Vorbereitung und Anreise

Juli 2009:
Der Flug für die nächste Australienreise ist gebucht. Abflug am 8. November 2009 – Rückflug am 20. Mai 2010
Mietauto für die erste Woche in Perth: online bei M2000 gebucht

August 2009:
Mietauto für die Zeit in Tamworth: online bei Thrifty über rentnewcars gebucht
Beim City Lights Caravan Park wegen der Reservierung eines Platzes mit Stromanschluss angefragt

Visum für 1jährigen Aufenthalt (e676) online beantragt.
Da es bei Dieters Visum immer Probleme gibt, habe ich mit der Beantragung seines Visums begonnen. Dabei müssen auf einem 12-seitigen Antrag viele Angaben gemacht werden. Neben den üblichen Angaben wie Namen, Geburtstag, Reisepassnummer, etc. wird auch danach gefragt, warum man so lange nach Australien reisen will und ob genügend Geld – ca. 1200 AUD pro Monat und Person - vorhanden ist.
Es wird nach Kontakten in Australien gefragt, wobei nicht alle in der Liste abgefragten Details (Geburtstag, Telefonnummer, Anschrift) angegeben werden müssen. Eine Seite Fragen ist dem Thema Gesundheit gewidmet, eine weitere Seite dem Thema „Charcter declarations“.

Nachdem alle diese Fragen beantwortet sind, kommt noch der Abschnitt mit dem was erlaubt bzw. nicht erlaubt (not permit me to work) ist. Alles ist ausgefüllt, jetzt auf abschicken drücken. Unglaublich, der Antrag für Dieters Visum wird problemlos angenommen! Jetzt noch meinen Antrag hinterher, auch das funktioniert ohne Probleme. Super.Die erforderlichen Unterlagen, Reisepass und Kontoauszug werden als PDF-Dateien hochgeladen. Für die Bezahlung der 105 AUD pro Antrag wird Kreditkartenzahlung akzeptiert. Jetzt heißt es warten. Der Bearbeitungsstatus kann online abgefragt werden. Nach 4 Tagen ist das Visum erteilt.

September 2009:
Im August kommt vom City Lights Caravan Park eine kurze Antwort. Für besondere Fälle haben wir zwei Plätze nicht vergeben. Einen Platz davon könnt ihr haben. Weiteres folgt. Da bis Ende September keine weitere Email kommt, noch mal nachgefragt. Die Rückantwort erfolgt sofort. Ein Platz ist für die Zeit vom 11. Januar – 27. Januar 2010 reserviert. GEZ gekündigt. Im Antrag gleich vermerkt, dass unser Radiogerät für die Zeit des Auslandsaufenthaltes aus der Wohnung entfernt und an unseren Sohn übergeben wird. Wenn das Radio in der Wohnung bleibt, werden weiterhin die Rundfunkgebühren fällig. Das Deutsche Jugendherbergswerk angeschrieben und darum gebeten, die neuen DJH-Karten bereits im Oktober zu verschicken.

Oktober 2009:
Für die abonnierte Zeitung Zustellungsunterbrechung eingetragen
Zahlungen, die während der Abwesenheit per Überweisung erfolgen, bereits per online-Banking als Terminüberweisung angelegt Ein weiterer Punkt zum erledigen ist die Hausratversicherung. Laut Versicherungsbedingungen muss man melden, wenn die Wohnung länger wie 60 Tage unbewohnt ist. Dann wird eine zusätzliche Prämie fällig. Bei der letzten Reise haben wir für die 6 Monate das DREIFACHE der JÄHRLICHEN Prämie bezahlt. Das ist ganz schön happig. Beim der einjährigen Reise wurde die Prämie zu einem reduzierten Betrag berechnet. Mal sehen, ob wir dieses Mal auch eine Reduzierung erreichen können.
Versicherung und Krankenkasse sind nicht weit voneinander entfernt, da können wir leicht beides erledigen.
Bei der Versicherung hört sich die Kundenberaterin das Problem an. Da könne sie nichts für tun, für solche Fälle gibt es genaue Abrechnungstabellen. Auf die Vorhaltung, dass wir bei der einjährigen Reise einen Sonderpreis bekommen haben und einiger weiterer Diskussionen, nimmt sie die Unterlagen und geht telefonieren. Sie kommt zurück und unterbreitet uns als Angebot: Die ersten zwei Monate kosten keinen Aufpreis, obwohl die Wohnung in diesem Jahr schon einmal mehr als 60 Tage unbewohnt war. Für die restlichen 4 Monate den üblichen Aufpreis. Im Antrag wird zusätzlich vermerkt, dass der Nachbar und unser Sohn regelmäßig nach der Wohnung sehen. Wir sind mal auf die Rechnung der Versicherung gespannt.
Bei der Krankenkasse Antrag auf Anwartschaftsversicherung für die Zeit des Auslandsaufenthaltes gestellt. Damit die Krankenversicherung sofort nach unserer Rückkehr aktiv wird, gleichzeitig einen Antrag auf Mitgliedschaft ab 21. Mai 2010 gestellt. Die ganze Prozedur ging schnell und unkompliziert von statten. Hoffentlich funktioniert das auch alles so, wie vereinbart.
Bei unserer letzten Reise wurde uns bei Abschluss der Anwartschaftsversicherung gesagt: Zur Aktivierung der Mitgliedschaft genügt eine kurze Miteilung, ca,. 14 Tage vor der Rückkehr, dann wird alles in die Wege geleitet. Zwei Wochen vor der Rückkehr haben wir eine Email mit dem Rückkehrdatum und der Bitte um Aktivierung der Mitgliedschaft gestellt. Nachdem wir wieder zu Hause waren und zwei Wochen später immer noch keine Versichertenkarte da ist, bei der Krankenkasse nachgefragt. Ergebnis: Es gilt noch die Anwartschaft, kein Anspruch auf Leistung. Erst muss ein neuer Aufnahmeantrag gestellt und unterschrieben eingereicht werden. So einfach, wie uns vor Abreise gesagt wurde, ist es nicht.
Schreiben an Schornsteinfeger und Heizungswartungsfirma geschickt und darum gebeten, die nächsten Termine erst für den Juni 2010 zu planen

