Bourke / Peterborough

10. Februar 2014 – Bourke
Wir müssen uns noch anmelden. Nach mehreren Versuchen gelingt es, einen Verantwortlichen zu finden der die Rezeption besetzt. Einen Discount gibt es auch. 7 Tage bleiben, 6 Tage bezahlen. Ok, das machen wir.
Heute müssen die Vorräte aufgefüllt werden. In Bourke gibt es zwei Supermärkte, einen IGA und einen Spar, die werden in der Reihenfolge angefahren. Schön, dass die Auswahl grösser und die Preise kleiner sind.

Zurück auf dem Platz wird alles verstaut und der Rest des Tages mit lesen und besuchen des Pools verbracht.

11. Februar 2014 – Bourke
Wettervorhersage: Am Tag 43 Grad, nachts 29 Grad. Im Camper ist es nachts meist wärmer, keine Temperatur um gut zu schlafen.

Im Nu sind die Sachen durchgeschwitzt und es muss wieder Wäsche gewaschen werden. Das bleibt die Einzige anstrengende Tätigkeit des heutigen Tages. Sonst ist nur noch abkühlen im Pool angesagt.

12. Februar 2014 – Bourke
Früh am Morgen machen wir einen kurzen Spaziergang zur Jandra, einem Schaufelrad-Schiff, das im Jahr 2000 von der hier ansässigen Familie Mansell gebaut wurde. In der Saison finden damit zweimal täglich Fahrten auf dem Darling River statt. Jetzt ist ausserhalb der Saison.

Nach dem Spaziergang zum abkühlen in den Pool. Mit lesen und abkühlen wird der Rest des Tages verbracht.

13. Februar 2014 – Bourke
Hier fallen die Vögel tot von den Bäumen. Im Gelände liegen mindestens 5 verendete Galahs. Muss mit der Hitze zu tun haben.

Bevor es zu heiss wird, fahren wir erst mal einkaufen. Auf dem Weg dorthin liegt das Informations- und Exhibition-Center. Dort wird angehalten und wegen Infomaterial und Ausflügen nachgefragt. Ausflüge finden nur in der Saison statt, aber das Austellungsgelände können wir uns ansehen. Eintritt pro Person 20$. Das ist uns zuviel und wir fahren weiter in die Stadt.

Nach einem Abstecher zur Men`s Shed, wo gleich einer der Anwesenden Männer seine Deutschkenntnisse zum Besten gibt, in den gegenüberliegenden Geschenkartikelladen, wo es auch frisch gebrühten Kaffee gibt. So gestärkt werden die nötigen Einkäufe erledigt. Auf dem schnellsten Weg wieder zurück damit alles kalt bleibt.

Und wieder lockt der Pool. Inzwischen sind weitere Gäste eingetroffen und man sitzt im Wasser und unterhält sich. Im Hintergrund ist ein Krächzen zu hören. Das ist ein sterbender Galah, erzählt einer der Männer. Habt ihr heute morgen die toten Vögel gesehen? Er habe gestern versucht, einen zu retten, leider vergebens. Die sterben vom Flusswasser, das durch Algen verseucht ist. Das Wasser fliesst nicht mehr und bei der Hitze haben die Algen hervorragende Lebensbedingungen. Schilder mit der Algenwarnung haben wir unterwegs an verschiedenen Stellen gesehen.

Mit abkühlen im Pool und lesen wird der Tag verbracht. Es könnte uns schlechter gehen J

15. Februar 2014 – Bourke
Bevor morgen die Fahrt weiter geht, müssen noch ein paar Vorräte ergänzt werden. Wir fahren zum einkaufen in die Stadt. Dort gehen wir erst noch einen frisch gebrühten Kaffee trinken und danach zum IGA. Auf dem Weg zurück zu Kidmans Camp wird noch getankt, jetzt ist alles für die morgige Fahrt vorbereitet.

