Kunnunurra

24. Mai 2012

Dieter geht beim 4WD-Service den Ölfilter bestellen. Der soll am Montag geliefert werden.

Der Test ob das Auto sich starten lässt. Same procedure as last time. Sitzbank hochklappen, entlüften, das Auto startet wieder.

So ganz sicher, dass das Problem mit dem Filterwechsel behoben ist, sind wir nicht. Dieter meint, wir fahren mal an einer Werkstatt vorbei, die sollen sich den Truck mal ansehen. In der ersten Werkstatt gibt es den nächsten Termin erst am nächsten Donnerstag. Aber der Kollege ein paar Strassen weiter, der hat vielleicht früher was frei. Fahren wir mal beim Kollegen vorbei. Komm morgen früh zwischen 7.00 Uhr und 8.00 uhr vorbei, dann sehen wir uns das Auto mal an. Das ist doch eine Aussage.

Jetzt in die Stadt zur Tourist-Info und die bestellten Karten abholen und bezahlen. Telefonisch habe ich Karten für die Argyl Mine Tour am 30.5. bestellt. Ausserdem möchte ich noch Karten für das Corroberee am 29. Mai und am Samstag will ich im Sand buddeln. In einem 80 Tonnen Sandhaufen sind 3 Diamanten versteckt. Die heisst es ausgraben. Wer einen findet darf ihn behalten. Irgendwie muss die Autoreparatur ja bezahlt werden.

In der Tourist-Info ist viel Betrieb. Trena, die mich bedient, freut sich über die unterschiedlichen Veranstaltungen, die wir besuchen wollen. Mit einer genauen Beschreibung, was bei welcher Veranstaltung berücksichtigt werden muss, bekomme ich die Rechung.

Gestern haben wir nur das Nötigste eingekauft, heute steht der Grosseinkauf an. Der wird jetzt erledigt. Dann geht es zurück zum Caravanpark. Der Wagen wird geparkt. Den Rest des Tages wird relaxt.

Nachtrag: Der Werkzeugbestand, und da besonders die gängigen Ring- und Gabelschlüssel, hat sich im Laufe der Zeit deutlich verringert und es muss Ersatz besorgt werden. Der örtlich Homemarkt wird angefahren. Kaum sind wir im Laden, kommt eine junge Frau und fragt, ob Hilfe benötigt wird. Sie merkt, dass sie keine Australier vor sich hat. Schnell stellt sich heraus, das wir eine gemeinsame Sprache sprechen. Isabella kommt aus der Nähe von Karlsruhe und ist mit einem Regional sponsored Visum hier.

25. Mai 2012

Wir sind bereits früh auf. Der Wagen soll ja pünktlich um 7.00 Uhr bei East Kimberley Motors vor der Tür stehen. Die wollen sich den Truck mal ansehen.

Pünktlich um 7.00 Uhr erscheinen Chef und Angestellte. Der Truck wird gleich in die Werkstatt gefahren. Nach einiger Zeit kommt der Monteur und meint, er habe eine gute Nachricht. Filter und Leitungen sind frei, da liegt nicht das Problem.

Der Chef telefoniert mit dem Dieselspezialisten. Der soll sich den Motor mal anhören. Kurze Zeit später trifft der Spezialist ein. Er sieht und hört sich den Motor an und kommt anschliessend zu uns. Das sei ein grösseres Problem, die Einspritzpumpe sei defekt. Eine aufwändige Sache. Die Pumpe muss ausgebaut, auseinander genommen und das defekte Teil gefunden werden. Dann können die Ersatzteile bestellt werden, die Pumpe wieder zusammen- und eingebaut werden. Dauer der ganzen Aktion ca. eine Woche. Das Ganze nicht nur zeitaufwändig, sondern auch teuer.

Die Erlebnisse der Familie Schneider kommen uns in den Sinn. Und die Nachbarn auf dem Campingplatz warten bereits seit Montag letzter Woche auf die Ersatzteile fürs Auto.

Der Wagen ist doch unser Home on Wheels. Cafer, der Mechaniker, bietet an, den Aus- und Einbau der Pumpe auf dem Campingplatz zu erledigen. Wenn es die Erlaubnis dazu gibt. Dann können wir wenigstens darin wohnen und sparen Kosten für ein Hotelzimmer. Give me a call and I’ll come at Lunchtime.

Der Ölfilter und das nachgefüllte Öl werden in Rechnung gestellt, allerdings ohne Arbeitszeit.

Zurück mit dem Wagen auf den Campingplatz und gleich an der Rezeption nachfragen, ob die Reparatur hier ausgeführt werden kann. Kurze Erklärung, kein Problem.

