Kalgoorlie / Perth (Rossmoyne)

1. Juli 2014 Kalgoorlie
Dieter bemerkt heute morgen, dass der hintere innere Reifen auf der Fahrerseite keine Luft mehr hat. Ein Nagel steckt im Reifen. Demnach führt der erste Weg zum Reifenhändler. Wir haben Glück, kein weiterer Kunde da. Der Mitarbieter an der Annahme meint, die Boys machen noch smoko, er sagt aber Bescheid. Einer der Boys nimmt sich des Reifens an. Der Nagel wird entfernt, das kleine Loch im Reifen gefixt, ein neuer Schlauch eingezogen und wieder alles auf der Felge montiert. Er schraubt die vorhandene Ventilverlängerung auf und pumpt den Reifen auf. Das Gerät steigt mit einem Fehler aus. Ein erneuter Versuch, mit dem gleichen Ergebnis. Jetzt wird eine neue Ventilverlängerung geholt und der Versuch wiederholt. Jetzt funktionert es. Der Reifen wird wieder auf der Achse montiert. Nach einer Stunde ist der Reifen repariert und der Truck fahrbereit.

Vom Reifenhändler zu Truckline, den bestellten Aussenspiegel abholen. Das ist schnell erledigt, jetzt fahren wir in die Innenstadt. Zum bummeln und einkaufen.

Bei Wollworth gibt es in der Gemüseabteilung „Kipferl“ zum reduzierten Preis, da das Best before Datum erreicht ist. Was bei Kartoffeln nicht so wichtig ist. „Kipferl“ sind eine kleine längliche Kartoffelsorte, die besonders für die Zubereitung von Kartoffelsalat geeignet sind.

Frischer Fisch ist ebenfalls im Angebot. Das gibt morgen ein leckeres Essen J

Auf dem Weg zurück zum Caravanpark noch ein Halt bei Steve, den Detektor zurück geben. Alles erledigt für heute.

2. Juli 2014 Kalgoorlie
Heute machen wir uns einen gemütlichen Tag.

3. Juli 2014 Kalgoorlie
Ich möchte mir gerne mit dem kleinen gefundenen Nugget einen Anhänger anfertigen lassen, wenn es bezahlbar ist. In Kalgoorlie gibt es einige Juweliere, dort werden wir uns mal anhören, welche Möglickeiten es gibt und was es kostet. Da es sich um einen kleinen Nugget handelt, ist das nicht so einfach. Nur eine Öse, das sieht nichts aus. Die anderen zwei aufgezeigten Möglichkeiten gefallen mit nicht wirklich. Ausserdem sollen die zwischen 400$ und 600$ kosten.

Im nächsten Laden wird vorgeschlagen, einfach eine Öse daran zu machen, für 45$.

Da ist die Brühe teurer wie die Brocken, sagt man in Hessen dazu. Der Nugget wiegt ca. 1 Gramm, das sind etwa 50$. Das Nachfragen wird aufgegeben.

Dieter möchte gerne mal die Unterseite des Trucks sauber machen und wir fahren zur Waschanlage. Zumindest an der Oberfläche sieht der Camper anschliessend sauberer aus.

Danach geht es wieder zurück zum Caravanpark. Thomas will heute Nachmittag vorbei kommen um sich von Dieter noch einige Sachen am Truck zeigen zu lassen. Bis dahin ist noch Zeit und Dieter kann die Webseite auf den aktuellen Stand bringen.

4. Jul 2014 Kalgoorlie
Morgen geht die Fahrt weiter. Da müssen die Vorräte noch einmal aufgefüllt werden. Wir fahren einkaufen. Wenn wir schon unerwegs sind, dann kann auch gleich getankt werden. Dann ist der Truck morgen startbereit.

Es ist unglaublich wieviel Zeit man mit bummeln und einkaufen verbringen kann. Aber, wir geniessen das. Es ist später Nachmittag, bis wir wieder zurück sind.

Mit dem Verkauf und der Ummeldung ist auch die Third Party Versicherung des Trucks beendet. Der Versicherung haben wir am Montag den Verkauf gemeldet und heute ist bereits die Zahlung der nicht verbrauchten Prämie auf dem Konto. Das ist schnell.

