Tamworth / Hughenden

Mittwoch, 27. Januar 2010

Wir sind schon früh auf. So können wir in Ruhe frühstücken und alles wieder an seinem Platz verstauen. Mit 2 Autos machen wir uns auf dem Weg zur Autovermietung. Die Rückgabe ist schnell erfolgt, keine Beanstandungen. Schon sind wir raus aus der Stadt und auf dem Weg nach Norden.
Über Manilla, Barraba fahren wir bis Warialda. Dort gibt es einen längeren Stopp mit Kaffee trinken. Weiter geht die Fahrt bis Goondiwindi.
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt und einem Einkauf bei Bi-Lo steuern wir den in der Stadt liegenden Campingplatz an. Bevor wir einen Platz buchen, sehen wir ihn uns erstmal naher an. Alles sehr eng und gedrängt, da fahren wir lieber ein paar Kilometer weiter zum Goondiwindi Tourist Park. Hier sieht das alles viel besser aus, große Stellflächen, ansprechende Umgebung, hier bleiben wir 2 Nächte. Wir haben die Grenze von NSW nach Queensland überschritten und bekommen 1 Stunde geschenkt. In Queensland gibt es keine Sommerzeit, deshalb die 1 Stunde Zeitverschiebung zu NSW.
Bei 40 Grad im Schatten lockt der Pool, eine willkommene Abkühlung.

Goondewindi
Goondewindi

Donnerstag, 28. Januar 2010

Laut Wetterbericht soll es heute wieder 39 Grad werden. Im Informationsblatt über Goondiwindi wird eine 3-stündige Bustour, u.a. mit Besuch einer Baumwollplantage, angeboten. Die wollen wir eigentlich buchen. Der Mann an der Rezeption meint, die wird nur während der Touristensaison, von Mai bis September oder wenn mehr als 10 Personen teilnehmen, angeboten. Er ruft aber den Veranstalter an, der die Aussage bestätigt: Im Moment keine Touren. Es gäbe aber einen Shop in der Stadt, da könnten wir uns wenigstens die Produkte mal ansehen.
Am Vormittag fahren wir in die Stadt. Wir sind ja immer noch auf der Suche nach einem neuen Stuhl. Die Campingläden sind schnell abgeklappert, der gesuchte Stuhl ist nicht im Sortiment. Nach einem Halt bei der Bank, Geld tanken, und kurzen Aufenthalten in den klimatisierten Geschäften, fahren wir noch bei Goondiwindi Cotton vorbei.
Nach Betreten des Geschäftes bekommen wir sofort was zu trinken angeboten. Die junge Frau am Empfang meint, ob wir diejenigen seien, die nach der Tour gefragt hätten. Wegen der geringen Nachfrage finden im Sommer keine Führungen statt. Sie zeigt uns einige ausgestellte Pflanzen und erklärt wie die Baumwolle gepflückt wird. In Melbourne wird das Rohmaterial zu Stoffen verarbeitet, die dann wieder zurück nach Goondiwindi kommen. Hier erfolgen die Zuschnitte, die anschließend nach China zum nähen geschickt werden. Die fertigen Modelle kommen wieder zurück und werden von hier an die verschiedenen Läden geliefert. Genug für heute, jetzt geht es wieder zurück zum Campingplatz.
Am (und im) Pool ist es nice und cool, den Spruch setzen wir in die Tat um. Da lassen sich auch 40 Grad Außentemperatur aushalten. Wir sitzen im angenehm temperierten Wasser, da kommt ein Vater mit seinem kleinen Sohn. Der Kleine kann noch nicht laufen. Ein Schwimmring, der wie ein kleines Boot aussieht, wird im Pool zu Wasser gelassen. Der kleine bekommt über Hose und Windel eine Schwimmweste angezogen und wird dann in den Ring gehoben. Durch die Weste sitzt es fest und kann mit den Füßen im Wasser paddeln. Natürlich wieder mal keine Kamera dabei.

Freitag, 29. Januar 2010

In der Nacht ist die Temperatur gefallen, heute Morgen sind es nur noch 25 Grad. Sehr angenehm. Noch sind viele Wolken am Himmel, gutes Wetter zum fahren.
Im Laufe des Vormittags kommt die Sonne raus und es wird wärmer und wärmer. In der Ferne sind dunkle Wolken zu sehen. Bei uns würde man sagen, ein Gewitter zieht auf. Vorbei an Feldern und Weiden fahren wir bis Miles. Hier buchen wir uns für eine Nacht auf dem Caravanpark ein. Der Mann hinterm Tresen meint, wir sollen uns einen schattigen Platz suchen, es würde noch wärmer werden. Es sind jetzt schon fast 40 Grad. Wir suchen uns einen Platz unterm Baum, wenigstens etwas Schatten.
Der Himmel verdunkelt sich, das Gewitter kommt tatsächlich. Bis auf ein paar Donnerschläge und einige Regentropfen bekommen wir hier nichts ab. Leider fehlt auch die Abkühlung.

