Peterborough / Wilpena Pound

03. März 2013 – Peterborough – Teworie – Jamestown – Peterborough
Wir sollen uns unbedingt die Ausstellung „Papier Mache & Wireworks“ ansehen, das war die Empfehlung der Damen im Infocenter. Nur geöffnet während eines Workshops und heute sei offen. Dann sehen wir uns das Ganze mal an. In einer Halle sind einige fertige Arbeiten zu sehen, in einem anderen Raum sind einige Frauen bei der Arbeit. Das Material, das für die Arbeiten verwendet wird, sind Draht und Papier. Eine der Frauen hat aus Draht einen Emu gefertigt, lebensecht. Andere fertigen aus Draht die Vorlage. Darauf kommt Papier, mit einer Masse aus eingeweichten Eierkartons wird dann die Oberfläche modelliert. Die fertigen Arbeiten werden beim Peterborough Art & Cultural Festival im April vorgestellt.

Nachdem wir uns von den Damen verabschiedet haben fahren wir nach Teworie. Am Ortseingang ist „Gannet’s Roost“ , ein Park mit Metallfiguren. Aus Altmetall sind sehr unterschiedliche Figuren entstanden.

Teworie war ehemals ein wichtiger Eisenbahnstop, inzwischen ist es fast eine Geisterstadt.
Die noch vorhandenen Gebäude des ehemaligen Bahnhofs verfallen langsam. Nichts was zu einem längeren Verweilen einlädt.

Die Fahrt geht weiter Richtung Jamestown. Unterwegs sehen wir in der Ferne die Windmühlen der Bluff Range Wind Farm. Mit 25 Windmühlen wird dort Strom erzeugt.
Jamestown ist eine nette Kleinstadt. Hier finden wir auch einen Laden, der Uhrbatterien austauscht. Jetzt läuft Dieters Uhr wieder. Von Jamestown geht es wieder zurück nach Peterboroughm auf den Caravanpark.

Wir sitzen gemütlich vorm Auto uns sehen einen Apollo Camper einparken. Ein Paar steigt aus und läuft über den Platz. Vom Tonfall her müssen das Deutsche sein (hört man). Die Beiden kommen auf den Camper zu und die Frau meint: „Das glaube ich jetzt nicht, eure Reise habe ich eine ganze Weile online verfolgt und wir hatten per Email Kontakt“. Ich bin Ute und das ist Horst. Ich sag es immer, die Welt ist klein.

Die Beiden machen ihren Camper wohnfertig, dann sitzen wir gemütlich zusammen.

Vorm ins Bett gehen, sehe ich mir noch mal den Emailaustausch mit Ute an, der war im September 2013. Als Abschluss hat Ute geschrieben: Vielleicht treffen wir uns 2014 ja zufällig am anderem Ende der Welt.

04. März 2014 - Peterborough
Heute gibt es nur Kleinigkeiten zu erledigen. Tanken, einkaufen und Abends zur Sound & Light-Show.

Aufgetankt ist, Diesel kostet hier 160,9$. Zum Einkaufen zu IGA. Dienstags ist Rentnertag und es gibt auf den Einkauf 5 % Rabatt. Ausgenommen sind die Sonderangebote. Die Kassiererin fragt, ob wir eine Pensioniercard hätten. Nur eine Deutsche. Kurze Überlegung und die 5 % werden abgezogen.

Der Truck soll heute nicht mehr bewegt werden, also müssen wir auf anderem Weg zur Steamtown kommen. Die Nachbarn, eine Gruppe von 14 Leuten mit den entsprechenden Fahrzeugen, besucht die Show ebenfalls. Eine kurze Frage, schon haben wir eine Mitfahrgelegenheit. Die Gruppe ist eine Vereinigung von ehemals Selbstständigen, jetzt Rentnern, die vieles gemeinsam unternehmen. Die Frau unseres Fahrers ist ehemalige Opernsängerin, die in London und an der Sydney Oper gesungen hat. Die Gruppenmitglieder haben gut für die einstündige Show vorgesorgt. Alkoholische Getränke und Knabberzeug sind mit dabei. Daran haben wir nicht gedacht. Macht nichts, wir werden versorgt. Unsere Fahrer haben sogar zwei zusätzliche Gläser dabei J.