Thomas holt uns gegen 19.00 Uhr ab. Gemeinsam mit Jennifer und ihren Eltern, Steve und Esther wollen wir den letzten Tag in Kalgoorlie ausklingen lassen. Ein Tisch ist im Picadilly Hotel reserviert. Als wir dort ankommen ist viel Betrieb. Thomas meint, das sei ungewöhnlich. Mit dem servierten Essen sind die meisten vom Tisch nicht zufrieden. Mein Lamm Rack ist durchgebraten und das Fleisch bissfest. Dieter hat sein Steak medium bestellt, auch das ist durchgebraten. Besonders schlecht ist das Essen von Jennifers Mutter. Die Hähnchenbrust ist sowas von trocken. Ihr Kommentar dazu. Bei Red Rooster wäre es besser und billiger gewesen.

5. Juli 2014 Kalgoorlie – Westonia
Heute morgen nur noch die Toilettenschlüssel abgeben um die 20 $ Deposit zurück zu bekommen. Das ist schnell erledigt und kurz nach neun sind wir auf dem Weg Richtung Westen.

Die Sonne scheint, keine Wolke am Himmel und um die 18 Grad. Ideales Wetter zum fahren. Ohne weiter anzuhalten fahren wir bis Southern Cross. Hier stoppen wir zum Kaffee trinken. Samstags werden hier um 12.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt. Das heisst, die Läden schliessen. Es ist bereits kurz nach 12.00 Uhr als wir das örtliche Cafe betreten. Noch ist die Kaffeemaschine betriebsbereit. Zum hier trinken oder zum mitnehmen werden wir gefragt. Wir schliessen aber gleich, kommt als Nächstes. Also einen Kaffee zum mitnehmen. Mit dem Becher geht es zur nächsten in der Sonne befindlichen Bank.

Gestärkt fahren wir weiter. Es sind nur noch 70 Kilometer bis Westonia.
Auf dem dortigen Caravanpark ist unser Stammplatz. Nr. 4, noch frei. Bis auf einen Platz sind noch alle Plätze frei J Der Truck wird eingeparkt und wohnfertig gemacht. Der Caretaker ist nicht da. Macht nichts, der kommt schon vorbei wenn er wieder da ist. Jetzt erst mal Mittag essen.

Gegen 15.00 Uhr ist der Caretaker wieder da und kommt vorbei. Back again, ist die erste Frage. Er hat noch einen Job zu erledigen und hält sich nicht lange auf. Er kassiert die Stellplatzgebühr von 15$ und macht sich auf den Weg.

Beim letzten Aufenthalt in Westonia war das Essen in der Westonia Taverne sehr gut. Mal sehen, ob das noch immer so ist.

6. Juli 2014 Westonia – Beverley
Inge und Micha haben uns einen Besuch im Museum empfohlen. Beim letzten Aufenthalt in der Stadt war es leider geschlossen. Jetzt gibt es geänderte Öffnungszeiten und heute Morgen ist geöffnet. Der Truck wird auf dem Caravanpark stehen gelassen und wir laufen das kurze Stück. Es sind noch zehn Minuten Zeit und wir setzen uns auf die Bank vor dem Hood-Penn-Museum. Die Tür wird geöffnet und der Mitarbeiter meint: der Bus kommt in einer halben Stunde J .

Heute Morgen haben Joan & Steve Dienst. Das Museum wird mit Hilfe freiwilliger Helfer betrieben. Hier werden die vorhandenen Stücke in einem passenden Rahmen ausgestellt. Der Rahmen ist jeweils ein Zimmer, mit der entsprechenden Ausstattung. Sehr schön und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Die Puppen sehen wirklich echt aus. Joan erzählt, dass eine Puppe bis zu 6000 $ kostet. Das Geld zum betreiben des Museums kommt vom Goverment, von der Gemeinde, von einer Gruppe Privatpersonen sowie von der Edna Gold Mine Betreibergesellschaft.

