Renmark / Beverley

Sonntag, 15.3.2009
So langsam klingt meine Erkältung ab. Die letzten Tage hätte ich als Taschentuch-Tester arbeiten können.

Helga und Manfred kommen, bevor sie nach Hause fahren, noch mal bei uns vorbei.

Bei uns ist heute ein dringend notwendiger Räumtag. Die Sachen, die wir für Jürgen und Harry mit zurück nach Perth nehmen, haben wir auf dem Dach über der Fahrerkabine verstaut. Beim Fahren haben sich die Sachen verschoben und es klappert in einer Tour. Das nervt. Also alles wieder runter und neu beladen.

Der Innenraum hat es genau so nötig. Da sind die dicken Sachen, die wir in Tassie gebraucht haben und jetzt hoffentlich nicht mehr brauchen, die können erstmal in der hintersten Ecke verstaut werden. Und wenn man schon mal am räumen ist, dann kommt eins zum Anderen. Und hier noch was und dort noch dieses, der Tag ist schnell vorbei.

Heute ist es schon recht früh kühl und nach dem Abendessen setzten wir uns in den Camper

Montag, 16.3.2009
Dieter, aufstehen. Es ist bereits 7.30 Uhr. Wir wollen ja nicht so spät losfahren. Ich schnappe meine Sachen und gehe duschen. Hier läuft ein Radio. Ich trockne mich ab, da kommt eine Zeitansage: 7.15 Uhr. Wieso 7.15 Uhr, meine Uhr zeigt doch bereits 7.45 Uhr. Dann fällt der Groschen. In Südaustralien muss die Uhr ja ½ Stunde zurück gestellt werden! Das haben wir am Samstag ganz vergessen und gestern beim räumen ist es uns auch nicht aufgefallen. Eine halbe Stunde gewonnen, wir kommen heute früh los!

Gefrühstückt, zusammengepackt und los geht’s Richtung Peterborough, unserem heutigen Ziel.

Unterwegs sehen wir das historische Overland Corner Hotel ausgeschildert, den kurzen Abstecher machen wir. Montags ist geschlossen, wir können nur ein paar Fotos von außen machen.

Weiter geht die Fahrt am Murray entlang bis nach Morgan. Hier unterbrechen wir die Fahrt und machen Mittagspause. Dann geht’s weiter bis Peterborough. In der Tourist-Info holen wir Unterlagen und fragen wegen eines Caravanparks nach. Das hört ein anwesendes Ehepaar und empfiehlt den Platz hier im Ort. Er sei nice and clean.

Nach einem Bummel über die Hauptstraße und einem ersten Blick auf die Speisekarten fahren wir den empfohlenen Platz an. Von hier hat man einen schönen Blick über die Landschaft.

Zum Abendessen laufen wir in die Stadt. Direkt neben dem Campingplatz ist der Victoria-Park. Den durchqueren wir auf dem Weg ins Stadtzentrum. Zuerst sehen wir uns das Peterborough-Hotel an. Das gefällt uns nicht so, wir gehen weiter zum Railway-Hotel. Der Speisesaal sieht viel netter aus, hier bleiben wir. Dieter bestellt ein Beef-Schnitzel, ich ein Barramundi-Filet mit Zitronenbutter und Gemüse. Salat gibt es vom Büffet. Nach dem Essen setzten wir uns an die Bar und trinken noch ein Bier. Nichts los heute. So machen wir uns bald wieder auf den Weg zurück zum Camper.

Dienstag, 17.3.2009
In den Unterlagen über die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ist der Magnetic Hill angegeben. Wer dort sein Auto parkt erlebt eine Überraschung, das Auto rollt den Hügel HOCH, nicht runter. Das müssen wir gesehen haben.

Ca.25 Kilometer hinter Peterborough zweigt eine Straße Richtung Jamestown ab. Nach ca. 1 Kilometer kommt ein Bahnübergang, von dort sind es noch 400 Meter bis zum Magnetic Hill. Ein großer Magnet steht am Wegesrand, bis dorthin wird das Auto gezogen. Ein kurzes Stück weiter steht ein Schild mit genauen Anweisungen. Den Motor ausschalten, den Leerlauf einlegen und warten was passiert. Was passiert, unser Auto rollt den Hügel hoch. Wir probieren es mehrmals, immer das gleiche Ergebnis, das Auto rollt den Hügel hoch. Unglaublich.

