Perth (Rossmoyne) / Frankfurt

20. Juli 2014 Rossmoyne – Swan Valley – Rossmoyne
Nach einer regenreichen und stürmischen Nacht scheint heute morgen die Sonne. Hoffentlich bleibt es so.

Heute sind wir mit Diana und Frank verabredet. Diana hat als Treffpunkt Yahava-Koffee im Swan Valley vorgeschlagen. Yahala-Kaffee ist Cafe und Kaffeerösterei in einem. Zusätzlich werden Barista-Kurse angeboten. Der Firmengründer und einige der Mitarbeiter fahren rund um die Welt um den Rohkaffee bei kleinen Farmern einzukaufen.

Im Swan Valley wird der Rohkaffee vor Ort geröstet. Bevor man sich einen Kaffee bestellt, kann man verschiedene Kaffeesorten probieren. Vom Barista gibt es die entsprechende Erklärung dazu. Wie beim Wein wird der Geschmack des Getränkes beschrieben (Schokoladennote). Drei Sorten können kostenlos probiert werden. Wir haben „Outback“, „Storm“ und „Kintanami“ verkostet. Bei der Sorte „Outback“ sind Kaffeebohnen aus NSW verarbeitet. Zwei Sorten sind verkostet, als man uns darauf hinweist, dass die Röstung einer Marge Rohkaffee gleich beendet ist. Um Näheres über den Prozess zu erfahren, können wir hinüber gehen und anschliessend den nächsten Kaffee probieren. So wird es gemacht.

So eingestimmt muss natürlich auch der ausgeschenkte Kaffee ausgiebig probiert werden. Während Frank und Dieter den Kaffee bestellen suchen wir Frauen einen Tisch. Wir haben Glück es wird gerade einer frei. In gemütlicher Runden sitzen wir zusammen und es gibt eine Menge zu erzählen.

Nach der Verabschiedung von Diana und Frank machen wir auf dem Heimweg noch einen Abstecher zu Barbara und Gerd. Haben Glück, die Beiden sind zu Hause. Das nur mal „guten Tag“ sagen dauert etwas länger. Im letzten Tageslicht kommen wir in Rossmoyne an. Genügend Zeit zum Abendessen und anschliessend Formel 1 ansehen.

21. Juli 2014 Rossmoyne
Unser Home für die letzten zwei Wochen in Perth ist ein „Garden Studio“ in Rossmoyne. Diese private Unterkunft haben wir über Airbnb gemietet.
Das Studio ist ein separates Häuschen im Garten. Neben dem Wohn-/Schlafraum gibt es eine Küchenecke, ein Duschbad mit WC, Klimaanlage bzw. Heizung sowie Fernseher. Die Vermieter, Carol und Mike sind sehr nett. Verkehrstechnisch ist die Wohnung gut gelegen. Über den Highway ca. 11 Kilometer nach Fremantle und etwa die gleiche Entfernung in die Innenstadt. Wir haben es gut getroffen.

Leider gibt es nach der Reparatur der Zahnprothese immer noch Probleme. Vielleicht kann das Problem behoben oder zumindest etwas verbessert werden. Nach dem Anruf in der Praxis bekomme ich heute morgen noch einen Termin. Wir machen uns auf den Weg nach Warwick. Dort angekommen ist noch Zeit und wir machen einen Rundgang durchs Einkaufszentrum. Als wir das Zentrum verlassen regnet es.

Nach der Meldung an der Rezeption dauert es nur fünf Minuten, bis ich dran komme. Die Zahnprothese wird noch einmal angepasst, mehr kann hier nicht mehr getan werden. Die Prothese sitzt zwar besser, aber immer noch nicht schmerzfrei. Das heisst, in Deutschland schnellstmöglich zum Zahnarzt. Für die Nacharbeiten wird nichts berechnet.

Seit mehreren Jahren habe ich ein Telstra-Klapphandy. Das würde ich gerne in Deutschland weiter benutzen. Wir haben schon mal in einem Geschäft nachgefragt, was es kostet, das Handy freizuschalten. Im Laden wurden 25 $ verlangt. Dieter meint, wir fragen mal im Telstra-Laden nach. Die Mitarbeiterin meint, sie sieht mal nach, ob sie es im Haus machen können. Nach kurzer Zeit kommt sie mit dem Handy und einem Zettel zurück. Auf dem Zettel steht der Freischaltcode. Das Ganze kostet nichts.

