Perth bis Pingrup

Dienstag, 15. März 2011

Um 10.00 Uhr ist Abgabetermin für den Mietwagen. Erst noch ein Stopp an der Tankstelle um den Tank aufzufüllen. Pünktlich fahren wir vor, die Rückgabe dauert keine 5 Minuten. Kaum sind wir vor der Tür, kommt auch schon Barbara zur Abholung angefahren. Zu Hause angekommen laden wir den Rest in den Camper und plaudern noch ein wenig.

Gegen 11.00 Uhr verabschieden wir uns und fahren erst mal einkaufen. Danach fahren wir zum Big4 Discovery Park und checken für 2 Nächte ein. Inge und Micha holen uns am späteren Nachmittag ab, um gemeinsam bei Anna Kaffee zu trinken.
Ist nicht mehr viel Zeit bis dahin, also erstmal den Einkauf verstauen. Gegen 15.30 Uhr kommen Inge und Micha. Bis zu Annas Haus ist es nicht weit. Das Haus liegt auf einem Hügel und ist von vielen Bäumen umgeben. Bei Feuer sehr gefährdet!
Anna begrüßt uns im klimatisierten Haus. Hier lässt es sich aushalten. Bei selbstgebackener Schwarzwälder Kirschtorte und netten Gesprächen vergeht die Zeit sehr schnell. Inge und Micha bringen uns wieder zurück zum Campingplatz und machen sich auf den Heimweg nach Beverley.

Mittwoch, 16. März 2011

Heute gibt es einen gemütlichen Tag. Die Ausrüstung überprüfen, aus- bzw. umräumen, alles Dinge, die erledigt werden müssen.
Dieter ruft mich. Er sitzt neben dem Auto. Unter dem Auto liegt der eben ausgebaute Luftfilter. ER meint: Im Luftfilter sitzt eine große behaarte Spinne und viele kleine Spinnen krabbeln heraus. Schnell die Kamera holen und dann vorsichtig den Luftfilter umdrehen.
Da sitzt die große Spinne, mitten drin. Langsam kommt sie heraus. Ich glaube, es ist eine Huntsman.
Jetzt erstmal den Luftfilter mit Insektenspray einsprühen und schon kommen viele kleine Spinnen heraus. Offensichtlich ist das die Kinderstube der Spinne. Nach einer Weile, es ist keine Spinne mehr zu sehen, baut Dieter den Filter wieder ein. Zum Abendessen gibt es gebackenen Whiting. Der Rest wird als „Brathering“ eingelegt.

Donnerstag, 17. März 2011

Die Entscheidung ist schnell getroffen, es geht erst mal nach Süden. Ergiebige Regenfälle haben dafür gesorgt, dass der Norden erstmal warten muss. In den Kimberleys, der Pilbara im Inland (z.B. am Warburton Roadhaus auf der Great Central Road) sind weite Teile überflutet und nicht passierbar.

Der Great Northern Highway ist zwischen Derby und Kununurra gesperrt. Der Lake Argyle läuft über – mit mehr als 1 Million Liter pro SEKUNDE. Es würde 15 Minuten dauern, dann wäre das Fußballstadion in Subiaco bis oben hin mit Wasser gefüllt.
Im Süden genau das Gegenteil, hier ist es zu trocken. In einigen Städten wird das Wasser bereits mit Tankwagen geliefert.
Bevor wir starten wird noch getankt, der Liter Diesel für 1,409 $. Los geht es Richtung Süden.
In Pinjara wird Mittagspause gemacht. Hier gibt es eine Bäckerei und Patisserie mit einer großen Auswahl – und einem sehr guten Eis. So gestärkt werden die weiteren Kilometer angegangen. Ziel ist der Campground bei Hoffmanns Mill. Die Strasse führt am Lake Brockmann vorbei. Die letzten 10 Kilometer sind Gravel Road.
Der Campground bietet großzügige Stellplätze, BBQs, Toiletten mit Wasserspülung, alles in einem sehr guten Zustand. Sehr ruhig, nur ein Wohnwagen auf dem ganzen Platz.