Der Nachmittag wird mit abkühlen im Pool und lesen verbracht.

14. Februar 2014 – Bourke
Ein Ehepaar, sie Lehrerin, er Krankenpfleger, sind seit Sonntag hier. Sie wohnen in Gosford. Chris hat einen temporäre Anstellung im Krankenhaus in Bourke und sie macht hier eine Woche Urlaub. Wir haben uns jeden Tag am und im Pool getroffen und interessante Gespräche geführt. Heute verlassen die Beiden den Park, sie fährt zurück nach Gosford und er zieht wieder in sein Zimmer.

Ansonsten wird der Tag zwischen Pool und Auto verbracht.

16. Februar 2014 – Bourke – Cobar
Schwarze Wolken am Himmel, aber noch regnet es nicht. Wenn das aber losgeht, dann wird es heftig schütten.

Ca. 25 Kilometer von Bourke entfernt fängt es an zu regnen. Endlich die erhoffte Abkühlung und für die Farmer das dringend benötigte Wasser. Am Strassenrand sammelt sich bereits das Wasser, noch sind die Strassen nicht überflutet. Wir sind froh, dass wir uns für diese Strecke entschieden haben, die ist durchgehend geteert.

Um die Mittagszeit kommen wir in Cobar an und buchen für zwei Nächte ein. Danach gibt es eine Stadtrundfahrt. Anschliessend wird der Camper abgestellt und wohnfertig gemacht.

In Cobar hat es 68 mm in den letzten 24 Stunden geregnet, das sind 68 Liter pro m2. Durschschnittlicher Niederschlag im Februar sind 44 Liter. Die Temperaturen sind sehr angenehm, ca. 25 Grad

17. Februar 2014 – Cobar
Heute steht Sightseeing auf dem Plan. Vom Fort Bourke Lookout (warum Bourke in Cobar?) hat man eine gute Sicht auf die neue Cobar open Cut Goldmine. Im Vergleich zu Kalgoorlie sieht das alles klein aus. Von dort fahren wir zur Peak Gold Mine um den Walk zu machen. Die Parkplätze und der Walk sind geschlossen.

Die Empfehlung der Damen in der Info ist die New Tank recreation & watersport aerea. Nach dem Regen sollte es dort wie auf dem Foto des Kühlschrankmagneten aussehen. Man kann erkennen, dass sich der Wasserstand nach dem Regen höher geworden ist. Schön angelegt, mit Tischen, Bänken und dem obligatorischen BBQ.

In der Stadt sehen wir uns noch einige historische Häuser an bevor es zurück zum Caravanpark geht.

18. Februar 2014 – Cobar – White Cliffs
Die übliche Routine bis zur Abfahrt: Frühstücken, spülen, zusammen packen und den Camper reisefertig machen, es kann los gehen. Noch ein Stop an der Tankstelle, Diesel kostet hier 1,67$, und wir sind auf dem Barrier Highway Richtung Wilcannia.

Von der Vegetation her sehr abwechslungsreich, eine schöne Strecke. Wir sehen viele Tiere am und neben dem Strassenrand. Emus, einzeln und in grossen Gruppen, Kängurus, auch viele tote auf der Fahrbahn, und sehr viele wilde Ziegen. Die Ziegen in allen Farben, mit kurzem und mit langem Fell, kurze oder gedrehte Hörner, alles dabei. Ziegen sind intelligente Tiere, ein Drahtzaun ist kein Hindernis. Da wird sich zwischen den Drähten durchgewunden. Es sind auch nur wenige tot gefahrene Tiere zu sehen, anders als bei den Kängurus.