Die Kabine des Trucks wird schon mal vorgeklappt, dann geht es nachher schneller. Wir sind hier in der Ecke der Gestrandeten: Die Nachbarn zur Rechten warten seit fast 2 Wochen auf die Ersatzteile für ihr Auto. Die Nachbarn zur Linken haben ein Problem mit der Wasserleitung am Wohnwagen, das ist inzwischen gefixt. Die Leute gegenüber haben auf der Tanami einen Federnbruch am Zeltanhänger erlitten. Der Anhänger ist jetzt zur Reparatur.

So eine herunter geklappte Kabine ist eine guter Gesprächsanknüpfungspunkt. Ein junger Mann, der schon mehrmals an uns vorbei gegangen ist, fragt auch nach. So kommen wir ins Gespräch. Er ist aus Norwegen, seine Freundin aus Schweden. Beide mit einem WHV-Visum in AU. Sie warten darauf, dass die Erntesaison beginnt. Durch die Regenzeit hat sich auch die Erntezeit nach hinten verschoben. Mit ihnen warten noch 200 andere Backpacker auf Arbeit.

Cafer kommt gegen 13.00 Uhr und baut die Einspritzpumpe aus. Er will sie heute noch auseinander bauen, den Fehler suchen und das oder die erforderliche Ersatzteil bestellen. Hopefully am Montag soll das Teil in Kununurra eintreffen. Bis Mitte der Woche soll der Truck wieder einsatzfähig sein. Schaun wir mal.

Bei den Nachbarn gibt es heute Nachmittag ein kleines Konzert. Ed hat seine Gitarre mitgebracht und singt Countrysongs.

Damit wir uns einige Sehenswürdigkeiten ansehen können, wir übers Internet ein Mietwagen ab Samstag 10.00 Uhr reserviert.

Diamantenfieber
Diamantenfieber

26. Mai 2012

So früh schon eine SMS: die bestellten Ölfilter sind da. Das ging ja superschnell.

Heute früh erst mal das reservierte Auto abholen. Die Vermietstation ist von hier gut zu Fuss erreichbar. Als wir ankommen, aber noch geschlossen. Nach 5 Minuten kommt ein Auto angefahren, die Vermietstation wird geöffnet.

Nina begrüsst uns und meint, das Auto stehe am Flughafen. Sie habe keine Information bekommen, wo das Auto bereit gestellt werden soll. Im Laufe des Gespräches stellt sich heraus, Nina ist aus Bingen und lebt seit 5 Jahren in Kununurra. Eigentlich sei nur 1 Jahr geplant gewesen, aber dann habe sie Ihren Partner kennen gelernt und keine Chance mehr gehabt, nach Deutschland zurück zu gehen.

Die Formulare sind schnell ausgefüllt. Nina macht uns ausdrücklich darauf aufmerksam, dass alle Autovermietungen für die Kimberleys besondere Versicherungsbedingungen haben. Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang darf mit dem Leihauto nicht gefahren werden. Bei einem Unfall in der angegebenen Zeit ist der Wagen, egal welche Versicherung abgeschlossen wurde, nicht versichert. Die Formalitäten sind erledigt, gemeinsam wird zum Flughafen gefahren. Dort wird der Schlüssel übergeben, wir sind wieder mobil.

Samstag, es ist Markttag in Kununurra. Zeit um über den gemütlichen Markt zu bummeln. Zurück zum Campingplatz und eine Kleinigkeit essen. Dann steht schon die nächste Veranstaltung, wo wir Karten gekauft haben, auf dem Plan: das Argyl Diamond Dig. In 80 Tonnen Sand sind 3 Diamanten versteckt. Der Sand ist auf 3 abgegrenzten Flächen verteilt. Natürlich sind die Diamanten nicht im Sand versteckt, sondern leere Filmdosen. In denen ist eine Nummer versteckt. Mit der gefundenen Dose zum Stand und gegen den Gewinn eintauschen. Es gibt auch noch andere Preise zu gewinnen. Zum buddeln darf nur eine Kunststoffschaufel oder die Hände benutzt werden.

Los geht es um 13.00 Uhr mit den Kleinkindern und Jugendlichen. Es wird gebuddelt, was das Zeug hält. Es dauert eine Weile bis der Edelstein einen Besitzer findet.