5. März 2014 – Peterborough - Orroroo
Hövermanns sind mit ihren Freunden noch in den Flinders Ranges. Wir werden ihnen ein Stück entgegen fahren und in Orroroo auf sie warten. Vorsichtshalber schicke ich Monika eine SMS, mit dem Treffpunkt.

Bis Orroroo sind es 40 Kilometer, die sind schnell zurück gelegt. Auf dem kleinen Caravanpark werden zwei Nächte gebucht. Der Camper wird wohnfertig gemacht und wir machen einen Spaziergang in die Stadt.

Wieder zurück am Camper klingelt das Telefon, Monika ist dran. Da der Flinders Range Nationalpark bis Samstag gesperrt ist, sind sie früher wieder unterwegs. Die SMS sei gut gewesen, da sie nach Peterborough fahren wollten, um uns dort zu treffen. So weit müssen sie heute nicht fahren. Gegen 13.00 Uhr fahren zwei Camper auf den Platz, Hövermanns und ihre Freunde Ingrid und Alex.

Nach der herzlichen Begrüssung sitzen alle zusammen – und es gibt viel zu erzählen. So stellt sich heraus, das Ingrid und Alex die Beiden Hamburger, Ute und Horst, auch schon getroffen haben.

Gemeinsam gehen wir zum Abendessen in den Pub, dort ist Schnitzeltag.

6. März 2014 – Orroroo
Zum Abschiedsfrühstück werden die Tische in der Sonne zusammen gestellt. Die Nacht war wieder etwas frisch. Anschliessend wird der Lupo besichtigt, bevor Monika, Reinhard, Ingird und Alex weiter fahren.

Jetzt ist Zeit sich an den Computer zu setzen und das Tagebuch der letzten Tage ausführlicher zu schreiben. Dieter meint, wir sollten uns mal Gedanken machen, wie wir von hier aus weiter fahren. Mit der Karte werden die nächsten Stationen geplant. Das erste Mal auf dieser Reise. In der Sonne sitzen und lesen ist eine weitere Beschäftigung.

Nach dem Abendessen werden die Emails abgeholt und gelesen. Es ist eine Email der Maklerin dabei. Sie bittet um Rückruf, um 14.00 Uhr deutscher Zeit. Das ist 23.20 Uhr Südaustralische Zeit. Sie hat einen kaufinteressenten für unsere Wohnung. Sie braucht eine Vollmacht, mit beglaubigter Unterschrift. Wo ist denn das nächste Konsulat? Dieter recherchiert im Internet. In Adelaide gibt es einen Konsulat und einen Honoarkonsul. Morgen früh anrufen und fragen, ob dort Beglaubigungen gemacht werden.

Somit ist die Routenplanung erst mal hinfällig, wir fahren nach Adelaide. Wenn das dortige Konsulat die Beglaubigung nicht machen kann, dann ist Adelaide zumindest der Ausgangspunkt um zu einer anderen deutschen Vertretung zu kommen.

7. März 2014 Orroroo – Gawler
Die Bürozeiten des Konsulates sind von 10.00 Uhr – 13.00 Uhr.
Dieter ruft an und fragt nach. Ja, dort werden Beglaubigungen durchgeführt. Ob wir einen Termin vereinbaren wollen. Selbstverständlich, am besten am Montag. Montag ist Adelaide Cup und Feiertag. Somit wird Dienstag vereinbart.

Von der Maklerin ist inzwischen per Email das Verkaufsvollmachtschreiben eingetroffen. Kurz vor 11.00 Uhr fahren wir vom Platz. In Claire wird Mittagspause gemacht, dann geht die Fahrt weiter Richtung Gawler.