Nach einer Rundfahrt im Regen kommen wir am späten Nachmittag wieder in Rossmoyne an. Und der Wetterbericht behält Recht. Kräftige Regenschauer, teilweise Hagel und kühle Temperaturen.

22. Juli 2014 Perth
Regen, Regen, Regen. Die Vorhersage für heute sagt keine grosse Besserung voraus. Also nichts mit grossen Aussenaktivitäten. In Morley gibt es die Coventry Markets, die werden wir uns mal ansehen.

23. Juli 2014 Perth
Heute morgen ist es trocken, allerdings grauer Himmel. In den letzten beiden Tagen sind 112 mm Regen gefallen. Das ist eine ganze Menge.

Heute haben wir unsere Freunde zum Abschiedsessen eingeladen. Treffen ist um 12.00 Uhr bei Miss Maud zum Lunch. Der Tisch ist bereits seit letzte Woche Samstag reserviert. Sind schon fast auf dem Weg nach Perth, als das Telefon klingelt. Barbara ist dran und sagt das Treffen ab. Gerd hat gesundheitliche Probleme und ist heute zu verschiedenen Tests unterwegs.

Perth ist eine einzige Baustelle. Überall wird neu gebaut und Parkplätze sind selten. Der Mietwagen wird im Parkhaus gegenüber von Miss Maud abgestellt. Sind noch ein wenig früh, können aber schon am reservierten Tisch Platz nehmen. Kaum sitzen wir, klingelt erneut das Telefon. Barbara sagt Bescheid, dass Gerd im Krankenhaus ist. Die gesundheitlichen Probleme sind doch grösser als gedacht. Barbara und Gerd haben einen Flug nach Deutschland gebucht, Abflug am 1. August. Ob Gerd so bald fliegen kann?

Maxine und John sind die ersten, die eintreffen. Die Beiden kennen wir seit mehr als 10 Jahren. Kennen gelernt haben wir uns übers Internet. John war damals auf der Suche nach einem preiswerten Mietwagenanbieter in Adelaide. Diese Recherche hatten wir im Rahmen einer Reise mit dem Indian Pacific gemacht. Sind mit dem Zug von Sydney nach Perth gefahren, mit einer Unterbrechung in Adelaide. In Adelaide einen Mietwagen übernommen und nach Murray Bridge gefahren. Von dort aus fünf Tage auf einem Hausboot den Murray River befahren. Danach wurde die Fahrt mit dem Zug nach Perth fortgesetzt. Maxine und John haben uns in Perth am Bahnhof abgeholt und ihr Gästezimmer zur Verfügung gestellt. In den folgenden Jahren haben wir uns, wenn es möglich war, mit den Beiden getroffen.

Kurz darauf kommen Inge und Micha. Jetzt sind Alle da. Inzwischen ist das Buffet eröffnet, alles sieht sehr lecker aus.

Es gibt viel zu erzählen und die Zeit vergeht wie im Flug. Beim bezahlen sind wir die fast die letzten Gäste. Inzwischen ist das Lunchbuffet abgeräumt und die Vorbereitungen fürs den Nachmittagskaffee werden getroffen. Leider hat es in der Zwischenzeit schon wieder angefangen zu regnen. Vorm Lokal verabschieden wir uns und jeder versucht möglichst trocken nach Hause zu kommen.

24. Juli 2014 Perth – Fremantle – Perth
Heute Morgen ist es trocken. Das muss genutzt werden. Gestern bei Carol wegen Benutzung der Waschmaschine angefragt. Das ist kein Problem. Sie hat die Tür zum Waschraum offen gelassen und die Wäsche von der Leine abgehängt. Ich kann loslegen. Die Wäsche hängt, was machen wir jetzt?

Die leckere Wurst ist alle. Das sieht nach einem Ausflug nach Fremantle aus J Das Auto wird im Parkhaus abgestellt, 3$ für 3 Stunden, das ist preiswert. Da das freischalten des Handys so problemlos funktioniert hat, wollen wir probieren, ob auch die genutzten Router freigeschaltet werden können. Im Telstra-Laden wird nachgefragt. Der Mitarbeiter meint, das kann nicht im Laden gemacht werden. Er sucht die Hotline-Nummer heraus. Dort anrufen und freischalten lassen, das kostet 27,50 $.

