Tamworth CMF / Bourke

21. Januar 2014 - Tamworth
„Casey rocks Tamworth“, das hört sich doch gut an. Wird auf die heutige Liste gesetzt. Am Veranstaltungsort angekommen, wundern wir uns über die wenigen Besucher, aber noch ist ein Wettbewerb der Nachwuchs-Songschreiber im Gange. Die Besucher sind Angehörige und Freunde der Teilnehmer. Auch beim nächsten Programmpunkt ändert sich nicht viel. Ist nicht die Veranstaltung, die wir uns vorgestellt haben und wir gehen wieder. Das ist das Schöne hier in Tamworth, viele Veranstaltungen sind kostenlos. Man sieht sich den Künstler an und wenn es einem nicht gefällt, dann zieht man weiter.

Die nächste Veranstaltung auf der Liste ist Stuie French und die Pickers Night um 21.00 Uhr. Bis dahin ist noch Zeit. Was macht man bei über 40 Grad? Sich in klimatisierten Einkaufszentren aufhalten! So lässt sich die Hitze aushalten.

Die Pickers Night ist eine immer sehr gut besuchte Veranstaltung, da heisst es früh da sei um sich einen Platz zu sichern. Kurz vor 19.00 Uhr sind wir im The Pub, vo schon viele Plätze besetzt sind. Jetzt heisst es warten, bis der Auftritt von Bill Chambers beendet ist. Dann den Wechsel ausnutzen um, hoffentlich, einen Sitzplatz im kühlen Raum zu ergattern. Dieter hat inzwischen den „diese Leute gehen“-Blick und es gelingt ihm zwei Stühle zu reservieren. Gut gemacht, denn nicht viele Leute verlassen das Lokal.

Kurz nach 21.00 Uhr beginnt das Konzert. Viele bekannte Künstler kommen zu einem Auftrtt mit Stuie vorbei u.a. Troy Cassar-Daley und super Gitarissten. Kurz nach Mitternacht ist das Ganze zu Ende. Schade, viel zu kurz. Es war ein Weltklasse Konzert, das Beste, was wir bis jetzt gesehen haben

22. Januar 2014 - Tamworth
Übers Internet sind Karten für die heutige Veranstaltung in der Townhall „The Bushwackers great Bush Dance“ bestellt. Die Karten sind kostenlos und können eine Stunde vor Beginn, 10.00 Uhr, an der Kasse abgeholt werden. Beim Einlass wird gleich bekannt gegeben: Leute die tanzen möchten nach unten, die Anderen nach oben gehen. Wir sehen uns das Ganze von oben an.

Bush Dancing ist eine von irischen und englischen Volkstänzen geprägter Tanzstil. Tanzen können alle, ob jung, ob alt. Getanzt wird in Gruppen. Der Sänger gibt genaue Anweisungen, welche Figuren getanzt werden, dann erst beginnt die Musik. Es maacht allen viel Spass, auch wenn manche Figuren nicht so getanzt werden, wie angesagt. Unter den Tänzern ist auch Allison, die Platznachbarin aus Dubbo. Nach der Veranstaltung fahren wir zurück zum Camper, Mittag essen.

Wir sitzen an der Tagesplanung, da kommt Jeff vorbei. Für ihn sei das alles zu viel. Er habe 25 Jahre im Northern Territory gelebt. Da war man froh, wenn wenigstens mal ein Sänger gekommen ist. Hier kann man ja jede halbe Stunde einen anderen hören.

Im Service Club spielt am Abend Col Finley, da gehen wir hin. Col hat seine Band mit drei jungen Leuten aus Sydney verstärkt. Die stellt er als die Zukunft der Country Musik vor. Hmmm.

23. Januar 2014 - Tamworth
Beim Truck ist wieder mal ein Service nötig. Werkstatt-Termin ist morgen. Damit wir mit dem Truck fahren können, müssen die Anbauten wieder entfernt werden. Das heisst, Markise und Fernsehantenne abbauen und verstauen. Auch im Fahrzeuginneren wird geräumt. Fernseher und alles was sonst so herum steht, wird wieder an seinem Platz verstaut.

Wie schnell doch die Zeit vergeht, der Stammtisch-Newsletter ist fällig und muss verschickt werden. Es fehlt aber noch der entsprechende Text. Der Nachmittag ist damit ausgefüllt.

Abends in den Wests Leage Club zu Tomkins Showcase.

24. Januar 2014 - Tamworth
Bereits 7.30 Uhr fahren wir mit dme Truck an der Werkstatt vor. Offiziell ist erst am 8.00 uhr geöffnet, aber das Büro ist schon besetzt und der Autrag wird geschrieben. Sobald das Auto fertig ist, wird eine entsprechende SMS geschickt. Sollte eine nicht voraussehbare Reparatur anfallen, dann wird zuerst bei uns angerufen.

So früh am Morgen, da gibt es im Diggers die Morning Show von Steve Passfield. Anschliessend ein Bummel über die Peel Street und Mittag essen. Heute ist viel mehr auf der Strasse und in den Geschäften los, als in der letzten Woche. Ist ja auch ein langes Wochenende. Am Sonntag ist Australia-Day und am Montag Public Holiday.

