Mt. Magnet / Kalgoorlie

Mt Magnet The Granits
Mt Magnet The Granits

12. Juni 2014 Mount Magnet
Es ist Winter, die Nächte sind kalt, so um die 4 Grad. Wenn die Sonne kommt, wird es gleich angenehmer. Heute kommt allerdings Wind aus Süden hinzu. Das heisst, die gefühlte Temperatur ist um einiges kälter als die angegebene. Wir machen es uns im Camper gemütlich.

Zum Abendessen gehen wir in das Commercial Club Hotel. Kurz vor sechs ist noch nicht viel los. Die Chefin steht selbst hinter der Theke, die Ablösung kommt etwas später. Zwei Mädels. Unsere erste Bemerkung: Working Holiday-Mädels, eine davon bestimmt aus Deutschland. Die Chefin fragt, woher wir kommen. Aus Deutschland. Sie zeigt auf eines der Mädel und sagt, sie auch. Da haben wir doch richtig vermutet. Die junge Frau kommt aus Hamburg, das andere Mädel ist aus Estland.

13. Juni 2014 Mount Magnet
Nach einer kalten Nacht, nur 2 Grad und auf dem Gras leichter Rauhreif, kommt die Sonne und es wird wärmer. Tagestemperatur 16 Grad. Ein wunderschöner Wintertag.

Bei der Tour rund um Mount Magnet haben wir „The Granites“ ausgelassen. Wind und Wasser haben die Landschaft geformt. Die Zufahrt ist ca. 9 Kilomter nördlich der Stadt. Die Besichtigung wird heute morgen nachgeholt.

Morgen fahren wir weiter nach Sandstone. Dort werden wir eine Woche bleiben. Einkaufsmöglichkeiten sind dort sehr begrenzt, deshalb wollen wir uns noch hier eindecken. Beim Metzger wird das gekaufte Fleisch gleich Vakuum verpackt, so hält es länger. Die Qualität des Fleisches und der Wurstwaren sind wirklich ausgezeichnet. Können wir empfehlen.

Weiter zu IGA. Die erwartete Lieferung müsste inzwischen eingetroffen sein. Das ist leider nicht der Fall. Die Regale sind immer noch so leer bzw. noch mehr geräumt, wie vor zwei Tagen. Wo es möglich ist, wird auf andere Produkte ausgewichen. Die gekauften Sachen werden gleich verstaut.

Die Sonnenstrahlen werden ausgenutzt, bis die Sonne untergeht.

Heute ein seltenes Ereignis: Es ist Freitag der dreizehnte und Vollmond. Diese Konstellation gibt es wieder im Jahr 2049 J

14. Juni 2014 Mount Magnet – Sandstone
Der Truck ist reisefertig. Bevor Richtung Sandstone gestartet wird, noch ein Stopp bei der heute geöffneten Bäckerei und dem Metzger. Frisches Brot und Wurst für den Lunch mitnehmen. Dann kann es los gehen.

Bis Sandstone sind es 160 Kilometer. Es ist kaum Verkehr. Auf der ganzen Strecke kommen fünf Autos entgegen, eine Roadtrain kommt aus der gleichen Richtung wie wir und fährt vorbei, als wir auf einem Parkplatz eine Pause machen.

Unglaublich, obwohl so wenige Autos fahren liegen viele tote Kängurus auf der Strasse. Ebenfalls ungewöhnlich sind die vielen Adler (Wedgetail Eagles) die sich an den toten Tieren satt fressen. An einem Kadaver sind mindestens 10 Vögel die sich nur langsam vom Boden erheben, als unser Auto näher kommt. In solchen Situationen muss man sehr aufpassen, dass kein Adler unters Auto kommt. Es dauert, bis sie sich in die Luft erheben.

Um die Mittagszeit kommen wir in Sandstone an und fahren gleich an die Rezeption des Caravanparks, zum einbuchen. Wieder wird die Frage nach einem Rabatt für Rentner bejaht. Für eine Woche auf einem Platz mit Stromanschluss sind 120 $ fällig. Unter vier Plätzen können wir den auswählen, der uns am meisten zusagt.