Nachdem wir es mehrmals probiert haben, fahren wir weiter bis Port Augusta. Wir kaufen noch frisches Obst und Gemüse ein (jetzt können wir es wieder) und bringen uns eine Kleinigkeit zum Lunch mit. Den nehmen wir unter einem Schattendach am Fluss ein.

Gemütlich fahren wir anschließend weiter bis Kimba. Hier bleiben wir heute Nacht.

Mittwoch, 18.3.2009
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und es ist neblig. Schnell auf Toilette und dann noch mal ins warme Bett.

Beim nächsten Aufwachen ist die Sonne schon da und der Nebel fast weg. Bis wir gefrühstückt und die Sachen zusammen gepackt haben, scheint die Sonne und es ist angenehm warm.

Gemütlich fahren wir bis Arno Bay. Hier legen wir einen Stopp ein. Sollen wir hier bleiben oder weiterfahren? Wir entscheiden weiterfahren. An der Küste entlang geht’s bis nach Tumby Bay. Das ist ein netter kleiner Ort, da bleiben wir.

Es sammelt sich ja nichts so an wie schmutzige Wäsche. Das Wetter ist günstig, sonnig und ein leichter Wind, da trocknet die Wäsche gut. Schnell sind zwei Maschinen gefüllt. Während die laufen, trinken wir schon mal Kaffee. Bis der gekocht und ausgetrunken ist, sind auch die Waschmaschinen fertig gelaufen.

Um 17.00 Uhr kommt Ross, ein passender Name für den Pferdelenker, mit seinem Wagen, der von einem Clydesdale (Pferderasse) gezogen wird, am Campingplatz vorbei. Er bietet eine Stadtrundfahrt an. Das ist mal eine andere Art die Stadt zu erkunden. Insgesamt 8 Personen sind zur angegebenen Zeit an der Abfahrtstelle. Mit 1 PS geht’s an den wichtigsten Plätzen vorbei.

Ross ist hier geboren und hat sein ganzes Leben in der Umgebung verbracht. Die Stadt hat 1200 Einwohner. Ross kennt viele Leute und weiß eine Menge zu erzählen. Das hiesige Klima muss besonders gut für die Gesundheit sein, hier leben sehr viel alte Leute. Ross: Hier wohnt die 90 jährige …., hier die 87 jährige ….. Gut informiert kommen wir nach 45 Minuten wieder am Campingplatz an.

Donnerstag, 19.3.2009
Das Frühstück wird ausgedehnt. Dieter nimmt sich anschließend einen der äußeren Staukästen vor. Dreck entfernen, alles Mal sichten und neu einräumen kann nicht schaden.

Ich habe Lust zu kochen. Als erstes setze ich einen Brotteig an, dann wird gebruzzelt. Unglaublich, wie schnell dabei die Zeit vergeht.

Die Sonne scheint und es angenehm warm, so um die 25 Grad. Nachmittags machen wir einen Spaziergang in die Stadt und gehen beim besten Bäcker der Halbinsel (laut Ross) vorbei. Hier gibt es nicht nur Kaffee aus der Espressomaschine sondern auch besonders leckere Kuchen. Einen Blueberry-Turnover für Dieter und einen Mango/Macadamia-Cheesecake für mich. Sehr lecker. Das Abendessen lassen wir ausfallen.

Freitag, 20.3.2009
Die Sonne scheint, es wird wieder ein schöner Tag. Es ist 10.00 Uhr als wir vom Platz fahren. Bis Port Lincoln sind es 50 Kilometer. In der Stadt angekommen stellen wir den Wagen ab und machen einen Spaziergang. Anschließend kaufen wir noch Getränke ein, tanken und fahren weiter bis nach Coffin Bay.

Wir sehen uns in dem sehr kleinen Ort um und beschließen, doch noch ein Stück weiter zu fahren.

Der nächst größere Ort ist Elliston. Hier beenden wir die Fahrt und fahren den Campingplatz an. Wir haben Glück und bekommen den letzten freien Stellplatz. Die Frau an der Rezeption meint, es sei sehr viel los. März und April sei hier Hochsaison, obwohl keine Schulferien sind.