Ca. 30 Kilometer vor Gawler, plötzlich ein komisches Geräusch. Dieter fährst sofort links raus auf den breiten Randstreifen bzw. eine Parkbucht. Ein platter Reifen, vorne rechts. Das hatten wir dieses Jahr noch nicht. Das neue Tool zum Muttern lösen kommt das Erste Mal zum Einsatz. Die Muttern lassen sich damit wirklich leichter lösen. Nach einer halben Stunde ist der Reservereifen montiert und das Werkzeug wieder verstaut. Die Fahrt geht weiter bis Gawler, zum Caravanpark. Dort werden drei Übernachtungen gebucht.

An der Rezeption gleich die Adresse des nächsten Reifenservice erhalten und dort hingefahren. Den defekten Reifen abgegeben. Können wir morgen abholen.

8. März 2014 – Gawler
Erster Weg ist zum Reifenhändler. Der Schlauch war kaputt und ein neuer wurde eingezogen. Jetzt ist er wieder wie neu, für 49 $.

Inzwischen ist der Kühlschrank wieder leer und wir fahren einkaufen.

9. März 2014 – Gawler
Nach einem gemütlichen Frühstück macht Dieter sich an die Arbeit, Reifen wechseln. Der Ersatzreifen wird wieder abgenommen und auf der Halterung befestigt. Der Reifen mit dem neuen Schlauch wird wieder montiert.

Im Internet wird schon mal wegen eines Mietwagens recherchiert. Wir wollen für 1 Woche in Adelaide bleiben, da ist man mit einem kleinen Auto mobiler.

Auf dem Windsor Gardens Caravanpark angefragt, ob noch Plätze frei sind. Rückruf erfolgt. Ein Platz wird für uns reserviert, wir sollen aber bis 12.00 Uhr da sein. Wegen Feiertag ist das Office nur bis Mittags besetzt

10. März 2014 – Gawler - Adelaide
Heute ist Adelaide-Cup und damit Feiertag in Südaustralien. Der Schlüssel für die sanitären Anlagen wird abgegeben, die 20 $ Pfand zurückerstattet, kurz nach 9.00 Uhr sind wir auf dem Weg nach Adelaide. Wir haben Glück, es ist nicht viel Verkehr auf der Strecke.

Auf dem Windsor Gardens Caravanpark nutzen wir wieder das Angebot 7 für 6 = 7 Nächte bleiben und für 6 Nächte bezahlen.

Dieter hat bei verschiedenen lokalen Autovermietern per Email wegen eines Mietwagens angefragt. Da hat sich bis jetzt noch keiner gemeldet.

Abends klingelt das Telefon, einer der Autoverleiher meldet sich telefonisch. Die nette Frau am Telefon fragt noch einige Details ab und bietet uns dann einen Nissan Micra an. Sie haben auch ein Sonderangebot. Bei einer Anmietung von 4 Tagen gibt es einen Tag kostenlos. Die anderen Konditionen stimmen auch, das Auto wird für Dienstagmittag bestellt.

11. März 2014 - Adelaide
Der Termin beim Konsulat ist um 12.00 Uhr. Mit dem Bus fahren wir in die Stadt. Es ist noch Zeit bis zum vereinbarten Termin. Die Sonne scheint, da lädt die Rundle Mall zu einem Bummel ein. Von dort aus laufen wir zum Konsulat und sind schneller dort, als erwartet. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist ein Cafe. Wir suchen einen Platz, von dem man gut Leute beobachten kann, und trinken gemütlich Kaffee.

Das Büro des Honorarkonsulats ist im achten Stock. Mit dem Aufzug geht es nach oben. Das Büro des Konulats ist ein einzelner Raum. Der hintere Teil ist durch eine Glastrennwand abgetrennt. Der vordere Teil ist mit Stühlen, einem kleinen Tisch, auf dem die Deutschlandfahne steht, und einem Regal möbliert. Wir sind die einzigen Besucher.