Um 14.00 Uhr dürfen die Erwachsenen loslegen. Wenn Erwachsene zu Kindern werden! Die Ansage: Pro Teilnehmer dürfen 2 Filmdosen eingelöst werden. Es sind sehr viele Teilnehmer da, entsprechend eng geht es zu. Hinter mir buddelt ein Mann den Sand unter mir weg, neben mir eine junge Frau, die den Sand zur Seite schaufelt, schräg von vorne werden ich von einer asiatischen Gruppe mit Sand zugeschaufelt. Ich habe kein Glück, Dieter mehr. Er findet 2 Filmdosen, dann hören wir auf und tauschen die Filmdosen gegen die Gewinne ein. Es gibt ein T-Shirt und einen Gutschein von Chicken Treat (1 ganzes Hähnchen). Wir sind zwar dreckig, aber Spass gemacht hat es trotzdem.

Wieder zurück zum Camper um den Rucksack zu packen. Um 17.00 Uhr fährt der Bus zum Rodeoplatz.

Ein weiteres Problem in der Ecke der vom Pech Verfolgten. Eine Nachbarin hat gesundheitliche Probleme und ist im Krankenhaus. Weitere Untersuchungen können nur in Broome erfolgen. Sie steht auf der Warteliste für einen Flug nach Broome.

Wir machen uns auf den Weg zum Einkaufszentrum. Von dort fährt ein Shuttlebus zum Rodeoplatz. Auf staubigem Weg bis zur Arena, es sind noch freie Plätze auf den aufgestellten Tribünen.

Der angekündigte Beginn verschiebt sich, es ist noch nicht alles vorbereitet. Als es endlich losgeht, setzt sich das unorganisierte Chaos fort. Ich habe schon überlegt ob ich einfach zu Deutsch denke. So falsch liege ich nicht, denn auch die Australier neben mir sprechen von einem unorganisierten Event. Der erste Bus zurück in die Stadt fährt um 21.00 Uhr. Den nehmen wir. 20$ hat der Eintritt gekostet, 5$ war es wert.


27. Mai 2012

Keine Pläne für heute. Das Innere des Campers braucht mal wieder eine gründlichere Reinigung. Die Gibb River Road war sehr staubig. Wir sind ja noch bis Ende der Woche in Kununurra, da ist genügend Zeit zum sauber machen.

Ab 15.00 Uhr ist Strassenfest. Debbie, eine Nachbarin, hat dort einen Stand und verkauft Smoothies. Sie preist die Waren der Kolleginnen an. Pizza, Spring Rolls oder Chicken & Chips, alles sehr lecker. Braucht nicht selbst zu kochen. Gut, gehen wir essen.

Bis es so weit ist, bleibt Zeit sich mit den Nachbarn zu unterhalten und überhaupt einen gemütlichen Sonntag zu verbringen.

Nachmittags machen wir einen Spaziergang übers Festgelände. Für so einen kleinen Ort wird ganz schön was auf die Beine gestellt.

Zum Abendessen gibt es Pizza aus dem Holzkohleofen.

Die Nachbarn zur Rechten
Die Nachbarn zur Rechten

28. Mai 2012

Der Nachbar zur Rechten hat Geburtstag. Er wird 86 Jahre alt. Sein schönstes Geburtstagsgeschenk wäre, wenn die Ersatzteile für das defekte Auto heute eintreffen würden.

Heute ist Sightseeing angesagt. Mit einem Besuch der Zebra Rock Galerie wird angefangen. Der Zebra Rock ist eine Gesteinsart, die es nur in den Kimberleys gibt. Er wird hier vor Ort zu Schmuck oder dekorativen Gebrauchsgegenständen verarbeitet.

Auf dem Gelände gibt es einen Steg, von dem aus Fische gefüttert werden können. Da sind ganz schön grosse Exemplare dabei. An einer Ecke warten Schildkröten darauf, dass auch für sie was abfällt.

Eine Tasse Kaffe auf der Terasse muss noch sein, bevor wir weiterfahren: nach Ivanhoe Crossing.

Das Wasser steht teilweise über den Pollern und fliesst sehr schnell, die Überfahrt ist nicht gestattet. Ein Road Closed Schild und ein quer liegender Baum versperren die Zufahrt. Selbst die sonst allgegenwärtigen Angler sind nicht zu sehen. Es werden nur ein paar Fotos geschossen, dann geht die Tour weiter.

Nächster Stopp ist die Hootchery. Hier wird Rum hergestellt. Die Küche ist noch geöffnet. Der Magen knurrt, zum Lunch gibt es Fish & Chips.

Auf dem Heimweg wird noch kurz am Einkaufszentrum angehalten um einige Kleinigkeiten einzukaufen. Kaum am Camper, schon sind wir bei den Nachbarn zum Kaffeetrinken eingeladen. Müssen ja wissen, wie es beim Geburtstagsessen war.