Der Camper ist wohnfertig, jetzt gibt es einen frisch gebrühten Kaffee. Neben uns, da wird doch deutsch gesprochen, allerdings mit englischem Tonfall. Da muss ich doch gleich die Nachbarn begrüssen. Es sind Brigitte und Hans aus Adelaide. Die Beiden sind 1982 nach Australien ausgewandert. Sofort werden wir den anderen Nachbarn vorgestellt.

Natürlich ist Goldsuchen hier das Thema Nr. 1. Fast Alle, die hier auf dem Platz stehen, haben einen Detektor dabei und suchen nach Gold. Sucht ihr auch, welchen Detektor habt ihr, wo habt ihr gesucht, seid ihr erfolgreich, das sind so die gängigsten Fragen, die nicht alle beantwortet werden.

Wir äussern den Verdacht, dass unser Detektor nicht einwandfrei funktioniert. Sofort sind einige Nachbarn da, um bei der Einstellung des Gerätes zu helfen. Hans stellt sein Gold als Testobjekt zur Verfügung. Und wie bereits vermutet gibt das Gerät bei Gold keinen Ton von sich. Bei anderen Metallen ertönen die bekannten „biep“-Signale. Bei Gold ist nur der eingestellte Grundton zu hören. Ein Nachbar kommt mit der Gebrauchsanleitung für das Nachfolgemodell vorbei. Dieter soll sich die Anleitung durchlesen, vielleicht muss ja nur eine Einstellung geändert werden. So schnell ist man hier mitten drin. Sandstone ist einfach ein "anderer" Ort. Die meisten Leute sind Glücksritter, extrem kommunikativ, freundlich, hilfsbereit und ein wenig anders.

So wie eine der Nachbarinnen. Die Frage, ob es ein guter Tag gewesen sei, bejaht sie. Sie habe Gold gefunden. Als wir weiter gehen kommt sie hinter uns her und meint zu mir: Heute ist dein Glückstag und legt mir einen Kristall und einen kleinen Goldnugget in die Hand. So einen Kristall hat jeder Goldsucher als Glücksbringer dabei. Und den Goldnugget gibt es gleich dazu.

Im Pub ist von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr Pizza-Nacht. Pizza hatten wir schon lange nicht, somit steht das Abendessen fest. Kurz nach 17.00 Uhr machen wir uns auf den Weg, in die Bar. Einige der dort Anwesenden haben wir schon beim letzten Besuch (2012) gesehen. Wie in vielen Outback-Pubs ist die Bedienung hinter der Theke eine junge Frau mit einem Working-Holiday-Visum. Dieses Mal eine junge Frau aus England.

Kaum ist der erste Drink bestellt, schon stellt sich der am nächsten Sitzende vor. Rick, aus Finnland. Er hat schon ein paar Bierchen zu viel, ist sehr redselig, mit einer undeutlichen Aussprache und manchmal etwas lästig. Das scheint öfters vorzukommen. Zwei Mitarbeiterinnen, die ihren freien Tag haben, verdrehen die Augen, als sie Rick neben mir sitzen sehen. Er wird von ihnen ermahnt, nicht aufdringlich zu sein. Die Ermahnung hält nicht lange vor und er wird mit diplomatischem Geschick nach Hause geschickt.

Bis die bestellte Pizza serviert wird, das dauert. Steak und Pommes gehen schneller. Aber, nach 1,5 Stunden können ist auch unser Essen fertig. Das Warten hat sich gelohnt. Für die Zubereitung wurden frische Zutaten verwendet und sie schmeckt sehr gut.

15. Juni 2014 Sandstone
Die Nächte sind ganz schön kalt, immer um den Gefrierpunkt. Am kältesten ist es kurz bevor die Sonne aufgeht.

