschließend ihren Camper. Dann wollen sie noch einkaufen und ebenfalls auf dem Central Caravan Park einchecken.

23. September 2013
Singapore Airlines darüber informiert, dass Dieter Diabetiker ist und entsprechend Medikamente im Handgepäck hat. Die Airline gibt die Informationen an die Sicherheitskontrollen weiter. Damit sollte es, bei Vorlage der entsprechenden ärztlichen Bescheinigungen, keine Probleme bei der Kontrolle geben. Die erforderlichen ärztlichen Bescheinigungen werden Anfang Oktober ausgestellt.
Vordrucke gibt es im Internet z.B. Deutschen Diabetikerbund

24. September 2013
Die wichtigsten Dokumente (Pass, Visum, Flugtickets, etc.) eingesannt und in einem online zugänglichen Postfach geparkt.

Die Bankkarten des australischen Kontos sind abgelaufen bzw. Dieters läuft im November aus. Neu ausgestellte Karten, die nicht innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens abgeholt werden, gehen an die Zentrale zurück. Die Bank angeschrieben, dass wir im Oktober kommen und die aktuellen Karten abholen wollen.

25. September 2013
Die Kreditkartenbank informiert, dass in den nächsten 10 Monaten vermehrt Zahlungen in Australien erfolgen werden. Es ist uns bereits mehrmals passiert, dass z.B. nach Mietwagenzahlung die Kreditkarte gesperrt wurde. Erst nachdem wir mit der Bank Kontakt aufgenommen hatten, wurden die Karten wieder entsperrt.
Vor Sperrung der Kreditkarten wurde versucht, mit uns telefonisch Kontakt aufzunehmen, auf dem deutschen Festnetz. Logisch, das da keiner ans Telefon ging.

Hausratversicherung über den Urlaub informiert. Da wird ein Risikozuschlag fällig, der beträgt fast das Dreifache des normalen Beitrages!

1. Oktober 2013
Das neue Quartal hat begonnen. Wir brauchen für die Reise noch Medikamente, eine Überweisung und einen letzten Check, deshalb ist heute Arzttag.

Kurz nach 8.00 Uhr sind wir beim Hausarzt. Da ist Hektik angesagt, die Computer laufen nicht. Zum Quartalsanfang wurde ein Softwareupdate zur Kassenabrechnung eingespielt. Das hat anscheinend nicht einwandfrei funktioniert. Die Telefonleitung zum Servicecenter läuft heiß. Jetzt sieht man, wie abhängig alles von der Technik ist. Die Krankenkassenkarte kann nicht eingelesen werden, keine Überweisungen gedruckt, es gibt keinen Zugriff auf die Patientendaten, die Röhrchen mit Blut können nicht etikettiert werden. Bis alles wieder läuft ist es bereits 9.15 Uhr.

Zur Blutabnahme muss man nüchtern sein, deshalb gehen wir jetzt erst mal frühstücken. Anschließend geht die Tour weiter zum Diabetes-Zentrum. Dort dauert es heute besonders lange, da Bescheinigungen für die Mitnahme von Insulin und Zubehör im Flugzeug, die mitgeführten Medikamente sowie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgefüllt werden müssen. Die Vordrucke haben wir mitgenommen und schon so weit es geht ausgefüllt, damit es einfacher ist. Bis alles erledigt ist, das dauert.

Kurz nach 13.00 Uhr verlassen wir das Diabetes-Zentrum, mit sehr guten Nachrichten. Dieters Zuckerwerte sind so gut, dass er nur noch einmal am Tag (statt viermal) spritzen muss. Dafür wurde die Tablettendosis erhöht. Der Arzt meint, das sollte funktionieren. Wenn die Werte sich verschlechtern sollten, dann muss er wieder spritzen. Die dafür erforderliche Menge Insulin hat er verschrieben. Die bei dieser Verordnung benötigte Menge Tabletten (270 Stück im Quartal) kann der Arzt allerdings nicht verschreiben. Pro Besuch kann nur ein Rezept über die Höchstmenge von 180 Tabletten ausgestellt werden. Dieter müsste an einem anderen Tag noch einmal kommen, dann könnte eine weitere Packung verschrieben werden. Muss man das verstehen? Für den gesamten Reisezeitraum werden 900 Stück benötigt. Da helfen nur noch Privatrezepte.

Heute Nachmittag haben wir noch den Termin beim Hausarzt. Jetzt aber erst mal nach Hause zum Mittag essen.

