Kalgoorlie / Kalbarri

2. Mai 2014 Kalgoorlie
Kurz nach 8.00 Uhr klingelt das Handy. Inge ist die Erste, die persönlich zum Geburtstag gratuliert. Dieters Termin beim Chiropraktiker ist erst um 10.00 Uhr, da kann das Frühstück ausgedehnt werden.

Beim Weg zur Toilette sehe ich, dass auf dem Tisch beim BBQ eine Brille und ein Smartphone liegt. Auf dem Rückweg ist es immer noch da und ein vorbeikommender Mann sagt, dass es dort schon die ganze Nacht liegt. Was tun? Liegen lassen oder mitnehmen. Ich entscheide mich für die zweite Variante und nehme die Sachen mit um sie an der Rezeption abzugeben.

So langsam wird es Zeit, dass wir uns auf den Weg zum Chiropraktiker machen. Nach einer kurzen Wartezeit wird Dieter ins Behandlungszimmer gebeten. Wieder nimmt sich die Therapeutin viel Zeit. Auch dieses Mal versucht sie die Beweglichkeit des Wirbels wieder herzustellen und damit den Nerv zu entlasten. Sie gibt uns noch die Visitenkarte einer Chiropraktikerin in Perth, falls die Beschwerden anhalten.

Es ist schon wieder eine Weile her, dass wir die Super Pit Mine vom Lookout gesehen haben. Das holen wir nach und fahren hin. Das sieht ja ganz verändert aus. Wo beim letzten Mal noch Lastwagen das Gestein transportiert haben, ist die Fahrbahn zugeschüttet. Eine neue Trasse ist zum Abbau vorbereitet. Vom Lookout aus ist der Boden der Mine sowie die Beladung der Lastwagen mit dem abgebauten Gestein, nicht zu sehen. Das sind gewaltige Veränderungen.

Auf dem Rückweg fahren wir am Department für Mining vorbei um uns die neuesten Karten, wo rund um Kalgoorlie das Gold suchen erlaubt ist, ausdrucken zu lassen. Danach noch einkaufen und zurück zum Caravanpark, die Einkäufe verstauen.

Thomas und Jennifer haben uns zum Dinner eingeladen und holen uns um 18.30 Uhr ab. Ziel ist Paddys Ale House. Dort gibt es gutes Essen. Selbstverständlich setzten die zwei uns auch wieder beim Camper ab.

3. Mai 2014 Kalgoorlie – Westonia
Heute wollen wir bis nach Westonia fahren und dort übernachten. Kurz nach 9.00 Uhr fahren wir vom Platz, zuerst tanken, dann auf den Great Eastern Highway Richtung Perth.

In Southern Cross wird für eine Kaffeepause angehalten. Samstags schliessen die Geschäfte, die in dem Ort noch vorhanden sind, bereits um 12.00 Uhr. Vor einem Laden mit Schreibwaren verkündet ein Schild, dass es hier frischen Kaffee gibt (obwohl es nicht so aussieht). Der Schein trügt, im hinteren Teil des Geschäftes gibt es eine Kaffeemaschine und wir bekommen einen frisch gebrühten Kaffee.

Gestärkt geht die Fahrt weiter bis Westonia. Kein Camper auf dem Caravanpark, wir können uns einen Platz aussuchen. Der Wagen des Caretakers steht immer noch an der gleichen Stelle. Er hat den Wagen gehört und kommt heraus. Das Erste was er sagt ist: „Wieder da“. Er erinnert sich noch genau, dass beim letzten Besuch eine deutsche Backpackerin im Pub gerade erst ihren Job angetreten hatte. Der Mann hat ein sehr gutes Gedaächtnis, schliesslich kommen hier viele Leute vorbei und das Ganze ist ca. 1,5 Jahre her. Das anschliessende Gespräch dauert eine gute halbe Stunde, dann erst kann der Camper wohnfertig gemacht werden.

In Westonia wohnen die Arbeiter der Edna-May- Gold-Mine. Am Wochenende fahren die meisten nach Hause und es ist nichts los. Das merken wir im Pub, wo wir zum Essen hingehen. Ausser uns sind nur noch zwei Männer da. Bedient werden wir von einer Backpackerin aus Belgien.