Gegen 14.00 Uhr kommt eine SMS, das Auto ist fertig. Super, das wird gleich abgeholt. Noch auf dem Weg zur Werkstatt klingelt das Handy. Die nette Frau am anderen Ende teilt mit, das das Auto fertig ist. Keine besonderen Probleme, normaler Service und Austausch des Blinkgebers, da dieser defekt war. Zurück zum Campingplatz und den Camper wieder wohnfertig herrichten.

Um 20.00 Uhr beginnt das Konzert von John Williamson. Ist erstaunlich, mit wie wenig Aufwand, ein Hintergrundbild, ein Stuhl, Lagerfeuer, ein Gitarrist und ein Bassist, er auskommt und sein Publikum begeistert.

25. Januar 2014 - Tamworth
Um 9.00 Uhr starte die Cavalcade auf der Peel Street. Die Cavalcade ist ein Festzug, ähnlich wie die Karnevalszüge in Deutschland. Dieses Jahr steht das Ganze unter dem Motto „Songs of Slim“. 100 unterschiedliche Fahrzeuge, Bands, Reiter nehmen teil. Auf dekorierten Festwagen oder in offenen Autos präsentieren sich die Sänger. Hier muss es viele Schotten geben. Es sind drei Bands in Schottenröcken und mit Dudelsackspielern dabei. Nach 1,5 Stunden ist der Umzug zu Ende.

Es ist der letzte Tag, an dem der Mietwagen zur Verfügung steht. Mit dem kleinen Auto ist es einfacher in Einkaufszentren einen Parkplatz zu finden. Das müssen wir noch ausnutzen und gehen bummeln und einkaufen.

26. Januar 2014 - Tamworth
Bis um 11.00 Uhr muss der Mietwagen zurückgegeben werden. Wir sind früher da, das Büro aber nicht besetzt. Ein Anruf unter den angegebenen Nummer. Er sei heute alleine und jetzt auf dem Flughafen um Jemanden abzuholen. Wir sollen das Auto auf dem Hof parken und den Schlüssel einwerfen. Machen wir ungern ohne Abnahmeprotokoll. Da für das Fahrzeug eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen ist, dürfte es eigentlich keine Problem geben. Der Wagen wird im Hof geparkt und der Schlüssel in den entsprechenden Kasten geworfen. Zu Fuss machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz.

Der Weg dorthin führt am Diggers vorbei. Dort gibt es jetzt die Morning Show von Steve Passfield und frisch gebrühten Kaffee. Ein Stopp wird eingelegt.

Im Pub spielt heute Nachmittag 8BallAitken. Der Pub ist gut zu Fuss erreichbar. Mit klassischer Country-Musik hat die Musik nichts zu tun. Sehr laut und eher in Richtung Hardrock. Es dauert nach Konzertende eine Weile, bis ich wieder richtig hören kann.

Es ist richtig leer auf dem Platz. Viele sind heute bereits abgereist. Bei uns geht es morgen weiter, erst mal wieder zurück nach Armidale. In der Woche haben wir eine Email bekommen. Janelle hat das Interview bei SBS gehört und uns auf einen Besuch und zum Essen eingeladen. Einladungen nehmen wir, wenn sie auf der Strecke liegen, gerne an J

Noch gibt es keine genau geplante Route, wir richten uns auch nach dem Wetter. Im Northern Territory, in Victoria, in Westaustralien gibt es einige Regionen, wo es heftig geregnet hat. Im Moment nicht der geeignete Zeitpunkt um dorthin zu fahren. In anderen Regionen ist es noch zu heiss, bleiben wir erst mal noch in der Gegend.

27. Januar 2014 – Tamworth - Armidale
Jeff ist schon früh abfahrbereit, er will heute bis Broken Hill fahren. Bei uns dauert es noch ein wenig, bis der Camper abfahrbereit ist. Kurz nach 9.00 Uhr sind wir on the road. Ziel ist Armidale, da sind wir heute Abend bei Janelle und Allan zum Essen eingeladen. Nach den 17 Tagen mit einer Wiese als Stellplatz und sehr einfachen Toiletten und Duschen soll es die nächsten zwei Tage etwas komfortabler sein. Das ist auf dem Armidale Tourist Park der Fall.

Nachdem der Camper wohnfertig ist, wird gleich die Waschmaschine angestellt. Die kann laufen, während es bei uns Mittagessen gibt.

Mit Janelle ist ausgemacht, dass sie eine SMS bekommt, wenn wir in Armidale sind. Nachdem einige Nachrichten hin und her gegangen sind, kommt sie auf den Platz, zum kennenlernen. Der erste Eindruck: sehr nett. Abendessen bei ihr und Allan um 19.00 Uhr. Sie holt uns ab. Das ist doch ein super Service.