Am Emmdale Roadhaus machen wir Pause. Eigentlich wollte ich die öffentliche Toilette benutzen. Die ist aber dreckig und nicht benutztbar. Also ins Roadhaus und dort den Schlüssel für die Toilette geben lassen. Hier gibt es frisch gebrühten Kaffee, das lassen wir uns natürlich nicht entgehen.
Zurück ans Auto. Da steht inzwischen eine Gruppe Motorradfahrer. 2 Männer mit einem Trike und einer mit einer normalen Maschine. Die drei Männer sind auf einer vierwöchigen Tour Brisbane – Perth – Brisbane. Nach einem kurzen Gespräch geht die Fahrt weiter bis Wilcannia.

Zuerst in die Stadt. Seit dem letzten Besuch vor 10 Jahren hat sich einiges geändert. Viele Geschäfte sind geschlossen, inklusive des General Stores. Von dieser Schliessung hatte ich schon in der Zeitung gelesen. Die BP-Tankstelle hat schon vor der Stadt mit preiswertem Treibstoff geworben. Mal sehen, was Diesel hier kostet. Mit 1,73$ ist er wirklcih preiswert und der Tank wird aufgefüllt. Geplant ist, in der Stadt zu übernachten. Der anvisierte Campingplatz ist bis März geschlossen. Es ist noch früh und wir beschliessen, bis White Cliffs weiter zu fahren, aber erst nach dem Mittagessen. Wir kehren im Courthouse ein. Sehr nettes Cafe mit angeschlossener Galerie. Das Gebäude und Cafe ist von einem Ehepaar aus Canberra gekauft und renoviert worden. Im Zusammenhang mit der Schliessung des General Stores war auch über das Ehepaar berichtet worden.

Das Cafe ist gemütlich eingerichtet und bietet Essen zu günstigen Preisen an. Die Zusammenstellung ist ungewöhnlich. Dieter hat Pizza mit Ofenkartoffel und Salat, bei mir gibt es Quiche mit Ofenkartoffel und Salat. Beides sehr lecker. So gestärkt machen wir uns auf den Weg nach White Cliffs.

Dafür dass so wenig Verkehr ist, auf den 100 Kilometern kommen uns vier Autos entgegen, liegen viele tote Kängurus herum. An einem Kadaver sitzt ein Wedgetail-Eagle (Keilschwanzadler). Er fliegt erst weg, als der Truck schon neben ihm ist. Gott sei Dank auch in die richtige Richtung, vom Auto weg.

Auf dem Caravanpark wird ein Platz ausgesucht, der durch einen Baum ein wenig Schatten hat. Bei 35 Grad ganz angenehm. Ein Schild am Eingang besagt, man soll sich einen Platz suchen. Der Caretaker kommt am Abend oder am nächsten Morgen zum kassieren vorbei.

Bevor der Truck wohnlich hergerichtet wird, machen wir eine Stadtrundfahrt. Beim Fossickers Den hängt ein „Geöffnet“-Schild, aber aufs klingeln meldet sich niemand. Fahren wir weiter zum Nächsten.

Hier werden wir sehr freundlich begrüsst und können auf einem kurzen Video sehen, wie Opale entstanden sind und uns im Verkaufsraum umsehen. Richard Wagner, so hiesst er wirklich, zeigt uns seine Steine. Mit guten Hinweisen, wo wir suchen können und nach was wir Ausschau halten müssen, verlassen wir den Laden.

Noch ein bier im Pub, dann geht es zurück zum Campingplatz und der Truck wird wohnfertig gemacht.

19. Februar 2014 – White Cliffs
Richard hat uns gestern ja schon vieles zur Suche erzählt. Hier in White Cliffs ist alles für Besucher vorbereitet. Es gäbe nur 3 oder vier Claims an denen „Keep out“ steht. Bei allen anderen ist das Suchen erlaubt. Es sind sogar Toiletten für die Besucher des Opalfeldes aufgestellt.

Es geht ein leichter Wind und die Temperaturen um die 30 Grad sind erträglich. Einen halben verbringen wir mit Suchen und finden einige kleine Opale.