Die Speisekarte ist für einen Pub ungewöhnlich. Dieter bestellt ein „Double smoked Pork Loin Chop“ mit Quandong-Chutney und Chips, ich bestelle ein Nudelgericht. In einer offenen Küche werden die Speisen frisch zubereitet. Die Beiden Männer und die Bedienung haben bereits ihr Essen, obwohl sie später bestellt haben. Die Köchin kommt mit vorbei und stellt einen Teller mit Knoblauchbrot auf den Tisch. Zur Überbrückung, bis das Essen fertig ist. Das Fleisch sei 5 cm dick und benötigte noch einen Moment. Die Frau hat nicht übertrieben, das Kotelett ist nicht nur 5 cm dick, sondern auch sehr gross. Beim Zuschneiden wird das Bauchstück am Kotelett gelassen. Leider gibt es kein Bild davon, der Akku des Handys ist leider leer.

4. Mai 2014 Westonia - Beverley
Noch ein Schwätzchen mit dem Caretaker und dann sind wir wieder on the Road. Zuerst noch einen Abstecher zum Lookout der Edna May Gold-Mine. Vom Parkplatz führt ein eingezäunter Fussweg auf die Kuppe eines Hügels. Auf der linken Seite des Weges ist alles noch naturbelassen, auf der rechten Seite ist das Minengelände mit dem grossen „Loch“. Ein starker Kontrast. Vom Lookout hat man einen guten Blick übers Minengelände. Die grossen Minenfahrzeuge kommen dicht am Zaun vorbei, da sieht man erst, wie gross die sind.

Über dem Great Eastern Highway führt die Fahrt bis Kellerbirrin. Von dort über Quarading nach Beverley. Heute sind viele Schwertransportre unterwegs. Häuser, Baumaschinen und eine grosse Erntemaschine brauchen viel Platz auf der Strasse.

Früher als angekündigt kommen wir auf der Farm an. Ein Auto parkt vorm Haus, aber keiner da. Inge hatte schon gesagt, dass sie an diesem Wochendende die Felder abbrennen wollen. Bis die Beiden wieder zurück sind, das kann dauern. In der Zwischenzeit machen wir erst mal Mittag.

Am späten Nachmittag kommen Inge und Micha zusammen mit dem Enkel Dean von den Feldern zurück. Pause um eine Kleinigkeit zu essen. Danach wird weiter gearbeitet, bis kurz vor Dunkelheit.

Beim gemeinsamen Abendessen gibt es viel zu erzählen.

5. Mai 2014 Beverley
Eine Erntemaschine, die uns gestern begegnet ist. Da räumt man freiwillig die Fahrbahn.

Es regnet. Ein schöner Tag für Inge und Micha, wir hätten es lieber trocken.

Wollen heute schon mal anfangen die Sachen im Camper nach verschiedenen Gesichtspunkten zu sortieren: Am Ende des Urlaubs mit nach Hause nehmen, mit nach Hause nehmen, wird aber in den nächsten zwei Monaten noch gebraucht, bleibt im Auto oder wird nicht mehr gebraucht. Den Camper haben wir jetzt seit 10 Jahren, da sammelt sich einiges an.

6. Mai 2014 Beverley
Inge und Micha haben einen Termin in Perth und verlassen schon früh die Farm. In unserem Zimmer sieht es chaotisch aus. Alle Sachen, die sortiert werden sollen, sind dort erst mal abgestellt.

Nach einigen Stunden hat sich das Chaos gelichtet. Das Meiste ist entsprechend einsortiert. Jetzt bleiben noch Büroarbeiten wie Belege abheften, etc.

7. Mai 2014 Beverley
Heute ist Bürotag. Diverser Schriftverkehr ist zu erledigen, Emails sind zu beantworten. Was halt alles so anfällt.

Dieter möchte die Farmkameras wieder zum laufen bringen und sitzt am Computer.
Habt ihr schon mal meinen Flammkuchen probiert? Das war heute Morgen Inges Frage. Noch nicht, aber das wird heute Abend nachgeholt

8. Mai 2014 Beverley
Es hat die ganze Nacht geregnet. Wir liegen noch im Bett, als es plötzlich anfängt zu stürmen. Nur 5 Minuten, dann ist alles wieder vorbei.

Gegen 8.00 Uhr gehen wir zum Farmhaus, frühstücken. Inge und Micha haben bereits nachgesehen, ob durch den Sturm Schödebn entstanden sind. Den meist fotografierten Baum hat es erwicht. Der Stamm wurde regelrecht abgedreht und der Baum ist umgefallen, ohne Schaden anzurichten. Inges Metallbilder, die ja schwer sind, wurden ebenfalls vom Wind umgepustet. Sonst ist nichts passiert.