Dieter nimmt sich den Metaldetektor vor und überprüft die Kabel und Anschlüsse. Er reinigt die Kontakte und baut ihn wieder zusammen. Leider gibt das Gerät bei Gold immer noch keinen Ton von sich. Bei anderen Metallen funktionert er, den Truck kann man damit finden J Es sieht so aus, als ob die Einstellung für die Lautstärke nicht richtig funktioniert. Kann man nichts machen.

Inzwischen scheint die Sonne und in der Sonne ist es angenehm warm. Allerdings weht immer noch ein kalter Wind. Wir suchen eine möglichst windgeschützte Stelle zum sitzen.

Die Nachbarn waren den ganzen Morgen unterwegs, zum Gold suchen. Wieder zurück lädt Brigitte zum Kaffee ein. Es gibt Melitta Kaffee.

Brigitte hat Probleme mit ihrem Computer und Dieter hat versprochen sich das Ganze mal anzusehen. Leider ist das Problem nicht so einfach zu beheben. Brigitte hat gemeint, es sei eine Meldung wegen Update gekommen, das wurde ausgeführt. Es war aber nicht nur ein Update, sondern es wurde eine Neuinstallation durchgeführt. Jetzt werden wieder alle Passwörter benötigt, die sie aber nicht alle kennt bzw. die Unterlagen nicht dabei hat. Ohne die geht es leider nicht. Da ist keine Hilfe möglich.

16. Juni 2014 Sandstone
Heute wollen wir den Heritage Trail, das sind 18 Kilometer fahren. Wir brauchen noch Informationsmaterial und halten an der Tourist-Info. Angeschlossen ist ein kleines Museum, dessen Besuch kostenlos ist. Das sehen wir mit an. Die Mitarbeiterin an der Info meint, das Post-Office betreibt eine Frau, die deutsch spricht und sich über eine Unterhaltung mit deutschen Touristen freut.

Das Post-Office ist gleichzeitig Atelier und Souveniershop und frischen Kaffee gibt es auch. Da werden wir mal „Hallo“ sagen. Die Eltern der Frau kommen aus Österreich, sie ist aber bereits in Australien geboren. Natürlich kommt auch hier die Frage nach der Goldsuche. Wir erkundigen uns, ob es hier geführte Touren gibt. Gab es mal, aber im Moment sei keiner da, der das anbietet. Sie überlegt kurz ung geht telefonieren. Sie kommt zurück und meint: Leo sei selbst Goldsucher, Der könnte vielleicht beim Problem mit dem Detektor helfen und mit uns eine Tour machen. Sie notiert die Telefonnummer damit Leo uns anrufen kann. Wir bedanken uns und fahren los, zum Heritage Trail. Mittags sind wir wieder zurück auf dem Caravanpark.

Wir sind gerade fertig mit Essen und wollen es uns in der Sonne gemütlich machen, da klopft es. Die Mitarbeiterin aus der Info und Leo stehen vor der Tür. Leo hat jetzt Zeit und würde uns mit zum Gold suchen nehmen. Treffpunkt in einer halben Stunde am Museum. Schnell wird alles wieder verstaut und der Truck fahrfertig gemacht. Und schon sind wir unterwegs, ohne Näheres zu wissen.

Leo fährt vor uns her und biegt nach einigen Kilometern von der Strasse ab in den Busch. Dieter macht den Detektor fertig um Leo zu zeigen, was funktioniert und was nicht. Und jetzt kommt der Vorführeffekt: Das Gerät funktioniert mit allen möglichen Metallen. Leo legt einen Behälter mit Goldnuggets hin. Und auch hier kommt der erwartete „biep“-Ton. Warum heute und gestern nicht?????? Vielleicht hat Dieters Reinigungsarbeit ja doch gewirkt. Egal, jetzt funktioniert das Gerät. Leo erklärt einige Dinge, auf die man beim Suchen achten soll. Führung des Detektors, Bodenbeschaffenheit, etc. Dann schickt er uns auf die Suche. Wenn wir nicht sicher sind, dann sollen wir ihn rufen.

