Pingrup Kalgoorlie

Montag, 21. März 2011

Der Schlüssel für die sanitären Anlagen muss zurück gegeben werden. Schließlich sind dafür 25$ Pfand hinterlegt. Die Bedienung am Roadhaus macht „Roadhaus-Sitting“. Die Betreiber sind auf Urlaub in Perth.
Vorbei an abgeernteten Weizenfeldern, auf denen vereinzelt Schafe weiden, und an trockenen Salzseen geht die Fahrt.
Pause muss sein, dieses Mal in Pingaring. Australien ist teuer geworden. Für einen Long Black Kaffee haben wir zwischen 2,80$ und 4,50$ bezahlt. Wobei das obere Preissegment überwiegt.
Übernachten wollen wir in der Nähe von Hyden, aber nicht im Wave Rock Ressort. In Karlgarin, ca. 18 Kilometer von Hyden entfernt, ist ein Caravanpark eingezeichnet. Dort werden wir bleiben.

Der Caravanpark gehört zu einer Farm. Das Office ist gleichzeitig der Eingang in Tessies Museum. Der Eintritt dafür ist 2 $ pro Person. Liebevoll sind hier alte Waagen, Küchenmaschinen, Nähmaschinen, um einiges zu nennen, zusammen getragen.
Der Platz und seine sämtlichen Einrichtungen sind in einem hervorragenden Zustand. Können wir nur empfehlen. Zu unserer Linken steht ein Fifth-Wheeler. Mit diesem Fahrzeug ist ein Ehepaar bereits seit 6 Jahren unterwegs.
Neben dem Weg zur Toilette steht ein Zelt. Zu sehen ist ein junges Paar mit 2 kleinen Kindern. Beim vorbei gehen fällt auf, hier wird deutsch gesprochen. Das Paar war 2 Monate in Neuseeland und ist jetzt noch 2 Monate in Australien unterwegs. Die Kleinen sind 3 Jahre und 9 Monate alt. Morgen fahren sie weiter nach Esperance.

TIN-Art in Hyden
TIN-Art in Hyden

Dienstag, 22. März 2011

Der Platz ist fast leer, als wir Richtung Hyden losfahren. Das Paar mit den 2 Kindern überholt kurz vorm Ort, ein kurzes winken, schon sind sie vorbei.
Wir informieren uns erst mal über die Dieselpreise. An der BP-Selbstbedienungszapfsäule ist Diesel 7 Cent billiger. Klar, das hier aufgefüllt wird. Die Fridge ist ziemlich leer, einige Sachen werden noch benötigt. In der kleinen Bäckerei werden frische Rolls mitgenommen und der obligatorische Long Black muss sein. In den beiden Supermärkten ist nur ein sehr eingeschränktes Angebot vorhanden. Nochmal zurück zum Metzger und was für auf den Grill holen. So ausgestattet können wir weiterfahren.
Über East Hyden auf die Hyden-Norseman-Road, die beide Städte verbindet. Inzwischen ist ein weiteres Stück der ehemals Gravel Road befestigte Straße und es wird weiter gebaut. Der Grader ist unterwegs und die Strecke ist in einem sehr guten Zustand. Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern, und der gesamte Abschnitt wird ausgebaut. Bei unserer letzten Fahrt hier entlang sah das noch anders aus. Da wurde die Straße nur im Minenbereich gegradert.

Unsere Fahrt geht bis zu den Breakeways, das ist etwa die halbe Strecke. Als wir ankommen ist alles frei. Sieht so aus, als wären wir wieder die Einzigen die hier stehen. Am späten Nachmittag kommt doch noch ein Camper angefahren. Ein Ehepaar aus Perth ist hier mit einem Freund verabredet. Der kommt allerdings erst morgen Mittag hierher. Lästig sind die Fliegen, die Moskitos und die großen Marchflies. Die finden zum stechen garantiert die Stelle, die nicht eingesprüht ist. z.B. am Rand des Schuhs.

Norseman
Die Fliegen sind schon wieder aktiv, deshalb gibt es Frühstück im Auto. Das dreckige Geschirr wird eingepackt, gespült wird in Norseman.
Die Nachbarn bleiben noch, der Freund ist noch nicht eingetroffen. Ein kurzer Abschied dann sind wir wieder auf der Straße in Richtung Norseman unterwegs. Die Strecke ist in einem sehr guten Zustand.

Am fruehen Nachmittag kommen wir an heutigen Ziel an und buchen einen Stellplatz auf dem Gateway-Caravanpark.
Den Rest des Tages wird zum relaxen genutzt.

Donnerstag, 24. März 2011

Vor der Weiterfahrt muss erst noch der Tank aufgefüllt werden. Getankt wird an der freien Tankstelle, das ist es 2,5 Cent billiger.
Bis Kambalda geht die Fahrt, dann ist es Zeit für eine Pause und den obligatorischen Long Black. Danach noch schnell bei Woolies rein und was zu trinken für den nächsten Teil der Fahrt mitnehmen. Der Supermarkt ist überraschend gut sortiert, das haben wir schon anderes gesehen.