Cafer, der Mechaniker, ruft an. Die bestellten Teile werden Donnerstag oder Freitag in Kununurra eintreffen. Er möchte nur, dass wir Bescheid wissen. Was alles gemacht werden muss, das zeigt er uns, wenn die Teile da sind. Das hört sich an, als ob es sehr aufwändig ist und es Anfang nächster Woche wird, bis das Auto fertig ist.

29. Mai 2012

Was machen wir heute? Der Lake Argyle und der Ord River Dam sollen sehr schön und immer einen Ausflug wert sein.

Unsere Senioren-Nachbarn – wie sich das anhört wenn man selbst im Seniorenalter ist – aber die Beiden sind bereits Mitte 80zig, wurden heute Morgen zu Top End Motors gefahren. Wenn sie sich telefonisch nach der Reparatur ihres Autos erkundigt haben, wurden sie immer vertröstet. Davon haben sie jetzt die Nase voll und wollen persönlich versuchen, eine verbindliche Auskunft zu bekommen. Ganz happy kommen die Beiden zurück. Das Getriebe sei da und werde eingebaut. Morgen könnten sie weiterfahren.

Der Lake Argyle und der Ord River Dam sind ca. 75 Kilometer von Kununurra entfernt. Eine Fahrt, durch eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft.

Der Lake Argyle ist der grösste Stausee Australiens. Er ist 21-mal so gross wie der Hafen von Sydney. Zurzeit ist viel Wasser im Stausee. Direkt am See gibt es einen sehr schönen Campingplatz.

Der eigentliche Damm kommt einem wie eine kleine Mauer vor, dabei ist er 100 Meter hoch und 334 Meter lang. Nach einer ausführlichen Besichtigung wird Rast auf dem toll gelegenen BBQ-Platz gemacht.

Im Multifunktionsgebäude (Rezeption, Store, Restaurant) wird ein Film vom Bau des Staudammes gezeigt. Sehr interessante Einzelheiten werden dort berichtet. So langsam müssen wir uns wieder auf den Rückweg machen. Wir haben Karten für das heute Abend stattfindende Corroboree.
Schon von weitem sind über einer grossen Fläche Rauchwolken zu sehen. Plötzlich liegt ein Baum quer über die Strasse. Hier ist das Feuer schon durch und der Baum hat dem Feuer nicht wiederstanden. Das Mietauto passt gerade so durch die vorhandene Lücke.

Einige Kilometer weiter breitet sich das Feuer noch aus, die Flammen sind sehr nahe an der Strasse. Die Raubvögel kreisen über dem Brandgebiet und warten auf Beute.

Gegen 15.00 Uhr sind wir wieder am Camper. Zeit genug für einen Kaffee.



Ab 17.00 Uhr ist die Waringarri Art Galerie geöffnet. Anschliessend findet auf dem Gelände das Corroboree statt. Zum Essen soll es Damper und Beef aus dem Bodenofen geben. Nach dem Rundgang durch die Galerie sehen wir, dass das Fleisch auf dem BBQ gegart wird.

Nachdem sich alle gestärkt haben, beginnt die Vorstellung. Der erste Tanz beschreibt die Geschichte eines schwer kranken Mädchens. Bevor der Tanz beginnt werden sich noch bei den Ältesten Anweisungen geholt. Das zieht sich durch die ganze Veranstaltung. Unser Eindruck, der ganze Ablauf ist entwas unstruktuiert und wird situationsbedingt angepasst. Beendet wird das Corroboree mit dem Wangga (Rock’n Roll Wangga).

30. Mai 2012

Top, die Wette gilt. Sind unsere Senioren-Nachbarn noch da, wenn wir heute Nachmittag von der Minentour zurück kommen? Dieter meint ja, ich stimme für nein.

Bereits um 7.15 Uhr müssen wir am Visitor-Center sein. Dort startet der Bus zur Argyle Diamond-Mine.

Keith, der Busfahrer, lebt schon lange in den Kimberleys und er hat viel zu erzählen. Bis zum ersten Stopp, dem Doon Doon Roadhaus, redet er ununterbrochen. Nach einer Zigarettenpause geht die Fahrt weiter. Bis das Minengelände erreicht ist, dauert es über 2 Stunden. Ein Mitarbeiter der Minengesellschaft steigt in den Bus, er wird der Reiseführer für die Gruppe sein.

Aus Sicherheitsgründen können wir uns nur mit dem Bus auf dem Gelände bewegen. Wir fahren die einzelnen Produktionsstufen ab, vom Abbau bis zur Separation der Steine. Am Outlouck dürfen alle den Bus verlassen, müssen aber Sicherheitsbrillen aufsetzen.