Der erste Fund ist ein rostiger Nagel. Ein Dosenverschluss folgt als nächstes. Auf diesem Stück liegt erstaunlich wenig Altmetall herum. Da haben wir schon auf ganz anderen Arealen gesucht. Der Detektor zeigt wieder Metall an. Jetzt heisst es wieder graben, bis das Teil gefunden ist. Leo kommt, als Dieter am buddeln ist. Gemeinsam suchen die Beiden nach dem angezeigten Metallteil. Leo zeigt mit dem Daumen nach oben und gratuliert: GOLD – ein Nugget von ca. 1 Gramm. Mein erstes gefundenes Gold J Genug für heute, morgen geht es weiter. Mit was können wir uns bei Leo für die Hilfe und Unterstützung bedanken? Er habe heute drei Goldnuggets gefunden, das sei genug. Er freut sich, dass wir auch

17. Juni 2014 Sandstone
Wenn man einmal Glück gehabt hat, dann möchte man es weiter versuchen. Wir fahren raus und suchen weiter. Lange Zeit vergeblich bis an einer Stelle der Detektor wieder etwas anzeigt. Dieter ist derjenige, der buddeln muss. Das Teil liegt so tief und unter einem Stein, da brauchen wir besseres Werkzeug. Werden morgen noch einmal hierher kommen und weiter graben.

Heute ist im Pub Hähncheschnitzeltag. Es gibt zwei Gerichte zum Preis von einem. Da wir tagsüber unterwegs waren, gehen wir Abends essen.

18. Juni 2014 Sandstone
Es ist kalt und es dauert, bis die Sonne kräftig scheint. Ein Brotteig ist angesetzt, der muss verarbeitet werden. Anschliessend Mittag essen und dann fahren wir wieder raus zu der Stelle, an der wir gestern aufgehört haben zu graben. In 20 cm Tiefe liegt das angezeigte Objekt: ein Stück verrostetes Blech. Es wird weiter gesucht, ohne Erfolg. Bevor es dunkel wird fahren wir wieder zurück.

19. Juni 2014 Sandstone
Das Herumlaufen ist dem Knie nicht gut bekommen. Heute morgen wieder Schmerzen und es ist dick. Deshalb gibt es einen ganz ruhigen Tag.

Die Nachbarn haben von den Meatpies geschwärmt, die von Lady Di verkauft werden. Die Dame hat nur von Donnerstag bis Sonntag einen Stand gegenüber dem Postoffice. Der Kühlschrank ist schon ziemlich leer und Meatpie zum Abendessen, das hört sich gut an. Wir machen uns auf den Weg.

Zuerst einen Abstecher zum General Store, der ist dem Pub angeschlossen, um zu sehen, was angeboten wird. Den Laden verlassen wir mit einem Eis. Jetzt zum Stand von Lady Di, die nichts mit der Namensvetterin gemeinsam hat. Die Meatpies werden frisch gebacken. Als Zugabe gibt es noch eine Gewürzmischung einheimischer Kräuter. Nebenan ist ein junger Mann mit „organic“ Gemüse. Eine Tüte mit einer Mischung verschiedener Blattsalate dazu noch einen Rettich, alles zusammen für 3 $. Das ist sehr preiswert. Zum Abschluss noch zu Regina ins Postoffice und Kaffee trinken. Jetzt haben alle Geschäfte in Sandstone etwas an uns verdient. J

Wieder zurück beim Camper wird die Sonne genossen. Mit einem Buch lässt es sich gut aushalten.

Brigitte und Hans kommen am Nachmittag vom Goldsuchen zurück. Mit den Beiden trinken wir gemeinsam Kaffee. Ein Nachbar kommt vorbei und zeigt Hans seinen heutigen Fund. Es ist ein Nugget von 55 Gramm. Es wird dunkel und jeder zieht sich in sein „Home on wheels“ zurück.

20. Juni 2014 Sandstone
Wie die letzten Nächte, war auch diese Nacht kalt. Temperaturen um den Gefrierpunkt. Im gemütlich warmen Camper wird das Frühstück ausgedehnt. Die Nachbarn sind bereits unterwegs, die sind immer früh dran.