Ich habe mal wieder keine Lust zum Essen kochen und wir gehen im Hotel essen.

Samstag, 21.3.2009
Über die A1 fahren wir an der Küste entlang und biegen kurz vor Port Kenny zur Venus Bay ab. Wollen uns die Bucht mal ansehen. Von dort aus zurück auf den Highway und weiter nach Norden. Nach 20 Kilometern folgen wir der Beschilderung zur Sea-Lion-Kolonie. Die ist im Port Labatt-NP. Ein Teil der Straße ist geteert, dann geht es in eine gut befahrbare Gravel Road über.

Am Ziel angekommen stellen wir den Camper ab. Hier ist eine wunderschöne Ecke. Kein Wunder, dass die auch den Seelöwen gefällt. Auf dem Felsen ist eine Aussichtsplattform angebracht. Von hier oben kann man die Tiere sehen, allerdings in ziemlicher Entfernung.

Einen Teil des Weges, den wir gekommen sind, müssen wir wieder zurück fahren. Können aber noch ein Stück an der Küste entlang Richtung Streaky Bay fahren. Morgens hatten wir überlegt, eventuell hier zu übernachten. Es ist ein netter kleiner Ort. Vor Ort beschließen wir allerdings, bis nach Ceduna weiterzufahren und dort etwas länger zu bleiben.

Es ist Lunchtime und wir gehen in die Bäckerei. Hier gibt es eine Espressomaschine, also richtigen Kaffee – keinen Schnellkaffee. Dazu noch eine Kleinigkeit zum aus der Hand essen und ein Brot. Was will man mehr. Wir sitzen noch am Tisch, da kommt die Frau hinterm Tresen hervor und fragt, ob wir noch ein Brot oder sonst was brauchen. Sie mache jetzt Feierabend und das Brot würde sie uns schenken. Im Regal liegt ein German Rye-Brot, das nehmen wir noch mit.

Auf dem Campingplatz in Elliston hatte man uns erzählt, dass in Ceduna die Campingplätze ausgelastet seien. Vorsichtshalber rufe ich in Ceduna auf dem Campingplatz an und reserviere einen Platz für 3 Nächte. Wie groß unser Wohnmobil sei, werde ich gefragt. Antwort: 7 Meter. Nächste Frage: Wie viel Fuß sind das? Keine Ahnung. Sie rechnet und meint dann, für die Größe Camper habe sie nur noch eine Ensuite Site – eigene Toilette und Dusche – frei. Gut, die nehmen wir.

Dieter rechnet mir anschließend vor, dass unser Camper 23 Fuß lang ist.

Auf dem Campingplatz angekommen, hätte ich sogar noch einen anderen Platz bekommen können. Aber für 3 Tage ist eigene Toilette und Dusche ganz angenehm

Sonntag, 22.3.2009
Im Prospekt über Ceduna wird Bill`s Seafood Tour angeboten. Allerdings nur mit Voranmeldung über die Tourist-Info. Die nächste Tour ist heute um 10.30 Uhr. Die Info öffnet um 10.00 Uhr, das müsste reichen.

Bis zum Stadtzentrum sind es vom Caravanpark ca. 300 Meter. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und sind kurz vor 10.00 Uhr an der Info. Der Mann an der Info ruft bei Bill an. Sorry, heute keine Tour, es gibt keinen frischen Fisch. Was nun? Wir machen einen Spaziergang durch die Stadt und gehen anschließend wieder zurück zum Camper. Den Rest des Tages relaxen wir.

Montag, 23.3.2009
Wir fahren nach Thevenard. Dort wird der angelieferte Fisch, wenn es welchen gibt, verarbeitet und man kann ihn direkt dort kaufen.

Auf dem Weg dorthin kommen wir an großen Getreidesilos vorbei. Hier wird das Getreide auf Eisenbahnwaggons verladen und zum Hafen transportiert, wo es auf Schiffe verladen wird.

Anscheinend wird zurzeit nicht viel Fisch angelandet. Ein Fischverarbeiter hat geschlossen, beim zweiten haben wir mehr Glück. Fürs Abendessen nehmen wir King George Whiting-Filets mit.