Allan erwartet uns zu Hause. Nach einem Rundgang durch das Haus. Es liegt auf einem Högel und hat einen tollen Blick über die Stadt, versammelt sich alles in der Küche. Bei einem Glas Wein sehen alle Janelle beim Pizza backen zu. Bei leckerer Pizza und angeregtem Gespräch vergeht die Zeit schnell. Das private Taxi fährt uns wieder zurück zum Campingplatz. Ein schöner Tag ist zu Ende.

28. Januar 2014 - Armidale
Nach den heissen Tagen in Tamworth sind morgens 8 Grad ganz schön kalt. Da wird die Jogginghose wieder aus dem Schrank geholt. Betten abziehen und Wäsche waschen stehen auf dem Programm. Doch zuerst wird ein Brotteig angesetzt, der Teil kann in der Zwischenzeit gehen.
Die Nachbarn fahren weiter, vorher werden noch einige Tipps ausgetauscht. Mal sehen, ob man sich wieder mal trifft. Im Moment ist weiter nichts zu tun. Lesen ist immer eine gute Wahl, wir haben einige Bücher dabei.

Die Reisewebseite muss wieder aktualisiert werden, das ist Dieters Aufgabe.
Heute ist ein damit ein ganz ruhiger und relaxter Tag.

29. Januar 2014 – Armidale - Goondiwindi
Die grobe Planung für die nächste Zeit wird uns wieder ins Outback führen. Goondiwindi, St. George, Cunnamulla, Thargomindah sind erstmal die nächsten angepeilten Ziele. Wie schnell wir vorankommen und/oder wie lange wir wo bleiben hängt von den Straßen und dem Wetter ab.

Heute ist Goondiwindi das Ziel, das sind rund 330 Kilometer. Von Armidale über Guyra, Tingha bis Inverell. Dort ein halt an der Info und einen Sack mit Material zum fossicken gekauft. Weiter geht die Fahrt über Rocky Dam und Yetman bis Goondiwindi. Rechts und links der Strasse sind riesige Weideflächen auf denen Rinder oder Schafe weiden. Die zwischen Inverell und Yetman auf der Karte genannten Orte sind nichts weiter als eine Ansammlung von Häusern.

Am Zielort angekommen sehen wir uns den in der Nähe Stadt gelegenen Caravanpark an. Alles sehr eng, fahren wir weiter. Der Tourist Park sieht gut aus und hat noch viele Plätze frei. Da so wenig los ist, bekommen wir zwei nebeneinander liegende Stellplätze zur alleinigen Nutzung.

30. Januar 2014 - Goondiwindi
Selbst hier sind die Auswirkungen des kommenden Cyklons zu spüren, es ist sehr windig.
Waren wir schon mal in Goondiwindi? Diese Frage haben wir uns gestellt. Bekannt kommt uns nichts vor, aber 2010 sind wir schon mal hier gewesen, so steht es zumindest im Reisebericht.

Heute Morgen versuchen wir, der Erinnerung auf die Sprünge zu helfen und sehen die Stadt an. Ein Bummel über die Hauptstrasse bis zur Touristeninfo. Dort mit aktuellem Material für die nächsten Stationen versorgt. Ob die 3-stündige Baumwoll- und Stadt-Tour statt findet, wissen die Damen nicht. Wir sollen die auf dem Infoblatt angegebene Telefonnummer anrufen und nachfragen. Dort angerufen, es meldet sich nur der Anrufbeantworter. Die Nachricht hinterlassen, das wir an der Tour Interesse haben. Angeschlossen an die Info ist das Museum für „Gunsynd“, the Goondiwindi Grey. Das war in den 60iger und 70iger Jahren ein sehr erfolgreiches Rennpferd, das in Goondiwindi gezüchtet wurde.

Die Original „Border Bridge“, die NSW mit Queensland verbindet, ist das nächste Ziel, kurz vor der Brücke steht die Statue des berühmten Rennpferdes. Langsam geht es wieder zurück zum Auto und zum Campingplatz, zum Mittagessen. Nach einem gemütlichen Spaziergang am Fluss entlang, probieren wir unser Glück beim Edelsteine suchen. In Inverell haben wir einen Sack mit Steinen und Sand gekauft. Der Inhalt wird gesiebt und gewaschen. Mit etwas Glück ist ein Edelstein darin J

Kurz vor 17.00 Uhr erfolgt der Rückruf. Die Tour findet statt, wenn sich mindestens 8 Teilnehmer einfinden. Da sich ausser uns niemand gemeldet hat, gibt es keine Cotton-Tour.

31. Januar 2014 – Goondiwindi – St. George
Das nächste Ziel ist die Kleinstadt St. George. Das Shire hat eine Grösse von 31000 Quadratkilometern und eine stetig wachsende Bevölkerung von etwas über 4000 Bewohnern. Die Fahrt führt durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Viehzucht mit Schafen und Kühen und auch hier wieder riesige Getreideflächen bestimmen das Bild. Auf dieser Fahrt sehen wir viele tote Tiere, Kängurus, zwei Wildschweine, eine Schlange und einen Goana, auf der Strasse oder am Strassenrand.