Heute Morgen sind wir die einzigen Gäste. Nach dem Rundgang unterhalten wir uns noch mit Joan & Steve. Im Laufe des Gespräches wird wieder einmal bestätigt, dass Australien klein ist.

Im Jahr 2009 sind wir über kleinere Orte, z.B. Wyakatchem, Trayning, Bencubbin, Beacon Richtung Dalwalinu unterwegs, als ein Reifen platzt. Zwei Schrauben des inneren Reifen können trotz gemeinsamer Anstrengung und dem entsprechenden Werkzeug nicht gelöst werden. Wir halten ein Auto an. In dem Wagen ist ein Farmer mit seiner Familie, die unterwegs sind um das für die Tochter gekaufte Reitpferd abzuholen. Der Farmer steigt aus und schon machen sich die beiden Männer an die Arbeit, der Farmer in seiner Sonntagskleidung. Den Mädels gefällt, dass der Papa in seiner guten Hose an einem fremden Auto arbeitet. Dieter und Steve schaffen es, die Schrauben zu lösen. Den Rest können wir alleine machen. Ohne Steve. Er montiert noch den Ersatzreifen und fährt dann mit der Familie weiter. Warum ich das so ausführlich schreibe? Im Gespräch mit Joan & Steve stellt sich heraus, dass es diese Beiden waren, die beim Reifenwechsel geholfen haben!! Da ist das Erstaunen natürlich gross. Joan macht noch Fotos von uns und dem Truck, für die Museumswebseite. Dieses Mal werden wir uns nicht aus den Augen verlieren, dank Facebook.

Diese schöne Erlebnis sorgt dafür, dass wir erst später als gedacht abfahren. Ist aber kein Problem, bis Beverley sind es nur 230 Kilometer. Am Westonia Roadhaus wird noch getankt, hier ist Diesel mit 1,57$ preiswert.
Der Himmel verdunkelt sich, Regenwolken. Und es fängt an zu regnen. Das hätte es jetzt nicht gebraucht. Am späten Nachmittag kommen wir in Beverley an und fahren zum Caravanpark. So oft wir in Beverley waren, aber noch nie auf dem Caravanpark. Es ist ein kleiner Park, direkt in der Stadt. Nur 50 Meter laufen und man ist mitten auf der Hauptstrasse.

Die Caretakerin kommt und gibt uns die Kombination für die Toiletten. Bezahlen können wir morgen. Im Regen wird der Camper wohnfertig gemacht. Gut, dass das so schnell geht.

Gegen 19.00 Uhr hört der Regen auf, es ist nur noch windig. Bei dem Wetter wird nicht draussen gekocht, wir gehen essen. Das Essen im Beverley Hotel ist sehr lecker.

7. Juli 2014 Beverley
Die Sonne scheint und es ist windig. Perfektes Wetter zum Wäsche waschen. Leider ändert sich das, als die Wäsche auf der Leine hängt. Es ist windig und es regnet. Und das den ganzen Tag. Jetzt ist die Wäsche zwar gut gespült, aber nicht trocken.

Bei diesem Wetter gehen wir nicht vor die Tür, wie eigentlich geplant, sondern verbringen den Tag im Truck.

8. Juli 2014 Beverley
Die Temperaturen sind heute Nacht wieder bis fast zum Gefrierpunkt gesunken. Kein Wetter um sich lange draussen aufzuhalten. Spülen wird auf später verschoben, wenn wir auf der Farm sind. Die Betten werden abgezogen und die Wäsche noch schnell gewaschen, während wir frühstücken. Trocknen kann sie dann auf der Farm. Alles wird sicher verstaut, bevor wir starten. Zuerst geht es noch nach Beverley, Zeitung und Brot kaufen.

Gestern haben wir angefangen zu sichten, was alles im Kleiderschrank ist. Was wird mitgenommen, was passt nicht mehr und bleibt hier. So ist ein ganzer Sack für die Kleidersammlung zusammen gekommen. In Beverley steht ein Sammelbehälter, da wird die grosse Tüte mit den nicht mehr benötigten Anziehsachen gleich eingeworfen. Alles erledigt, wir fahren zur Farm.

Inge und Micha sind zu Hause und es gibt erst mal viel zu erzählen.