Zum Mittagessen geht es zurück zum Caravanpark. Anschliessend in den öffentlichen Pool. Eintritt ist gegen Gold-Coin-Donation (1$). Das Wasser hat angenehme 28 Grad und eine einsame Schwimmerin zieht ihre Bahnen. Wie sich herausstellt eine Deutsche, die bereits seit 1968 in Australien lebt. Nach Schulschluss kommen noch zwei Schülerinnen zum schwimmen.
White Cliffs hat ca. 100 Einwohner, eine eigene Schule, einen öffentlichen Pool, um Besucher wird geworben, eine aktive kleine Stadt.

Die gefundenen Steine bringen wir zu Richard. Er soll sich mal ansehen, ob was lohnenswertes dabei ist. Man könnte aus zwei der kleinen Steine Ohrringe machen, aber es lohnt sich nicht. Dieters Spruch: „wir sind an der frischen Luft“ hat damit Gültigkeit.

Im Informationszentrum fragen wir nach dem aktuellen Strassenzustand und ob die Strecke nach Broken Hill frei ist. Bei der gestrigen Internetrecherche war noch ein Teil der Route als „Closed“ vermerkt. Die nachgefragten Strassen sind alle wieder offen, damit steht der morgigen Abfahrt nichts mehr im Wege.

Wenn wir schon unterwegs sind, dann gibt es noch einen Abstecher zu Joes Stubbie House, Fossickers Den und weiteren Läden, die leider alle geschlossen sind. Dann halt wieder zurück zum Caravanpark.

20. Februar 2014 – White Cliffs – Broken Hill
Bis jetzt hat sich noch niemand blicken lassen, um die Gebühren zu kassieren. Am Empfangsgebäude des Campingplatzes liegen Briefumschläge bereits. Dieter holt einen und die Daten von An-/Abfahrt werden darauf vermerkt und die erforderlichen 40 $ mit in den Umschlag getan. Der kommt bei der Abfahrt in den Briefkasten.

Das Ziel Broken Hill wird über die Whipstickroad, die Mutawintji Road und den Silver-City-Highway angesteuert. Im ort angekommen wird die Tourist-Info angesteuert, für die Informationen über den Ort. Dort liegt auch ein Flyer des Broken Hill Caravanparks mit dem Angebot: 4 für 3 = 4 Nächte bleiben, 3 Nächte bezahlen, aus. Das kommt gerade richtig. Anschliessend wird der Caravanpark angefahren und nachgefragt, ob es möglich ist das Angebot auf acht Nächte auszuweiten. Der Buchungszeitraum ist bis Ende Februar, damit kann entsprechend gebucht werden.

Nach einer Kaffeepause fahren wir erst mal das Nötigste einkaufen. Den Rest besorgen wir morgen.

21. Februar 2014 – Broken Hill
Heute sehen wir uns Broken Hill an und fahren in die Innenstadt. Abends wollen wir essen gehen und suchen ein gemütliches Lokal. Die Empfehlung der Rezeptionistin vom Caravanpark ist das Palace Hotel. Hier wurde der Film „Priscilla, Königin der Wüste“ gedreht. Das Gebäude ist sehenswert, besonders wegen der Wandbemahlungen.

Beim bummeln durch die Stadt werden die geöffneten Lokale und die Speisekarten angesehen. Uns gefällt das „The Astra“, das kommt auf die Merkliste.

Bummeln macht durstig und hungrig. Im Internet ist das thom, dick & harry´s gut bewertet. Von aussen sieht es wie ein Laden mit Blumen, Geschenk- und Haushaltsartikeln aus, mit einigen Tischen und Stühlen vor der Tür. Man muss ganz ans Ende des Ladens gehen, dort kann die Bestellung aufgegeben werden. Zur Auswahl gibt es u.a. frisch gebackene Baquettes, Sandwiches, Bagels, einen Tagessalat und Kuchen. Bei Baquettes, Sandwiches, Türkisches Brot, und Bagels kann man unter zehn verschiedenen Belagmöglichkeiten auswählen. Nach Bestellung werden die frisch hergestellt. Für mich gibt es die Nr. 9 mit geräuchertem Lachs, Kapern, roten Zwiebeln, Frischkäse und Kräutern, Dieter bestellt Nr. 5 Truthahnbrust, Camembert, Cranberrysauce und Kräutern. Beides sehr lecker.