Samstag, 30. Januar 2010

Heute Morgen ist es trocken. Beim aufräumen und Betten machen finde ich auf meinem Kopfkissen eine platt gedrückte Spinne. Die muss sich heute Nacht unter meinen Kopf verirrt haben. Das hat sie jetzt davon. Von Miles aus fahren wir vorbei an Feldern und Weiden. Hier muss es gestern Abend heftiger geregnet haben, an der Straßenseite steht noch das Wasser.
Wir fahren bis Biloela und buchen einen Platz auf dem Discovery Caravanpark. Meistens frage ich bei der Anmeldung nach, ob es einen Nachlass – z.B. für Motorhome Club Mitglieder - gibt. Nein, keinen Nachlass, aber ein Upgrade auf eine Ensuite (eigene Toilette und Dusche). Ist doch auch was.
Auch hier in Biloela sind die Auswirkungen des durchziehenden Tiefs zu spüren. Es ist heiß und schwül.

Sonntag, 31.Januar2010

Um 4.00 Uhr sind es immer noch 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bestimmt kommt bald das Regenband, die Ausläufer vom Zyklon. Und tatsächlich,der Regen lässt nicht lange auf sich warten.Gott sei Dank regnet es nur schwach, so ein richtiger Landregen. Die Temperatur ist auch gleich um mehrere Grad gefallen. Hoffentlich hört der Regen auf, bevor wir den Platz verlassen, wir müssen noch spülen.
Es hört nicht auf zu regnen, aber wir behelfen uns. Der Tisch mit der Spülschüssel und dem dreckigen Geschirr wird unter das Dach der Ensuite-Kabine gestellt. Dieter setzt sich in die Tür, so bleibt er trocken.
Als wir losfahren, sind wir leicht angefeuchtet, aber das trocknet ja wieder. Bis zu unserem heutigen Ziel, Gladstone, sind es ca. 120 Kilometer. In Gladstone wohnt AussieHans vom Australien-Forum. Mal sehen, vielleicht klappt es mit einem Treffen.
Bei dem Wetter machen wir keinen Zwischenstopp sondern fahren durch. Am Ortsanfang kommen wir an einem Shopping=Center mit einem Bunnings-Markt vorbei. Wir halten an, brauchen ja noch einen Stuhl. Die Auswahl ist groß und der von uns gesuchte Stuhl ist vorrätig. Gekauft. Bereits im Geschäft haben wir die dicken Regentropfen auf dem Dach klappern gehört. Eine kurze Wetterberuhigung nutzen wir, um die gekauften Sachen im Auto zu verstauen.
Vorm Laden ist ein Stand, an dem Würstchen und Getränke für einen guten Zweck verkauft werden. Die werden wir mal unterstützen. Jetzt weiter zur Info und uns Material über die Gegend holen. Die zwei Damen haben nichts zu tun und sind anscheinend froh über die Abwechslung. Ich werden nicht nur mit Broschüren versorgt, sondern bekomme auch gleich noch Tipps welchen Campingplatz und welche Ausflüge empfehlenswert sind.
Der Kühlschrank ist leer, wir brauchen Nachschub. An einem Einkaufszentrum sind wir bereits vorbei gekommen, das hat Sonntags geschlossen. Auf dem Weg zum Campingplatz kommen wir noch an einem Supermarkt vorbei und kaufen schnell das Nötigste. Bis wir die Formalitäten an der Rezeption erledigt haben, hält sich der Regen in Grenzen. Kaum stehen wir auf dem zugewiesenen Platz, fängt es an zu schütten. Wenn das so bleibt, dann ist nichts mit kochen. Gibt es halt Brot. Von AussieHans ist eine Nachricht da. Er ist beruflich unterwegs und erst am Donnerstag wieder in Gladstone. Da sind wir wahrscheinlich schon weiter gefahren.