Kurz vor St. George sehen die Felder plötzlich anders aus. Rund um die Felder sind grosse Wassergräben angelegt. Schläuche liegen mit einem Ende im Wasser, das andere Ende befindet sich zwischen den Pflanzen. Das Ganze dient der Bewässerung der hier angebauten Baumwollpflanzen.

Der erste Stopp ist die Touristen-Info um uns mit Material zu versorgen. Die in den Prospekten beworbene „Sandytown River Cruises“ kann wegen Wassermangel nicht durchgeführt werden. Schade. Von den drei Campingplätzen suchen wir den am nächsten an der Stadt gelegenen aus, den Kamarooka Tourist Park.

1. Februar 2014 – St. George
Der Truck bleibt heute stehen. Viele der Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuss erreichbar. Wir machen uns auf den Weg.

Ein Hinweisschild in Form eines Eis mit der Inschrift „The Unique Egg“ und dem Zusatz “Carved Emu Eggs” macht uns neugierig. Was verbirgt sich dahinter?

Steve, ein gebürtiger Grieche, kam 1954 nach Australien. Er arbeitete 57 Jahre als Kängurujäger. In seiner Freizeit hat er angefangen, Emueier zu verzieren. Die Schale des Emueis besteht aus 10 Schichten, wobei die oberste die dunkelste ist und nach innen wird die Farbe immer heller. Durch entfernen einer oder mehrerer Schichten entsteht das Muster. Dazu braucht man die nötige Vorsicht, ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Steve führt ein Ehepaar durch seine Sammlung, wir hören zu.

Das Ei wird vorsichtig geöffnet und der Inhalt entfernt. Das gibt ein gutes Rührei zum Frühstück, meint Steve. Die Schale wird gereinigt und dann beginnt die Arbeit. Zur Stabilisierung wird das Schaleninnere mit flüssigem Glas ausgekleidet. Das das Muster gut zur Geltung kommt, dafür sorgt eine kleine Lampe im Ei. Eine tolle Arbeit, absolut sehenswert. Übrigens erzählt jedes der Eier mit seinem Muster eine eigene Geschichte.

In der Stadthalle findet eine grosse Versammlung zum Thema - Probleme mit der Trockenheit – statt. Viele Leute sind unterwegs zum Versammlungsort. Ist ja schliesslich ein Thema, was besonders Farmer und Bewohner der Gegend brennend interessiert und von dem viele betroffen sind. Sie alle wollen hören, was die Politiker dazu zu sagen haben.

So unterschiedlich sind die Verhältnisse. Vor 2 Jahren wurde die Stadt wegen Überflutung evakuiert. Alle Bewohner musste für eine Woche die Stadt verlassen. Dieses Jahr kein Regen, alles ist trocken und das Vieh verdurstet. Laut Zeitungsbericht sind 68% von Queensland als von der Dürre betroffen, ausgewiesen.

Die Trockenheit ist überall Gesprächsthema. Von einem Einheimischen erfahren wir, dass so wenig Wasser im Balonne River ist, das keine Rundfahrten stattfinden können. Aber, die Australier sind erfinderisch. Letzte Woche wurde im Flussbett Golf gespielt, diesen Samstag wird dort Kricket gespielt.

Zum Abschluss des Tages ein Besuch im Pub, der sehr gut besucht ist. Was auffällt, es sind viele junge Leute anwesend.

2. Februar 2014 – St. George
Was sehen wir uns heute an? Auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in der Umgebung stehen der Beardmore Dam und das Jack Tailor Weir.
Am Jack Tailor Weir und der Andrew Nixon Brücke fangen wir an. Hier bietet sich ein erschreckendes Bild, kaum Wasser im Fluss und dass, obwohl sich hier eine Staumauer befindet.

Der Beardmore Dam ist ca. 25 Kilometer ausserhalb der Stadt. Das Gebiet rund um den Dam ist als Erholungsgebiet ausgewiesen. Es ist ein schön angelegtes Areal mit BBQ, Tischen und Bänken, Toilette, alles was dazu gehört. Schilder weisen darauf hin, dass hier kein Camping erlaubt ist, nur Tagesnutzung.

Auch hier das Gleiche erschreckende Bild, kaum Wasser im Fluss. Viele Stellen sind bereits trocken, nur an tieferen stellen steht noch Wasser. Von einem fliessenden Gewässer keine Spur. Mit einem Einheimischen kommen wir ins Gespräch. Es sei ein trostloser Anblick, meint er. Weihnachten, also vor 7 Wochen, sah das Alles noch ganz anders aus. Was jetzt ausgetrocknet ist, war alles noch voller Wasser. Schuld seinen die Baumwollfarmer, die viel zu viel Wasser aus dem Fluss entnehmen würden, ohne Rücksicht auf die Umwelt.

Bei uns geht die Fahrt morgen weiter Richtung Cunnamulla. Wir wollen einen Abstecher zur Charlotte Plains Farm machen und dort bleiben. Da ist es mit einkaufen schlecht, deshalb heute schon mal die Vorräte auffüllen.