Erst mal eine Aufstellung der jetzt noch benötigten Medikamente gemacht. Wie viel Packungen werden von welchem Medikament benötigt. Die Aufstellung nehmen wir mit zum Hausarzt.

Die vorbereitete Liste, die Vordrucke für die Medikamentenmitnahme werden zum Termin mitgenommen. Die fürs Quartal mögliche Medikamentenmenge wird verschrieben, für den Rest gibt es Privatrezepte. Anschließend der Besuch in der Apotheke. Bei der Menge, da bekommt der Apotheker $-Zeichen in den Augen.

Die Apothekerin ist wegen der Menge und der verschiedenen Rezepte etwas unsicher. Prompt vergisst sie eine Packung von Dieters Blutdruckmittel zu erfassen. Wir haben uns schon über den relativ niedrigen Preis, der gezahlt werden muss, gewundert. Eine Packung des Medikaments kostet bereits 125 €. Bei der Überprüfung der einzelnen Posten wird schnell klar, dass das Medikament nur einmal eingegeben wurde, nicht zweimal. Das wird nachgeholt und jetzt sieht die Summe schon passender aus, mit 400 € sind wir dabei. Da nicht alle Medikamente vorrätig sind, wird der Rest am nächsten Tag geliefert.

Natürlich hätten wir die Medikamente auch in Australien kaufen können. Das heißt aber, erstmal einen Arztbesuch und ca. 100 $ dafür zahlen, dass der die entsprechende Verordnung ausstellt. Die Kosten für die benötigten Medikamente, wenn es die in Australien gibt, hätten wir auch dort übernehmen müssen. Das von Dieter verwendete Insulin gibt es z.B. unter einem anderen Namen, aber nur in einer anderen Darreichungsform, nicht als Fertigpen.

Zum Abendessen sind wir wieder zu Hause. So ein Tag schafft einen ganz schön.

2. Oktober 2013
Anruf von der Hausratversicherung. Das Schreiben mit der Zusatzvereinbarung sei eingegangen. Die nette Frau am Telefon meint, sie habe ein schlechtes Gewissen. Da müsste sie uns ja fast 600 € als Zusatzprämie berechnen. Sie könnte uns aber einen Vorschlag machen, die Umstellung auf einen anderen Tarif. In dem neuen Tarif seinen einige Sachen zusätzlich versichert, die der alte Vertrag nicht mehr abdeckt. Die Zusatzprämie betrage nur 120 €. Das hört sich doch schon gut an. Die Unterlagen schickt sie per Fax, damit die Einzelheiten geprüft und die Vertragsänderung noch vor Reiseantritt gemacht werden kann.

Gestern Abend, beim auspacken der gekauften Medikamente ist aufgefallen, dass bei einem Präparat ein Paket zu wenig eingepackt wurde. Mal sehen, ob das heute mitgeliefert wird.

Die Medikamentenlieferung kommt. Zusammen mit dem Boten die Liste der noch offenen Posten abgeglichen. Wie bereits vermutet, fehlt eine Packung. Das wird gleich reklamiert und soll heute Abend noch nachgeliefert werden. Als der Bote weg ist fällt auf, dass auch von Dieters teurem Blutdruckmedikament eine Packung zu wenig dabei ist. Gleich telefonisch in der Apotheke Bescheid gesagt, damit die Restlieferung hier vollständig ankommt. Die fehlenden Medikamente werden noch am Abend vorbei gebracht. Jetzt ist alles komplett. Auf dem Tisch liegt ein größerer Packungsstapel. Dass muss alles verstaut werden!

3. Oktober 2013
Nach der Ausstellung des Flugtickets haben wir online (Mitglied im Vielflieger-Club) bei Singapur Airlines Plätze reserviert. Seit der Buchung immer mal wieder nachgesehen, wie die Auslastung des Fliegers ist und ob der Platz neben uns (3-erReihe) schon vergeben wurde. Seit 1 Woche ist der Platz als besetzt markiert.
Was ist denn heute los, der Flieger ist ja nur noch ½ voll. Anscheinend sind alle Plätze, die reserviert aber noch kein Ticket ausgestellt war, freigegeben worden. Und das Beste, auf dem Oberdeck (A380) sind sogar noch 5 Reihen mit jeweils 2 Sitzen verfügbar!!! Jetzt aber schnell 2 Sitze für uns reservieren. Das hat funktioniert.