Montag, 1. Februar 2010

Wir sind mitten drin – im Regengebiet! Es hat die ganze Nacht geregnet, es regnet seit heute Morgen – ununterbrochen. Die wenigen Minuten, wo es weniger regnet ausgenutzt um mit Schirm auf das WC zu laufen. Bei so einem Wetter verkneift man (Frau) sich dass, solange es geht.
Bei diesem Wetter gehen wir nicht unnötig vor die Tür. Gut, dass wir genügend zu lesen bzw. Videos zum ansehen mitgenommen haben. Das wir schon mal einen ganzen Tag im Auto zugebracht haben, daran können wir uns nicht erinnern.
Einen guten Überblick der augenblicklichen Situation liefert das Wetterradar. Wer sich das ansehen möchte auf http://www.bom.gov.au/weather/radar/ und einen der dort genannten Orte anklicken. Bei dem sich öffnenden Fenster kann man einstellen, in welchem Umkreis (128, 256 oder 512 Kilometer) das Radarbild gezeigt werden soll.

Dienstag, 2. Februar 2010

Die Nacht hat es gestürmt und geregnet und laut Wettervorhersage soll es die ganze Woche mehr oder weniger regnen. Nichts wie weg.
Für Gladstone wird angegeben, das von Sonntag bis Montag jeweils von 9.00 Uhr – 9.00 Uhr (innerhalb von 24 Stunden) 110 Liter Regen/pro m⊃2; gefallen sind, von Montag bis Dienstag werden 116 Liter gemeldet. Das sind fast 23 Eimer auf den m2;. Unserem Gefühl nach, war es mehr.
Bevor wir losfahren werden im Internet die aktuellen Radarbilder angesehen. Wie weit müssen wir nach Norden fahren, damit wir keinen Regen mehr abbekommen? Im Camper wird alles wieder reisefertig verstaut. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit sind Kopfkissen, Decken, Handtücher, Fußboden, alles klamm und feucht.
Zur Abgabe des Schlüssels fahrt Dieter direkt vor die Tür der Rezeption, keine unnötigen Wege. In welche Richtung fahrt ihr denn, kommt die Frage. Nach Norden. Ob ihr da durchkommt. Gestern sind Leute zurück gekommen, da der Highway nach Rockhampton wegen Wasser über der Fahrbahn nicht passierbar war. Aber wir hätten ja eine hohe Bodenfreiheit, wir sollen es versuchen. Bereits kurz hinter dem Ortsausgang stehen die ersten Hinweise: Water over Road. Mit Sandsäcken ist das Wasser aber schon umgeleitet und fließt neben der Straße entlang. Wir kommen auf der weiteren Strecke immer wieder an Hinweisschildern vorbei, aber die Fahrbahn ist überall wieder frei. Neben der Straße haben sich große Seen gebildet, Weiden sind total überschwemmt, der Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen.
So fahren wir im Regen immer weiter nach Norden. Ganz langsam ändert sich die Farbe des Himmels, ab und zu ist ein wenig blau zu sehen. Wir müssten die regenfreie Zone erreicht haben. In Clairview beenden wir die Fahrt, machen den Camper wohnfertig und genießen es, vor dem Camper im trockenen zu sitzen. Nicht lange, dann verdunkelt sich der Himmel und es fängt an zu regnen. Und es regnet die ganze Nacht. Was macht man bei so einem Wetter, einen Videoabend.
Dieter hat gestern auf unserem Rechner Skype eingerichtet. Kaum fertig, kommt schon der erste Anruf aus Beverley. Inge hat gesehen, dass wir online sind. Während wir noch mit ihr sprechen, klopft schon der Nächste an, Martin. Sicher erinnern sich noch einige an Martin. Der hat beim Australia-Day 2006 ein Schwein am Spieß gegrillt. Martin wohnt seit Dezember in Townsville.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Die Spülschüssel hat heute Nacht draußen gestanden. Sie ist randvoll und Wasser ist über den Rand gelaufen. Die Frau an der Rezeption meint, Sonntag und Montag habe es heftiger geregnet und einige Häuser im Ort seien überschwemmt worden. Heute Nacht, das war nicht so schlimm. Inzwischen ist es trocken und die Sonne kommt zwischen den Wolken hervor. Bis Mackay sind es noch ca. 130 Kilometer, das ist das nächste Ziel.
Auf dem Andergrove Van Park buchen wir den Platz für 3 Nächte. Ein schön angelegter Platz mit großen Stellplätzen. Der Camper wird hingestellt und dann erstmal alle Kopfkissen, Decken, etc raus und in die Sonne gelegt, zum trocknen. Die Waschmaschine wird gestartet, das Wichtigste ist erledigt. Nachmittags fahren wir noch ins Shopping-Center, einkaufen. Den Rest des Tages genießen wir das trockenen und sonnige Wetter. Einen Nachteil des feuchten Wetters merken wir jetzt schon, die beißenden Insekten sind überall. Und die finden garantiert die Stelle zum stechen, die beim einsprühen ausgelassen wurde – wie am Rand vom Schuh.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Die zweite Maschine Wäsche wird gewaschen. Bei diesen tropischen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit könnte man sich mehrmals am Tag umziehen. Entsprechend wächst der Wäscheberg. Das Innere des Campers hat mal wieder eine gründliche Reinigung nötig. Bei dem nassen Untergrund, da wird doch viel Dreck mit ins Fahrzeug gebracht. Dieter hat außen noch einige
Arbeiten zu erledigen, so sind wir den Tag über beschäftigt. So sieht alles schon wieder viel besser aus. Jetzt haben wir uns einen gemütlichen Videoabend verdient.