Mit etwas Hausarbeit, lesen vergeht die Zeit bis zum Mittagessen. Hans hat sich vor der Reise ein neues Navi mit Landkarten und vielen Funktionen gekauft. Für ihn ist wichtig das er verfolgen kann, welchen Weg er ins Gelände gefahren ist, damit er auf dem gleichen Weg wieder zurück fahren kann. Ausgerechnet dieses Feature funktioniert nicht. Hans telefoniert solange mit der Servicehotline bis sein Prepaidguthaben aufgebraucht ist. Das Navi funktioniert immer noch nicht, wie es soll. Dieter holt unseren Laptop und lässt Hans über Skype mit der Hotline telefonieren. Gemeinsam werden die durchgegebenen Einstellungen vorgenommen und das entprechende Tool wieder funktionsfähig gemacht. Anschliessend noch eine Probefahrt, jetzt wird die gefahrene Strecke als farbige Linie angezeigt. So soll es sein.

Nachmittags fahren wir noch mal raus ins Gelände. Nach erfolgreichem ausgraben von einem kleinem Stück Blech, einem Bleigeschoss und einem grossen Stück verrostetem Blech wird die Suche beendet.

Zum Abschluss des Tages gibt es noch ein Bier im Pub.

21. Juni 2014 Sandstone – Leinster
Bei uns geht die Fahrt heute weiter, zum nächst grösseren Ort, das ist Leinster. Brigitte und Hans kommen um uns zu verabschieden. Für Dieters Hilfe gibt es ein Päckchen Melitta Kaffee. Die Beiden bleiben noch und werden weiter nach Gold suchen. Wir packen zusammen und fahren los. Zuerst bei Lady Di noch frisch gebackene Meatpies mitnehmen. Beim Gemüsemann wird ein Grosseinkauf getätigt. Blumenkohl, Tomaten, Radieschen, Frühlingszwiebeln und ein halber Kürbis. Heute morgen frisch geerntet.

In Leinster angekommen wird gleich am Shoppingcenter angehalten. Wir brauchen dringend einige Lebensmittel. Die Auswahl im Supermarkt ist gut, allerdings sind die Preise recht heftig. Ein Kilo Äpfel kostet zwischen 7$ und 9$. Der Supermarkt ist gleichzeitig Rezeption für den Caravanpark. Der Stellplatz kostet 20$. Eine Besonderheit: Die Waschmaschinen laufen mit warmem! Wasser und stehen genau wie Trockner kostenlos zur Verfügung.

In Sandstone hat man uns erzählt, dass man in Leinster gut in der Kantine der Minengesellschaft essen gehen kann. Pro Person kostet es 20 $. Das wird heute Abend gleich getestet.

Abendessen gibt es zwischen 16.15 Uhr und 19.00 Uhr. Die frühe Zeit ist durch die Arbeitszeiten der Arbeiter bedingt. Beim Betreten des Restaurants werden die 20$ pro Person bezahlt. Eine grosse Auswahl an kalten und warmen Speisen steht zur Verfügung. Heute gibt es Schweinebraten und Calamaris als Hauptgerichte sowie verschiedene warme Beilagen. Auf Wunsch wird gegrillter Fisch oder Rumpsteak frisch zubereitet. Tagessuppe, Salatbuffet, verschiedene Brotsorten, Wurst, Nachtisch, frisches Obst und nichtalkoholische Getränke, alles vorhanden. Keine schlechte Versorgung für die Minenarbeiter.

22. Juni 2014 Leinster
Das Wetter ist heute nicht sehr einladend. Bewölkt, kalter Wind. Von der angekündigten Sonne ist nicht zu sehen. Also ein guter Tag für die Hausarbeit. Die Betten müssen abgezogen werden und schmutzige Wäsche ist auch schon wieder ausreichend vorhanden. Wenn Waschmaschinen mit heissem Wasser vorhanden sind, dann muss das auch ausgenutzt werden. Das denken noch mehrere Caravanparkbewohner und es kommt zu einem Stau an den zwei vorhandenen Machinen. Aber, wir werden uns einig.