Dieter erklärt unser Anlegen und übergibt der Mitarbeiterin das Schreiben zur Beglaubigung der Unterschriften. Die Reisepässe müssen vorgelegt werden, jetzt sind alle Bedingungen erfüllt. Frau Brown macht sich an die Arbeit und schreibt die entsprechende Bestätigung auf die Rückseite des Dokuments. Sie kommt wieder zum Schalter und meint. Es ist alles vorbereitet, der Konsul kann es am FREITAG unterschreiben. Der Honorarkonsul ist Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei und nur einmal in der Woche, freitags, im Konsulat. Kann uns mal jemand erzählen warum ein Termin vereinbart wird, wenn der zur Unterschrift Berechtigte an diesem Tag gar nicht anwesend ist ?????

Die Mitarbeiterin des Konsulats ist freundlich und hilfsbereit. Sie faxt das vorbereitete Schreiben vorab an die Maklerin in Berlin. Anschliessend versucht sie, den Konsul telefonisch zu erreichen, leider vergeblich. Sie meint, wenn wir einen Umschlag vorbereiten, dann nimmt sie das Schreiben mit zur Post. Wir können es aber auch am Freitag abholen. Das Büro ist bis 13.00 Uhr geöffnet. Das Dokument soll per Einschreiben verschickt werden, also werden wir es am Freitag abholen.

Das Mietauto ist für 14.00 Uhr bestellt. Mit dem Bus fahren wir nach Richmond, zum Büro des Autovermieters. Ein weisser Nissan Micra steht schon bereit. Mit dem Service von Excel Network, sind wir sehr zufrieden. Freundliche Mitarbeiter, gute Konditionen, ein fast neues Auto (7000 Kilometer), Kundenservice wie er sein soll.

Auf dem Heimeg wird noch an den Central Markets angehalten. Märkten bzw. Markthallen kann ich nicht wiederstehen. Frisches Brot und Wurst wird zum Abendessen mitgenommen.

Bei Ankunft am Camper sehen wir, dass die Markise herunter hängt. Die Verspannung der Markise ist aus dem Boden gezogen, Stühle, Tisch, alles ist nass. Was ist denn hier pasiert?
Hier muss es geregnet und vor allem gestürmt haben.

Die Markise hängt herunter. Die Heringe sind aus dem Boden gezogen, was ist hier passiert? Alles ist nass. Hier muss es geregnet und vor allem gestürmt haben. Es bleibt nichts anderes übrig als die Stangen wieder aufzurichten und alles wieder nue zu verspannen. Die Nachbarn, ein junges Paar, hat nach Rückkehr vom Ausflug alle Sachen am Zaun wierder gefunden.

12. März 2014 - Adelaide
„Ihr seid schon mal hier gewesen“, werde ich auf dem Weg zur Toilette angesprochen. Ein deutsches Ehepaar, in den 50iger Jahren nach Australien ausgewandert, hat uns beim Besuch im November 2013 gesehen. Jetzt wird erst mal ein kleiner Schwatz abgehalten, bevor der Weg zur Toilette fortgesetzt wird.

Es ist schön mal wieder ein einer grösseren Stadt zu sein und bummeln zu gehen, Kaffee zu trinken und Leute zu beobachten. Das tun wir heute ausgiebig.

Zurück am Camper kommen wir mit der Nachbarin zur Linken ins Gespräch. „Das war ein Sturm gestern“ meint sie. „Bei euch hat es die Plane aus der Verankerung gerissen. Ich habe mit beiden Händen meine Markise festgehalten und um Hilfe gerufen. Alleine konnte ich die Markise nicht einrollen.“

Abends kommt eine SMS von Sabrina. Sie fragt an, ob wir morgen schon was vorhaben. Nein, es ist nichts geplant. Dann könnten wir doch bei ihr und Kevin vorbei kommen. Jetzt haben wir was vor.