Nach Ankunft in Kalgoorlie fahren wir zum Prospectors Caravanpark und buchen einen Platz für 4 Nächte. Die Nachfrage ob es einen Discount oder eine Sonderaktion gibt, bringt einen Nachlass von 14%.
Auf dem zugewiesenen Platz werden Tisch und Stühle hingestellt, dann fahren wir zurück in die Stadt, zum einkaufen. Wir stehen bei Woolworth an der Kasse, und unterhalten uns. Plötzlich sagt jemand hinter uns: Richtig gehört, ihr sprecht deutsch. Die Frau, von der dieser Ausspruch kommt, ist Deutsche und lebt seit 2 Jahren hier in Kalgoorlie. Vorher hat sie 6 Jahre in Townsville gewohnt. Sie arbeitet am Flughafen und fühlt sich in der Stadt sehr wohl.
Jetzt aber zurück und die Einkäufe verstauen. Dieter parkt noch den Camper ein, schon sprechen uns die Nachbarn an. Sie meinen, unser Auto hätten sie vor ca. 1 Woche gesehen.
Die Nachbarin auf der anderen Seite reist alleine in einem Hyundai Getz rund um Australien und ist schon 2,5 Jahre unterwegs. Damit die Ausrüstung ins Auto passt, ist alles in der kleinen Ausführung dabei. 1 kleiner Tisch, Stuhl, Kocher, Topf, etc. Die Wäscheleine ist an der Heckklappe angebracht. Alles sehr durchdacht. Aber schon sehr Basic.
Zum Abendessen gibt es leckere Knoblauch-Prawns und ein kaltes Bier. Sehr lecker!

Freitag, 25. März 2011

Heute steht mal wieder Housekeeping auf dem Plan. Die Betten müssen gelüftet, die Wäsche gewaschen und etwas gründlicher sauber gemacht werden. Packen wir es an, aber langsam.
Nach einiger Zeit sieht alles wieder wohnlich aus. Nach der Arbeit, der Wärme - Sonnenschein und über 30 Grad - ist die Abkühlung im Pool sehr willkommen.
Nach dem Abendessen gibt es einen gemütlichen Fernsehabend.

Samstag, 26. März 2011

Gestern Abend hat sich Thomas gemeldet. Er ist wieder zurück aus dem Busch und wir können uns treffen. Er hat am Samstag noch eine Job zu erledigen, dann hat er Zeit. Trifft sich gut, wir müssen einkaufen. Wir machen unverbindlich 12.00 Uhr aus, Thomas ruft an, wenn er mit seiner Arbeit fertig ist.

Um rechtzeitig wieder auf dem Campingplatz zu sein, starten wir früh mit der Einkaufstour. Auf dem Rückweg klingelt das Telefon, Thomas. Er hat seinen Job beendet und kommt, um uns abzuholen. Die frischen Sachen sind noch nicht in der Fridge, da kommt Thomas auch schon angefahren. Thomas möchte uns einem Bekannten vorstellen, der dabei ist, einen Mitsubishi Canter als Wohnmobil auszubauen. Tom hat bei unserem letzten Besuch in Kalgoorlie den Truck von außen besichtigt und Fotos gemacht. Jetzt würde er den Camper gerne mal von innen sehen.

Mit Thomas Auto fahren wir zu Tom. Im Garten steht der noch im Bau befindliche Camper. Natürlich sehen wir uns genau an, welche Ein- und Umbauten vorgenommen werden.
Immer interessant zu sehen, wir unterschiedlich so ein Thema angegangen wird. Unser Camper war ja schon fertig, da sind nur kleine Veränderungen vorgenommen worden.
Nach der gründlichen Besichtigung fahren wir zusammen mit Tom und seiner Gefährtin zu unserem Auto, damit sich die Beiden den Wagen von innen ansehen können.

Vom Campingplatz aus fahren wir alle zusammen zu Thomas neu gekauftem Haus. Das ist eine große Baustelle. Da ist noch eine Menge Arbeit nötig, bis es bezugsfertig ist. Aber, die Arbeit lohnt sich bestimmt.
Zum Thema Hauskauf: In Norseman hat mir eine Frau erzählt, sie und ihr Mann seien auf dem Weg nach Queensland. Dort hätten sie vor 14 Tagen ein Haus per Auction gekauft, ohne es besichtigt zu haben. Die im Internet eingestellten Bilder des Objektes haben ihnen gefallen, sie hätten ein Gebot abgegeben und den Zuschlag erhalten. Ein Haus ohne
Besichtigung kaufen, ganz schön mutig.

Tom und seine Partnerin verabschieden sich. Thomas fährt mit uns zum neuen Superpit Lookout. Unglaublich, wie schnell sich die Mine seit unserem letzten Besuch verändert hat.
Auf der Weiterfahrt ruft Thomas seinen Cousin an, der hat einen Metalldetektor. Wir würden gerne mal mit einem Detektor auf Suche gehen. Steve hat einen Detektor, aber nur einen teuren Minelap. Er erklärt uns, dass dieses Gerät nicht so einfach zu handhaben ist. Da sei viel zu beachten. Er würde uns das Gerät zwar probehalber zur Verfügung stellen, es sei aber nicht sehr sinnvoll. Da lassen wir es lieber. Steve bietet aber an, wenn wir wieder in Kalgoorlie sind und rechtzeitig Bescheid sagen, dann nimmt er sich die Zeit und zeigt uns den Umgang mit dem Gerät.
Es ist schon spät und Thomas fährt uns zurück zum Campingplatz.

Sonntag, 27. März 2011

Heute gibt es einen geruhsamen Tag. Ab 14.00 Uhr wird im Fernsehen das Formel 1 Rennen aus Melbourne übertragen.

Es ist sehr ruhig auf dem Platz, scheinbar sitzen viele vorm Fernseher. Plötzlich, kein Bild mehr – Stromausfall! Jetzt kommen überall die Leute raus. Die Frage ob Strom vorhanden ist, ist von allen Seiten zu hören. Auf dem ganzen Platz ist der Strom ausgefallen. Es dauert ca. 20 Minuten, bis der Schaden behoben ist. Jetzt können alle das Rennen zu Ende ansehen.
Nach so einem anstrengenden Tag gibt es ein leckeres Abendessen: ein saftiges und zartes Steak mit Bratkartoffeln und Erbsen. Dazu ein Glas gut gekühlter White Shiraz.