Perth / Beverley

Dienstag, 10. November 2009

Nach ein paar Stunden Schlaf sieht die Welt ganz anders aus. Die Sonne scheint und es ist bereits sehr warm, 30 Grad. Ein starker Kontrast zu dem trüben und kühlen Sonntag, an dem wir in Frankfurt gestartet sind.
Nach dem Frühstück fährt uns Gerd zur Autovermietung. Der reservierte Wagen steht bereit. Die Übergabe der Papiere und die Kontrolle des Autos sind schnell erledigt. Mit zwei Autos fahren wir zurück zum Haus von Barbara und Gerd.
Für unseren Camper brauchen wir noch neue Batterien. Im Internet suchen wir das passende Modell und recherchieren die Preise. Anschließend suchen wir die in der Nähe befindlichen Läden raus und fahren los. Das erste Geschäft hat das gesuchte Modell vorrätig, der Preis stimmt auch. Auf die Nachfrage, ob es beim Kauf von zwei Batterien einen Nachlass gibt, rechnet der Verkäufer erstmal und lässt 5 $ pro Stück nach. Schwer bepackt verlassen wir den Laden.
Wenn wir schon unterwegs sind, dann können wir uns ja mal über die Lebensmittelpreise informieren und fahren Richtung Belmont Shopping Center. Auf dem Weg dorthin kommen wir bei einem Reifenhändler vorbei. Wir brauchen auch noch zwei neue Reifen. Mal sehen, ob es die gebrauchte Größe und Marke dort gibt und welcher Preis aufgerufen wird. Übers Internet wurden mir die Reifen für 346 $ pro Stück angeboten. Im Laden sind in der benötigten Größe verschiedene Reifenmarken vorrätig. Die Preisspanne zwischen 280 $ und 50 $. Jetzt wissen wir schon mehr. Ein Termin für den Reifenwechsel wird nicht benötigt, einfach kurz vorher anrufen und die beste Uhrzeit vereinbaren.
Wir fahren weiter zum Shoppingcenter und bummeln durch die Geschäfte. Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück im derzeitigen Home. Für den ersten Tag haben wir schon ganz schön viel erledigt. Nach dem guten Abendessen,es ist schön sich an einen gedeckten Tisch zu setzen, gehen wir früh ins Bett.

Mittwoch, 11. November 2009
Barbara fährt Gerd ganz früh ins Krankenhaus. Er wird heute an der Hand operiert.Wir frühstücken alleine. Was machen wir heute? Zum Eingewöhnen und Anpassung an die hohen Temperaturen einen gemütlichen Tag in Harbour Town. Mittags sind wir wieder in Belmont, Barbara und Gerd sind auch schon aus dem Krankenhaus zurück.

Eine Weile sitzen wir im Garten zusammen, dann macht sich der Jetlag bemerkbar. Eine Runde Mittagsschlaf ist angesagt. So ganz haben wir die Umstellung von trüb, neblig und kalt auf sonnig und warm nicht geschafft. Wir sind Beide erkältet. Hoffentlich geht das schnell vorbei. Nachmittags sitzen wir bis zum Abendessen im Garten zusammen. So gegen 21.00 Uhr gehen wir ins Bett. Mal sehen, wie lange wir schlafen können.

Donnerstag, 12. November 2009
Bereits um 3.00 Uhr wachen wir auf. Das ist noch zu früh um aufzustehen. Ein gutes Mittel um wieder einzuschlafen ist lesen, bis die Augen zufallen. Mit dieser Methode geht die Nacht vorbei. Kaum im Wohnzimmer steht auch Gerd in der Tür. Seiner Hand geht es gut, er hat keine Schmerzen. Barbara hat heute früh einige Besorgungen zu machen, und ist ebenfalls früh auf. Sehr geschäftig heute Morgen. In der Nacht hat es geregnet und es regnet immer noch. Draußen ist es grau und trüb. Wie in Deutschland, nur wärmer.
Wir nutzen eine Regenpause und packen das Gepäck in den Mietwagen. Der Wagen steht in der Garageneinfahrt und muss weggefahren werden, damit Barbara aus der Garage fahren kann. Wir sparen uns das Rangieren und fahren zur gleichen Zeit wie Barbara los. Wir fahren über Midland nach York. Die ganze Strecke regnet es, teils sehr heftig. Kurz vor York lässt der Regen nach und es fallen nur noch vereinzelte Tropfen. Der erste Weg ist zur Bank. Dieters Bankkarte ist nur noch diesen Monat gültig. Mal sehen, ob die neue Karte in der Filiale bereit liegt, oder bereits zur Zentrale nach Sydney zurück geschickt wurde (wie beim letzten Mal). Dieter meint, die Chancen stehen 50:50, ich bin pessimistischer.

Dieter fragt nach und siehe da, die Karte ist im Tresor. Nicht nur dass, die Filialleiterin bittet uns in ihr Zimmer und meint: Die momentane Kontokombination sei ungünstig, auf das Guthaben erhalten wir derzeit nur noch 1 % Zinsen. Mit einem neuen Produkt seien wir besser dran. Da ist der aktuelle Zinssatz 3,25 % und bei Neuabschluss gibt es die nächsten 4 Monate zusätzlich 1,55 % Zinsen. Natürlich nutzen wir das Angebot. Die entsprechenden Papiere sind schnell ausgefüllt und das Geld wird umgebucht. Alles erledigt, mehr wie ich erwartet hatte.