SunDown auf Dalegrove
SunDown auf Dalegrove

9. Mai 2014 Beverley
Dieter hat sich für heute Wartungsarbeiten am Truck vorgenommen. Öl- und Filterwechsel sind wieder fällig.

Bis jetzt haben wir noch nichts von der Auslandsreisekrankenversicherung gehört. Am 22. April haben wir ein Schreiben sowie alle Originalbelege per Einschreiben nach Deutschland geschickt. Gestern per Email bei der Versicherung nachgefragt, heute morgen ist die Antwort da. Es ist noch kein Brief angekommen. Und nun? Warten wir ab, ob das Schreiben noch ausgeliefert wird. Vorm Versand des Briefes habe ich für alle Fälle die Belege fotografiert. Werden der Versicherung den kompletten Schriftverkehr als Email mit den entsprechenden Anlagen schicken. Dazu müssen die Bilder in Pdf-Dateien umgewandelt werden. Es gibt eine Liste der Belege. Entsprechend der Liste werden die Belege sortiert (da kommt der Buchhalter durch). Bei der Anzahl der Belege dauert das eine Weile. So ist jeder beschäftigt.

10. Mai 2014 Beverley
Heute Morgen eine Email von der Versicherung im Posteingang. Das Einschreiben ist angekommen. Prima. Hätte ich mir die Arbeit zwar sparen können, aber besser die Unterlagen sind im Original da.

Morgen fahren wir weiter, deshalb wird alles, was wieder mitgenommen wird, im Truck verstaut. Der Rest wird morgen früh eingeladen.

11. Mai 2014 Beverley – Pinjarra
Nach dem Regen ist jetzt die beste Zeit zum einsäen. Heute morgen kommen Mike, Dean um bei der Vorbereitung zu helfen. Wir halten uns nicht mehr lange auf, packen die noch verbliebenen Sachen ein und sind abreisebereit. Ein kurzer Abschied von der Familie, Anfang Juli sehen wir uns ja wieder.

Angedacht haben wir, die Nacht in Armadale zu bleiben. Morgen haben wir dort einen Termin beim Reifenhändler. Sonntag ist ein schlechter Tag um einen der kleineren Caravanparks anzufahren. Beim ersten Park ist das Büro nicht besetzt. Der Eigentümer sei erst morgen wieder da, ist die Auskunft im Laden nebenan. Gut, dann fahren wir halt zum nächsten Platz. Ein Schild an der Tür besagt, dass Sonntags das Büro nicht besetzt ist. Aber, wir haben Glück, die Tür wird aufgemacht. Sorry, wir sind ausgebucht, heisst es auf meine Nachfrage. Also weiter. Der nächste Caravanpark wird angefahren und die auf einem Schild genannte Telefonnummer angerufen. Da nimmt keiner den Anruf entgegen. Einfach auf einen Platzstellen und morgen früh bezahlen, das geht hier nicht. Für die Toiletten gibt es Schlüssel (wir waren im Oktober schon mal auf diesem Platz). Und nun? Wir fahren weiter Richtung Pinjara. Unterwegs wird sich sicher ein Stellplatz finden. In Serpentine ist alles ausgebucht. Was ist los, es sind doch noch keine Ferien. In Pinjara gibt es noch einen Stellplatz für uns. Auch hier ist das Büro nicht besetzt. Erst nach einem Anruf kommt der Besitzer um den Platz zuzuweisen. Das es so schwierig wird, das hatten wir nicht gedacht.

12.Mai 2014 Pinjara – Armadale
Eine nasse Nacht. Am Morgen lässt der Regen nach, so dass wir im trockenen einpacken können.

Es ist nicht viel Verkehr und bereits kurz vor zehn sind wir in Armadale. Das Büro des Hillside Caravanpark öffnet erst um 10.00 Uhr. Der telefonisch vereinbarte Termin beim Reifenhändler ist erst um 12.00 Uhr, wir fahren trotzdem hin. Wenn es jetzt nicht passt, dann kommen wir später nochmal wieder.

Der Inhaber erinnert sich noch an uns bzw. den Truck. Wie den die Fahrt war, will er wissen. Gut, aber unterwegs gab es Probleme mit den Schläuchen. Ein Schlauch ist geplatzt, der zweite war platt, als Dieter an einer Tankstelle den Reifendruck prüfen wollte. Neben der Tankstelle gab es einen Reifenservice, der den Reifen wieder gefixt hat. Der Monteur hat uns gezeigt, dass im inneren des Reifens ein Aufkleber angebracht war. Der Aufkleber hat mit der Zeit den Schlauch aufgescheuert und die Luft ist entwichen.