Freitag, 5. Februar 2010

Dieter läuft zum Shop um die Zeitung zu kaufen. Der Laden verkauft keine Zeitungen mehr, Pech gehabt. Wir sitzen noch beim Frühstück, da hält ein Auto an. Der Mann steigt aus und kommt zu uns. Er hat gehört, dass Dieter wegen der Zeitung im Shop war. Er meint, die neuen Besitzer würden einiges ändern, nicht immer zum besten. Er fahre jetzt ins nächste Geschäft, ob er uns eine Zeitung mitbringen soll. Ist doch nett. Auf dem Rückweg bekommen wir die Zeitung frei Haus geliefert.
Heute ist Umtauschtag. Ich habe in Tamworth eine elektrische Kochplatte gekauft. Die funktioniert nicht richtig. Sie wird warm, aber nicht heiß. Mit der Kochplatte und dem Kassenbeleg zu Sams Warehouse gefahren. Kurz geschildert, das die Platte nicht einwandfrei funktioniert. Kein Problem, das defekte Teil wird umgetauscht. Keine 2 Minuten und die Sache ist erledigt.
Von hier aus zu Dick Smith. Dort haben wir am Mittwoch ein Skype-Telefon gekauft. Weder auf der Treiber-CD noch im Internet ist ein Treiber für Windows7 zu finden. Da als Hersteller DSE (Dick Smith Electronic) angegeben und auf deren Seite kein Treiber verfügbar ist, ist die Treiber Suche nicht lösbar. Aber auch hier kein Problem, das bezahlte Geld wird zurück erstattet.
Da wir schon unterwegs sind, stocken wir noch die Getränkevorräte auf und fahren zurück zum Campingplatz.

Samstag, 6. Februar 2010

Heute wollen wir ca. 400 Kilometer nach Norden fahren, bis Townsville. Dort haben wir uns bereits bei Corinna angemeldet.
Ohne größeren Aufenthalt fahren wir durch und kommen gegen 16.00 Uhr dort an. Seit unserem letzten Besuch im November 2005 sind mehr als 4 Jahre vergangen. Da gibt es viel zu erzählen.
Unser Camper ist auf der Strasse vor Corinnas Haus geparkt. Von dort werden wir auch mit Strom versorgt. Schon einige Zeit ist in der Ferne Donnern zu hören und es blitzt heftig. Kaum haben wir uns in den Camper zurück gezogen, da fängt es an zu regnen. Irgendwie scheinen wir das dieses Mal anzuziehen. Der Wind drückt das Wasser an einer Ecke ins Wageninnere. Gut, dass wir genügend Handtücher zum aufsaugen haben.