Jetzt noch ein Besuch im Bottleshop und Getränke nach Beverley mitnehmen. Das Handy klingelt. Inge ist dran und möchte wissen, wo wir sind. Sie fahren nach Beverley zum einkaufen. Prima, dann treffen wir uns bereits dort.
In Beverley parken wir vorm Supermarkt. Noch keine 2 Minuten und Micha kommt angefahren. Er hat seine Einkäufe bereits erledigt, während Inge noch im Supermarkt ist. Nachdem alle Einkäufe eingeladen sind fahren wir gemeinsam auf die Farm.
Nachmittags kommen noch 3 junge Männer (2 Deutsche und 1 Franzose) vorbei. Die haben beim Nachbarn beim Heu machen mit gearbeitet. Nun ist die Arbeit beendet und die 3 wollen sich auch von Inge und Micha verabschieden. Es gibt viel zu erzählen, bevor sich die drei wieder auf den Weg machen.

Freitag, 13. November 2009

Um 3 Uhr sind wir beide wieder wach. Mit dem bekannten Mittel, lesen bis die Augen zufallen, geht die Nacht vorbei.
Inge und Micha fahren kurz nach 8.00 Uhr nach Perth zum einkaufen. Dieter baut die neuen Batterien im Truck ein. Bevor im Innenraum mit Arbeiten begonnen wird, gibt es die große Sprühaktion. Insektenspray großzügig versprühen, Tür zu, und warten.
Nach einer ausgedehnten Wartezeit wird der Innenraum des Campers mit einem Eimer Wasser wieder betreten. Innenraum reinigen ist angesagt. Dabei können gleich die Schubladen und Staufächer durchgesehen, und neu geordnet werden. Wir haben Inge und Micha eine Kamera zur Farmüberwachung mitgebracht. Dieter spielt schon mal die Software auf die Rechner auf und nimmt, soweit schon möglich, die erforderlichen Einstellungen vor.
Inge und Micha kommen aus Perth vom Einkaufen zurück. Micha hat Windows 7 Software mitgebracht. Die kann Dieter morgen gleich mit aufspielen. Die Erkältung hat uns immer noch im Griff. Die Symptome bekämpfen wir abends mit Rotwein.

Samstag, 14. November 2009

Während Dieter sich heute den Laptops widmet, räume ich die mitgebrachten Sachen. Aus Deutschland haben wir 2 Kopfkissen (80 x 80) und die passenden Bezüge mitgebracht. Diese Größe ist in Australien wenig gebräuchlich.
Beim Einräumen lege ich gleich eine Einkaufsliste an, die immer länger und länger wird. Wenn wir wieder in Perth sind, ist erstmal ein Großeinkauf nötig.

Sonntag, 15. November 2009

Inge telefoniert mit ihrer Tochter. Die erzählt, dass der Nachbar gestern eine 2 Meter lange Schlange erschossen hat. So eine riesige Schlange, ob man die mal ansehen kann?
Inge telefoniert mit Pat, dem Nachbarn. Der meint, er habe die Schlange schon entsorgt. Aber wenn er vom Heu einfahren kommt, bringt er die tote Schlange noch mal mit. Inge fährt mit Dieter und mir zum Nachbar. Gut getimed, der Farmer kommt mit seinen Helfern mit dem beladenen Lastwagen zurück. Er steigt aus und hebt die Schlange vom Auto. Das Tier ist größer als Pat. Um welche Schlangenart es sich handelt, weiß keiner genau. Die Vermutung ist, dass es sich um eine Mulga bzw. King Brown Schlange handelt. Sehr giftig. Nach einem kurzen Aufenthalt fahren wir noch bei Nina und Mike vorbei. In deren Garten gibt es viele alte Rosensorten, die teilweise wundervoll duften.
Wieder zurück auf der Farm sitzt Dieter mit Micha zusammen um die Kameraeinstellungen durchzugehen.
So geht auch der Sonntag vorbei.

Montag, 16. November 2009

Die Sonne scheint, so kann der Tag anfangen. Die restlichen Sachen werden verstaut, wir sind startfertig. Bis 10.00 Uhr sitzen wir noch mit Inge und Micha in der Küche. Alles Wichtige ist geklärt, wir verabschieden uns von den Beiden und besteigen die Autos.
In Kelmscott halten wir am Shoppingcenter an. Die Erkältung ist sehr hartnäckig und wir brauchen noch Medikamente. Der Einkauf ist schnell erledigt und der Weiterfahrt zu Barbara und Gerd steht nichts mehr im Weg. Dort treffen wir gegen Mittag ein.
Unsere Pläne haben sich u.a. wegen der Erkältung geändert. Wir bleiben bis nächsten Montag in Perth, Montag fahren wir weiter. Es hat ja keinen Zweck durch die Gegend zu fahren, wenn man sich nicht wohl fühlt.
Nachmittags fahren wir zur Autovermietung und verlängern den Mietvertrag. Von der Vermietung aus geht’s zum Reifenhändler, um einen Termin für die Reifenmontage zu vereinbaren. Das ist schnell erledigt und ein Abstecher im Belmont Center schließt sich an.
Noch schnell ein paar Lebensmittel eingekauft, jetzt ist alles erledigt und wir fahren zurück nach Ascot. Von Deutschland aus habe ich über Ebay ein Satellitentelefon gekauft. Das muss ja mal ausprobiert und getestet werden. Dieter nimmt sich die Bedienungsanleitung vor und nimmt die entsprechenden Einstellungen vor. Das Gerät war auf einen anderen Satellitenbereich eingestellt, deshalb hat es beim ersten Ausprobieren nicht funktioniert. Jetzt geht alles, anrufen und angerufen werden.