Mit der Zeit macht bummeln hungrig. Mit der kostenlosen Cat fahren wir zum Hafen um dort eine Kleinigkeit zu essen. Bei Cicerello's steht ein Seniors-Gericht auf der Karte. Dieter fragt, ob es das Gericht nur für australische Senioren gibt. Nein, das gibt es für Alle. Somit werden Fisch & Chips geordert. Dazu gibt es einen Gutschein für eine Tasse Kaffee oder Tee sowie einen Gutschein für ein Eis oder ein Stückchen Kuchen. Der Preis von 13 $ ist bei den auf der Karte stehenden Preisen günstig. Die Qualität von Fisch & Chips sind Durchschnitt, Spitzenküche darf man nicht erwarten. Nach dem Essen wird die Cat zurück in die Stadt genommen. Auf dem Weg zurück zur Unterkunft noch ein Stopp beim deutschen Metzger. Wurst fürs Abendessen einkaufen.

Kurz nach 15.00 Uhr nähern wir uns unserer Unterkunft. Was ist denn hier los? So viele Autos. Die parken im Seitenstreifen, in zweiter Reihe, fahren an den wartenden Autos vorbei, ohne Rücksicht auf den Gegenverkehr. Rätsel gelöst, gegenüber unserer Unterkunft ist eine Schule. Mamas und Papas fahren vor um ihre Kinder abzuholen.

25. Juli 2014 Perth – Fremantle
Heute Nacht hat es wieder mal geregnet. Jetzt ist es trocken, aber bewölkt. Dieter hat gestern im Prospekt von Captain Cook Cruises geblättert. Eine Idee für heute. Die Lunch-Cruise startet um 12.45 Uhr in Fremantle, das ist eine gute Zeit. Ein Anruf, es sind noch Plätze frei. Zwei Plätze werden telefonisch gebucht und bezahlt. Any concessions? Ist die Frage, bevor die Karten bezahlt werden müssen. Die Frage kann bejaht werden und spart ingesamt 14 $.

Wir fahren nach Fremantle und stellen das Auto in der Nähe der E-Shed-Markets ab. Am Schalter von Captain Cook Cruises werden die Fahrkarten abgeholt. Zusammen mit den Fahrkarten gibt es einen Voucher für Lunch und ein Getränk pro Person. Bis zur Abfahrt ist noch Zeit und wir trinken noch einen Kaffee. Es sind nicht viele Leute, die mit uns warten.

Beim Betreten des Schiffes wird der Lunchvoucher abgegeben und man wird zu seinem reservierten Platz gebracht. Da nicht so viele Leute an Bord sind hat jede Gruppe, wie klein die auch ist, einen eigenen Tisch. Kurze Zeit nachdem das Schiff abgelegt hat, ist das Buffet eröffnet. Neben verschiedenen Salaten, Krabben, Wurstplatte gibt es zwei warme Gerichte: vegetarische Lasagne sowie Lammcurry mit Reis. Zum Nachtisch gibt es Kuchen. Bis wir gegessen haben, sieht der Kuchen schon sehr zerrupft aus.

Der Kapitän ist gleichzeitig auch Fremdenführer und erklärt, was alles auf dem Weg nach Perth zu sehen ist. In Perth gibt es nur einen kurzen Aufenthalt, dann geht die Fahrt wieder zurück nach Fremantle. Hier sind wieder dunkelgraue Wolken am Himmel Zum Glück kommen wir noch trocken zum Auto. Auf dem Weg zurück nach Rossmoyne fängt es aber schon wieder an zu regnen.

Der monatliche Stammtisch-Newsletter muss verschickt werden. Bis jetzt ist noch kein Text geschrieben. Vor und nach dem Abendessen mache ich mich an die Arbeit. Fertig, jetzt nur noch verschicken. 199 Newsletter werden problemlos verschickt, dann fällt das Internet aus. Müssen die restlichen morgen früh verschickt werden.

Unwetterwarnung für Perth. Heftige Winde und Regenfälle werden erwartet.

