Port Augusta / Kalgoorlie

12. April 2014 Port Augusta
Zwei Stunden war gestern die Brücke über den Spencer Gulf gesperrt. Das hatte grosse Auswirkungen, besonders auf den inneraustralischen Frachtverkehr. Zwei Stunden ging nichts mehr, weder nach Osten, Süden, Westen oder Norden. Besonders fatal, auch Notfallfahrzeuge wie Ambulance und Feuerwehr konnten nicht in den Westteil der Stadt. Wegen der mehr als 90 mm Regen, die in den letzten Tagen gefallen waren, musste die einzige weitere Verbindung über Yorkey’s Crossing, eine ungefestigte Strasse die am oberen Ende des Spencer Gulf verläuft, gesperrt werden. Also Verkehrschaos total.

Heute sind in Port Augusta Markets und wir fahren in die Stadt. Die Geschäfte werben mit Sonderangeboten, Privatleute haben Stände aufgebaut, an anderen Ständen wird fleissig Geld für die verschiedensten Unternehmungen gesammelt.

Von uns wird eine Schule unterstützt. Wir kaufen an deren Stand verschiedene selbst hergestellte Marmeladen. Mit bummeln von Stand zu Stand, im Strassencafe einen Kaffee trinken und Leute beobachten, der Aufführung kleiner Mädels einer Balletschule zusehen, so vergeht die Zeit. Am späten Nachmittag geht es wieder zurück zum Caravanpark.

13. April 2014 Port Augusta
Die Nachbarn links und rechts sind schon früh am zusammen packen. Abreisetag.

Bei uns geht es gemütlicher zu. Frühstücken, Wäsche waschen und die nicht mehr benötigten Sachen wieder einraumen. Wir fahren morgen weiter.

Der nachmittägliche Spaziergang führt am Spencer Gulf entlang. Das Wasser geht zurück, es ist Ebbe. Im noch nassen Sand liegen kleine Muschelschalen, das lohnt sich nicht zum mitnehmen. Es sind wenig Spaziergänger unterwegs, dass wird sich später ändern. Dieser Abschnitt ist ein beliebter Hundeausführplatz. Die Leute kommen mit Autos angefahren und lassen die Hunde frei.

Nach dem Abendessen baut Dieter die Aussenküche wieder ab. Die wird nicht mehr benötigt

14. April 2014 Port Augusta – Kimba
Die im Kühlschrank der Campkitchen deponierten Lebensmittel werden geholt. Die Ausfahrkarte wird an der Rezeption zurück gegeben und damit werden die hinterlegten 10 $ wieder zurück gegeben.

Dieter will vor der Fahrt noch pr+fen, ob genug Luft in den Reifen ist. Da wir direkt bei Tyrepower vorbei kommen fährt er dort ran und fragt, ob er den Luftdruck kontrollieren kann. Er muss erst noch seine Arbeit fertig machen, ist die Auskunft. Dieter prüft den Druck immer selbst, er braucht nur den dazu benötigten Manometer. Wir warten. Der Mann ist mit seiner Arbeit fertig und Dieter fährt den Truck vor die Werkstatt. Schon kommt der Mann gestikulierend angelaufen. Da können wir nicht parken. Wir sollen an die Tankstelle fahren und dort den Luftdruck prüfen. So was von unfreunlich haben wir noch nicht erlebt. Und das nennt sich Reifenservice.

Von Port Augusta bis Kimba, dem heutigen Ziel sind es 175 Kilometer. Damit Dieters Arm und Schulter nicht zu sehr belastet wird, werden wir die Strecke in kurzen Etappen zurück legen.

In Kimba begrüsst der Grosse Galah die Besucher. In vielen Städten sind solche grossen Figuren aufgebaut.

Nach einer Stadtbesichtigung, es gibt nicht viel zu sehen, wird der Camper auf dem Caravanpark abgestellt. Es gibt auch zwei freie Plätze in Kimba, aber, wir möchten Stromanschluss haben. Nachts wird es schon ganz schön kalt und da leistet das Heizöfchen gute Dienste.

In Kimba gibt es einen netten Pub. Dorthin gehen wir zum Abendessen.

15. April 2014 Kimba – Ceduna
Frisch heute morgen. Das Thermometer zeigt 7 Grad Aussentemperatur. Bei den Temperaturen wird das Duschen auf heute Mittag verschoben.