3. Februar 2014 - St. George - Cunnamulla
Erst noch tanken bevor die Fahrt weiter geht. Mit 1,62$ ist Diesel hier noch preiswert. Kaum fahren wir aus der Stadt gibt es bereits ein fahrbaren Schild mit dem Hinweis: Baustelle in 110 Kilometern. Das ist mal frühzeitig gewarnt J

Wieder geht die Fahrt durch landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Viele tote Kängurus liegen auf der Strasse und am Strassenrand. Es muss viele davon geben. Wir sehen Herden im Schatten unter den Bäumen liegen, die sich nicht von einem vorbei fahrenden Auto stören lassen.
In Bollon wird Rast gemacht. Laut Reiseführer gibt es dort Koalas in den Bäumen am Fluss. Doch erst mal Kaffee trinken. Den Inhaber unterbrechen wir bei der Büroarbeit, die im Verkaufsraum erledigt wird. Es sei wenig los und so so es einfacher, meint er. Wenn wir möchten, können wir sein kleines Museum ansehen, das in einem Nebenraum ist. Dort sind alte Schafscherer-Utensilien zusammen getragen.

Die besten Schafscherer kommen aus Queensland, meint der Inhaber des Ladens. An der Wand hängt eine Urkunde, die den Weltrekord im Schafe scheren bestätigt. 2 Männer haben in 8 Stunden 709 Schafe geschoren!.

Mit Kaffee und Informationen versorgt geht es zum Fluss. Die Bäume sehen zum Teil sehr kahl aus. Um es kurz zu machen, wir haben keinen Koala gesehen.

Ca. 30 Kilometer vor Cunnamulla biegen wir ab, Richtung Charlotte Plains. Von der Farm haben wir Gutes im Internet gelesen. Dort angekommen sind wir allerdings enttäuscht, machen aber erst mal einen Rundgang. Es sit nicht das, was wir erwartet haben und wir fahren weiter bis nach Cunnamulla. Als Standort wird der Riverside Caravanpark angefahren.

4. Februar 2014 - Cunnamulla
Heute wollen wir uns in Cunnamulla umsehen und fahren mit dem Truck in die Stadt. Zuerst zum Visitor-Center. Als wir ankommen ist gerade Smoko, Frühstückspause. Die wird sofort beendet damit ein Ansprechpartner vorhanden ist. Es folgt die oft gestellte Frage, wohin geht die Fahrt. Schwupps, sofort gibt es die entsprechenden Prospekte sowie einen Anruf in Innamincka, um den aktuellen Strassenzustand des Strzelecki-Treck zu erfragen.

Natürlich ist auch hier die Trockenheit das Thema Nr. 1. So wenig Wasser im Balonne River oder auch hier im Warrego und Pardoo River, das habe er noch nie erlebt, sagt der Mann aus der Info. Er äussert den Verdacht, dass die Baumwollfarmer den Flüssen zuviel Wasser entnehmen. Dazu komme noch die Dürre wegen des fehelenden Regens. Im Norden von Queensland habe ein Farmer alle seine Tiere und dann sich selbst erschossen. Das sei doch grausam. Dieter hatte gestern einen Zettel in der Hand auf dem Hilfe für Selbstmord-Gefährdete angeboten wurde. Da haben wir uns noch gewundert.

Wir erfahren, dass in Cunnamulla ca. 30 deutsche Backpacker leben. Viele davon arbeiten bei einer Strassenbaufirma. Das sind erstaunlich viele.

Zu guter Letzt öffnet er noch die Türen zum angeschlossenen Museum, einer Fotoausstellung und den Time-Tunnel. Alles können wir uns in Ruhe ansehen, kein weiterer Besucher da. Und das Beste am Schluss, als wir den Eintritt bezahlen wollen. Man wünscht einen schönen Urlaub und empfehlt uns weiter. Das ist doch eine nette Geste.

Im Eingangsbereich liegen opalhaltige Steine zur Ansicht bereit. Die Steine mit Wasser ansprühen und ins Licht halten, dann wird die Opalschicht sichtbar. Geht in den Opalladen, die haben sehr schöne Steine zu günstigen Preisen, ist der Rat.

Dem Rat folgen wir und sehen uns in dem Laden um. Yowah ist bekannt für die Yowah-Nuss. Dass ist ein nussförmiger Stein, der im Kern einen Opal hat. Die freundliche Inhaberin zeigt uns, wie die Steine im Rohzustand aussehen und gibt Tipps, wie der Stein aufzuschlagen ist, damit der sich eventuell im inneren befindliche Opal nicht zerstört wird. Bei dem Angebot an geschliffenen Steinen kann ich nicht wiederstehen und kaufe einen Boulderopal, für einen sehr guten Preis.

Kaffee wird im Boulders Cafe getrunken. Abschliessend in das Lebensmittelgeschäft, Salat fürs Mittagessen mitnehmen. Bei 39 Grad soll es was Frisches sein. „Mögt ihr Erdbeeren?“ fragt die Frau an der Kasse. „Ich habe welche aussortiert, die leicht angestossen sind, die schenke ich Euch“. Heute meinen es alle gut mit uns.