Der kalte Wind bläst immer noch. Kein Wetter um draussen am Herd zu stehen. Wir nutzen wieder das Angebot der Minenarbeiterkantine. Die Mitarbeiterin am Eingang erkennt uns wieder und fragt: War das Essen gut? Sie meint, es ist nicht mehr so gut wie es einmal war. Durch Minenschliessung und Budgetkürzung sei es viel schlechter geworden. Können wir nicht beurteilen. Die Auswahl ist gross und von der Qualität her ok. Haben in Pubs schon schlechter gegessen.

23. Juni 2014 Leinster
Die Sonne kommt durch, heute wird das Wetter besser. Es wird ein gemütlicher Tag.
Viele Leute vom Caravanpark gehen in die Kantine zum essen. Wir auch.

24. Juni 2014 Leinster – Leonora
Die Nacht war wieder kalt, um den Gefrierpunkt. Gut, dass es dank des Heizöfchens im Camper gemütlich warm ist.

Dieter ist früh wach und liest im Internet die Zeitung. Ich schlafe noch eine Runde. Kurz nach 6 Uhr weckt mich Kaffeeduft. Zeit zum aufstehen. Die übliche morgentliche Routine beginnt. Um 9.00 Uhr sind wir startfertig. Ziel ist Leonora, das ist 131 Kilometer entfernt.

Um die Mittagszeit kommen wir an und halten am örtlichen Supermarkt. Mal sehen, wie hier die Auswahl und die Preise sind. Auf den ersten Blick ganz normale Preise. 1,99$ fürs Kilo Kartoffeln sind günstig. Die Sprache verschlägt es uns allerdings bei den Getränken. Die 1,25 Liter Flasche Cola kostet 5,80$, die 2 Liter Flasche 6,50$. Für 1,25 Liter Sodawasser habe ich in Mount Magnet 1$ bezahlt, hier werden 4,65 $ verlangt. Es wird nur das Nötigste gekauft.

Nachmittags machen wir einen Spaziergang und dabei einen Abstecher zu den beiden Tankstellen. Die haben jeweils einen Shop dabei. Das Merkwürdige, hier sind die Getränke billiger wie im Supermarkt. Sodawasser (Coles) kostet nur 0,75 $. Ein gewaltiger Unterschied.

25. Juni 2014 Leonora – Menzies
Erst mal zur Tankstelle. Hier ist Diesel preiswert, 1,64 $. Im Shop gleich noch Wasser und ein Päckchen Gummibärchen als Verpflegung für unterwegs mitnehmen.

Ohne grossen Aufenthalt fahren wir durch bis Menzies. Im Shireoffice wird die Gebühr für den Caravanpark bezahlt. Den Stellplatz können wir uns aussuchen.

Nachdem der Truck wohnfertig ist, besuchen wir das neu eröffnete Cafe. Der Besitzer erzählt, dass er das Haus bereits 2008 gekauft hat. Im letzten Jahr hat er dann das Cafe eröffnet. Zu Beginn nur an drei Tagen in der Woche, am Wochenende. Aber, er sei immer wieder gefragt worden, warum nur am Wochenende. Jetzt ist das Cafe die ganze Woche geöffnet. In der Sonne geniessen wir das Heissgetränk.

Heute wird der Herd nicht aufgebaut. Gekocht wird in der gut ausgestatteten Küche des Campingplatzes. Es gibt Kartoffelbrei, Bratwurst und Salat.

26. Juni 2014 Menzies
Ich will es noch einmal versuchen und die Stecknadel im Heuhaufen (Gold) suchen. Dieter hat sich auf den Karten angesehen, wo gesucht werden darf. Nach dem Frühstück fahren wir ein Stück aus der Stadt und suchen einen Platz aus.
Die Ausbeute nach zwei Stunden: einige kleine Stücke Blech, die ausgebuddelt wurden. Inzwischen macht sich das Knie bemerkbar und wir fahren zurück.