Für unsere Verhältnisse früh, sind wir on the Road again. Nach einem Tankstopp am Kyancutta Roadhaus machen wir Kaffeepause in Wudina. Auf dem Weg nach Wudina verkünden Schilder, dass es dort den besten Kaffee gibt. So ein Angebot muss geprüft werden, ein idealer Ort für die Pause. Wir können bestätigen, der Kaffee ist lecker.
Um Dieters Arm und Schulter zu schonen, planen wir kurze Fahrstrecken. Für heute ist Poochera als Haltestation angedacht. Der Campingplatz dort ist allerdings wegen Renovierung geschlossen. Dieter fühlt sich noch gut, wir fahren weiter.



Auf der weiteren Strecke finden wir keinen Platz, der zum übernachten einlädt. Der Platz in Wirulla, kostet zwar nur 10 $ die Nacht, ist aber nur ein Parkplatz mit Toilette und Dusche. So langsam meldet sich der Magen, Hunger. Wir wählen den einfachen Weg, in den Generalstore von Wirulla. Das heutige Angebot sind Fish & Chips, die werden bestellt. Von der Qualität sind wir überrascht. Pommes in frischem Fett gebacken, Fisch auf den Punkt gegart, einfach super.

Beim Essen wird überlegt, was wir machen. Hier bleiben oder weiter fahren. Die nächst grössere Stadt ist Ceduna, das sind knapp 100 Kilometer. Die Entscheidung ist schnell gefallen. Wir fahren weiter und bleiben dann einige Tage in Ceduna.

Gegen 15.00 Uhr kommen wir auf dem Shoreline Caravanpark an. Dort hängt schon ein Schild, dass für Wohnwagen keine Plätze mehr verfügbar sind. Mal sehen, was zu machen ist. Die sehr nette Frau in der Rezeption hat für den gewünschten Zeitraum, 4 Nächte, noch einen verfügbaren Platz, den nehmen wir.

Nach der Fahrt, die weiter wie angedacht war, schmerzt Dieters Schulter. In Ceduna gibt es ein Krankenhaus. Vielleicht ist es möglich, dort kurzfristig einen Termin zu bekommen, damit die Schulter behandelt werden kann. Die Unterlagen werden zusammen gesucht und wir machen uns auf den Weg. An der Rezeption wird das Anliegen geschildert. Die Mitarbeitern sieht im Computer nach und meint, so kurzfristig sei kein Termin frei. Moment, meint sie, und sieht auf dem Schreibtisch liegende Papiere durch. Heute ist eine Absage gekommen, die noch nicht im Computer eingegeben ist. Morgen um 11.00 Uhr ist noch ein Termin frei. Der wird gleich reserviert. Es folgen die Nachfragen wegen Medicare oder sonstigen australischen Versicherungen. Da nichts davon vorhanden ist, muss die Behandlung privat bezahlt werden. Wie bisher auch.

Zurück beim Camper. Jetzt beginnt der gemütliche Teil des Tages.

16. April 2014 Ceduna
Kurz nach 10.00 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Krankenhaus. Vorm Arztbesuch müssen die Patientendaten aufgenommen werden. Damit am Ende die Rechnung auch richtig ausgestellt wird.

Das Organisatorische ist schnell erledigt, wir können im Warteraum Platz nehmen. Wir sitzen schon eine Weile, da kommt der Osterbunny vorbei. Wer auch immer in dem Kostöm steckt, er wird überall freudig begrüsst und umarmt. In seiner Begleitung eine Frau, die einen Korb mit Ostereiern dabei hat. Die werden verteilt.

Hier wird der Patient vom Arzt im Warteraum abgeholt. Nach einer Stunde warten ist es soweit, Dieter wird aufgerufen und kann ins Behandlungszimmer kommen. Neben dem Arzt sind zwei Medizinstudenten dabei. Die Cortisonspritze wird unter Ultraschallbeobachtung gesetzt. Das hat der Student noch nicht gemacht. Er fragt Dieter: Ist das die erste Spritze in die Schulter? Als Dieter bejaht, meint er, seine auch. Der Arzt zeigt auf dem Ultraschallbild, wohin das Medikament gespritzt werden soll und gibt dem Studenten genaue Anweisungen. Es funktioniert einwandfei. Jetzt müssen nur noch die Beschwerden nachlassen. Der Arzt meint, bis die Wirkung einsetzt kann es zwei bis sieben Tage dauern. An der Rezeption wird noch die Rechnung bezahlt. Für Overseas Patienten sind das 109 $.