Zurück zum Caravanpark und den Salat verarbeiten. Da sind inzwischen neue Gäste da. Dieter meint, den Zeltanhänger kennen wir doch. Das sind die Nachbarn aus St. George.

Auf unserem Platz läuft der Rasensprenger, schliesslich soll das Grass grün bleiben.

05. Februar 2014 – Cunnamulla – Yowah
Getankt haben wir gestern, heute nur noch ein Stopp beim IGA. Bei den Temperaturen schrumpft der Getränkevorrat schnell zusammen. Leider sieht das Regal ziemlich leer aus. Wasser ist ausverkauft, die anderen Getränke sind auch recht teuer. Ein handgeschriebenes Schild am Regal: Cola, Fanta, etc. 2 Flaschen a 2 Liter für 6 $. Das ist ein üblicher Preis und zwei Flaschen landen im Einkaufskorb. An der Kasse wird allerdings ein anderer Preis angezeigt: 4,95 $ pro Flasche. Dieter geht mit einer Supermarktangestellten zum Regal und zeigt ihr das Schild. Das Angebot war gestern, es wurde vergessen den Zettel zu entfernen. Wir bekommen die zwei Flaschen zum ermässigten Preis.

An der Ortsausfahrt sehen wir ein bereits bekanntes Schild: Baustelle für die nächsten 130 Kilometer. Wir passieren verschiedene Baustellen, die jeweils unterschiedlich lang sind. Besonderen Wert wird auf die Ausbesserung der Floodways gelegt. Auch auf dieser Strecke liegen wieder viele tote Känurus, am Strassenrand oder auf der Strasse.

Im nächsten Ort, Eulo ca. 100 Einwohner, wirbt der General Store mit Real Coffe. Da halten wir an, direkt vor einem Opalladen. Zuerst ein Rundgang durch den kleinen Laden, dann weiter zum General Store. Vorm Laden wird telefoniert oder im Internet gesurft. Das ist der einzige Platz im Ort, wo Kommunikation möglich ist.

Weiter geht die Fahrt bis Yowah. Für zwei Nächte buchen wir einen Platz mit Stromanschluss. Da kann wenigstens der Ventilator laufen.

Am späten Nachmittag, als es etwas kühler ist, machen wir einen Spaiergang. Weit kommen wir nicht, am Campinglatz-Office sitzen bereits einige Leute, wir sollen uns dazu setzen. Was wir trinken möchten. Da einige am Bier trinken sind, würden wir uns gerne anschliessen. Ein kaltes Bier wäre gut. Colin meint, es sei nicht erlaubt Bier zu verkaufen, er gebe uns eins aus.

Eine der Frauen, Carmen, erzählt, sie sei auch Deutsche. Sie habe mit ihren Eltern im Ort gelebt, war dann einige Jahre weg und sei jetzt mit ihrem Mann Dave, einem Amerikaner, wieder zurückgekommen. Dave gibt einem der im Park wohnenden Bauarbeiter Gitarrenunterricht. Nach Ende des Unterrichts spielt er Country-Lieder. Im Winter, wenn es hier kühler ist, spielt Dave regelmässig, bei den Essen und BBQs, die veranstaltet werden. Die Leute, die hier versammelt sind, sind so bunt, wie die Opale, die es hier gibt.

06. Februar 2014 – Yowah
Auch wir wollen unser Glück versuchen und nach der Yowah-Nuss suchen. Früh geht es in die ausgewiesene Fossicking-Area. Bei Gorgina, der Besitzerin des Caravanparks, haben wir uns zeigen lassen, welche Steinart Opale enthält. Steine finden wir, aber keinen mit eingeschlossenem Opal. Um die Mittagszeit wird die Suche abgebrochen, es ist einfach zu heiss.

Der Nachmittag wird geruhsam am Camper verbracht. Zur Happy Hour finden wir uns am Office, Cafe, Treffpunkt für Alle, ein. Da können wir auch noch ein Brot mitnehmen. Kaum im Laden stellt Colin 2 Dosen Bier auf den Tresen, wieder als Geschenk. Cheers.

Am Parkeingang steht ein Brunnen, der laut Infotafel täglich über 1 Million Liter Wasser liefert, mit einer Temperatur von 57 Grad. Wo fliesst das ganze Wasser hin? Zurück zu Colin und ihn gefragt. Alle Häuser des Ortes sind an eine Wasserleitung angeschlossen und werden mit dem Wasser beliefert. Der Overflow rinnt oberirdisch durch den Ort und versorgt die ausserhalb liegende Farm mit Wasser fürs Vieh. Am Flughafen gibt es einen grossen Dam/See als Wasserspeicher für die Feuerwehr.

Wasser ist hier nicht das Problem, aber die Wärme des Wassers. 57 Grad sind zum duschen zu heiss. Im Winter kühlt es sich auf eine angenehme Temperatur ab. Jetzt im Sommer ist das problematisch. Das in Wassertanks gelagerte Wasser wird durch die Sonne noch zusätzlich erwärmt. Manche Leute würden unterirdische Wasserleitungen verlegen, damit das Wasser kälter wird.