Gestärkt kann die Besichtigungtour weiter gehen. Bevor wir uns für ein Lokal entscheiden, wird noch zum Broken Earth Restaurant gefahren. Das ist oben auf der Abraumhalde, mit einem tollen Blick über Broken Hill. An der Tür hängt ein „Closed“ Schild ohne Angabe, wann wieder geöffnet ist. Damit scheidet das aus.

Jetzt noch die Vorräte aufstocken, dann geht es zurück zum Caravanpark. Die gekauften Sachen in der Fridge verstauen, umziehen und schon sind wir wieder unterwegs, ins „The Astra“.

Ohne Reservierung bekommen wir einen Tisch im Restaurant. Mit einer guten Flasche Wein geniessen wir das gute Essen. Ein schöner Tagesabschluss.

22. Februar 2014 – Broken Hill
Heute ist mal wieder ein Hausarbeitstag. Wäsche waschen, aufräumen, putzen, was halt so anfällt.

Wenn wir länger stehen, wird der Fernseher aufgestellt. Dieter bringt die Antenne an und macht die nötigen Einstellungen.

Die Zeit vergeht so schnell, der Stammtisch-Newsletter ist schon wieder fällig. Nächsten Samstag ist schon das nächste Treffen. Noch ist keine Zeile geschrieben. Alles wird „rechtzeitig fertig und kann verschickt werden. Das Internet ist hier nicht besonders schnell und es dauert, bis alles online auf dem Weg ist.

23. Februar 2014 – Broken Hill
Da wir es gemütlich angehen, sind gestern einige Arbeiten nicht fertig geworden. Die werden heute erledigt. Im Camper muss mal wieder richtig sauber gemacht werden und Dieter hat noch kleine Reparaturarbeiten (Handschuhfach fixen, Deckel von Bremsflüssigkeitbehälter befestigen, einige Niete erneuern).

Nachdem das erledigt ist, wird Sonnenschein und Temperaturen um die 32 Grad genossen. Ein Besuch im Pool gehört dazu. Es wird nur ein kurzer Besuch, das Wasser ist soooo kalt (18 Grad) da hält man sich nicht lange darin auf. Sogar einer holländischen Familie, die ja von der Nordsee kaltes Wasser gewöhnt sind, ist es im Wasser zu kalt.

Zurück am Auto gibt es erst mal Kaffee. Mit Buch lesen wird der Tag ausklingen lassen.

24. Februar 2014 – Silverton – Broken Hill
Broken Hill gehört zu New South Wales, aber nicht der Zeitzone nach. In Broken Hill gilt Südaustralienzeit. Das heisst, die Uhren mussten bei Ankunft ½ Stunde zurück gestellt werden. Muss man das verstehen?

25 Kilometer von Broken Hill entfern ist die kleine Stadt Silverton. Bekannt durch den Film „Mad Max“ und Priscilla, Queen of the Desert, wurden hier gedreht. Nicht zu unrecht bezeichnet sich der Ort selbst als „Beyond 39 Dips“. Gezählt haben wir die Dips auf der Fahrt hierher nicht, aber die Zahl kann stimmen.