Auf dem Nachhauseweg wird noch ein Abstecher in die Aboriginal Art Galerie gemacht. Sind einige interessante Bilder dabei. Man merkt den Unterschied zu Galerien im Outback, hier sind die Preise deutlich höher.

Der Tag wird gemütlich ausklingen lassen.

17. April 2014 Ceduna
Nach dem Frühstück führt der erste Weg zur Rezeption, den Aufenthalt verlängern. Werden Ostern noch in Ceduna bleiben und erst am Dienstag weiter fahren.

Dieter hat das Gefühl, es wird langsam besser. Es ist seit drei Wochen der erste Tag, an dem er ohne Schmerzmittel auskommt.

Ostern nähert sich mit grossen Schritten und es soll eine elektronische Osterkarte verschickt werden. Die muss aber erst mal entworfen werden. Das macht Dieter. Den Versand an Freunde, Bekannte und die Stammtischler, das ist meine Arbeit.

Sonnenschein und 25 Grad, ein wunderschöner Herbsttag. Der lässt sich vorm Camper geniessen

18. April 2014 Ceduna
Das schöne Wetter lädt zum Strandspaziergang ein. Dabei darf ein Abstecher auf die Jetty nicht fehlen. Einige unermüdliche Angler versuchen Fische an Land zu ziehen. Den Heimweg im Cafe unterbrochen, für einen frisch gebrühten Kaffee.

Wir sind von lauter Anglern umgeben. Die fahren schon früh mit ihren Booten raus und kommen nachmittags zurück. Beim Fische sauber machen und zerlegen wird dann über den gemachten Fang gesprochen. Unsere direkten Nachbarn haben schon gefragt, ob wir Fisch mögen. Tom ist beim zerlegen und meint, ich soll mal einen Teller vorbei bringen. Das braucht er nicht zweimal zu sagen. Sein heutiger Fang sind Tintenfische und King George Whiting. Auf den Teller kommen King George Whiting-Filets. Die haben wir heute im Fischgeschäft gesehen, das Kilo für 40 $!

Die gute Nachricht des Tages: Dieter ist heute schon den zweiten Tag ohne Schmerzmittel.

Die Webseite muss mal wieder aktualisiert werden und den Stammtischlern möchten wir mit einem Gruss „Frohe Ostern“ wünschen. So ist jeder von uns mit Schreibarbeiten beschäftigt.

19. April 2014 – Ceduna
Für die Feiertage werden noch Lebensmittel und Getränke gebraucht. Gut, dass es vom Caravanpark nur ein kurzes Stück in die Stadt ist. Mit Rucksack und Taschen machen wir uns auf den Weg. Bepackt wird der Rückweg angetreten.

Wäsche waschen ist ein immer wieder aktuelles Thema. Unglaublich, wie schnell sich da immer was ansammelt. Bei Sonnenschein und leichtem Wind trocknet es aber schnell.

Lesen und fernsehen sind die weiteren nicht so anstrengenden Tätigkeiten des Tages. Zum Abendessen gibt es bei uns Fisch. King George Whiting ist ein sehr schmackhafter Vertreter seiner Art.

20. April 2014 Ceduna
Sonnenschein, das richtige Wetter für einen Strandspaziergang. Dieses Mal in die andere Richtung.

Nach Rückkehr warten noch Schreibarbeiten. Der Antrag an die Auslandsreisekrankenversicherung für die Erstattung der entstandenen Kosten muss fertig gemacht werden. Bis die Belege sortiert sind und alles fertig ist, das dauert einen Moment.

Am Nachmittag wird das Formel 1 Rennen übertragen. Das sehen wir uns auf dem Fernseher in der Campkitchen an.

Mit dem neuen Nachbarn, einem Truckfahrer, ein sehr interessantes Gespräch geführt.

21. April 2014 Ceduna
Morgen soll die Fahrt weiter gehen. Über die Nullabor Richtung Westaustralien. Zuvor müssen die Vorräte wieder ergänzt und der Tank aufgefüllt werden.