9. Juli 2014 Beveley
Bei uns gibt es heute nur eine Aufgabe, alle privaten Dinge aus dem Auto räumen. Nach 10 Jahren hat sich einiges angesammelt. Der Kühlschrank wird leer geräumt. Gut, dass der Farmkühlschrank gross genug ist. Alle anderen Sachen werden erst mal in unserem Zimmer abgestellt. So langsam wird es schwierig durch das Durcheinander zu kommen.

Alle Schubladen und Schränke sind geräumt, jetzt beginnt das sauber machen. Bis alles erledigt ist, ist wieder ein Tag vorbei. Der Lupo wartet jetzt auf seinen neuen Besitzer, um mit ihm weitere schöne Reisen zu unternehmen.

10. Juli 2014 Beverley – Perth –Beverley
In Perth ist ein Mietwagen reserviert. Inge und Micha nehmen uns mit in die Stadt. Micha hat einen Arzttermin. Während er den Termin wahrnimmt gehen wir mit Inge Kaffee trinken. Nach seinem Termin holt Micha uns ab. Gemeinsam fahren wir zur Autovermietung nach Bayswater. Die beiden fahren weiter, wir erledigen die Autoübernahme.

Von Bayswater aus fahren wir nach Harbourtown, zum bummeln. So vergeht der Nachmittag. Bevor es dunkel machen wir uns auf den Heimweg. Um 18.00 Uhr kommt das Farmhaus in Sicht, noch alles dunkel. Da haben es Inge und Micha aber auch lange in Perth ausgehalten.

11. Juli 2014 Beverley – York – Beverley
In York ist die kontoführende Filiale. Zum Ende des Urlaubes soll das Konto aufgelöst werden. Dazu haben wir noch einige Fragen. Deshalb planen wir einen Ausflug nach York.

Nach einer gemütlichen Fahrt kommen wir in der Stadt an. Es sind viele Leute unterwegs. Man merkt, dass Schulferien sind. Der erste Weg ist zur Bank. Alle Fragen werden in kurzer Zeit geklärt. Jetzt wissen wir, was zu tun ist.

Ab. 16. Juli haben wir ein kleines Appartement in Perth, auf der südlichen Seite des Rivers, angemietet. Heute Morgen kommt eine Email vom Vermieter mit der Frage, wann wir denn ankommen. Eine genaue Beschreibung der Zufahrt, der Umgebung, wo welche Geschäfte sind, wie es mit öffentlichem Transport aussieht, alles genau beschrieben. Guter Service.

12. Juli 2014 Beverley – Perth – Beverley
Heute um 14.40 Uhr landet Christian Dose in Perth. Als Überraschung wollen wir ihn am Flughafen abholen und zu seinem Hotel bringen.

Am späten Vormittag machen wir uns auf dem Weg nach Perth. Im Belmont Shopping Center bummeln wir durch die Läden bis es Zeit ist zum Flughafen zu fahren. Die Maschine aus Singapur hat einige Minuten Verspätung, da brauchen wir uns nicht zu beeilen.

In der Ankunftshalle ist ein grosser Medienauflauf. Die Fernsehteams von Ten, Seven, Nine sowie Journalisten und Fotografen warten dort. Auf wen? Nicht zu erfahren. Wir lästern schon mal, dass die wegen Christian da sind.

Es dauert lange, bis Christian durch die Tür kommt. Er sieht sich suchend um und entdeckt uns. Er hat zwar nicht mit uns gerechnet, aber gehofft, dass er abgeholt wird. Das Gepäck wird verstaut und wir fahren zum Bel Eyre Hotel. Dort ist für die Nacht ein Zimmer reserviert. Nachdem Christian den Schlüssel hat, wird er mitsamt dem Gepäck zum Zimmer gefahren und das Auto entladen. Während er sich kurz erholt, fahren wir zum nächsten Laden, die per SMS georderte Milch kaufen. Anschliessend holen wir Christian ab und fahren in die Stadt. Dort gehen wir ins Miss Maud, zum Abendessen.