Der Outlook der Mundi Mundi Plains ist der erste Anlaufpunkt. Auf der New South Wales Seite wird der Lookout als „on the edge of the world“ beschrieben. So muss man sich das vorstellen J

Eine Stadtrundfahrt schliesst sich an. Man merkt, dass noch keine Saison ist, viele Geschäfte und Galerien sind noch geschlossen. Geöffnet hat das Goal- und Historic Museum, dem statten wir einen Besuch ab. Das Schild mit den Eintrittspreisen erschliesst sich uns nich so ganz. Erwachsene 5 $, Senior Card Holder 4 $ und Pensioneers 3 $. Als Rentner bezahlen wir nur 3 $. Im Museum gibt es Exponate zu sehr unterschiedlichen Themen. Interessant finde ich die Eintragungen im Sterberegister die bis ins Jahr 1880 zurück reichen. Bei einem Mann ist das Geburtsdatum nicht bekannt. Dort steht am Todestag 70 – 75 Jahre alt.

Dafür das es im Ort so ruhig ist, stehen vorm Silverton Hotel ganz schön viele Autos. So ein Ausflug macht hungrig und durstig, wir kehren zum Mittagessen ein. Das wichtigste haben wir gesehen und fahren wieder zurück zum Caravanpark.

25. Februar 2014 – Broken Hill
Dieter hat sich für heute Änderungen und Aktualisierung der Webseiten vorgenommen. Das dauert, da mache ich mir einen gemütlichen Tag. Gut, das noch ausreichend Lesestoff vorhanden ist

26. Februar 2014 – Broken Hill
Heute ist Besichtigungstag. Auf dem Programm stehen der Royal Flying Doctor Service, die Silver Mint und abends die Living Sculptures.

Die Station des Royal Flying Doctor Service ist am Flughafen von Broken Hill. Wir sind die ersten Besucher des Tages. Nachdem der Eintritt bezahlt ist, kommen wir in den Genuss einer exklusiven Führung. Larry, der Mann an der Kasse, verlässt seinen Arbeitsplatz um uns herum zu führen.

Diese Station ist die grösste des Landes. Das Gebiet, das durch diese Basisstation des RFDS abgedeckt wird, ist 640.000 km2 und umfasst das westliche New-South Wales, den Südwesten Queenslands sowie den Norden und Osten von Südaustralien. Koordiniert wird das alles von hier aus. Von der Einsatzzentrale aus geht es direkt in den hangar, wo die Flugzeuge repariert und gewartet werden. Nachdem er uns mit vielen Information versorgt hat, geht er wieder zurück zu seinem Arbeitsplatz. Auf der Plattform im hangar können wir bleiben so lange wir möchten.

Wieder zurück im Eingangsbereich nimmt Larry uns in Empfang und begleitet uns in den Vorführraum, wo ein Video über den RFDS gestartet wird. Nach Ende des Videos schliesst sich ein Rundgang durchs Museum an, der im Eingangsbereich und dem angeschlossenen Shop endet. Natürlich wird der Royal Flyind Doctor Service durch den Kauf eines T-Shirts und eine Jacke unterstützt.

Vom Flughafen aus fahren wir in die Stadt, zur Silver City Mint und Art Galerie. Hier sind vor allem die Arbeiten lokaler Künstler ausgestellt. In einem separaten Raum ist das „Big Picture“ ausgestellt. Ein Gemälde von 100 Meter Länge und 12 Meter Höhe. Zum Betreten des Raumes muss am Eingang der Galerie ein Token gekauft werden. Haben wir nicht getan, werden wir auch nicht tun.

Der Magen knurrt, Lunchtime. Nach der guten Erfahrung vom letzten Mal kehren wir wieder bei thom, dick & harry´s ein. Die belegten Baquettes und Sandwiches sind genau so gut wie beim letzen Mal.

Das Licht, um die Living Sculptures zu sehen, soll bei Sonnenuntergang am besten sein. Bis dahin ist noch Zeit und es geht zurück zum Caravanpark.

Gegen 18.00 Uhr machen wir uns auf den Weg. Der Nationalpark, in dem die Skulpturen aufgestellt sind, ist ca. 11 Kilometer ausserhalb der Stadt. Am Eingang gibt es eine Self-Registration-Station. Das bereit liegende Formular ausfüllen, abgezähltes Eintrittsgeld in den Umschlag tun, zukleben und in die bereitgestellte Box werfen. Fertig.