Wenn wir länger stehen wird der Fernseher angeschlossen und die Aussenküche aufgebaut. Das muss alles wieder rückgebaut und verstaut werden bevor wir einkaufen fahren.

Die Einkäufe werden nur im Camper abgestellt. Da stapeln sich inzwischen 30 Liter Trinkwasser, Getränke und Lebensmittel. Verstaut wird das alles, wenn wir wieder auf dem Caravanpark sind.

Die Sonne scheint und es ist 34 Grad. Mit einem Buch und was zu trinken lässt es sich im Schatten aushalten.

Zum Abschluss des Tages machen wir noch einen Spaziergang in die Pizzeria, zum Abendessen.

22. April 2014 – Ceduna – Nundoo Roadhouse
Kurz nach 9.00 Uhr ist der Truck reisefertig und wir fahren los. Erst mal zur Tankstelle um den Luftdruck in den Reifen zu prüfen. Zur Tankstelle gehört ein Reifenservice und Dieter bekommt ohne Probleme den Manometer zur Druckprüfung. Nachdem er beim letzten Reifen, dem inneren Reifen auf der Beifahrerseite, angelangt ist, kommt er an mein Fenster. Der innere Reifen ist platt. Praktisch, dass wir direkt vorm Reifenservice parken. Reifenwechsel auf der Nullabor, das wäre für Dieters Schulter nicht so gut gewesen.

Der Chef selbst nimmt sich des Problems an, obwohl noch einige Arbeiten vorher auf der Erledigungsliste stehen. Dieter soll das Auto auf die Rückseite der Werkstatt fahren. Auto aufbocken, Radmuttern lösen, äusseren Reifen demontieren anschliessend den inneren Reifen. Er nimmt den Reifen mit in die Werkstatt und tauscht den Schlauch aus. Nachdem er die Räder wieder montiert hat zeigt er uns, was den Defekt verursacht hat. Bei Montage der neuen Reifen wurde im vergessen im inneren des Reifens einen Aufkleber zu entfernen. Die Form des Aufklebers ist deutlich auf dem Schlauch zu sehen. Der Aufkleber hat am Schlauch gescheuert und ein Loch verursacht. Kleine Ursache, grosse Wirkung. Das Problem ist beseitigt und nach Zahlung von 50 $ können wir den Weg fortsetzen.

Nächster Halt ist an der Post. Das Schreiben an die Auslandsreisekrankenversicherung abschicken. Von dort zur Bäckerei, noch ein frisches Brot mitnehmen. Die Auswahl in der Bäckerei ist sehr bescheiden. Es gibt Toastbrot und noch ein einziges Kastenweissbrot. Da ist die Entscheidung nicht schwer, das Kastenbrot soll es sein. Alles Nötige ist erledigt, wir können entgültig starten.

Noch wissen wir nicht, wie belastbar Dieters Schulter ist und haben deshalb das Nundroo Roadhouse, ca. 170 Kilometer, als Tagesziel ausgewählt. Dort ist Diesel auch noch preiswerter als auf der Nullabor.

Bei Ankunft wird zuerst der Tank gefüllt. Der Liter Diesel kostet 1.66 $. Beim bezahlen gleich einen Platz auf dem Caravanpark mit gebucht. Stellplatz mit Strom für 20 $. Noch sind wir die Einzigen. Das ändert sich im Laufe des Nachmittags.

23. April 2014 Nundroo Roadhouse – Eucla
Eine kalte Nacht, nur noch 2 Grad. Die Nachbarin begegnet mir auf dem Weg zur Toilette. Angezogen wie im Winter. Lange Hosen, dicken Pullover, Bademantel und Wollmütze.

Bei der kühlen Witterung halten wir uns nicht lange auf und sind bereits um 9.00 Uhr auf dem Highway. Mit einigen Zwischenstopps kommen wir am frühen Nachmittag in Bordervillage an. Dieter tankt noch mal auf. Diesel kostet 2.04 $, das sind 0,38 Cent mehr als in Nundroo. In Bordervillage ist auch die Qurantäne-Kontrollstation für Westaustralien. Frisches Obst, Gemüse, Nüsse, Blumen, Tiere, dürfen nicht mitgeführt werden bzw. brauchen spezielle Genehmigungen. Bevor die Kontrollstation passiert wird, gehen wir erst mal Kaffee trinken. Das ist mit 6 $ der teuerste Kaffee der Reise.