13. März 2014 - Adelaide
Bis 14.00 Uhr ist noch Zeit. Die wird für Wäsche waschen und sauber machen genutzt. Nach dem Mittagessen fahren wir zu Sabrina und Kevin. Seit dem letzten Treffen im November ist eine Menge passiert und es gibt viel zu erzählen.
Beim gemeinsamen Abendessen im Brighton Hotel klingt der Abend aus.

14. März 2014 - Adelaide
Heute müssen wir zum Konsulat, das beglaubigte Dokument abholen. Wieder sind wir zu früh, der Konsul kommt erst um 12.30 Uhr zum unterschreiben. Bis dahin ist noch Zeit, die im benachbarten Cafe verbracht wird.

Dieter sagt, bin gespannt, ob 12.30 Uhr deutsche Zeit gemeint ist. Vor uns steigt ein Mann in den Aufzug, der wie der Konsul aussieht. So unsere Intuition. Beim Betreten des Konsulatbüros sehen wir, dass die Vermutung richtig war. Nach 5 Minuten ist alles erledigt, jetzt wird noch eine Postfiliale gebraucht. Die ist nicht weit entfernt und das Schreiben wird aufgegeben.

Alles erledigt, jetzt zur Markthalle. Mit gefüllten Taschen machen wir uns auf den Heimweg.

15. März 2014 – Adelaide – Lobethal – Hahndorf - Adelaide
Es ist windig und bewölkt, das richtige Wetter um die Umgegung von Adelaide zu erkunden. Wir machen uns auf den Weg nach Lobethal. Wie der Name schon vermuten lässt, wurde die Stadt von Deutschen gegründet. Lobethal ist besonders für das „Christmas Lights Festival“ bekannt. In der Adventszeit ist die ganze Stadt weihnachtlich beleuchtet.

Die Fahrt durch die Adelaide Hills ist eine kurvenreiche Strecke, landschaftlich sehr schön.
Beim Rundgang in Lobethal sehen wir, das Markt in der Old Onkaparinga Woollen Mills ist. Da muss ich hin. An den Ständen in der Halle werden Produkte aus der Umgebung angeboten. Der ausgeschenkte Kaffee ist sehr lecker.

Weiter geht die Fahrt Richtung Hahndorf. Bei Woodside verführt der Hinweis auf die Melba Chocolate Factory zu einem Abstecher. Direkt neben der Schokoladenfabrik wird bei Woodside Cheese Käse hergestellt. Beides sehen wir uns an, nehmen aber nur bei Melbas einen Osterbilby mit.

Bis Hahndorf ist es nicht mehr weit. Hier ist ein Betrieb, unglaublich. Auto reiht sich an Auto, schwer einen Parkplatz zu finden. Die Geschäfte und Restaurants sind gut besucht, als gäbe es was umsonst.

In Otto’s Bakery wird zum Lunch eingekehrt. Gestärkt wird die Besichtigungstour wieder aufgenommen. Leider fängt es an zu regnen und wir sehen zu, dass wir einigermassen trocken zum Auto kommen. Es sieht nicht so aus, als ob es bald aufhört zu regnen und wir fahren zurück nach Adelaide. Hier ist es trocken, aber windig.

16. März 2014 - Adelaide
Sonntag ist Markttag in Adelaide. Diverse Märkte laden zum Besuch ein. Aud dem heutigen Plan stehen die Adelaide Farmers Markets in den Showgrounds und in Port Adelaide die Wharft-Markets.

Auf den Farmers Markets sind lokale Anbauer mit ihren Produkten vertreten. Sehr oft ist das Schild „organic“ zu sehen. Obst, Gemüse, Brot, Wein, Süssigkeiten, alles ist vertreten. Verhungern und verdursten muss auch keiner, diverse Stände sorgen für das leibliche Wohl. Wir gönnen uns am Stand von Bush-Tucker-Icecream ein Eis. Wattleseed und Macadamia sind sehr lecker.