Es sind nur wenige Besucher da. 12 Sandstein-Skulpturen sind aufgestellt, die von Künstlern aus aller Welt geschaffen wurden.

27. Februar 2014 – Broken Hill
Wäsche muss gewaschen werden. Was selten vorkommt, auf dem Campingplatz gibt es eine Trommelwaschmaschine. Die ist mir lieber als die Toplader. Auf dem Einkaufszettel stehen auch schon wieder einige Positionen. Die Auswahl an Lebensmittel ist hier grösser wie in Peterborough. Das ist eine Kleinstadt mit ca. 1700 Einwohnern und das nächste Ziel. Deshalb noch mal einkaufen.

Taschen- und Rucksackkontrollen sind hier ja üblich. Aber, das die kleinen Bauchtaschen kontrolliert werden, das ist uns bis jetzt noch nie passiert. Beim verlassen von BigW wurden wir am Ausgang mit der Bitte die Taschen zu öffnen, angehalten. Sie möchte einen Blick hinein werfen. Die Bauchtaschen sind gerade gross genug um Geldbörse, Schlüssel und Handy zu verstauen.

28. Februar 2014 Broken Hill – Peterborough
Aufgetankt ist der Truck, einer Weiterfahrt steht nichts im Wege. Geplant ist bis Peterborough (Südaustralien) zu fahren, das sind ca. 280 Kilometer. Einige Kilometer ausserhalb von Broken Hill wird bereits darauf hingewiesen, das kein frisches Obst oder Gemüse mit nach Südaustralien gebracht werden darf. Die Grenze nach Südaustralien ist in 50 Kilometer Emtfernung, der Quarantine-Checkpunkt aber in 260 Kilometer Entfernung. In diesem Teil Südaustraliens wird Viehzucht betrieben, da kann die Fruchtfliege keinen Schaden anrichten (das ist meine Vermutung), denn zwischen Grenze und Checkpunkt liegen 190 Kilometer.

Auf dem Barrier Highway sind viele Road-Trains unterwegs, die Heu geladen haben. Es gab einen Aufruf zur Unterstützung der Farmer, in den von Trockenheit besonders betroffenen Gebieten von Queensland und New South Wales. So wie es aussieht war der Aufruf recht erfolgreich, uns sind auch vorher schon viele Lastwagen begegnet.

Wir sehen reichlich Tiere, besonders Emus und wilde Ziegen. Känguruhs in allen Grössen, aber nur tot auf der Strasse oder am Strassenrand.

In Odla Wirra verkünden die Schilder: Hier ist die Fruchtfliegenkontrolle. Im Kühlschrank sind noch 5 geschälte Zwiebeln, die werden angegegeben. Der freundliche Kontrolleur möchte einen Blick in den Kühlschrank werfen. Die geschälten Zwiebeln werden nicht beanstandet, nach einer Minute ist die Kontrolle vorbei und wir können weiter fahren.

In Peterborough wird der Caravanpark angefahren und erst mal für eine Nacht der Platz gebucht. Unser Camper sei so klein, deshalb kostet der Stellplatz nur 25$. Im Laufe des Nachmittags beschliessen wir, noch länger zu bleiben. Für die weiteren 4 Nächte gibt es einen weiteren Rabatt, berechnet werden 20$ pro Tag.

01. März 2014 - Peterborough
Eine kühle Nacht, das Thermometer zeigt heute Morgen 6 Grad. Jetzt scheint die Sonne und es wird warm, ein herrlicher Herbsttag.
Bei uns gibt es einen geruhsamen Tag. Gemütlich frühstücken, Text für den Blog schreiben, lesen.

Heute wird es auf dem Platz richtig voll. Viele Wohnwagen und auch einige der Cabins sind belegt.