26. Juli 2014 Rossmoyne – Karrinjup – Rossmoyne
Die Wettervorhersage ist eingetroffen. In der Nacht hat es gestürmt und heftig geregnet. Laut der Vorhersage soll es auch tagsüber immer wieder regnen.

Heute Morgen funktioniert das Internet wieder. Das heisst, gleich die restlichen Emails verschicken.

Im Karrinjup Shoppingcenter waren die Mitarbeiter von Telstra sehr nett. Dort wollen wir noch einmal versuchen, ob der Router nicht doch vor Ort freigeschaltet werden kann. Auf dem Weg dorthin kommen wir durch verschiedene Zonen. In einer Zone regnet es heftigst, in der nächsten nur ein wenig, um dann wieder von einer mit heftigem Regen abgelöst zu werden.
Im Karrinjup-Shoppingcenter fangen wir im Telstra-Laden an. Das Anliegen wird geschildert und ein Mitarbeiter vom Tech-Desk nimmt sich der Angelegenheit an. Das Freischalten kostet 27,50 $ meint er. Mit dem Gerät geht er in einen anderen Raum. Er kommt zurück und gibt Dieter das Gerät. Der Router ist jetzt freigeschaltet, das kostet nichts. Das ist doch Kundenservice. Eigenartig ist allerdings, warum kann hier die Freischaltung gleich vorgenommen werden und in Fremantle geht das nicht?

Alles was auf der Liste steht ist erledigt. Auf dem Weg nach Rossmoyne werden wir bei Rudiseles vorbei fahren und sehen, wie es Gerd geht. Der Besuch dauert länger wie gedacht und Barbara lädt noch zum Abendessen ein.

27. Juli 2014 Rossmoyne – Rockingham – Mandurah – Rossmoyne
Es ist wieder trüb und regnerisch. Kurz entschlossen setzen wir uns nach dem Frühstück ins Auto und fahren nach Rockingham. Dort wird eine einstündige Fahrt mit dem Glasbodenboot angeboten. Vor Ort angekommen fahren wir gleich zur Abfahrtsstelle um zwei Plätze auf dem Boot zu buchen. Haben sie schon gebucht? Fragt die Mitarbeiterin. Die Tour ist wegen schlechten Wetters gecancelt. Die Wellen sind drei Meter hoch und es wird eine Windgeschwindigkeit von 16 Knoten erwartet. Die Aussichten für Montag sind genau so schlecht, eine Tour wird es deshalb erst wieder am Dienstag geben. Da kann man nichts machen. Wir fahren weiter nach Mandurah und sehen uns dort ein wenig um.

Auf dem Rückweg fahren wir an der Küste entlang und stoppen erneut in Rockingham. Dieses Mal an der Promenade. Jetzt scheint die Sonne. Mit einem Eis in der Sonne sitzen und Leute beobachten, so lässt es sich aushalten.

28. Juli 2014 Perth
Heute wollen wir das Westpac-Konto auflösen. Inzwischen haben wir nach Anfragen wegen Mibringen von kleinen Souveniers bekommen. Das Alles wird am besten in der Innenstadt erledigt.

Im Auto, auf dem Weg in die Stadt, erreicht uns eine SMS von Rita-Kathrin. Wo wir sind und ob wir uns heute zum Lunch treffen wollen. Telefonisch wird Ort und zeit geklärt. Treffpunkt um 12.30 Uhr im Zamia-Cafe im Kings-Park.

In der Stadt führt der erste Weg zu einer Westpac-Filiale. Das Schliessen des Kontos dauert fünf Minuten, dann ist alles erledigt. Das noch auf dem Konto befindliche Geld wird in bar mitgenommen.

Bis zum Mittag sind die restlichen Einkäufe erledigt und wir fahren zum King-Park. Pünktlich zur vereinbarten Zeit fahren wir auf den Parkplatz. Vor dem Cafe wartet Rita-Kathrin bereits auf uns. Vom Cafe aus hat man einen tollen Blick über den See und Picnic-Area des Synergy Parklands. Ein beliebtes Ziel, es ist viel Betrieb. Das Essen ist frisch zubereitet und sehr schmackhaft. Gegen 15.00 Uhr verabschieden wir uns von Rita und fahren zurück zur Unterkunft.