Von den Showground fahren wir nach Port Adelaide. In einer grossen Halle sind die Wharft-Markets. Eine Mischung aus Trödel, Antiquitäten bis zu Neuwaren, eine bunte Mischung. Auf dem Heimweg fahren wir über Semaphore, eine sehr schöne Ecke.

Heute ist das erste Formel 1 Rennen der Saison in Melbourne. Das Rennen sehen wir uns im Fernsehen an. Morgen fahren wir weiter, da müssen alle aufgebauten Teile wie Antenne, Markise und Aussenküche wieder entfernt und verstaut werden.

17. März 2014 – Adelaide – Leasingham
Heute haben wir Einiges vor. Der Mietwagen wird zurück gegeben, Treffen mit Thomas und Jennifer in der Innenstadt, Umtausch oder Rückgabe eines im Februar in Inverell bei Harvey Norman gekauften Tablets, dessen Akku nur ca. 10 Minuten hält. .

In der Rezeption nachgefragt, ob der Truck auf dem Besucherparkplatz bis heute Nachmittag stehen bleiben kann. Das ist kein Problem, nehmt aber einen der hinteren Parkplätze, so die Auskunft.

Mit dem kleinen Auto zuerst zu Harvey Norman. Die im Internet angegebene Adresse ist ein Harvey Norman Big Buy und die verkaufen keine Tablets. Es folgt eine kurze Beschreibung, wie wir zur nächsten Filiale fahren sollen. An einer Kreuzung hätten wir rechts abbiegen müssen anstatt geradeaus weiter zu fahren. Bis wir das bemerken, sind wir schon 16 Kilometer gefahren, ohne umdrehen zu können. Das Navi zeigt eine Filiale in der Innenstadt an als nächste Einkaufsmöglichkeit an. Da die Zeit bis zum Treffen mit Thomas knapp wird, folgen wir den Anweisungen und fahren in die Stadt. Die Parkplatzsuche ist schwierig, aber schliesslich finden wir einen in einer Kurzparkerzone. Dieter macht sich auf den Weg in den Laden, ich bleibe im Auto sitzen. Es dauert ca. ½ Stunde, dann kommt Dieter zurück, mit einem neuen Gerät.
Inzwischen ist es fast 11.00 Uhr. Jetzt wird das Parkhaus in den Central Markets angesteuert und der Wagen geparkt. Der Haupteingang der Markets ist als Treffpunkt vereinbart. Noch ist von Jennifer und Thomas nichts zu sehen. Ein Telefonanruf und geschildert wo wir stehen, schon sehen wir die Beiden. Die Zwei haben noch nicht gefrühstückt, das wird jetzt im Cafe nachgeholt.Mit Thomas, der den Truck gekauft hat, werden die Übergabemodalitäten besprochen. Ende Juni werden in Kalgoorlie die Papiere ausgefüllt und der Wagen umgemeldet. Wir werden mit dem Auto noch nach Beverley fahren und ihn auf der Farm abstellen. Thomas wird den Truck dort abholen. Das Wichtigste ist geklärt, jetzt heisst es, den Beiden noch einige Tipps für den Urlaub in Adelaide und auf Känguru-Island zu geben. Dann müssen wir auch schon wieder los, den Mietwagen zurück geben.

Die Rückgabe ist vollkommen problemlos. Die Mitarbeiterin sieht sich den Wagen an, alles in Ordnung. Have a nice day. Das Ganze hat nicht mal eine Minute gedauert.

Mit dem Bus geht es zurück Richtung Windsor Grove. Einmal müssen wir umsteigen. Bevor die Fahrt mit einer anderen Buslinie weiter geht, erstmal eine Kleinigkeit essen. Nach der kurzen Unterbrechung wird die Fahrt fortgesetzt. Gegen 15.00 Uhr sind wir am Camper. Die Fahrt Richtung Port Augusta, wo wir am Dienstag inge und Micha treffen, kann los gehen.
Die Tankuhr zeigt an, dass der Tank fast leer ist, also erst noch tanken.

