Vorbereitung und Anreise

15. November 2011

Die Flüge für den nächsten Australienurlaub sind reserviert. Abflug am 9. April 2012 um 22.20 Uhr mit Qantas von Frankfurt über Singapur nach Perth. Ankunft in Perth am Mittwoch, den 11. April um 0.40 Uhr (Ortszeit). Preis pro Person: 1070 €

10. Januar 2012

Heute per Email ein Sonderangebot von Qantas erhalten. Der von uns reservierte Flug kostet jetzt nur noch 890 €! Das sind 180 € pro Person weniger. Die Tickets sind noch nicht ausgestellt und es ist noch kein Geld abgebucht. Mal sehen, ob es eine Möglichkeit gibt, den günstigeren Tarif zu bekommen.

Elvira ruft bei der Qantas-Hotline an. Eine nette Mitarbeiterin ist am anderen Ende. Nein, sie hat keine Möglichkeit die Reservierung auf den günstigeren Tarif umzustellen. Aber, da noch kein Ticket ausgestellt ist, kann die Reservierung online kostenlos rückgängig gemacht werden. Ihr Rat: Machen sie es möglichst noch heute Abend, da ist keiner mehr in der Abteilung, die die Tickets ausstellt. Ist das Ticket erst ausgestellt kostet es eine Umbuchungsgebühr von 100 €, dann lohnt sich das Ganze nicht mehr.
Dann werden wir die Löschung doch gleich in Angriff nehmen. Elvira meldet sich auf dem Frequent-Flyer-Konto an und ruft die Buchung auf. Jetzt die Buchung nur noch löschen, doch wo ist hier der Cancel-Button? Es dauert einen Moment, bis Elvira den Button gefunden hat. Allerdings gibt es ein Problem, der entsprechende Link kann nicht angeklickt werden.

Was ist falsch? Schnell noch mal die Hilfe ansehen und die dort aufgeführten Schritte ausführen. Alles richtig gemacht, aberes geht immer noch nicht. Es folgen weitere Versuche, aber es gelingt nicht, die Buchung zu löschen. Da kann Morgen früh nur noch die Hotline helfen.

Bevor Elvira bei der Hotline anruft wird zuerst auf der Qantaswebseite gecheckt, ob zum gewünschten Termin überhaupt noch eine Buchung möglich ist. Es werden noch freie Plätze angezeigt, prima. Jetzt kann der Anruf bei der Hotline erfolgen. Wieder eine sehr nette Mitarbeiterin in der Leitung. Eine kurze Schilderung des Problems und schon ist die Lösung gefunden. Da noch kein Ticket ausgestellt ist, kann es auch nicht gelöscht werden. Eigentlich logisch. Die Qantasmitarbeiterin meint: „Soll ich die Buchung löschen? Es kann aber sein, dass am gewünschten Termin kein Platz mehr frei ist.“ Elvira hat ja überprüft, ob noch Plätze frei sind, die Reservierung kann gelöscht werden. Rückmeldung der Mitarbeiterin, die Buchung ist gelöscht.

Jetzt schnell die bereits vorbereitete Buchung bestätigen und 360 € sparen! So, es hat alles problemlos funktioniert.

30. Januar 2012

Die Flugtickets sind ausgestellt.

12. Februar 2012

Einjahresvisum (Subclass 676) online beantragt

15. Februar 2012

Das elektronische Visum ist da. Es ist ein Multiple-Entry Visum. Bis zum 13. Februar 2013 können wir mehrfach einreisen und dann für 1 Jahr bleiben.

20. Februar 2012

Mietwagen für 1 Woche gebucht. Übernahme am Ankunftstag um 10.00 Uhr. Soweit alles erledigt.

Das Gästezimmer von Barbara und Gerd, wo wir bei den letzten Reisen untergekommen sind, ist belegt. Wir müssen uns nach einer anderen Unterkunft für die ersten 3 Nächte umsehen.

Der erste Überblick zeigt, die Zimmerpreise in Perth sind ganz schön teuer. Dazu kommt, wir landen um 0.40 Uhr und werden so gegen 2.00 Uhr durch die Immigration sein. Es gibt nicht viele Hotels, die eine 24 Stunden besetzte Rezeption haben. Außerdem sind in WA noch Osterferien und bereits viele günstige Unterkünfte ausgebucht.