5. Oktober 2013
Bei Singapur Airline ist 48 Stunden vor Abflug das Online-Check-In möglich. Pünktlich sitze ich vorm Rechner um sicher zu sein, dass wir auch die reservierten Plätze bekommen. Die Formalitäten sind schnell erledigt, die Bordkarten ausgedruckt, wir haben die vorreservierte

6. Oktober 2013
Die Taschen sind gepackt, das Gewichtslimit wird ausgenutzt!

Singapore Airlines A380  - Shanghi Airport
Singapore Airlines A380 - Shanghi Airport

7. Oktober 2013
Heute Morgen klingelt der Wecker, wir wollen ja nicht verschlafen. Gefrühstückt haben wir, alle Vorbereitungen sind erledigt, wir sind rechtzeitig fertig, als Christian Dose klingelt, um uns zum Flughafen zu fahren. Er meint, es staut sich auf der Ausfahrt zur Frankfurter Landstrasse. Können wir auch anders raus fahren. Natürlich, dann wird der Weg über die Kurmainzer Strasse genommen. Doch auch hier staut es sich und nach rechts abbiegen ist wegen einer Strassensperrung nicht möglich. Was ist denn heute morgen nur los. Nächste Möglichkeit führt über das Industriegebiet und dann weiter Richtung Autobahn. Auch hier Stau, wegen Bauarbeiten an einer Ampelanlage. Wegen der Bauarbeiten wird eine weiträumige Umleitung eingerichtet, und das am Montag Morgen.

Endlich sind wir auf dem Weg zur Autobahn Richtung Flughafen. Auch hier volle Fahrbahnen und zähfliessender Verkehr. Für uns kein Problem, bis zur Schalteröffnung ist noch genügend Zeit, nur Christian muss ins Buero.

Am Flughafen angekommen, setzt Christian uns mit dem Gepäck an der Abflughalle raus und fährt gleich weiter. Langsam geht es mit dem ganzen Gepäck zum Schalter 701, der sogar schon geöffnet ist. Die Reisetaschen werden aufgegeben und wir können bis zum Abflug bummeln gehen.

Da nicht sicher ist, wie lange die Sicherheitskontrolle, mit den ganzen Medikamenten, dauern wird, gehen wir bereits zwei Stunden vor Abflug zum Secutity-Check.

Dieter fragt gleich mal nach, ob die Airline gemeldet hat, dass er Diabetiker mit den entsprechenden Medikamenten im Handgepäck ist. Antwort, nein, es sei keine Meldung erfolgt. Hatten wir bereits vermutet J Keiner interessiert sich für die Medikamente oder fragt nach den mitgeführten Bescheinigungen.

Mein Rucksack hat das Interesse des Mitarbeiters geweckt. Ob er mal reinsehen dürfe. Was ist, wenn ich nein sage? Ich probiere es nicht aus und lasse ihn den Rucksack öffnen. Der junge Mann findet auch gleich das nicht identifizierte Objekt, ein Buch. Damit nicht genug, auch die Fotokamera wird einem Sprengstofftest unterzogen. Alles ungefährlich, wir dürfen passieren.

Mit einer halben Stunde Verspätung beginnt das Boarden. Im Oberdeck sind alle Plätze belegt. Reihe 78 A und C gehören für die nächsten 12,5 Stunden uns. Der A380 hat einige sehr sinnvolle Ausstattungsmerkmale. Neben den Sitzen, an der Aussenwand, gibt es eine GetBrillenaufbewahrungsfach, ein Getränkehalter und das Bedienungsteil fürs Entertainmentcenter angebracht. Alles sehr praktisch.

Was ist der Vorteil, wenn Sonderessen bestellt ist? Das Essen kommt zuerst. Der Service an Bord ist sehr gut. Getränke und Snacks werden häufig angeboten. Nachdem die Tabletts abgeräumt sind, wird die Kabine für die Nacht (der Flug geht nach Westen, da ist es bereits Abend) vorbereitet. Die Fensterjalousien werden herunter gezogen und das Licht gedimmt. Für uns bedeutet das Zeit für den Mittagsschlaf. Kaum eingeschlafen kommt die Durchsage des Kapitäns: der Duty-Free-Verkauf ist eröffnet. Grrrr…. Mit lesen bzw. Film ansehen wird die Zeit überbrückt, bis die Augen zufallen. Eine Weile geschlafen, da macht es bing, das Anschnallzeichen. Und wieder eine Durchsage. Wegen Turbulenzen zum Platz zurück kehren und anschnallen. Das Flugzeug wird ganz schön durchgeschüttelt. Das ist ja wie im Outback. Bing, das Anschnallzeichen wird wieder ausgeschaltet. Bis Singapur passiert das fünf Mal, da draussen ist ganz schön was los. So sind die Schlafphasen immer nur kurz. Das tollste ist aber die Ansge vor der Landung. Nach dem Üblichen, wie Tisch hochklappen, Taschen unter dem Sitz verstauen, etc. erfolgt auch: Merken sie sich die Notausgänge!!!!!
Was will der Pilot denn damit sagen? 10 Minuten früher als im Flugplan landet die Maschine in Singapur, ohne Probleme.