Colin und Gorgina sind erst seit 4 Jahren in Yowah. Sie haben bei den Buschfeuern im Jahr 2009 in Victoria ihre Gärtnerei verloren. Alles niedergebrannt. 38 Freunde und 2 Leute vom Personal durch das Feuer gestorben. Da haben sie hier neu angefangen. Das sei eine schwere Zeit gewesen, da auch alle Papiere mit verbrannt sind. Es habe 11 Monate gedauert, bis die wichtigsten Papiere wieder ersetzt waren. Die Angestellte auf der Bank, mit der man schon lange zusammen gearbeitet hat, hat einem plötzlich nicht mehr gekannt. Keine Bankkarte, kein Geld. Und mit den Spenden sei das auch so eine Sache. Millionen von Dosen, aber keine Dosenöffner. Und das Wichtigste überhaupt sei Papier und Bleistift um Telefonnummern, Namen von Zeugen, etc. zu notieren. Da habe es keine einzige Spende gegeben. Es stimmt, an so einfache Dinge denkt keiner.

7. Februar 2014 - Yowah – Thargominda
Auf der Karte gibt es eine unsealed Road nach Thargominda, die aber hier im Ort nicht ausgeschildert ist. Dieter hat gestern beim Plausch mit Colin nachgefragt, wo denn die Strasse abgeht. Die Strecke sei ein wenig bumpy, aber gut befahrbar. Ihr müsst in Richtung Golfplatz abbiegen und der Strasse bis zum Adventure Way folgen, der führt dann nach Thargominda. Sind 100 Kilometer. Das Navi zeigt einen anderen Weg, danach ist Thargominda 162 Kilometer entfernt. Wir nehmen den kürzeren Weg.

Vor einiger Zeit muss es heftig geregnet haben. Die Flussdurchfahrten sind zwar alle trocken, aber teilweise sehr zerfahren, mit tiefen Rillen. Die Beschreibung „bumpy“ trifft es ziemlich gut.

Um die Mittagszeit kommen wir am Ziel an. Der kleine Ort im Outback hat ca. 200 Einwohner und zwei Caravanparks. Wir nehmen den Explorer, am Ende der Hauptstrasse. Formalitäten sind schnell erledigt und es gibt einen Stadtplan dazu. Mit dem guten Rat: Nicht verloren gehen, sonst lacht die ganze Stadt über Euch. Der ganze Ort hat nur sechs Strassen.

Jetzt wird der schattigste Platz gesucht und Tisch und Stühle aufgestellt. Auf zur Stadtrundfahrt um zu sehen, welche Einkaufsmöglichkeiten es gibt. Der Getränkevorrat ist schon wieder stark geschrumpft, kein Wunder bei fast 40 Grad im Schatten (wo ist Schatten?). Mit dem Roadhaus und Foodland gibt es zwei Läden im Ort.

So, jetzt erst einen Kaffee und in der Tourist-Info Infomaterial holen. Praktisch, die beiden Örtlichkeiten sind direkt nebeneinander. Strassen sind in alle Richtungen frei, keinerlei Beschränkungen. Jetzt können wir den Camper wohnfertig machen.
Neben der Tourist-Info haben wir das städtische Schwimmbad gesehen. Abkühlung bei der Hitze, das tut bestimmt gut. Das kurze Stück laufen wir. Auf Nachfrage müssen wir nur den Eintrittspreis für Rentner, 1,50$ pro Person, bezahlen. Zwei Bahnen des 25 Meter-Beckens sind abgetrennt, da trainieren drei Jugendliche. Den Rest des Beckens haben wir alleine.

Auf dem Heimweg wird mit einem kalten Bier im Pub auch von innen gekühlt.

8. Februar 2014 – Thargominda
Wie fahren wir von hier aus weiter? 40 Grad und nass im Norden von Queensland und dem Northern Territory, 45 Grad und staubig aufdem Weg nach Innaminka und Birdsville, oder 40-45 Grad und trocken auf dem Weg nach Süden Richtung Hungerford und Bourke.

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns für den Süden entschieden. Hier ist am ehesten damit zu rechnen, daß es etwas abkühlt. Wenn nicht, dann ist die trockene Hitze eher zu ertragen. Für die Desert-Tracks ist es uns noch zu heiß und im schwülwarmen Norden auf trockenes Wetter zu warten macht auch keinen Spaß.

Vor der Weiterfahrt muss erst noch der Tank aufgefüllt werden, Diesel kostet hier 1,84$. Dann einen Abstecher zur „Hydro Power Plant „. Thargominda nutzt das Wasser des Artesischen Beckens, das hier mit ca. 87 Grad aus der Erde kommt, zur Produktion von Strom. Die Stadt war eine der ersten in Australien und die dritte Stadt der Welt, nach London und einen Tag nach Paris, die durch Wasserkraft produzierten Strom für die Strassenbeleuchtung einsetzte.

Wieder zurück auf dem Caravanpark wird ein Brotteig angesetzt und Mittag gegessen. Danach ein Spaziergang zum Pool, zum abkühlen.