Auf meine Anfragen kommen nur Absagen. Was nun? Eine Email an Barbara und Gerd geschickt. Ob sie auf dem Campingplatz (die Beiden wohnen direkt neben dem Campingplatz) eine Cabin reservieren und am Abend vor unserer Ankunft den Schlüssel abholen könnten.

Spät am Abend kommt eine Email von Bekannten, Maxine & John. Die Beiden antworten auf meine Mail und laden uns ein, die ersten Nächte bei Ihnen im Gästezimmer zu verbringen. Abholung am Flughafen inklusive. Das Angebot haben wir gleich angenommen.

Selbstverständlich gleich Barbara und Gerd informiert, dass sie keine Cabin buchen müssen.

27. Februar 2012

Antrag für die Aktivierung des Satellitentelefons abgeschickt. Der Vertrag wird für 4 Monate (April – Juli) abgeschlossen.

28.Februar 2012

Hausratversicherung über die Abwesenheit informiert, da sonst der Versicherungsschutz erlischt. Es wird ein Risikozuschlag erhoben. Die ersten 6 Wochen wird nichts berechnet, danach wird für jeden angefangenen Monat ein Zuschlag fällig.

14. März 2012

Den ersten Termin für ein Treffen (17. April) ausgemacht

15. März 2012

Für 2 Nächte einen Platz auf dem Central Caravanpark reserviert

16. März 2012

Die Tageszeitung ist abbestellt.

Die Bank, von der die Kreditkarten ausgestellt sind, darüber informiert, dass mit der Karte Zahlungen in Australien vorgenommen werden.

Bei den letzten Reisen wurden die Karten nach den ersten Zahlungen gesperrt. Die Sperrung erfolgte, laut Bank, aus Sicherheitsgründen. Nach unserer Meldung bei der Bank wurden die Kreditkarten wieder frei geschaltet. Damit das nicht wieder passiert, dieses Mal die kontoführende Stelle vorab informiert.

18. März 2012

Der Westpac mitgeteilt, wann wir Dieters Bankkarte abholen.
Damit es nicht vergessen geht, wenn wir unterwegs sind: Die Bierbestellung für den Australia-Day 2012 aufgegeben

20. März 2012

Abmeldung für den Fernseher an die GEZ geschickt. Rundfunk kann für die Dauer des Auslandsaufenthaltes nicht abgemeldet werden, da ein Radiogerät in der Wohnung bleibt.

30. März 2012

Wir müssen Geld nach Australien überweisen. Schon seit einiger Zeit wird die Entwicklung des Dollarkurses verfolgt. In den letzten Tagen ist der Kurs leicht gefallen. Heute Morgen bei einem Kurs von 1$ = 0,7885 € (1€ = 1,26) gekauft.

7. April 2012

Am Donnerstag wurden noch die letzten Medikamente besorgt, jetzt ist alles vorhanden.
Heute Nachmittag mit Monika, die während der Abwesenheit nach unserer Wohnung sieht, Schlüsselübergabe gemacht. Schön, wenn man eine so liebe Nachbarin hat.
Der Abend gehört dem Stammtisch. Das letzte Treffen vor der Abreise. Erst im August sind wir wieder dabei.

8. April 2012

Nach einem gemütlichen Tagesbeginn wird alles, was mit auf die Reise soll, auf dem Bett bereit gelegt. Ist doch wieder ein ganzer Stapel....

So, die Sachen sind verpackt. So wie es aussieht werden wir das Limit von 23 kg pro Person ausnutzen.

9. April 2012

In 11,5 Stunden startet der Flieger Richtung Perth.

Um 18.00 Uhr werden wir abgeholt und zum Flughafen gefahren. Ich möchte online einchecken. Leider funktioniert das nicht. Bin bis zur Eingabe der Paßnummern gekommen, dann ist der Prozess mit einer Fehlermeldung abgebrochen worden. Es ist auch nicht möglich noch einmal von vorne anzufangen. Nach Eingabe der Reservierungsnummer kommt gleich die Meldung, dass online-einchecken nicht möglich ist. Müssen wir uns heute Abend halt am Schalter anstellen.

Fertig! die gepackten Reisetaschen stehen bereit. Wenn die Waage stimmt, dann ist das Gewichtslimit ausgeschöpft.

Monika hat uns für heute Nachmittag noch zum Kaffee trinken eingeladen. So geht die Zeit schnell vorbei bis wir zum Flughafen müssen.