Micha hat das Flugzeug mit flightradar verfolgt und erzählt später, dass die Maschine einige Zeit vom Radar verschwunden ist. Erst in Singapur ist sie wieder zu sehen. Hmmm…

8. Oktober 2013
Jetzt erst mal die Beine vertreten, das Transitterminal in Singapur ist immer gut dafür geeignet. Bis 31. Dezember 2013 gibt es noch eine Sonderaktion. Jeder Transitreisende, der mit Singapur Airlines oder Silk Air fliegt, kann einen Gutschein über 40 $ (Singapur-Dollar), das sind ca. 25 Euro, bekommen. Einfach mit der Bordkarte zum ishop-Schalter gehen, dort werden die Gutscheine ausgegeben. In den meisten Geschäften des Flughafens können die Voucher eingelöst werden. So vergeht die Zeit bis zum Weiterflug.

Auch dieses Mal kommen wir ohne Probleme mit den vielen Medikamenten durch die Sicherheitskontrolle. Keiner will die Bescheinigungen sehen.

Die Maschine nach Perth ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Der Flug auf diesem Teilstück ist ruhiger. Ankunft in Perth 20 Minuten früher als im Flugplan angegeben.

Die Abfertigung am Immigrationschalter erfolgt zügig. Am Gepäckband müssen wir auch nicht lange warten, die Reisetaschen sind unter den ersten ausgeladenen Gepäckstücken. Auf der Einreisekarten sind die Positionen Medikamente und Lebensmittel angekreuzt. Damit ist klar, dass das Gepäck kontrolliert wird. In einer langen Reihe geht es auf die grüne bzw. die rote Linie zu. Am Ende der Reihe dürfen wir in die rote Linie abbiegen. Welche Lebensmittel wir dabei haben, wird gefragt. Dosenwurst und Stollen. Salami? will der Kontrolleur wissen. Nein, keine Salami. Er möchte die Dosen sehen. Kurze Überlegung, in welcher Tasche sind die drin? Die Dosen sind natürlich ganz unten verstaut. Kurzer Blick darauf, alles in Ordnung. Zur Sicherheit ruft er aber noch die Frau mit dem Suchhund. Der interessiert sich nicht fürs Gepäck, wir können alles wieder einpacken. Die Medikamente sind auch hier uninteressant. Eine knappe Stunde und wir können das Flughafengebäude bereits verlassen!

Vom Gepäckband aus mit Barbara und Gerd telefoniert. Nach dem Anruf macht Gerd sich zum Abholen auf den Weg. In der Abholzone warten wir darauf, dass Gerd kommt. Nach 30 Minuten, Gerd ist noch nicht da, ein weiterer Anruf bei Barbara. Die meint, Gerd ist schon dreimal am Gebäude vorbei gefahren und hat euch nicht gesehen. Komisch, wir sind doch nicht zu übersehen J, aber wir haben Gerd auch nicht gesehen. Während ich noch mit Barbara telefoniere, klingelt ihr anderes Telefon. Gerd ist in der Leitung. Schnell stellt sich heraus, dass Gerd vorm neuen Terminal auf uns wartet, wir aber vorm alten Gebäude stehen! Es dauert 5 Minuten, dann kommt Gerd angefahren. Die Taschen werden eingeladen und es geht zur Autovermietung. Die Formalitäten sind schnell erledigt, das Gepäck wird umgeladen. Gerd fährt nach Hause und wir machen uns auf den Weg nach Beverley.

Gegen 18.00 Uhr kommen wir dort an. Bis kurz vor Mitternacht sitzen wir mit Inge und Micha zusammen. Es gibt viel zu erzählen.

Perth Syline
Perth Syline