02. März 2014 – Peterborough
Bis wir gefrühstückt haben ist der Platz wieder leer. Bei uns steht heute ein Besuch bei Steamtown auf dem Plan. In den ehemaligen Reparaturwerkstätten ist heute ein Museum.

Laut Fahrplan soll heute der Indian Pacific durch Peterborough fahren. In der Tourist-Infor fragen wir nach, ob der Zug überhaupt fährt und um welche Zeit mit der Durchfahrt zu rechnen ist. So gegen 11.15 Uhr soll er kommen. Sein Kommen werde durch das Hupen vor jedem Übergang angekündigt. Bis dahin ist noch Zeit für einen Rundgang. Gegen 11.00 Uhr suchen wir uns einen Sitzplatz, mit Blick auf die Schienen und harren der Dinge, die da kommen. Es tut sich aber nichts. Um 12.00 Uhr entschliessen wir uns nicht mehr zu warten und fahren nach Steamtown. Wenn der Zug wirklich kommt, dann sehen wir ihn auch von dort aus.

Im Museum werden zwei Touren angeboten, eine davon ist abends die Sound & Light Show. Wir kaufen Karten für Dienstagabend, die Tagestour machen wir gleich. Die Kassiererin schliesst die Eingangstür ab und bringt uns zur Führung, die bereits unterwegs ist. Eine kleine Gruppe, ebenfalls 2 Personen. Die Stationen, die bereits besucht wurden, können wir uns am Ende ansehen.

Der junge Führer, dessen Grossvater für die Eisenbahngesellschaft gearbeitet hat, ist mit viel Wissen und Enthusiasmus bei der Sache. Mit Einzelheiten zu jeder Lokomotive, jedem Eisenbahnwagen sowie zur Geschichte der Eisenbahn sorgt er für eine interessante Führung.

Kurz vor Ende der Runde wechselt das Personal, jetzt übernimmt die Kassiererin die Führung. Der Indian Pacific kommt während der Tour nicht vorbei, der fährt zur Zeit nur noch einmal in der Woche. Einige Güterzüge kommen vorbei und die Führerin erzählt, dass, je nach Länge der Züge, die Stadt für bis zu 30 Minuten lahm gelegt wird. Die Eisenbahnschienen gehen mitten durch den Ort und es gibt zwei Bahnübergänge. Es ist eine eingleisige Strecke. Das heisst ein Zug wartet aud einem Nebengleis um den Gegenzug passieren zu lassen. Dabei blockiert er einen Bahnübergang. Der andere Bahn+bergang ist wegen des Gegenzuges gesperrt. Auf der einen Seite der Schienen sind die Geschäfte, Schule, etc. auf der anderen Seite u. a. das Krankenhaus. Ihr Opa sei gestorben, weil der Krankenwagen nicht rechtzeitig eingetroffen ist, wegen des Zugverkehrs. Die Führung ist mit 1,5 Stunden angesetzt, unsere dauert mehr als 2 Stunden.

Peterborough war bis in den 80iger Jahren ein wichtiger Knotenpunkt für den Eisenbahnverkehr. Hier kamen drei verschiedene Spurweiten zusammen. Schmalspur mit 1067 mm, Normalspur mit 1435 mm und Breitspur mit 1600 mm. Die Umstellung auf Diesellokomotiven sorgte dafür, dass die Wartung von Dampflokomotiven überflüssig wurde und die Menschen ihren Job verloren. In den besten Zeiten waren 1200 Personen in den Werkstätten beschäftigt, heute hat der ganze Ort noch 1500 Einwohner.

Das Telefon klingelt, Anruf von Monika Hövermann. Sie sind jetzt in Hawker und fahren in die Flinders Ranges. Ein Treffen, wenn wir schon so nah zusammen sind, müsste doch möglich sein. Treffen wenn sie auf dem Rückweg aus den Flinders sind. Absprache des Ortes kurzfristig.