Nach dem Essen trennen sich die Wege. Christian will noch einige Fotos von Perth machen und wir machen uns auf den Heimweg ins 120 Kilometer entfernte Beverley.

Es ist dunkel und die Strecke über den Brookton Highway nicht viel befahren. Zum Glück entscheiden sich die am Strassenrand stehenden Kängurus immer für die richtige Richtung, sie springen weg von der Strasse. Kurz vor 21.00 Uhr kommen wir auf der Farm an. Dort ist bereits alles dunkel.

13. Juli 2014 Beverley
In unserem Zimmer tobt das Chaos. Da muss so langsam Ordnung hinein gebracht werden. Wir machen uns daran, alles noch einmal zu sichten und zu entscheiden. Mitnehmen oder wegwerfen. Was wird in den nächsten zwei Wochen noch gebraucht, was kann schon dauerhaft eingepackt werden. Bis das erledigt ist, das dauert eine Weile. Erst danach geht es ins Haupthaus, zu Inge und Micha.

Die Beiden hatten gestern einen harten Job. Die in diesem Jahr geborenen Lämmer wurden gezählt, geimpft, markiert und die Schwänze gekürzt. Das war ursprünglich für heute geplant. Aber, am Freitag hat es geregnet und die Schafe von Mike, dem Schwiegersohn sind nass geworden und konnten am Samstag nicht geschoren werden. Deshalb wurden die Arbeiten bei Inge und Micha vorgezogen. Dieses Jahr ist ein gutes Jahr, es gibt mehr Lämmer als Mütter, das heisst Zwillings- und sogar Drillingsgeburten.

14. Juli 2014 Beverley – Rundfahrt
In der Nacht hat es geregnet und es ist trüb und grau. Hoffentlich klart es auf, wir wollen den heutigen Tag noch ein wenig die Gegend erkunden. Die aussortierten Anziehsachen sollen in den Altkleidercontainer. Bevor wir auf die Farm gefahren sind, wurde in Beverley schon eine Tüte im entsprechenden Container abgeladen.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, zuerst nach Beverley. Was ist denn das? Wo letzte Woche noch ein Container gestanden hat, ist jetzt ein freier Platz. Da müssen wir wohl eine andere Organisation suchen, die noch Kleiderspenden annimmt. Ansonsten landet alles im Müll.

Von Beverley aus fahren wir nach Brookton. Nach einem Rundgang gehen wir im Roadhaus eine Kleinigkeit essen. Ob wir aus Deutschland kommen, fragt die Frau an der Kasse. Dann sollen wir doch mit ihrer Mitarbeiterin sprechen. Die komme aus Hamburg. Als die junge Frau uns die Bestellung bringt, sprechen wir sie an. Sie komme nicht direkt aus Hamburg, sondern aus einer kleinen Stadt zwischen Hamburg und Bremen. Das ist eine sehr grobe Angabe. Auf Nachfrage meint sie, ob wir den Vogelpark in Walsrode kennen. Dort in der Nähe, in Visselhövede, sei sie zu Hause. Sie staunt, dass Dieter sofort weiss, wo das ist. Kein Wunder, er ist in Soltau geboren und hat in Munsterlager gelebt, das ist praktisch um die Ecke.

Von Brookton geht die Fahrt weiter nach Pingelly und Narrogin. In Narrogin können wir nur kurz den Ort erkunden, da der Himmel die Schleusen öffnet und es wieder zu regnen anfängt. Wir möchten noch im hellen zurück nach Beverley kommen und machen uns auf den Weg, Richtung Wandering. So kommen wir auch durch Orte, die wir noch nicht gesehen haben. Einige Male wird die Anweisung des Navis ignoriert, bei diesem Wetter wollen wir keine nicht asphaltierten Strassen benutzten. Ganz lässt es sich nicht vermeiden und das Auto sieht entsprechend aus, als wir wieder auf der Farm ankommen. Noch im letzten Tageslicht.

15. Juli 2014 Beverley – Perth – Beverley
Gegen 8.00 Uhr gehen wir zum frühstücken. Ein Zettel liegt auf dem Tisch, Inge und Micha sind bereits nach Perth unterwegs.