29. Juli 2014 Perth
Bei Singapur Airlines kann 48 Stunden vor Abflug das online Check-Inn genutzt werden. Das ist heute Morgen das Erste, was erledigt wird. Anschliessend gibt es Frühstück und dann werden die Reisetaschen gepackt.

Heute Abend sind wir bei Birgit und Gary eingeladen. Birgit hat meinen Eintrag im Forum gelesen und uns spontan eingeladen.

30./31. Juli 2014 Perth – Singapur – Frankfurt
Jetzt wird es ernst. In Kürze werden wir die Unterkunft verlassen und mit dem Gepäck zu Barbara und Gerd fahren. Das Gepäck wird ausgeladen und anschliessend der Mietwagen zurückgegeben. Gerd wird mit seinem Auto hinter uns herfahren und nach Mietwagenrückgabe als Taxi fungieren.

Bei Barbara und Gerd müssen wir unbedingt die Reisetaschen wiegen. Meht als 30 kg pro Person sind nicht erlaubt.

Gegen 22.00 Uhr lassen wir uns zum Flughafen bringen. Am 31. Juli um 1.10 Uhr startet SQ 216 zum Flug nach Singapur. Ankunft in Singapur um 6.30 Uhr. Der Weiterflug mit SQ326 erfolgt um 13.55 Uhr. Voraussichtliche Ankunft in Frankfurt ist 20.40 Uhr.
In einem Tag von Australien nach Frankfurt J

Das Gepäck ist im Mietwagen verstaut, der Schlüssel zum Apartment wird auf den Tisch gelegt, die Tür zugezogen, die Fahrt geht los. Bevor das Gepäck bei Barbara und Gerd ausgeladen wird, muss erst noch der Mietwagen aufgetankt werden. Das ist schnell erledigt und kurz nach zehn Uhr stehen wir bei Rudiseles vorm Haus. Die Reisetaschen werden ausgeladen und im Vorraum verstaut. Noch ein kurzes Schwätzchen, dann machen wir uns zusammen mit Gerd auf den Weg zur Autovermietung. Dieses Mal gibt es bei der Rückgabe keine Probleme. Die hinterlegte Kaution wird gutgeschrieben und nach 5 Minuten sind wir bereits auf dem Weg zurück nach Ascot.

Im Laufe des Tages werden die noch in Tüten transportierten Anziehsachen, etc. in die Reisetaschen gepackt. Die einzelnen Gepäckstücke werden gewogen. Bei der Addition liegen wir knapp über dem Limit von 60 kg. Dieter meint, die werden ja nicht so kleinlich sein. Mal sehen, was die Waagen am Flughafen anzeigen.

Bevor wir zum Flughafen fahren ziehen wir uns noch um. Die restlichen Anziehsachen kommen dann auch noch in die Taschen. Gemeinsam mit Barbara und Gerd fahren wir gegen 22.00 Uhr zum Flughafen. Die Beiden gehen noch mit zum Check-Inn. Noch sind die Schalter nicht geöffnet. Zwei Schalter sind für Passagiere, die bereits Online die Bordkarten ausgedruckt haben und nur noch das Gepäck abgeben müssen. Hier ist die Warteschlange kurz. Drei Stunden vor Abflug werden die Schalter geöffnet. Jetzt sind wir dran. Dieter stellt das Gepäck aufs Band und die Waage zeigt 64 Kilogramm, 4 Kilo mehr als erlaubt. Und die Mitarbeiterin ist kleinlich. Entweder Übergepäck zahlen, das sind 70 US$ pro Kilogramm, oder 4 Kilo ins Handgepäck räumen. Da gibt es kein langes überlegen, es wird umgepackt.
Alle Gepäckstücke wieder vom Band nehmen und an der Seite abstellen. Dann beginnt das Suchen, was wird rausgenommen. Eine blöde Situation, besonders wenn viele Leute dabei zusehen.

Ziemlich weit oben liegt eine Flasche Wein, die wrd zusammen mit einigen anderen Gegenständen ins Handgepäck geräumt. Gut, dass Barbara und Gerd noch da sind. Den Beiden geben wir noch ein Teil zur Aufbewahrung. Vielleicht haben sie ja noch Platz in ihrem Gepäck, wenn sie im September nach Deutschland kommen. So, jetzt müsste das Gewicht stimmen. Mit dem Gepäck wieder zurück zum Schalter und erneut einchecken. Jetzt ist alles in Ordnung, Gepäck bis Frankfurt aufgegeben.