Hier erzählt unserer Reiseführer Einzelheiten zur Geschichte der Mine. Besonders interessant ist die Legende um die Entstehung der Diamanten. In den Gebiet leben 2 verschiedene Stämme, jeder hat eine andere Version über die Entstehung.

Ausführlich geht er auf die Verträge und die Verwendung der gezahlten Gelder ein. Das Geld wird in die Aus- und Weiterbildung, Training und Beschäftigung für Indigenous People verwendet. Wer sich für Einzelheiten interessiert, der kann es auf der Webseite http://www.argylediamonds.com.au/community_investment.html nachlesen.

Alle wieder zurück in den Bus und der fährt zum Ausstellungsraum. Dort wird mit Bildern und Texten ein Überblick zur Geschichte der Mine vermittelt. Und natürlich gibt es auch Steine zu sehen. Vom rohen unbearbeiteten Stein bis zum fertig geschliffenen Exemplar ist alles vorhanden.

Am Ende der Tour wird das Camp der Arbeiter angefahren. Dort gibt es Mittagessen für Alle. Wer möchte kann vorher im Shop noch ein entsprechendes Souvenier mitnehmen.

Um 13.30 Uhr sind Alle wieder im Bus, die Rückfahrt nach Kununurra kann beginnen. Keith meint, er lasse jetzt alle schlafen. Und wirklich, er schweigt bis kurz vor Doon Doon Roadhaus, wo wieder eine kurze Pause eingelegt wird. Kurz vor 16.00 Uhr ist der Ausgangspunkt wieder erreicht.

Jetzt wird sich die Frage klären, wer hat die Wette gewonnen. Schon bei der Anfahrt zum Stellplatz sehen wir, dass die Nachbarn noch da sind. Dieter hat gewonnen!

Das Mietauto ist noch nicht richtig geparkt, schon erfahren wir von den Nachbarn zur Linken die Neuigkeit. Das Getriebe ist zwar in Kununurra eingetroffen. Aber, es ist das falsche Getriebe (wie kann sowas passieren???) Die Einzelheiten sollen uns die betroffenen Nachbarn selbst erzählen. Da kommt auch schon Joanne und legt los. Das einzig Gute an der Sache sei, das von der Werkstatt die Waschmaschine und die Engelfridge zum Caravanpark gebracht wurde, als kleine Gutmachung.

31. Mai 2012

Fütterung der Krokodile - Wyndham

Heute steht eine Fahrt nach Wyndham mit einem Besuch der Krokodilfarm auf dem Plan. Debbie meint, wir sollen wegen der Krokodilfütterung früh fahren.

10.30 Uhr sind wir am Eingang der Krokodilfarm. Die Führung startet um 11.00 Uhr, passt doch. Any consessions? fragt die junge Frau an der Kasse. German pensionier, das reicht, um 3$ Ermässigung pro Person zu erhalten. Jeder gesparte Dollar zählt. Es ist eine internationale Gruppe, die auf den Führer wartet: Holländer, Franzosen, Deutsche, Engländer.

Chris wird die Führung übernehmen. Er kennt zu jedem Krokodil eine Geschichte. Welches Krokodil besonders gefährlich ist oder welche Eigenarten es hat. Wer hat schon mal das Gehirn eines Krokodils arbeiten sehen? An einem besonders grossen Exemplar zeigt Chris, wo das Gehirn sitzt und das es nur von einer „dünnen“ Hautschicht geschützt ist. Deutlich sind an der bezeichneten Stelle Bewegungen zu sehen. Chris meint, das Krokodil überlegt sich, wie es ihn packen und töten kann.

So geht es fast 2 Stunden von Gehege zu Gehege. Mit vielen Informationen versorgt, endet der Besuch auf der Krokodilfarm.

Jetzt ein Stopp an der Tankstelle. Hier ist Benzin richtig preiswert, nur 1,74$ der Liter. Dann doch gleich volltanken.

Ein Kaffee wäre nicht schlecht, das 5 Rivers Cafe sieht einladend aus. Der Magen knurrt auch, mal sehen, was die Speisekarte bietet. 1 Barra Burger und 1 Bacon + Egg-Burger sind genau das Richtige.

So gestärkt fahren wir zum 5 River Lookout. Die Flüsse führen noch viel Wasser, anders als beim letzten Besuch.

Auf dem Parkplatz stehen einige Autos mit dreckigen Fahrrädern. Am letzten Sonntag wurde in Derby die Gibb Challange gestartet. 400 Radfahrer + Begleitfahrzeuge fahren über die Gibb bis nach El Questro. Ankunft: Donnerstag 31. Mai, also heute. Die hier Versammelten haben es geschafft und sind gleich weiter nach Derby gefahren.