Pünktlich um 18.00 Uhr klingelt es und Christian Dose steht vor der Tür. Er wird und zum Flughafen fahren. Leider hat der Online-Check-in nicht funktioniert.
Der Qantasschalter ist schon geöffnet, es stehen aber nur wenige Personen davor. Die Formalitäten sind schnell erledigt und das Gepäck aufgegeben. Mit 45,1 kg haben wir die erlaubten 46 kg fast erreicht.

Noch ist Zeit genug und wir gehen mit Christian etwas trinken. Es ist 20.30 Uhr, so langsam machen wir uns auf den Weg durch die Sicherheitskontrollen und zum Gate. Wie immer zieht der Technikrucksack mit Laptop, Ladegeräten, Kabeln etc. die Aufmerksamkeit auf sich. Das Ladegerät für die Camcorderbatterien wird heraus genommen und in einen separaten Raum gebracht. Mit einem Teststreifen werden vom Ladegerät Proben genommen und analysiert. Alles in Ordnung, kein Sprengstoff vorhanden. Das Gerät kann wieder verpackt werden.

Bis jetzt sind wenig Leute im Warteraum. Das ist gut, da kann man besser nach Jemanden Ausschau halten, den man nur einmal auf einem kleinen Foto gesehen hat. In der Maschine reist Uli, den Usern vom Australien-Forum unter dem Namen Mongobär bekannt, mit seiner Familie nach Australien um dort neu anzufangen. So klein ist die Welt.

Ein Paar mit einem kleinen Kind sucht sich einen Platz am Fenster. Das könnten sie sein. Ich gehe nachfragen – und – richtig geraten. Nach einem kurzen Gespräch lasse ich die Familie wieder alleine.

Die Passagiere werden aufgerufen und können sich zu den Plätzen in der Maschine begeben. Pünktlich rollt das Flugzeug zur Startbahn und hebt ab. Perth, wir kommen.

Wir haben Plätze in der Mittelreihe. Neben mir der Platz ist leer, aussen sitzt eine jüngere Frau. Die bringt nicht mal ein Guten Abend über die Lippen. Sofort wird der leere Platz in Beschlag genommen. Sie hat bis Singapur kein einziges Wort geredet.

Das Essen ist bereits abgeräumt, als es 6 Reihen vor uns betriebsam wird. Mehrere Flugbetreuer kommen, einer mit einer Sauerstoffmaske, mit nassen Lappen und sprechen mit einem Passagier. Kurze Zeit später fragt der Flugkapitän nach, ob ein Arzt oder medizinisches Personal an Bord ist. Zwei Männer melden sich und kümmern sich um die Frau. Die Stewardessen räumen die Sitze neben der Frau, so kann sie den Rest des Fluges liegen.

10. April 2012

Der Flug bis Singapur ist ruhig und nach Flugplan landen wir pünktlich. Bis das Wetter in Singapur einen Strich durch die Rechnung macht. Ein starkes Gewitter mit heftigem Regen führt dazu, dass die Maschine 30 Minuten Kreise fliegen muss und mit Verspätung landet. Kein Problem für uns, die Zeit bis der Flieger nach Perth abhebt ist ausreichend.

Immer der gleiche Ablauf in Singapur. Aufsuchen der sanitären Anlagen, Geschäftebummel und Einkaufen im Duty Free Shop. Hier ist der Bundaberg Rum billiger als in Australien! Und schon ist es wieder Zeit zurück zum Gate zu laufen und einzuchecken.

Die im Duty Free gekauften Sachen werden in den Warteraum gebracht und können gegen Vorlage der Quittung abgeholt werden.
Die Passagiere sitzen im Flieger, als die Klappe zum Laderaum geöffnet wird. 6 Gepäckcontainer werden entladen, Gepäckstücke heraus geholt und anschliessend wieder verladen. So startet das Flugzeug mit 15 Minuten Verspätung.
Es ist ein ruhiger Flug. Beim Landeanflug auf Perth fängt eines der Kinder fürchterlich an zu schreien. Das hat bestimmt Probleme mit dem Druckausgleich und schlimme Ohrenschmerzen.

11.April 2012

Perth


Zur angekündigten Zeit, um 0.40 Uhr setzt der Flieger auf, angekommen. Um diese Zeit ist es auf dem Flughafen Perth busy, 4 Maschinen kommen fast zur gleichen Zeit an. Entsprechend lang ist dieses Mal die Schlange vor dem Immigrationschalter.