Die Kontrolle geht schnell, im Kühlschrank sind nur noch die erlaubten Lebensmittel. Obst und Gemüse sind verbraucht. Alles in Ordnung, wir können weiter fahren. In Westaustralien gehen die Uhren wieder anders. Gegenüber Südaustralien werden die Uhren 1,5 Stunden zurück gestellt, häppchenweise. In Eucla ¾ Stunde und in Caiguna nochmals ¾ Stunde.

Unsere Fahrt endet in Eucla. Erfreulicherweise hat Dieters Schulter die Fahrt gut überstanden.

24. April 2014 Eucla – Madura Roadhouse
Dank Facebook Verabredung mit Inge und Micha am Madura Roadhaus. Die Beiden sind jetzt auf dem Heimweg und unsere Wege kreuzen sich unverhofft.

Gestern haben wir an der Tankstelle in Eucla ein Auto mit einem Aufkleber: „The Big One“ 2014 Rally Sydney –London gesehen. Da musste ich gleich mal nachfragen, was damit gemeint ist. Pat und Brad Cole sind einen Teil der Strecke, von Sydney nach Perth, mitgefahren. Sie sind die Sieger dieses Abschnittes und jetzt wieder zurück auf dem Weg nach Sydney.
Wir geniessen das schöne Wetter bis Inge und Micha eintreffen. Die Beiden sind heute morgen in Ceduna gestartet und kommen gegen 15.00 Uhr an. Wie üblich gibt es viel zu erzählen. Dabei trocknet die Kehle so aus und muss angefeuchtet werden. Gemeinsam geht es in den Pub im Roadhaus. Auf dem Weg dorthin sehen wir ein Auto mit dem Aufkleber der Rally Sydney – London. Es sind zwei Mechaniker, die ebenfalls wieder auf dem Weg nach Sydney sind. Wer zur Rally genaueres wissen möchte hier der Link zur Webseite http://www.transworldhistoricrallying.com/

Da wir schon so gemütlich zusammen sitzen, wird auch noch was zu essen bestellt. So wird keine Zeit mit Abendessen zubereiten verschwendet.

Nach der Runde im Pub geht es zurück zum Camper. Es sit noch erstaunlich warm und wir können draussen sitzen, mit einem leckeren Shiraz. Es ist spät, als wir uns in den Camper zurückziehen.

25. April 2014 – Madura Roadhaus – Norseman
Tropf, tropf, trop. Es ist mitten in der Nacht und es regnet. Die Stühle stehen noch draussen. Damit nicht alles nass wird stehe ich auf und stelle die Stühle unter den Truck.

Inge und Micha sind schon früh fertig und fahren los. Bei uns dauert das noch ein wenig. Kurze Regenpausen werden genutzt um die Sachen einzuräumen und den Truck startklar zu machen. Am Roadhaus wird der Schlüssel für die Toiletten zurück gegeben und wir können starten.

Am Cocklebiddy-Roadhaus ist kurze Pinkelpause. Dieter überlegt, ob wir hier tanken, verschiebt es aber aufs Caiguna Roadhouse. Eine richtige Entscheidung, hier ist Diesel 2 Cent billiger.

Der Regen begleitet uns die ganze Strecke, mal mehr, mal weniger. Eigentlich ist angedacht noch zwei Nächte auf Fraser Range Station zu verbringen. Aber, bei diesem Wetter überlegen wir es uns anders und werden bis Norseman durchfahren. Im Balledonia Roadhouse wird die Mittagspause eingelegt. Bei dem Wetter heute Abend kochen, das sieht schlecht aus. Dann lieber hier eine Kleinigkeit essen. Dann kann es soviel regnen wie es will.

Am späten Nachmittag kommen wir in Norseman an. Eingebucht ist schnell, unsere Daten sind noch im Computer. Der Camper wird wohnfertig gemacht und jetzt erst mal Pause. Wir sitzen im Camper da meint Dieter: Da oben an der Decke, eine grosse Spinne. Wo kommt die denn her? Wahrscheinlich hat sie es sich in einem der Stühle bequem gemacht und ist mitgereist. Und nun? Ein grösseres Gefäss wird gesucht um die Spinne zu fangen und nach draussen zu befördern. Beim ersten Versuch entkommt die Spinne, die ist ganz schön schnell. Beim zweiten Versuch gelingt es, sie ist eingesperrt. Dieter bringt das Gefäss vor die Tür und lässt sie frei.