Bei meinem Zahnersatz (wenn man älter wird gibt es immer mehr Ersatzteile) ist ein kleines Stück abgebrochen. Durch die Unebenheiten ist inzwischen eine Blase am Zahnfleisch entstanden. Dieter hat gestern im Internet recherchiert. In Perth gibt es Emergency Denture Repairs. Dort werden Reparaturen innerhalb einer Stunde ausgeführt. Wir machen uns auf den Weg nach Perth.

Unterwegs wird an einer Autowaschanlage gestoppt und das Auto vom gröbsten Schmutz befreit. Jetzt kann man die Tür des Kofferraumes wieder anfassen.

Die nächste Niederlassung für uns ist in Victoria Park. Kurz nach zehn sind wir dort. Beim Betreten des Gebäudes wird darauf hingewiesen, das nur nach Terminvereinbarung behandelt wird. Da gab es keinen Hinweis im Internet. Morgen früh ist noch ein Termin frei. Nachdem Dieter der Frau erklärt hat, dass wir von Beverley (120 Kilometer) kommen bietet sie an, in einer anderen Niederlassung nachzufragen, ob noch ein Termin frei ist. Dort heisst es, wir können kommen. Die Klinik ist in Warwick, ca. 20 Kilometer entfernt. Schon sind wir unterwegs.

Mit den Formularen zur Abfrage der Patientendaten wird auch gleich eine Kostenübernahme-Erklärung vorgelegt. Die Kosten für die Reparatur werden vor Ort ermittelt und müssen gleich bezahlt werden. Der Zahntechniker sieht sich den Schaden am Zahnersatz an. Die Reparatur dauert eine Stunde und kostet 155$. Während der Wartezeit trinken wir im Einkaufszentrum Kaffee. Es ist mehr als eine Stunde vergangen, als wir wieder in der Praxis sind. Nach einer kurzen Wartezeit kann ich die Zähne wieder einsetzen. Ein einer Stelle drückt es und es muss nachgearbeitet werden. Jetzt muss die Druckstelle erst mal heilen. Mal sehen, ob die Prothese danach wieder richtig sitzt.
Bevor es zurück nach Beverley geht, muss erst noch der Tank des Mietwagens aufgefüllt werden.

16. Juli 2014 Beverley – Rossmoyne
Inge und Micha haben einen Termin in Perth und sind schon ausser Haus als wir frühstücken.

Gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. Abends hatten wir keine Lust mehr die Reisetaschen zu packen. Das wird nach dem Frühstück erledigt und das Gepäck ins Auto geladen. Das ist schneller erledigt, wie gedacht und wir machen uns auf den Weg nach Perth bzw. Rossmoyne um das Appartement zu beziehen. Hatten als Ankunftszeit zwischen 13.00 Uhr und 14.00 Uhr angegeben. Mike, der Vermieter hatte gemeint, das ist kein Problem. Die Tür wird offen gelassen und der Schlüssel auf den Tisch gelegt. Könnt kommen, wann ihr wollt.

Kurz vor zwölf sind wir da. Alles wie beschrieben. Die Tür des Gartenstudios ist offen und der Schlüssel liegt zusammen mit einem Zettel, auf dem ein Willkommensgruss steht, und einer Packung Kekse auf dem Tisch. Das Gepäck wird ausgeladen. Dann machen wir eine Rundfahrt um zu sehen, wo wir für die nächsten zwei Wochen wohnen. Nur ca. 100 Meter entfernt ist ein kleines Einkaufszentrum. Fürs Frühstück werden noch einige Kleinigkeiten benötigt und wir kaufen dort ein. Danach geht es zurück in die Wohnung auf Zeit.

Mike kommt gegen 15.00 Uhr von der Arbeit und schaut gleich bei uns vorbei. Es dauert eine Weile, bis er in seine Wohnung geht.

17. Juli 2014 Perth
Ich mag Märkte und gehe dort gerne bummeln. Heute habe ich mir die Swansea Markets ausgesucht. Die liegen etwas versteckt und sind nicht so leicht zu finden. Neben europäischen Produkten gibt es ein grosses Angebot an Waren, die in grossen Säcken zum Verkauf angeboten werden. Hier kann sich jeder selbst bedienen. Finde ich gut.