Ein Mitarbeiter der Behörde versucht die Wartezeit zu verkürzen und schickt einen Teil der Passagiere zu den für Australische Bürger vorgesehenen Schaltern. Aber, man steht ja immer in der falschen Warteschlange. Es geht seeeehr langsam vorwärts. Auf der anderen Seite geht es alles schneller. Wir sind fast die Letzten die vorm Schalter stehen.
Reisepass und Einreisekarten werden abgegeben, die Pässe aufs Lesegerät gelegt. Die Maschine kann den Ausweis nicht lesen. Die Reisepässe und die Einreisekarten werden einer weiteren Mitarbeiterin übergeben, die mit uns an ein anderes Terminal geht, wo sich ein empfindlicheres Lesegerät befindet. Hier werden die Pässe erneut eingelesen (es funktioniert!) und abgestempelt. Das ist geschafft.

Das Gepäckband ist fast leer, nur noch wenige Gepäckstücke kreisen. Die Teile vom Band nehmen und auf den Wagen laden, jetzt kommt die nächste Station, die Quarantineinspection.
Auf der Einreisekarte ist angekreuzt, dass Medikamente und Lebensmittel mitgeführt werden, da müssen wir durch den roten Ausgang. Meistens geht das schneller. Denkste. Der Ablauf ist geändert, wieder warten viele Menschen auf Abfertigung. Es gibt nur noch einen Gang, durch den Alle laufen müssen, der führt durch die halbe Abfertigungshalle. Am Ende des Ganges steht ein einzelner Mann, der sich die Einreisekarten ansieht und dann entscheidet:
Geradeaus durch = wird nicht weiter untersucht bzw. Nichts angemeldet
Nach links = das Gepäck wird kontrolliert
Wir müssen nach links. Der Mitarbeiter fragt: What food do you have?
Ich habe ja eine Liste dabei, auf der alle Sachen aufgeführt sind, mit einer entsprechenden englischen Übersetzung. Er möchte die Dosenwurst = canned sausages sehen. Ein Glück das ich noch weiss, wo ich die hin gepackt habe. Ein Blick auf die Dose und die Wurst kann wieder eingepackt werden. Jetzt noch alle Gepäckstücke zum Durchleuchten aufs Band legen und dann ist es geschafft. Inzwischen ist es 1.50 Uhr!

In der Ankuntshalle werden wir von Maxine und John erwartet. John hat schon befürchtet, dass wir in Singapur den Flieger verpasst haben, da alle Passagiere bereits das Terminal verlassen haben.

Bei Maxine und John angekommen gehen wir gleich ins Bett. Ist das toll die Beine auszustrecken und ausgestreckt zu liegen!

Noch geht die innere Uhr falsch, lange schlafen, das wird heute Nacht nichts mehr. Um 9.00 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch. Anschliessend fährt uns John zur Autovermietung. Der bestellte Mietwagen steht schon bereit. Back again? fragt die Mitarbeiterin hinterm Schalter. Und erinnert sich auch daran, dass wir einen eigenen Camper haben. Die Formalitäten sind schnell erledigt, jetzt sind wir mobil.

Während John nach Hause fährt, fahren wir zum Shoppingcenter. Für den Wi-Fi-Router wird eine neue Simkarte benötigt. Diese soll auch gleich im Laden aktiviert werden. Zum Aufladen wird ein Voucher gekauft. Bis die Aktivierung aktiv ist, dauert es 2 Stunden, meint der Mitarbeiter. Schauen wir mal. Bei unserem letzten Besuch habe ich die Aktivierung telefonisch gemacht. Da war eine Chinesin am Ende der Hotline. Deren englisch habe ich nur sehr schwer verstanden, vornehm ausgedrückt. Das möchte ich dieses Mal vermeiden.

Maxine hat gefragt, ob wir zum Lunch wieder zurück sind. Wir haben zugesagt und machen uns auf den Rückweg.

Maxine hat extra Wurst zum Mittagessen besorgt. Der Metzger hat nachgefragt, ob wieder Besuch aus Frankfurt da ist.

Der Rest des Tages wird geruhsam verbracht u.a. mit einem kühlen Getränk im Garten. Bei 30 Grad ein angenehmer Ort zum relaxen.