26. April 2014 Norseman – Kalgoorlie
Die ganze Nacht hat es geregnet. Alles was nicht nötig ist, wird auf später verschoben. Die Sachen werden im Camper verstaut und kurz nach 9.00 Uhr fahren wir vom Platz, zur Tankstelle.

Der Regen begleitet uns eine ganze Strecke. Kurz vor Kalgoorlie hört es auf. Bevor der Caravanpark angefahren wird, halten wir noch in der Stadt an, zum einkaufen.

Auf dem Caravanpark werden 7 Nächte gebucht. Da Dieter immer noch einen geklemmten Nerv hat wollen wir versuchen einen Termin beim Chiropraktiker zu bekommen. In Kalgoorlie gibt es zwei Chiropraktikerkliniken, da sollte es möglich sein

27. April 2014 Kalgoorlie
Der Wetterbericht hat Recht behalten. Heftiger Regen zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang.

Kurz nach acht Uhr kommt eine SMS von Thomas: Scheisswetter in Kalgoorlie. Das wissen wir, sind ja gestern in Kalgoorlie angekommen. Mit einem kurzen Telefonat wird ein Treffen bei uns vereinbart. Nach dem Frühstück wird Thomas vorbei kommen.

Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Gemeinsam verbringen wir einen gemütlichen Vormittag.

Nachmittags nimmt sich Dieter die Wolff-in-au-Webseite vor. Die muss wieder aktualisiert werden.

28. April 2014 Kalgoorlie
Kurz nach 8.00 Uhr wird in der Chiropractic-Klinik wegen eines Termines angerufen. Wir haben Glück, um 12.00 Uhr ist noch ein Termin frei. Bis dahin ist noch Zeit und der Vormittag wird mit lesen und Internetrecherche verbracht.

In der Praxis angekommen, heisst es wieder das Anmeldeformular ausfüllen. Nach einer kurzen Wartezeit wird Dieter bereits aufgerufen. Die Chiropaktikerin nimmt sich viel Zeit. Mit gezielten Fragen versucht sie dem Problem auf die Spur zu kommen. Den Befund aus Port Augusta haben wir dabei. Nachdem sie den gelesen hat, erklärt sie die Diagnose ausführlich und anschaulich. Erst danach untersucht sie Dieter. Mit einigen Handgriffen versucht sie die Beweglichkeit des Wirbels wieder herzustellen und damit den Nerv zu entlasten. Zum Schluss zeigt sie noch ein paar gymnastische Übungen, die regelmässig ausgeführt werden sollen. Für das ausführliche Gespräch und die Behandlung werden 50 $ berechnet.

Im Anschluss geniessen wir das Einkaufen und die Auswahl in einer grösseren Stadt

29. April 2014 Kalgoorlie
Eine kalte Nacht. Die Temperatur ist auf 2 Grad gesunken. Da leistet ein Heizöfchen gute Dienste J

Heute haben wir nichts besonderes vor. Dieter ist dabei die Australia-Day-Webseite zu bearbeiten. Die soll ja im Mai wieder online geschaltet werden.

Bei mir steht Housekeeping auf dem Plan. Die Betten müssen mal wieder abgezogen und die Bezüge gewaschen werden. Also die normale Routine.

Das war ein wunderschöner Herbsttag. Sonnenschein, aber nur 19 Grad.

30. Apil 2014 Kalgoorlie
Kleine Sightseeing-Tour nach Boulder. Hier wird kräftig gebaut um die Schäden des Erdbebens von 2010 zu beseitigen. Im Februar gab es erneut ein Beben, dass aber keine grösseren Schäden angerichtet hat.

Um die Mittagszeit sind wir wieder in Kalgoorlie und haben Lust auf was süsses. In einem Cafe sehen wir leckeren Choc-Chips-Cheesecake. Dazu einen frisch gebrühten Kaffee, lecker.

Anschliessend noch einige Kleinigkeiten zum essen einkaufen und zurück zum Caravanpark.

1. Mai 2014
Ein ganz ruhiger Tag. Einfach nichts tun, lesen, die Sonne geniessen.