Dieses Problem wird jetzt geschildert mit der Bitte, alle Reifen daraufhin zu überprüfen. Sie können das gerne überprüfen, ist die Antwort. Aber, im inneren des Reifens gebe es keine Aufkleber. Das würden sie zum ersten Mal hören. Wenn der 4WD aus der Halle gefahren sei, dann kann der Truck hinein gefahren werden. Während der Wartezeit geht Dieter auf dem Hof spazieren, wo auch Reifen gelagert werden. Und was findet er, Reifen mit Aufklebern im Reifeninnern! Die zeigt er gleich dem Monteur, der sehr verlegen ist.

Die Reifen werden überprüft, bei einem Reifen wird der Schlauch ausgetauscht, die Räder werden neu gewuchtet. Zwei Räder von der Hinterachse werden auf der Vorderachse und die Räder der Vorderachse werden auf der Hinterachse montiert. Eine aufwändige Angelegenheit.

Die Überraschung kommt im Büro, als es um die Bezahlung geht. Es gibt keine Rechung, das ist Kundenservice!! Das möchte ich in Deutschland auch mal erleben.

Vom Reifenservice fahren wir zum Hillside Caravanpark und buchen einen Platz für die Nacht. Während des Mittagessens läuft die Waschmaschine. Leichter Wind, gutes Wetter zum Wäschetrocknen.

Das Armadale Einkaufszentrum ist nicht weit entfernt, da können die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Mit den Einkäufen auf dem Weg zum Auto, dass nicht unterm Dach geparkt ist, und wir werden nass. Es regnet. Sch…, jetzt ist die Wäsche wieder nass, aber gut gespült. Es reicht, wenn sie morgen früh trocken ist.

13. Mai 2014 Armadale – Karinjup
Die Wäsche ist trocken und eingeräumt, alles Andere ist verstaut. Die Schlüssel für die Toiletten wird in den Briefkasten geworfen und wir fahren los.

Dieter hat gestern mit Gerd telefoniert und ausgemacht, dass wir heute Morgen auf ein Schwätzchen vorbei kommen. Wie es immer ist, wenn genügend Zeit vorhanden ist, dann sind die Strassen frei und alle Ampeln auf Grün geschaltet.

Wir kommen schneller als erwartet voran. Das ändert sich, als wir in die Nähe des Flughafens kommen. Eine Riesenbaustelle, vom Flughafen bis kurz vor die Abfahrt zum Great Eastern Highway. Hier staut sich der Verkehr. An vielen Stellen wird die gefahrene Geschwindigkeit gemessen und auf Tafeln angezeigt. Wird die vorgeschriebene Geschwindigkeit eingehalten erscheint: Well done auf der Anzeige. Das ist doch nett.

Kurz vor 10.00 Uhr kommen wir bei Gerd und Barbara an. Wie immer gibt es viel zu erzählen und die Zeit vergeht schnell. Länger als gedacht sind wir bei den Beiden. Am späten Nachmittag verabschieden wir uns und fahren bis nach Gwelup, auf den Karrinyup Waters

14. Mai 2014 Karrinyup
Hillarys Boat Harbour ist immer einen Ausflug wert. Mal sehen, was sich seit dem letzten Besuch alles verändert hat.

Von Karrinyup sind es nur ca. 12 Kilometer bis nach Hillarys. Dort angekommen findet sich schnell ein Parkplatz. Es ist heute Morgen noch nicht viel los. Beim letzten Besuch waren noch Bauarbeiten in Gange, die jetzt beendet sind. Eine Menge neuer Geschäfte, Cafes und Restaurants laden zum bummeln, verweilen und natürlich auch zum Geld ausgeben ein. Zu einem leckeren Eis sagen wir nicht nein. Auf einer Bank, in der Sonne, schmeckt es besonders gut.

Ich habe Probleme mit dem rechten Knie (es ist nichts, wenn man alt wird), deshalb bleibt es bei dem Ausflug nach Hillarys.

15. Mai 2014 Karrinyup – Jurien Bay
Ein trüber Morgen, allerdings ist es trocken. Kurz vor 9.00 Uhr fahren wir vom Platz, Richtung Norden. Wir nehmen die Strasse an der Küste entlang, den Indian Ocean Drive. Auch hier sind grosse Veränderungen im Gange. Z.B. sind in Burns Beach neue Wohngebiete entstanden. In Fahrtrichtung Yanchep werden weitere neue Wohngebiete entstehen. Die entsprechenden Vorarbeiten, wie Baumfällarbeiten, Planierung, Leitungsverlegung und Landverkäufe sind schon im Gange.