Für uns wird es auch Zeit den Heimweg anzutreten.

1. Juni 2012

Noch gibt es keine Nachricht, ob die Ersatzteile eingetroffen sind. Selbst wenn die Teile heute noch eintreffen, Montag ist Feiertag, vor Dienstag nächster Woche tut sich da nichts.

Da werden wir den Aufenthalt vorsichtshalber schon mal bis Ende nächster Woche verlängern. Sicher ist sicher.

Heute haben wir noch den Mietwagen, da werden wir uns noch das Pumphouse ansehen. Das ist ein Restaurant, mit einem deutschen Besitzer. Sehr schön gelegen. Eigentlich wollen wir nur einen Kaffee trinken, aber die Speisekarte lädt zu mehr ein. Die Bedienung fragt, woher wir kommen und meint, dann können wir ja auch deutsch reden. Sie lebt mit ihrem Freund hier in Kununurra. Bei einem Plausch vergeht die Zeit. Sie meint, wir müssten unbedingt zum Sonnenuntergang kommen. Der sei hier einmalig.

Von hier aus geht es in die Stadt, zum Grosseinkauf. Vor allem die schweren Sachen, wie Getränke, wollen wir kaufen, solange noch der Mietwagen als Transportmittel zur Verfügung steht.

Beladen geht es zurück zum Campingplatz. Was gibt es Neues bei den Nachbarn? Das neue Getriebe soll am Dienstag eintreffen und sofort eingebaut werden. Mal sehen, welches Auto schneller wieder fahrbereit ist.

Im Kununurra Hotel ist heute Abend die Endausscheidung von Muster Idol 2012. Das werden wir uns ansehen. ½ Stunde vor Beginn sind schon viele Leute da. Die Technik wird überpruft und Soundcheck gemacht. Ein junger Mann aus Irland, einer der Teilnehmer, meint: Welcher Sound, es ist ja überhaupt nichts zu hören oder eine Ansage zu verstehen. So sehe ich das auch. Vielleicht wird es ja noch besser.

Weit gefehlt. Es ist eine unglaubliche Lautstärke. Alles unterhält sich, keiner achtet auf die Musik oder die Sänger. Nach einer Stunde verlassen wir das Hotel und gehen zum Camper. Schon auf dem Weg zum Auto verblassen die Nebengeräusche und jetzt ist sogar vom Gesang was zu hören.

02. Juni 2012

Um 10.00 Uhr ist der Abgabetermin des Mietwagens. Genügend Zeit um in Ruhe zu frühstücken. Vor der Zeit sind wir an der Abgabestation. Nina ist bereits sehr busy. Die Übergabe ist schnell erledigt, Rechnung wird per Email zugeschickt. Zu Fuss geht es zurück zum Auto.

Dort ist schon die übliche Runde der Nachbarn versammelt. Was machen die Ersatzteile? Schon was gehört? Jeder kennt inzwischen die Einzelheiten. Wir haben inzwischen von Vielen erfahren, wie lange sie schon auf Ersatzteile gewartet haben. Das sind wahre Hororgeschichten!

Inzwischen ist das Disaster Corner – so die Bezeichnung dieser Ecke – geschrumpft. Die Leute mit dem Federbruch auf der Tanami und die Nachbarn mit der erkrankten Frau sind inzwischen abgereist. Übrig geblieben sind Joanne & George, die über 80jährigen Nachbarn, und wir.

Es ist Lunchtime als das Auto von C.D.Diesel vorgefahren kommt. Oh. Cafar steigt aus und überbringt die gute Nachricht persönlich. Die Ersatzteile sind gestern am späten Nachmittag eingetroffen! Am Montag, da ist Feiertag, will Cafer die Einspritzpumpe reparieren und Dienstag oder spätestens Mittwoch das reparierte Teil wieder in den Truck einbauen. Wow, das hört sich gut an. Ob wir noch in die Stadt einkaufen wollen. Dann würde er uns hinfahren. Das Angebot können wir ablehnen, Grosseinkauf wurde gestern schon erledigt.

Jetzt können wir den Nachmittag richtig geniessen.

3. Juni 2012

Das wird ein ganz ruhiger Tag. Bei sehr angenehmen Temperaturen geniessen wir es, draussen zu sitzen und mit den Nachbarn zu reden.

Um nicht nur faul herum zu sitzen, laufen wir zum Shoppingzentrum. Die Einkaufsliste ist ganz klein, nur frisches Brot und ein Eiskaffee stehen darauf. Mit dem Einkauf schlendern wir zum Campingplatz.

Den Nachmittag verbringen wir mit lesen.