Der Camper ist schnell wohnfertig. Ein Spaziergang zur Toilette und auf dem Rückweg ein Plausch mit den Nachbarn, einem Ehepaar aus Perth.
Eine Kängurufamilie hüpft vorbei, die frechen Macpies dürfen nicht fehlen und in der Dämmerung fliegen kleine Fledermäuse herum.

Freitag, 18. März 2011

Nach dem Frühstück starten wir zum Bridgewalk, einem 3 Kilometer Rundweg. Ein Teil des Weges ist die alte Eisenbahnstrecke bzw. das Gleisbett. An manchen Stellen sind noch die Schwellen zu sehen. Hohe Karribäume säumen den Weg.
Wieder zurück am Auto. Alles wird an seinem Platz verstaut. Laut Aushang kommt der Ranger vorbei, um die fälligen Gebühren zu kassieren. Bis jetzt war niemand da. Kurzer Abschied von den Nachbarn, wir sind auf dem Weg nach Harvey.
Natürlich wird an der Käsefabrik angehalten und der hier hergestellte Käse verkostet. Der ist lecker und der Käsevorrat wird aufgefüllt.
Die Fahrt geht weiter bis Collie, hier wird Mittagspause gemacht. Dabei stellt sich heraus, dass der mitgenommene Käse nicht sehr „haltbar“ ist – 1 Stück wird gleich aufgegessen. Lecker! Die Fahrt geht weiter bis Boyup Brook – Fahrtende.

Samstag, 19. März 2011

Die Sonne scheint, es ist angenehm warm. Was will man mehr. Nach dem Frühstückmachen wir einen Spaziergang in die Stadt. Auf dem Festgelände neben dem Campingplatz ist heute ein Jugendfestival. Einige Zelte sind bereits aufgebaut, auf der Bühne erfolgt der Soundcheck. Sieht aber alles noch sehr ruhig aus.

Bei der Touristeninfo holen wir Unterlagen über die Gegend. Die ehrenamtliche Helferin meint, wir sollen und doch die Käfer- und Schmetterlingssammlung im Nebenraum ansehen. Bei so einer netten Aufforderung kann man nicht nein sagen. Ist schon interessant, wie viel unterschiedliche Arten und vor allem Größen es bei den jeweiligen Spezies gibt.
Auf dem Rückweg zum Camper wird noch Brot und die Zeitung gekauft. Beim Festival wird die beste Band gesucht. Einige Bands spielen gar nicht so schlecht.
Um 20.00 Uhr ist offizielles Festende. Nach unserem Eindruck war das alles sehr ruhig und beschaulich.

Sonntag, 20. März 2011

Der Alltag hat sich schnell eingependelt. Bis wir startklar sind, ist es 10.00 Uhr. Zuerst noch an die Tankstelle, hier kostet Diesel 1.605 $.
Die Fahrt führt von Boyup Brook über Kojonup bis Katanning. Da gibt es erstmal Kaffeepause. Weiter geht die Fahrt nach Nyabing. Ein kleiner Park mit überdachtem Tisch ist der ideale Platz zum Lunch.

Viel Verkehr in dem kleinen Ort. Anscheinend findet heute eine Zusammenkunft - von wem auch immer - statt. Nach weiteren 35 Kilometern beenden wir die Fahrt – in Pingrup. Einem sehr kleinen Ort mit 80 Einwohnern (inklusive Hunden, Katzen und Mäusen – laut der Barfrau im Pub) Der Stellplatz auf dem Caravanpark wird im Roadhaus bezahlt. Sehr preiswert: 11,50$ für eine Powered Site.

Natürlich darf ein Besuch im Pub nicht fehlen. Da ist für Sonntag viel Betrieb. Heute hat ein Kricketspiel stattgefunden, deshalb ist soviel los.