Manches ist ja nicht zu verstehen. An einer Stelle sind die Dünen eingezäunt und das Betreten ist verboten. Eine Strafe wird demjenigen angedroht, der dagegen verstösst. Einige Kilometer weiter interessiert das keinen mehr. Hier werden grossflächig Dünenlandschaften zerstört, um Platz für neue Häuser zu schaffen.

In Lancelin gibt es eine Kaffeepause. Danach geht die Fahrt weiter bis Jurien Bay. Hier bleiben wir diese Nacht.

Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen machen wir einen Spaziergang zur Jetty und in den Ort.

Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen Pizza essen.

16. Mai 2016 Jurien Bay – Dongara
Weiter geht es über den Indian Ocean Drive. Links und rechts der Fahrbahn sind Sanddünen. Strahlend weisse Sandhügel wecheln sich mit bewachsenen Dünen ab, landschaftlich sehr schön.

Das heutige Ziel ist Dongara. Am Highway wirbt ein Schilf für den Seaspray Beach Holiday Park. Ein grosser Aufkleber verkündet, dass bei 3 Übernachtungen nur zwei berechnet werden. Der Park hat nur Ensuite Plätze, das heisst eigene Dusche und Toilette, die pro Nacht 40 $ kosten. Bei dem Angebot sind das unter 30 $ die Nacht, ein super Preis.

17. Mai 2014 Dongara
Sooo ein anstrengender Tag. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, das lädt zum Nichtstun ein J.

Das Einzige, wozu wir uns aufraffen können, ist ein Strandspaziergang

18. Mai 2014 Dongara
Das Kaffeewasser kocht. Dieter nimmt den Wasserkocher in die Hand, wir sitzen im Dunkeln. Kurzschluss, die Sicherung am Stromkasten hat ausgelöst. Dieter geht zum Stromkasten und schaltet die Sicherung wieder ein, Licht geht wieder. Nicht lange und die Sicherung fliegt wieder raus. Anscheinend ist die Steckdosenleiste der Auslöser. Nachdem die entfernt ist, läuft es wieder einwandfrei. Jetzt haben wir einen Grund in die Stadt zu gehen, eine neue Steckdosenleiste kaufen J

In Dongara gibt es ein Ehepaar, die Dingos halten und viel über die Tiere erzählen können. Wir haben vor ein paar Jahren die „Dingoes of Dongara“ besucht und Phil hatte von seinen Plänen zum weiteren Ausbau der Anlage erzählt. Wenn wir shcon mal hier sind, könnten wir ja mal nachsehen, was daraus geworden ist. Wir fahren zum Gelände. Am Eingang steht ein Schild, dass ein Besuch nur nach Voranmeldung möglich ist. Angemeldet sind wir nicht, fahren wir halt weiter.

Beim örtlichen Baumarkt finden wir das Gesuchte. Auf dem Rückweg zum Auto wird ein Stop im Cafe eingelegt. Frisch gebrühter Kaffee ist immer eine Pause wert. Ausserdem kann man gemütlich vor der Tür sitzen und Leute beobachten.

Zurück auf dem Platz wird die neue Leiste gleich ausprobiert. Jetzt funktioniert alles wieder einwandfrei.

Den Rest des Tages geniessen wir das schöne Wetter.

19. Mai 2014 Dongara – Geraldton
Dieter ist wieder früh auf. Die morgentliche Routine läuft ab. Kaffee kochen, die neuesten Nachrichten in Internet lesen, frühstücken, zusammen packen und losfahren.

Bis Geraldton sind es nur 65 Kilometer, eine sehr kurze Strecke. Hier wollen wir eine Nacht bleiben und die Vorräte ergänzen. Die Auswahl ist hier etwas grösser als in Kalbarri, dem nächsten Ziel. Dienstag wollen wir nach Kalbarri fahren und dort eine Woche bleiben.

20. Mai 2014 Geraldton – Kalbarri
Bevor die Fahrt weiter geht, muss erst noch getankt werden. An einer Caltex-Tankstelle wird der 4 Cent/Liter-Gutschein von Woolworth eingelöst und schon sind wir unterwegs. Die Route führt ein ganzes Stück an der Küste entlang, bevor es wieder auf den Brand Highway geht.