Zum Abschluss des Ord Valley Muster gibt es ein Feuerwerk am Diversion Dam. Ohne Auto ist uns das zu weit. Wir laufen bis zum Victoria Highway. Von hier aus kann man das Feuerwerk auch sehen.

4. Juni 2012

Es ist Feiertag: Westaustralia-Day. Ein Tag, den wir wieder ganz gemütlich verbringen. Gut, dass wir viele Bücher mitgenommen haben.

5. Juni 2012

Wir sind gespannt, ob Cafer heute mit der reparierten Dieselpumpe kommt. Er hat ja angekündigt, dass er sich am Feiertag die Pumpe vornehmen und reparieren will.
Da er bis jetzt immer um die Mittagszeit vorbei gekommen ist, gehen wir vorher einkaufen.

Die Nachbarn sind schon ganz aufgeregt. Nach fast 3 Wochen soll das Auto heute aus der Werkstatt kommen. Sie fangen schon an, ihre Sachen einzupacken. Wenn das Auto fertig ist, wollen sie morgen nach Darwin weiter fahren. Joanne telefoniert schon am frühen Morgen mit der Werkstatt. Das Getriebe ist da und wird sofort eingebaut. Bis heute Nachmittag soll es fahrbereit sein. Mal sehen, wessen Auto schneller fahrbereit ist.

Seit gestern Abend haben wir neue Nachbarn, eine junge Familie aus Adelaide. Und, die Ecke macht ihrem Spitznamen „Disaster Corner“ alle Ehre. Das Auto der Familie hat Probleme mit dem Anlasser. Sie sind von Kalumburu bis Kununurra durchgefahren, damit das Auto nicht unterwegs stehen bleibt und nicht mehr anspringt. Das Auto ist schon in der Werkstatt. Einen Anlasser gibt es in Darwin, der kann in 2 Tagen hier sein.

Alle warten, keiner kommt. Weder das Auto der Nachbarn, noch unsere Einspritzpumpe. Gut, bei uns war Dienstag oder Mittwoch angekündigt. Ich hatte sowieso mit Mittwoch gerechnet. Hoffentlich bleibt es dabei.

6. Juni 2012

Es ist 9.30 Uhr. Ein Auto kommt vorgefahren. Es ist Cafer mit der Einspritzpumpe. Er macht sich sofort daran, die Pumpe einzubauen.

Unsere Nachbarn warten noch auf ihr repariertes Auto. Joanne meint, sie habe mit der Werkstatt telefoniert, jetzt würde die Rechnung ausgestellt und anschliessend das Auto vorbei gebracht.

So, unsere Pumpe ist eingebaut. Das Auto wird gestartet, läuft. Dieter fragt bei Cafer nach, warum der Truck, wenn die Luft aus dem System gepumpt wurde, wieder angesprungen ist. Das muss doch einen Grund haben. Vielleicht hat die Pumpe irgendwo Luft gezogen, das kann er so nicht sagen. Cafer packt seine Sachen zusammen. Wir sollen in ½ Stunde in die Werkstatt kommen, dann sei die Rechnung fertig.

Bei den Nachbarn tut sich was, das Auto ist zurück. Die Beiden räumen die letzten Sachen in den Wohnwagen und verabschieden sich von Allen. Sie starten Richtung Darwin.

Wir fahren auch los, zur Werkstatt. Es dauert noch 5 Minuten, bis die Rechnung per Fax eintrifft. Cafer nimmt uns und die Rechnung mit in sein Büro. Er zeigt uns alle Teile, die er ausgewechselt hat. Eine ganze Menge! U.a. war eine Feder im inneren der Pumpe gebrochen. Was war die Ursache das die Pumpe kaputt gegangen ist? Kann man so nicht sagen, aber Cafer meint, es reicht schlechter Diesel. Jetzt das Wichtigste, wie hoch ist die Rechnung? Das Ganze kostet 3260 AUD.

Dieter hat Anfang der Woche die Kreditkartenfirma darüber informiert, dass eine grössere Zahlung anfällt und um Erhöhung des Tageslimits gebeten. Mal sehen, ob das bereits erfolgt ist. Ist geschehen, die Zahlung wird akzeptiert.

So, jetzt gibt es eine Probefahrt. Der Motor hört sich gut an, das Auto läuft prima. Nach 50 Kilometern drehen wir um und fahren ins Einkaufszentrum. Die schweren Sachen können wir ja wieder im Auto transportieren. Beim Anlassen meint Dieter, das klingt komisch. Bis zum Campingplatz ist aber alles wieder normal. Mein Mann ist ja vorsichtig und nach ¼ Stunde probiert er es noch einmal. Was passiert? Das Gleiche wie vor der Reparatur!!! Das Auto springt nicht an. Dieter ruft Cafer an, der auch gleich vorbei gefahen kommt. Das sei was Anderes, da komme kein Sprit an. Dieter erklärt ihm, dass genau dieses Problem der Grund war, warum die Werkstatt aufgesucht wurde. Das muss er genau überprüfen, das geht aber nur in der Werkstatt. Morgen früh um 10.00 Uhr sollen wir den Truck bringen.