Freitag, 6. November 2009

Der Abflugtermin rückt näher, die Reisetaschen stehen schon bereit. Eine ist schon fertig, die zweite ist noch offen und wird weiter bestückt. Auf der heutigen To-Do-Liste steht die Autoabmeldung an oberster Stelle. Bevor wir zur Zulassungsstelle fahren, frühstücken wir erstmal bei Ikea, wie fast jeden Freitag.

Danach fahren wir zur Zulassungsstelle, die seit kurzer Zeit in einem neuen Gebäude untergebracht ist. Es gibt zwei Sonderschalter. Dort werden u.a. auch die Abmeldungen bearbeitet. An beiden Schalter jeweils 3 Leute, also fast keine Wartezeit. Die Unterlagen über den Tresen geben, die Stempel von den Schildern entfernen, bezahlen, nach 10 Minuten ist das Ganze beendet. Wieder ein Punkt abgehakt.

Auf dem Weg nach Hause wird noch ein Stopp an der Tankstelle eingelegt. Damit Reifenschäden verhindert werden, wird der Reifendruck erhöht. Weitere Vorsichtsmaßnahmen sind das Auffüllen der Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel. Die Batterie wird morgen, wenn das Auto auf dem richtigen Platz steht, ausgebaut.

Alle anderen Punkte auf unserer Liste sind erledigt:

- Hausratversicherung informiert
- Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen
- Krankenkasse Anwartschaftsversicherung abgeschlossen
- GEZ abgemeldet –
- Tageszeitung Zustellungsunterbrechung eingetragen –
- Terminüberweisungen vorbereitet
- Nachbarn informiert, Adressen u. Telefonnummern hinterlassen
- Gefrierschrank und Kühlschrank sind leer und abgetaut
- Frische Lebensmittel verbraucht

Samstag, 7. November 2009

Die letzten Sachen werden in die Reisetaschen geräumt. Dieter spielt noch die aktuellen Webseiten sowie alle vermutlich erforderlichen Dokumente auf den Laptop. Wir sind reisefertig.

Heute Abend ist noch Australien-Stammtisch. Da unser Auto bereits abgemeldet ist und es regnet, fahren wir mit dem Taxi zum Treffpunkt. Bis nach Mitternacht sitzen die Letzten zusammen. Bernd fährt uns anschließend nach Hause.
Bei Qantas kann man inzwischen 24 Stunden vor Abflug auch internationale Flüge online einchecken. Das probieren wir jetzt aus. Das Online check in wird aufgerufen und der gebuchte Flug sowie die reservierten Plätze erscheinen. Unser Reisebüro hat bei der Platzreservierung extra den Platz zwischen uns freigelassen. In der Hoffnung, dass bei nicht ausgebuchter Maschine der Platz frei bleibt. Hat leider nicht funktioniert, das Flugzeug ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Dadurch kann beim online-check-in kein anderer Sitz ausgesucht werden und die ausgestellten Bordkarten zeigen die im Computer reservierten Plätze.
Wir werden sehen, ob wir im Flugzeug den Fensterplatz gegen den schlechteren Mittelplatz tauschen können.

Sonntag, 8. November 2009

Dieter holt Brötchen zum Frühstück. Nachdem wir gefrühstückt haben, werden alle noch verbliebenen Reste aus dem Kühlschrank entfernt. Die Spülmaschine läuft ein letztes Mal. Aus dem Auto wird die Batterie ausgebaut, das sind die definitiv letzten Arbeiten.
Pünktlich um 12.00 Uhr fährt unser Sohn vor und das bereit gestellte Gepäck wird eingeladen. Noch das Wasser abstellen und die Leitung leerlaufen lassen, fertig. Wir können los.

Mittagessen und Kaffeetrinken machen wir im größeren Familienkreis. Gegen 17.00 Uhr verlassen wir die Runde und fahren zu Sonja und Christian. Von den Beiden werden wir später zum Flughafen gefahren. Vor der Abflughalle wird das Gepäck ausgeladen, dann verabschieden wir uns von Sonja und Christian. Die Zwei fahren nach Hause, wir machen uns auf den Weg zum Qantasschalter. Wer bereits online eingecheckt hat, kann zum Businessschalter gehen um das Gepäck abzugeben. Bei der Gepäckabgabe fragen wir gleich nach, ob jetzt noch ein Sitzplatzwechsel möglich ist.