Die örtlichen Polizeistationen kündigen auf grossen Schildern an, welche Vergehen (speeding, Seat belt, drinking) besonders beobachtet werden. In Northampton wird darauf geachtet, dass die Sicherheitsgurte angelegt sind. Da Polizeiauto steht strategisch günstig. Bis man das Auto sieht, ist keine Zeit mehr um den Gurt anzulegen. Kein Problem, wir fahren immer angeschnallt. Als wir an der Kontrollstelle vorbei fahren, gibt es Beifall von der Polizei, weil wir angeschnallt sind. Das ist uns noch nie passiert.

Eine Fahrunterbrechnung gibt es in Port Gregory, da gibt es Toilettenhäuschen am Strand J

In Kalbarri angekommen, machen wir eine Stadtrundfahrt. Seit dem letzten Besuch hat sich nicht viel verändert. Auf dem Kalbarri Tudor Caravanpark wird der Platz für eine Woche gebucht, zum Sonderpreis von 210 $.

21.Mai 2014 Kalbarri
Wieder ein schöner Tag, Sonnenschein und angenehme Temeratur. Das muss genutzt werden. Nach dem Frühstück laufen wir in die Stadt. Laufen ist übertrieben, schleichen ist das richtige Wort. Leider sind die Schmerzen im Knie immer noch nicht weg, die Schmerztabletten helfen nicht wirklich. Bleibt doch nichts anderes übrig, als ein Besuch im Gesundheitszentrum.

Wohin zuerst, Arzt oder gleich ins Krankenhaus, das ist die Frage. Wir entscheiden uns, gleich ins Krankenhaus zu gehen. Die Mitarbeiterin an der Rezeption öffnet gleich die Tür zum Arztbereich. Ein Pfleger nimmt sich des Problems an. Es gibt aber keine typischen Symptome, wie geschwollen, heiss oder Sonstiges. Es schmerzt einfach. Er sieht etwas ratlos aus und möchte, dass sich das ein Arzt ansieht. Aber, vorher ist der Papierkram zu erledigen. Als er sieht, dass „Nichtaustralier“ angekreuzt wird, unterbricht er den Vorgang. Es sei preiswerter, erst in die Arztpraxis zu gehen, da sei nur die Konsultations gebühr von 71 $ zu zahlen. Im Krankenhaus fallen gleich 200 $ an. Er vereinbart gleich einen Termin, in einer Stunde ist einer frei.

Es ist viel Betrieb und es dauert länger als eine Stunde, bis einer der Ärzte frei ist. Die Mitarbeiterin an der Rezeption entschuldigt sich, das die Behandlung des vorherigen Patienten so lange dauert. Jetzt kann ich ins Behandlungszimmer. Nach den üblichen Fragen untersucht der Arzt das Knie. Es liegen keine eindeutigen Symptome vor, was die Schmerzen auslöst. Es kann von falschem Austreten, Überlastung oder einem im Knie vorliegenden Defekt kommen, es könnte Rheuma oder Gicht sein, so nicht festzustellen. Der Arzt empfiehlt zuerst eine Ultraschalluntersuchung, wenn dabei nichts festgestellt wird, eine Blutuntersuchung. Für eine Ultraschalluntersuchung gibt es die erforderlichen Geräte im Krankenhaus in Geraldton. Dort sind wir wieder Mitte nächster Woche. Er schreibt mir schon mal eine Verordnung für Ultraschall und für eine Blutuntersuchung aus. Als Erste Hilfe gibt es ein Rezept für Schmerzmittel.

Beim Bezahlen der Rechnung an der Rezeption fragt die Mitarbeiterin: „Wie war die Verständigung mit dem Arzt?“ „Etwas schwierig“, ist die Antwort. Sie lächelt und meint, das hätte sie sich gedacht.

Das Rezept wird in der Apotheke eingelöst. Das dauert allerdings ca. 15 Minuten. Es sind zwar 3 Verkaufsmitarbeiterinnen in der Apotheke, aber nur ein Apotheker. Jedes Rezept wird vom Apotheker bearbeitet und die verschriebenen Medikamente zusammen gestellt. Das dauert. Inzwischen ist es schon 14.30 Uhr. Jetzt gehen wir erst mal Pizza essen, bevor es zurück zum Camper geht.

22. Mai 2014 Kalbarri
Sonnenschein und 24 Grad, das ist die Wettervorhersage für den Tag. Um das Knie zu schonen, gibt es einen ganz ruhigen entspannten Tag mit lesen, fernsehen und einem kleinen Spaziergang.