7. Juni 2012

Die gleiche Prozedur wie unterwegs. Luft aus dem System pumpen, der Truck springt wieder an. Auf zur Werkstatt.

Cafer kommt und meint, er muss den Tank und alle Zuleitungen prüfen. Ihn hat der Ergeiz gepackt. Er werden den Fehler schon finden. Das kann den ganzen Tag dauern. Ob wir ins Shopping Center wollen? Das ist eine gute Idee. Er fährt uns hin. Wenn das Auto fertig ist, dann ruft er uns an.

Erst mal einen Kaffee trinken. Den ganzen Tag werden wir hier nicht verbringen. Eine Zeitung wird gekauft und dann geht es zurück zum Caravanpark.

Zur Lunchtime kommt der Anruf von Cafer. Wo seid Ihr? Auf dem Campingplatz. Er hat gedacht, wir seien noch im Shopping Center. Bis gleich. Kommt er mit guten oder schlechten Nachrichten?

Da kommt der Truck angefahren! Das Glas vom Wasserabscheider (ein Filter in der Dieselleitung) sei locker gewesen und eine Leitung am Anschluss porös. Die Leitung habe er abgeschnitten, alles sauber gemacht und neu abgedichtet. Soweit er sehen kann, sei der Tank innen sauber. Jetzt würde alles wieder funktionieren. Wenn das Problem wieder auftrete, dann müsse der Tank ausgebaut werden.

Dieter bietet an, ihn zur Werkstatt zurück zu fahren. Nein, für seine Figur sei es besser, wenn er zu Fuss geht. Wie hoch ist denn die Rechnung? Es gibt keine Rechnung – das ist ja super.

Morgen machen wir eine lange Probefahrt, nach Wyndham.

Gestern hatte ich Emailkontakt mit Uwe (grundig54) aus dem Australien-Forum. Er und seine Frau kommen heute in Kununurra an. Wir könnten uns ja abends treffen.

Die Beiden kommen bei uns vorbei, zum BBQ. Es ist ein sehr netter Abend.

8. Juni 2012

Bevor wir Anfang nächster Woche Richtung Bungle Bungles starten, wollen wir sicher sein, das alle Probleme behoben sind. Deshalb gibt es heute eine Probefahrt nach Wyndham und zurück. Das sind 220 Kilometer.

Lunchtime, wir gehen eine Kleinigkeit essen. In Wyndham können wir das 5 Rivers Cafe empfehlen. Das Essen - z.B. der Barra Burger – ist sehr lecker.

Bevor wir Wyndham verlassen, stoppen wir am Afghanischen Friedhof. Auffallend sind die grossflächigen Gräber. Ein Schild am Eingang gibt Auskunft. Wenn ein Kamelführer starb, wurde das Leitkamel mit ihm begraben (ob dem das recht war? Was war im umgekehrten Fall, wenn der Kamelführer starb? Fragen über Fragen)

Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück. Das Auto ist prima gelaufen, es gab keine Probleme.

9. Juni 2012

Als erstes der Test, ob der Wagen anspringt. Tut er. Sieht so aus, als ob das Problem gelöst ist. Werden nachher an der Werkstatt vorbei fahren und Cafar ein kleines Danke schön vorbei bringen.

Am Montag wollen wir weiterfahren, in die Bungle Bungles. Da wird der Einkauf heute bereits erledigt, dann kann alles in Ruhe verstaut werden. Am späten Vormittag wird dann der Hähnchengutschein, den Dieter beim Digging gewonnen hat, eingelöst. Mittagessen ohne Aufwand.

Zum Kippen des Führerhauses musste ja alles was unter den Sitzen, hinter den Sitzen und auf den Sitzen gelegen hat, rausgeräumt werden. Das kann wieder auf seinem angestammten Platz verstaut werden.

10. Juni 2012

Heute Morgen machen wir einen Ausflug ins Hidden Valley oder auch zu den kleinen Bungle Bungles. Leider ist der Weg zum Outlook gesperrt, so bleiben nur die kurzen Wanderwege.

Auf dem Rückweg noch auftanken, dann ist alles vorbeitet.

Heute Abend gehen wir ins Pumphouse – dort ist Pizza-Night.