Adelaide wird über die North Road verlassen. Wir bleiben auf der Strasse bis Leasingham. Dort übernachten wir. Die Rezeption des Caravanparks ist nicht besetzt. Ein freundlicher Bewohner des Platzes telefoneirt kurz, dann weist er einen Stellplatz zu. Zahlen können wir morgen früh.

18. März 2014 Leadingham – Port Augusta
Die Nacht war sehr feucht. Alles was draussen gestanden hat, ist nass. Selbst die Wände im Wageninneren sind beschlagen. Noch vor dem Frühstück wird alles trocken gewischt.

Heute Morgen ist die Rezeption besetzt und die 25$ für die Übernachtung werden bezahlt. Von hier aus fahren wir durch bis Port Augusta zum Shoreline Caravanpark. Für 2 Nöchte wird der Platz gebucht und gleich der Nachbarplatz für Inge und Micha reserviert.

Die Beiden sind heute morgen in Port Lincoln los gefahren und kommen gegen 16.00 Uhr an. Natürlich gibt es viel zu erzählen. Es wird ein gemütlicher Abend.

19. März 2014 Port Augusta
Beim gemeinsamen Frühstück vergeht die Zeit. Inge und Micha wollen sich Port Augusta ansehen. Bei uns gibt es einen Housekeeping-Day.

Zum Abendessen treffen wir uns wieder. Mit der traditionellen Arbeitsteilung, Männer grillen, Frauen sind für alles andere zuständig, wird das Abendessen vorbereitet. Mit einem leckeren Essen und einem Glas Wein lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

20. März 2014 Port Augusta – Hawker
Mitten in der Nacht klingelt das Telefon. Bis ich wach bin, hat der Anrufer schon wieder aufgelegt. Dafür kommt gleich darauf eine SMS: Sind sie noch wach? Ein Blick auf die Uhr, um diese Zeit ist in Deutschland der Notartermin zur Kaufvertragsunterzeichnung. Das bedeutet bestimmt nichts Gutes. Da bleibt nichts anderes übrig, als zurück zu rufen. Am anderen Ende meldet sich die Maklerin mit „gut, dass sie noch auf sind“. Was ich allerdings verneine. Um es kurz zu machen, der Käufer hat Probleme mit der Finanzierung und bis jetzt noch keine Zusage. Sie möchte jetzt wissen, wie einige Dinge gehandhabt werden sollen, inklusive der Bezahlung der Maklerrechnung. Mit Zähneknirschen stimmen wir einem nicht befriedigenden Kompromiss zu. Jetzt wieder ins Bett.

Kurz vorm einschlafen höre ich wie es biiep, biiep, biiep, macht. Das i Kühlschrank liegende Thermometer warnt, dass die Temperatur zu niedrig ist. Im kühlschrank lagern Medikamente die zwar kalt lagern aber nicht einfrieren dürfen. Gestern Abend wurde vergessen, die Temperatureinstellung zurück zu nehmen. Also wieder aufstehen, Temepraturschalter auf eine kleinere Stufe stellen und wieder in Bett. Jetzt stört hoffentlich ncihts mehr.

Der Rest der Nacht war ruhig. Inge und Micha sind auch schon auf und packen. Die Beiden fahren weiter Richtung Adelaide, wir Richtung Flinders Range.

Bevor wir starten müssen die Vorräte aufgestockt und der Tank aufgefüllt werden, danach kann die Fahrt los gehen.

Der erste Stopp ist in Quorn. In der kleinen Stadt sehen wir uns einige der alten Häuser an. Das Quadong-Cafe lädt zum verweilen ein. Ein Kaffee muss sein. Auf der Tageskarte wird Kürbissuppe angeboten, die lassen wir uns schmecken.