Nach dem ganzen Chaos gehen wir mit Barbara und Gerd noch einen Kaffee trinken, bevor die Beiden wieder zurück nach Hause fahren.

Bei uns geht es weiter durch die Handgepäckkontrolle. Dieter muss durch den Ganzkörperscanner. Obwohl er nur ein T-Shirt und eine Jogginghose anhat, zeigt das Gerät an drei Stellen etwas an. Sehr merkwürdig. Er hat keine Implantate, Schrauben oder sonstiges Metall im Körper. Der Mitarbeiter am Scanner tastet Dieter ab, findet aber auch nichts. Er kann weiter gehen. Wo ist denn jetzt das Handgepäck? Die Handtasche und der Rucksack ist durch, Laptops und die Tasche mit den aus dem Koffer ausgelagerten Teilen fehlen noch. Da kommt die Frage einer Mitarbeiterin: Ist das ihre Tasche? Die Flasche darf nicht mitgenommen werden. Sie hält die Weinflasche hoch. Zuviel Inhalt. Sche….., bei dem ganzen hin und her mit dem Gepäck und dem aus- und einpacken habe ich doch nicht daran gedacht, dass nur 100 ml erlaubt sind. Die Flasche Wein landet im Mülleimer. Warum haben sie die Flasche nicht in den Koffer getan, ist die nächste Frage. Sie hört sich die Erklärung an, hilft aber nichts. Inzwischen sind die anderen Handgepäckteile durchleuchtet, wir können weiter. Keine fünf Schritte weiter, steht der Nächste Sicherheitsmitarbeiter. Jetzt ist der Drogen- und Sprengstofftest dran. Während der Mann die Proben nimmt, möchte er wissen, was in Deutschland Jägermeister koster. Er sei ein grosser Jägermeister-Fan. Das Gerät zeigt nichts an, alle Tests erledigt, wir können in den Abflugbereich.

Pünktlich, um 1.10 Uhr, startet der Flieger Richtung Singapur. Nachdem nasse Tücher, Getränke und ein Snack verteilt sind, wird die Kabine verdunkelt. Gute Nacht.

Auf dem Weg nach Singapur gibt es einige „Schlaglöcher“. Gegen 5.00 Uhr wird es wieder hell und das Frühstück wird serviert. Gegen 7.40 Uhr setzt die Maschine auf der Landebahn auf. Weiterflug ist erst um 13.55 Uhr, da haben wir reichlich Zeit.

Im Flughafen von Singapur gibt es viel zu sehen. Neben einem ausgiebigen Bummel in der Einkaufsstrasse sehen wir uns den Orchideengarten, den Farnegarten und die Schmetterlingshalle an. Ein Zug verbindet die einzelnen Terminals, die wir uns nacheinander ansehen.

Nach einem Imbiss bei Burger King werden die Liegen im „Snooze“-Bereich genutzt. Es tut gut, sich lang auszustrecken. Schon ist es Zeit zum Flugsteig zu gehen, das Gate ist bereits geöffnet.

Superpünktlich hebt die Maschine Richtung Frankfurt ab. In Frankfurt landen wir ½ Stunde früher als im Flugplan angegeben. Bei der Passkontrolle sind nur drei Personen vor uns, unerwartet schnell durch. Am Gepäckband müssen wir etwas warten bis alle Gepäckstücke da sind. Trotzden ist es erst 21.50 Uhr (planmässige Landung war für 20.40 Uhr angegeben) als wir die Zollkontrolle passieren und sich die Tür zur Ankunftshalle öffnet.

Dort werden wir bereits von Irmhild, Verena, Sandra, Elisabeth, Hannes, Christian und Olaf erwartet. Kurz danach verabschieden sich Verena, Sandra und Hannes. Elisabeth, Irmhild, Christian und Olaf nehmen sich unseres Gepäckes an. Es wird in Olafs Auto verladen und ab geht die Fahrt nach Oberursel. Nachdem das Gepäck ausgeladen ist gibt es noch ein Glas Wein. Dann verabschieden sich die freundlichen Helfer, wir sind wieder alleine zu Hause.

DANKE Euch ALLEN für den tollen Empfang.

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