Der nette Mann hinterm Schalter macht es möglich und stellt eine neue Bordkarte aus. Laut seiner Aussage sind in der nächsten Zeit alle Maschinen nach Asien und Australien ausgebucht! Während wir noch am Schalter anstehen, kommt Christian Dose zu uns. Er ist vor kurzem aus mit dem Flieger aus Berlin gekommen und hat auf uns gewartet. Nachdem das Gepäck aufgegeben ist, setzen wir uns gemeinsam zu MCDonalds und schwätzen noch ein wenig.

Gegen 21.00 Uhr verabschiedet sich Christian und wir machen uns auf den Weg zum Gate E2. An der Passkontrolle sind wir schnell vorbei und bummeln noch ein wenig an den Läden entlang, ohne etwas zu kaufen. So vergeht die Zeit, jetzt wartet nur noch der Security-Check. Dieter geht vor, es piept. Hosentaschen ausleeren, da ist noch Kleingeld drin, Uhr und Gürtel ausziehen, die Schuhe werden geprüft, er wird mit dem Handdetektor abgetastet, es piept nicht mehr, er ist durch.

Bei mir gibt es keine Probleme. Anscheinend ist die Anlage sehr empfindlich eingestellt, denn bei vielen piept es und sie müssen in die neu aufgestellten Kabinen, zur genaueren Untersuchung. Pünktlich werden die Passagiere in den Flieger gelassen und jeder sucht sich seinen Platz.
Den Fensterplatz in unserer Reihe hat eine junge Frau, die für 1 Jahr nach Neuseeland reist. Zur vorgesehenen Zeit sind wir auf der Rollbahn und die Reise geht los. Sobald die Anschnallzeichen erloschen sind, werden die Menukarten verteilt. Heute lautet die Frage: „Lamb or chicken?“ Gegen 1.30 Uhr ist abgeräumt und Ruhe kehrt ein.

Montag, 9. November 2009

Nach einem ruhigen Flug landen wir um 18.10 Uhr in Singapur. Viel Zeit um im Flughafen zu bummeln bleibt nicht, um 19.00 Uhr wird schon wieder eingecheckt und um 19.45 Uhr startet der Flug nach Perth. Die verbleibende Zeit wird zum Beine vertreten und zum Besuch der Sanitären Anlagen genutzt. Schon ist die Zeit um und wir begeben uns zur Sicherheitskontrolle. Dieses Mal ist es ein länglicher Gegenstand in meinem Rucksack, der die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Der Rucksack muss ausgepackt werden, aber nichts Verdächtiges gefunden. Das hat alles so schön gepasst. Bis die Sachen wieder richtig verstaut sind, das dauert einen Moment. Kaum fertig, wird auch schon eingecheckt.

Für diese Strecke haben wir Plätze in einer 2-er Reihe, sehr angenehm. Der Flieger startet pünktlich. In der Kabine eine ungewohnte Crew – eine Frau, sonst alles Männer. Auf dieser Strecke wird ein warmes Essen serviert. Dieses Mal lautet die Frage „fish or beef?“ Nach dem Abräumen bleiben noch 2 Stunden, die zum schlafen genutzt werden.

30 Minuten vor der im Flugplan ausgewiesenen Zeit landen wir in Perth. Wir hatten Rückenwind. Dieses Mal gibt es keinen Grund sich zu beschweren. Es war ein angenehmer Flug, das Personal war freundlich und aufmerksam, das Essen war gut.
David, ein sehr netter und auch deutsch sprechender Mann am Immigrationschalter, nimmt die Pässe und die Einreisekarten entgegen. Er meint:“Beverley“, haben wir als Adresse genannt, “is a nice town“. Die Pässe werden abgestempelt, wir können durchgehen.
Offensichtlich ist unser Gepäck als letztes in Singapur eingeladen worden, es ist sehr schnell auf dem Band. Dieses Mal haben wir Dosenwurst und Kaffee mit, die auf der Einreisekarte deklariert sind. Deshalb müssen wir durch den roten Ausgang. Ich habe eine Liste angefertigt, auf der die mitgebrachten Lebensmittel aufgeführt sind. Nach einem kurzen Blick darauf, möchte der Kontrolleur die Sachen sehen. Er sieht sich die Zutatenliste auf den einzelnen Dosen an, schüttelt mal kurz, dann können wir alles wieder einpacken. Bereits um 1.30 Uhr verlassen wir den Kontrollbereich und gehen in die Ankunftshalle. Dort werden wir bereits von Barbara und Gerd erwartet. Die Zwei sind trotz der frühen Stunde zum
Flughafen genommen um uns abzuholen. Das Gästezimmer ist bereits vorbereitet. Es ist
doch toll, wenn man so nette Bekannte hat!!!

Bis 3. 00 Uhr sitzen wir noch zusammen, dann ruft das Bett.