Sonntag, 7. Februar 2010

Der Wäscheberg muss abgearbeitet werden. Corinna hat eine Trommelwaschmaschine, für uns ein seltener Luxus. Während die Maschine arbeitet, können wir uns in Ruhe unterhalten. Nachmittags trifft sich Corinna mit einer Freundin zum Kaffee trinken. Dieter sitzt im Wohnzimmer, als von draußen jemand „Hallo“ ruft. Ein Mann steht vor der Tür und fragt, ob dass unser Auto sei. Er stellt sich als Nachbar vor, der um die Ecke wohnt. Ob wir auch schon die Leute von der anderen Straßenseite kennen würden, die seien auch aus Deutschland. Nein, die kennen wir nicht, besuchen nur die Bewohnerin dieses Hauses. Ob die die Nachbarn kennt, das wissen wir nicht.
Corinna kennt die Nachbarn nicht. Hat aber schon gesehen, dass auf deren Auto ein DAufkleber ist. Zum Abendessen sind wir mit Martin verabredet. Treffpunkt ist der Cannon Park. Dort gibt es viele verschiedene Restaurants. Da können wir kurzfristig entscheiden, auf welche Geschmacksrichtung wir Lust haben. Wir fahren mit Corinnas Auto und sind pünktlich zur verabredeten Zeit dort. Per SMS wird Martin informiert, dass wir vorm Mexikaner warten. Nach 30 Minuten warten holen wir uns schon mal was zu trinken und beschließen, uns schon mal einen Tisch zu suchen. Da klingelt Corinnas Handy. Martin wartet beim Mexikaner, aber in einem anderen Stadtteil. Schließlich kommt er doch noch bei uns an und bringt Thomas, einen Bekannten, mit. So gibt es doch noch einen Stammtisch in Townsville.

Montag, 8. Februar 2010

Heute ist die Bettwäsche dran. Bereits vor dem Frühstück wird die Waschmaschine gestartet.
Es sind einige Schreibarbeiten zu erledigen. Die Stammtischwebseite muss auch wieder aktualisiert werden. Dieter macht sich gleich an die Arbeit. Die Wäsche kann aufgehängt werden. Es dauert nicht lange und es fängt an zu regnen.
Nach dem Regenschauer werden die gründlich gespülten Teile abgehängt und wieder in die Waschmaschine gesteckt, zum trocken schleudern. Corinna kommt gegen 11.00 Uhr von der Arbeit und geht erstmal ins Bett. Sie hat nachmittags noch einen wichtigen Termin und steht bereits um 13.00 Uhr wieder auf. Während sie unterwegs ist, machen wir uns einen gemütlichen Nachmittag. Zum Abendessen gibt es Pizza, vom Pizzaservice. Dann macht sich Corinna so langsam fertig, um ins Bett zu gehen. Sie fängt ja bereits um 2.00 Uhr an zu arbeiten. Unchristliche Arbeitszeit. Wir ziehen uns in den Camper zurück, zum Videoabend.

Dienstag, 9. Februar 2010

Die Sachen sind alle wieder im Camper verstaut. Es ziehen schon wieder dunkle Wolken aus. Vorsichtshalber werden die Fenster im Pop-Up-Dach geschlossen und das Dach eingezogen und befestigt. Man weiß ja nie, wann es wieder zu regnen anfängt. Und die Vorsorge zahlt sich aus, es regnet mal wieder. Wir warten, bis Corinna von der Arbeit nach Hause kommt. Noch ein wenig unterhalten und gegen 12.00 Uhr verabschieden wir uns. Corinna braucht ihren Schlaf und wir wollen weiter.
Allerdings nur ans andere Ende der Stadt, zu Martin. Dort wird der Truck im Hof geparkt. Martin wohnt seit Ende Dezember in Townsville, in einem Queenslandhaus.
Nach der Begrüßung und Hausbesichtigung unterbricht Martin seinen Arbeitstag und wir fahren zum Essen ins nahe gelegene Hotel. Vom Lunch zurück kehrt Martin an seinen Schreibtisch zurück und wir fahren zum shoppen. Nach unserer Rückkehr wird der Camper im Hof geparkt, Strom stellt uns Martin zur Verfügung. Toilette und Dusche können wir bei ihm benutzen. In Townsville gibt es eine große Kolonie Fledermäuse. Die fliegen bei beginnender Dämmerung los, auf Nahrungssuche. Dieses Naturereignis kann man besonders gut von einer Stelle am Fluss sehen. Gemeinsam fahren wir hin. Vorher aber noch gut einsprühen, auch die Dossiers werden um diese Zeit aktiv. Zuerst sind nur einige Tiere zu sehen, dann werden es immer mehr. Da sind Hunderttausende von „Bats“ unterwegs. Nicht zur Freude aller. Wenn so eine Kolonie z.B. in eine Obstplantage einfällt oder den Flugverkehr gefährdet.
Nach dem Ausflug gibt es Abendessen und gemeinsam sehen wir uns die Bilder der diesjährigen Reise an.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Es ist bereits 10.30 Uhr als wir bei Martin wegfahren. Heute wollen wir bis Charters Towers, das sind ca. 140 Kilometer.
In der Stadt angekommen parken wir den LKW und machen einen Spaziergang durch das Stadtzentrum. Dann ist es Zeit zum Kaffee trinken. Anschließend noch einen Abstecher in die Touristeninfo. Neben der Versorgung mit Informationsmaterial buchen wir für Morgen eine Tour in der Venus Batterie. Als Standort für die nächsten 2 Tage haben wir uns den Big4 Campingplatz ausgesucht. Schöner Platz mit großen Stellplätzen. Kaum haben wir uns häuslich eingerichtet, da ziehen schon wieder dunkle Wolken auf und es donnert. Ein Gewitter zieht auf. Dieses Jahr macht die Wet-Season ihrem Namen aber alle Ehre