Die Fahrt geht weiter bis Hawker. Hier bleiben wir auf dem Flinders Range Caravanpark. Noch ist kein Betrieb, wir sind die einzigen Gäste.

21. März 2014 Hawker – Wilpena Pound
Der Tag beginnt mit einer guten Nachricht, einer Email vom Notar, dass die Finanzierungszusage des Käufers vorliegt.

Bis Wilpena Pound sind es von hier aus ca. 50 Kilometer, da müssen wir uns nicht beeilen. Der Camper wird startklar gemacht, es kann los gehen. Erst noch eine Rundfahrt durch Hawker und ein Stopp an der Tankstelle, zum Reifendruck prüfen.
Gegenüber ist die Galerie von Jeff Morgan. Er hat ein Panoramabild mit Blick auf Wilpena Pound gemalt, dass dort ausgestellt ist. Unbedingt ansehen, so lautet die Empfehlung.

Im vorderen Teil der Galerie sind die Bilder von Jeff Morgan ausgestellt. Er malt sehr detailgetreu, fast wie eine Fotografie. Für das grosse Panoramabild wurde extra ein Rundgebäude errichtet. Der Grundstein fürs Gebäude wurde 2001 gelegt. Nach Fertigstellung des Hauses wurde mit den Vorbereitungen für das grosse Gemälde begonnen.

Am 13. Januar 2003, nach 13 Monaten und insgesamt 4000 Stunden ist das 3,5 Meter hohe Bild mit einem Umfang von 33 Metern vollendet. Es zeigt einen 360 Grad Blick auf Wilpena Pound, vom höchsten Punkt aus gesehen. Man hat das Gefühl, auf dem Berg zu stehen und von dort aus alles zu betrachten. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Von hier aus fahren wir direkt nach Wilpena. Bei der Zufahrt zum Flinders Range Nationalpark gibt es, wieder mal, eine Self-Registration-Station. Pro Tag, die man sich im Nationalpark aufhalten möchte, sind 10 $ fällig, Camping extra. Da wir im Wilpena Resort übernachten wollen, fallen „nur“ die Nationalparkgebühren an.

An der Rezeption des Resorts wird für 2 Nächte ein Stellplatz gebucht und gleich für morgen früh der einstündige Rundflug mit gebucht.

Die Flüge werden zu einem reduzierten Preis angeboten. So kostet der einstündige Flug 254,15 $. Natürlich kann ich mir die Frage wegen des krummen Betrages nicht verkneifen. Die Preise sind um 15 % reduziert, ist die Antwort. Centgenau umgesetzt.

22. März 2014 – Wilpena
Die Nacht war frisch, das Thermometer zeigt nur 7 Grad an. Pünktlich um 7.10 Uhr kommt der Shuttlebus um uns zum Flughafen zu bringen. Wir sind die Einzigen, die einen so frühen Flug, Start um 7.30 Uhr, gebucht haben. Auf dem Weg zum Flughafen sind einige Emus zu sehen. Die Sonne ist eben aufgegangen, als wir am Flugfeld ankommen. Colin, der Pilot, bereitet das Flugzeug vor. Neben der Start- und Landebahn grasen Kängurus, die sich vom startenden Flugzeug nicht stören lassen.

Der Flug geht über Wilpena Pound, die Western Plains, Parachilna, Parachilna Gorge, Blinman und die Kupfer Mine, die Bunkers Range und den Skytrek 4WD track. Es ist ein sehr ruhiger Flug. Erst beim Landeanflug wackelt es ein klein wenig, bevor Colin den Flieger sanft aufsetzt.

Das Fahrzeug zur Abholung steht bereit und bringt uns zurück zum Camper. Dort verbringen wir den Tag.

Im Laufe des Tages kommen Emus nahe am Camper vorbei und lassen sich nicht bei der Futtersuche stören.