27. Juni 2014 Menzies
Nach einer kalten Nacht machen wir es uns im warmen Camper gemütlich. Nachmittags einen Spaziergang, der mit einem Besuch des Cafes endet.

28. Juni 2014 Menzies – Kalgoorlie
Dieter ist früh wach und kocht schon mal Kaffee. Frühstücken, zusammen packen und um 8.45 Uhr sind wir on the Road.

Ohne Stop fahren wir durch bis Kalgoorlie. Wir brauchen noch einen neuen Aussenspiegel. Ein Ast hat das Glas des Spiegels zerstört.

Im ersten Geschäft gibt es zwar den benötigten Spiegel, allerdings ist der zu lang. Das passende Teil kann bestellt werden, wird aber erst Ende nächster Woche geliefert. So lange wollen wir nicht warten und fahren weiter zum nächsten Autoteilehändler. Hier das Gleiche, die benötigte Grösse ist nicht im Sortiment. Die nächste Anlaufstelle ist Truckline. Dort ist der Manager selbst im Laden. Ob das vorhandene Modell passt, das lässt sich schnell feststellen. Er packt den Spiegel aus und geht damit zum Auto. Leider ist auch hier das vorhandene Modell zu lang und passt damit nicht in die Halterung. Zurück im Laden ruft der Mann nacheinander die in Kalgoorlie ansässigen Händler an. Keiner hat das Modell, West Coast Style, in der entsprechenden Länge im Lager. Einer der angerufenen Händler ruft zurück mit der Meldung, dass so ein Aussenspiegel bei ihnen verfügbar sei. Der Manager meint, wenn wir den Spiegel dort nicht bekommen, sollen wir anrufen. Er bestellt dass das Ersatzteil, dass am Dienstag bei Truckline angeliefert wird.

Quer durch die Stadt fahren wir AutoOne. Hier gibt es zwar die langen und flachen Aussenspiegel, aber wieder in der falschen Länge. Umsonst durch die Stadt gefahren. Jetzt werden keine Experimente mehr gemacht. Dieter ruft bei Truckline an und bestellt den Spiegel.

Als nächstes geht es zum einkaufen, die Vorräte sind aufgebraucht. Heute machen wir den Grosseinkauf bei Coles, die haben einiges im Angebot, was gebraucht wird.

So eine Auswahl gab es zum letzten Mal in Geraldton. Mit gefüllten Tüten wird der Laden verlassen. Weiter geht es zum Prospectors Caravanpark, zum einchecken. Wir bleiben eine Woche in Kalgoorlie um den Verkauf des Campers abzuwickeln. Mit Thomas wird Montag Vormittag als Termin zur Erledigung des „Papierkrams“ vereinbart.

29. Juni 2014 Kalgoorlie
Die Unterlagen für den Camperverkauf müssen zusammen gestellt werden. Daran mache ich mich nach dem Frühstück. Dieter hat noch mit der EDV zu tun. Datensicherung machen und einige andere Arbeiten.

Nachdem der kalte Wind sich gelegt hat, ist es in der Sonne sehr angenehm.

Was auffällt, es ist sehr ruhig auf dem Caravanpark. Kaum Touristen da. Die üblichen Autovermieter wie Britz, Apollo, Maui fehlen. Das entspricht unserem Eindruck während der ganzen Reise. Es sind weniger Touristen unterwegs.

30. Juni 2014 Kalgoorlie
Kurz vor zehn kommt Thomas zum Caravanpark. Die Unterlagen zur Fahrzeugummeldung sind vorbereitet. Dieter bespricht mit Thomas die wichtigsten Details des Fahrzeuges und was alles als Zubehör im Auto bleibt. Danach fahren Thomas und Dieter gemeinsam zum Department of Transport, zur Umschreibung des Besitzers. Gemeinsam kommen die Beiden wieder zurück zum Caravanpark.

Thomas fährt anschliessend wieder nach Hause. Wir machen es uns im Camper gemütlich.

Der Verkauf ist besiegelt
Der Verkauf ist besiegelt