Donnerstag, 11. Februar 2010

Australien ist doch klein. Gestern Abend ist ein Ehepaar mit 2 kleinen Kindern hier angekommen. Die deutsche Familie aus der Nähe von Kassel haben wir bereits in Mackay auf dem Campingplatz getroffen.
Bei unserem letzten Besuch in Charters Towers hatten wir vor, die Venus Batterie zu besichtigen. Wir waren allerdings zu spät und hätten bis zum nächsten Tag warten müssen. Dieses Mal wollen wir uns die Führung nicht entgehen lassen und haben bereits gestern die Eintrittskarten gekauft.
Dieter hat gestern ein Update für die Webseitensoftware gemacht. Mit dem Ergebnis, dass eine komplette Übertragung gemacht werden muss. Bereits gestern Abend wurde der Prozess angestoßen und ist immer noch nicht beendet. Dieter bricht die Übertragung ab, wir müssen los, die Besichtigungstour startet um 11.00 Uhr. Es ist nicht viel los, wir sind die einzigen Besucher und werden von Claude betreut. Ausführlich erfahren wir die einzelnen Verarbeitungsschritte, bis das Gold aus dem Erz ausgewaschen ist. Und wie gefährlich das Verfahren, für die Menschen und die Umwelt war und auch heute noch ist.
Die Venus Mill hat bei der Verarbeitung des Erzes immer Geld verdient. Der Miner wurde pro Tonne geliefertem Gesteins zur Kasse gebeten. Nach Ende der verschiedenen Arbeitsschritte erhielt er das gewonnene Gold und konnte es gleich zum Tagespreis weiterverkaufen.
Nach Ende des Rundgangs fahren wir noch in die Stadt zum einkaufen. Kaum zurück auf dem Campingplatz, der Camper ist noch nicht richtig abgestellt, da fängt es schon wieder an zu regnen und ein Gewitter zieht auf. Schnell ins Auto, bevor wir ganz nass sind. Jetzt kann die Webseite in Ruhe übertragen werden. Den Rest des Tages verbringen wir im Auto und sehen uns einen Film an.

Freitag, 12. Februar 2010

In der Nacht war der Himmel Wolken verhangen. Kein Stern oder Mond zu sehen und entsprechend dunkel. Es kühlt nicht ab und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, wie in der Sauna. Die Kopfkissen, Decken, Handtücher, alles ist klamm.
Der Wagen steht ein klein wenig schräg und das Wasser tropft vom Dach. Da merkt man, wie feucht die Nacht war. Aber es regnet NICHT!!! Wir packen zusammen und fahren um 10.30 Uhr vom Platz. Nach einem Tankstopp geht die Fahrt auf dem Flinders Highway weiter. An der Strecke gibt es nur kleine Dörfer, oder wie immer man es nennen will. Balfes hat z.B. 14 Einwohner. In Pentland (300 Einwohner) trinken wir im Pub einen Kaffee/Tee. Aus dem Pub könnte man was machen, wenn man viel Arbeit und Geld investiert. Die Wirtsleute, ein älteres Ehepaar, sind alles andere als gesprächig. Ein Ort, an dem man sich nicht lange aufhält. Es ist noch bewölkt, aber ab und zu versucht die Sonne durch die Wolken zu kommen. Das sieht doch schon gut aus.
Am Pub von Prairie stoppen wir um ihn uns genauer anzusehen. Dort treffen wir fast 10 % der Ortseinwohner (3 von 35). Nach einem kühlen Drink fahren wir weiter bis Hughenden. Hier bleiben wir die Nacht. Den ganzen Tag hat es nicht geregnet und die Temperatur ist sehr angenehm, etwas über 30 Grad. Wir genießen es, mal wieder vorm Auto zu sitzen.
Es ziehen schwarze Wolken auf und in der Ferne ist Wetterleuchten zu sehen. Hier bleibt es aber trocken.