Laut Wettervorhersage soll es die nächsten 7 Tage, mit Tagestemperaturen von 40 – 42 Grad, heiss bleiben. Obwohl das Wärmeempfinden sehr unterschiedlich ist. Die Vorhersage sei „not so bad“. Es gebe im Sommer oft Temperaturen von 48 Grad und mehr, das sei dann heiss.

9. Februar 2014 – Thargominda – Bourke
Von Thargominda bis Bourke sin des ca. 400 Kilometer, der grösste Teil davaon Gravel Road. Soweit wollen wir bei der Hitze nicht fahren. An der Strecke liegen zwei Farmen, die Farmstay anbieten. Die erste ist Kilcowera Station, die ist aber nur 80 Kilometer entfernt. Für uns interessant ist Comeroo Camel Station, ca. 250 Kilometer von Thargominda entfernt, eine angemessene Strecke. Im Internet sind Bilder, danach sieht es dort gut aus.

Der Anfang der Strecke (ca. 10 Kilometer) ist geteert, dann beginnt die Gravel Road. Link und rechts der Fahrbahn ist Farmland. Man sieht Kühe und vereinzelt auch Schafe. Im Schatten der Bäume liegen Kängurus. Die meisten lassen sich von einem vorbei fahrenden Fahrzeug nicht stören. Wenige hüpfen davon, in die richtige Richtung, weg von der Strasse. Zweimal wechseln die Tiere die Strassenseite, ohne Schaden zu nehmen. Ganz blöde Vögel sind die Emus. Mehrmals passiert es, dass so ein Vogel parallel zum Auto rennt, plötzlich die Richtung ändert und vor dem Truck die Strasse überquert. Kein Wunder, dass einige tote Emus am Strassenrand liegen.

Einige der Schilder an der Strassenseite sind verhängt. Was hat das zu bedeuten? Kurze Zeit später kommt der Abzeig zur Kilcowera Station, mit einem „Closed“-Schild an der Strasse. Jetzt wird klar, warum die Schilder verdeckt sind.

Ohne dass uns ein Auto begegnet, kommen wir gegen Mittag am Royal Mail Hotel in Hungerford an. Zeit für eine Pause und einen Plausch mit dem Wirt. Sieben Personen leben in Hungerford. Im Moment sei nicht viel los, kaum Touristen. Das ändert sich im Winter, dann kommen schon mal 20 Autos vorbei. Wie man davon leben kann?

Ca. 300 Meter entfernt.ist die Grenze von Queensland und NSW. Die einzige Grenze in Australien, wo ein Tor zum Grenzübergang geöffnet und –wichtig- geschlossen werden muss. Das Tor ist ein Durchlass im „Rabbit-Proof-Fence“, dem Kaninchenzaun. Der Zaun soll verhindern, dass sich die Kaninchen weiter ausbreiten. Ob das viel nützt? Wir haben Kaninchen in beiden Bundesländern gesehen.

Weiter geht die Fahrt bis zur Kreuzung, wo es zur Comeroo Camel Station geht.Hier begegnet uns das erste Auto des Tages. Auf die Frage nach der Comeroo Station antwortet die Frau: Ca. 20 Kilometer geradeaus, dann links abbiegen. Geöffnet, sie denkt schon. Die Beschreibung stimmt, die Station ist nach links ausgeschildert. Wir folgen den Schilder und sind nach kurzer Zeit am Farmhaus und am Campspot, der leer ist. Der Farmer kommt und meint, es ist ausserhalb der Saison (April – Oktober), überlegt aber, ob er uns nicht doch übernachten lässt. Als er hört, dass wir keine Klimaanlage haben, meint er, da seinen seine Plätze nicht geeignet. Keiner der Plätze hat Schatten. Wir sollen lieber bis Bourke weiter fahren, da würde es entsprechende Plätze geben. Was bleibt anderes übrig. Stellt sich uns die Frage, warum bringt er keinen Hinweis an, dass erst ab April geöffnet ist. Das hätte uns 50 Kilometer Umweg erspart. Die Mittagspause können wir aber noch in der schattigen Shed verbringen und Dieter kann die Toiletten benutzten. Er kommt zurück und meint, die werden auch erst bei Saisonbeginn gereinigt.

Auf dem gleichen Weg wieder zurück und weiter Richtung Bourke. Auf den letzten 50 Kilometern begegnen uns 4 Autos, viel Verkehr. Dafür dass so wenig Verkehr ist, liegen ganz schön viele tote Tiere, vor allem Kängurus, an und auf der Strasse.

In NSW ist wieder eine andere Zeitzone, die Uhr muss eine Stunde vor gestellt werden. So ist es bereits 19.00 Uhr, als wir in der Stadt ankommen. Vor 10 Jahren waren wir schon mal hier und haben in Kidmans Camp übernachtet. Den Platz haben wir in guter Erinnerung und fahren in wieder an. Das Büro ist nicht besetzt, aber ein Hinweisschild, sich einen Platz zu suchen und später zu zahlen. Ein Platz ist schnell gefunden. Nach der langen Fahrt zur Entspannung und Abkühlung in den Pool. Das tut gut.