Von den Markets aus fahren wir ins Carousel Einkaufszentrum. Zum Mittag essen, bummeln und einkaufen. Es dauert nicht lange, dann fangen die Knie wieder an weh zu tun und wir fahren zurück nach Rossmoyne.

Nach der Arbeit kommt Mike kurz vorbei und erkundigt sich, ob alles vorhanden ist. Er bietet an, dass die Wäsche, nach Absprache, in ihrer Waschmaschine gewaschen werden kann.

Nach dem Abendessen gibt es einen gemütlichen Fernsehabend.

18. Juli 2014 – Perth – Fremantle – Perth
Heute treffen wir uns mit Karen in Fremantle. Karen haben wir das letzte Mal bei einem traurigen Anlass gesehen, der Beerdigung ihres Mannes. Verabredet sind wir zur Mittagszeit am Sail & Anchor an der Markthalle. Da können wir vorher noch durch die E-Shed-Markets laufen.

Parkplätze sind in Fremantle sehr begehrt und kosten entsprechend. Wir fahren mit dem Auto bis zum South-Beach in Fremantle. Dort wird der Wagen geparkt. Mit der kostenlosen Cat wird in die Innenstadt gefahren. Am Bahnhof steigen wir aus und laufen zu den E-Shed-Markets. Noch sind wenige Besucher unterwegs und auch nicht alle Shops haben geöffnet.

Nach den E-Shed-Markets ist die Markthalle das nächste Ziel. Eines ist sicher, verhungern muss hier keiner. Es gibt sogar einen Stand mit deutscher Bratwurst. Langsam ist es Zeit für das Treffen mit Karen. Noch ist nichts von ihr zu sehen. Macht nichts, setzen wir uns so lange auf die Bank, in die Sonne.

Während wir noch überlegen ob wir Karen überhaupt erkennen, winkt sie uns bereits von der anderen Strassenseite zu. Sie ist mit einem Bekannten da. Gemeinsam suchen wir einen Platz, ruhig und warm soll es sein. Nach der Bestellung von Essen und Getränken gibt es viel zu erzählen.

Seit dem letzten Treffen hat sich viel bei Karen getan. Nach einer Krebserkrankung und der entsprechenden Behandlung hat sie eine Ausbildung als Krankenschwester gemacht. Das Diplom hat sie vor 4 Wochen bekommen. Jetzt arbeitet sie bei einer Agentur auf Abruf. Ab August hat sie eine Stelle in einem Privatkrankenhaus.

Die Zeit vergeht und Karen hat noch einen Termin und wir verabschieden uns. Bevor wir mit der Cat zurück zum Auto fahren, nehmen wir noch ein frisch gebackenes Brot mit.

Auf dem Weg zurück nach Perth wird erst noch bei der Firma Hela, einem deutschen Metzger, zum einkaufen angehalten. Mit Fleischsalat, Leberwurst, Schwarzwälder Schinken, Leberkäse und geräucherten Würstchen verlassen wir den laden. Das gibt ein leckeres Abendessen J

19. Juli 2014 – Perth – Subiaco – Hillarys
Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist nicht so gut. Heute Nachmittag soll es Regen, Gewitter und Sturm geben. Biss Donnerstag soll es immer wieder regnen. Da muss ausgenutzt werden, dass es jetzt noch trocken ist und die Sonne scheint. Unser Ausflug beginnt in Subiaco und endet in Hillarys Harbour. Auf einer Bank in der Sonne sitzen, dabei Eis essen und die Möven beobachten, einfach schön.

Am Sorento Quay sitzen Möven und Kormorane auf den im Wasser stehenden Masten. Beim genauem Hinsehen beobachten wir, dass sich zwischen den Beinen einer Möve etwas bewegt. In einer Vertiefung ist das Nest des Vogels. Zwei kleine Köpfe tauchen auf, wenn einer der Altvögel mit Futter geflogen kommt.

Am frühen Nachmittag sind wir wieder zu Hause. Noch rechtzeitig, bevor das schlechte Wetter Perth erreicht hat.