Vom Pinky Point hat man einen guten Blick auf die Verladestation am Hafen. Leider ist dort auch nichts los, kein Schiff das beladen wird.

Wir setzten uns auf eine Bank und genießen den Sonnenschein und den Blick aufs Meer. Etwas entfernt tummeln sich verschiedene Vögel auf den Felsen, da gibt es immer was zu sehen.

Auf dem Weg zurück zum Auto spricht uns eine Frau an. Nach dem üblichen woher und wohin erfahren wir von ihr, das sie in Ceduna als Lehrerin in der Aboriginie-Community gearbeitet hat. Nachdem wir festgestellt haben, dass wir auf dem gleichen Campingplatz abgestiegen sind, machen wir für später ein Treffen aus.

Da wir morgen den Weg über die Nullabor beginnen, müssen wir noch ein paar Sachen einkaufen und machen uns auf den Weg in die Stadt.

Unsere vorläufige Planung für die Nullabor sieht so aus:
Dienstag bis Fowlers Bay / Übernachtung
Mittwoch bis Eucla / Übernachtung
Donnerstag bis Cocklebiddy / Übernachtung

Dienstag, 24.3.2009
Tropf, tropf, tropf, es regnet. Es ist mitten in der Nacht als ich aufwache und auf die Toilette muss. Ein Glück, das ich bei diesem Wetter nicht weit laufen muss. Schnell wieder zurück ins warme Bett und weiterschlafen.

Es regnet immer noch. Das heißt, wir frühstücken im Auto. Bis wir fertig sind, hat es aufgehört und unsere Sachen können verstaut werden, ohne dass wir die Regensachen brauchen. Pünktlich fahren wir vom Platz und an die nächste Tankstelle, noch mal den Tank für auffüllen. Diesel kostet 1,15 $.

Heute wollen wir bis Fowlers Bay fahren, das sind ca. 150 Kilometer. Am frühen Nachmittag kommen wir dort an. Das einchecken für den Caravanpark erfolgt im Kiosk. Campingplatz, Kiosk, Zimmervermietung, alles in einer Hand. Nicht schwierig bei 16 Einwohnern.

Nachdem der Camper wohnfertig ist, sehen wir uns ein wenig um. Die großen Sanddünen und die Jetty sind die Sehenswürdigkeiten. Außerdem gibt es im Ort eine öffentliche Wäscherei, ungewöhnlich.

Wir besteigen die Sanddüne und werden vom Sand, den der Wind vor sich her treibt, gesandstrahlt. Von der Düne zurück laufen wir auf die Jetty und sehen, was die Angler gefangen haben.

Das mit dem Angeln muss ich auch mal ausprobieren. Während Dieter am Wohnwagen bleibt, nehme ich die Angel und wandere auf die Jetty hinaus. Dieter meint, Du wirst ohne Fisch zurück kommen. Er hat mit seiner Einschätzung recht gehabt, kein Fisch an der Angel. Macht nichts, das unterhalten mit den anderen Anglern hat Spaß gemacht.

Nach dem Abendessen – kein Fisch – machen wir im Camper Videoabend.

Mittwoch, 25.3.2009
Die Nacht war klar, ein ganz toller Sternenhimmel. Gegen Morgen zieht Nebel auf, wie in Deutschland im Herbst.

Als wir losfahren scheint hinter uns die Sonne und vor uns ist es neblig. So fahren wir durch mal mehr mal wenige Nebel. Erst gegen 11.00 setzt sich die Sonne durch.

Bei unserer letzten Fahrt über die Nullabor war die Zufahrt zum Head of Bight wegen Wartungsarbeiten gesperrt. Dieses Mal haben wir Glück, die Straße ist offen. Wir fahren bis zum Parkplatz vor und sehen uns die Küste und die Bunda Cliffs an.

Wieder zurück auf dem Highway sind es nur wenige Kilometer bis zum Nullabor Roadhaus. Eigentlich wollen wir hier auftanken, der Preis von 1,57 $ ist allerdings ganz schön heftig. Vom tanken hält uns dann allerdings das an den Zapfsäulen angebrachte Schild ab. Wegen der vielen Fahrer die ohne zu bezahlen weggefahren sind, behalten wir ihren Führerschein so lange, bis alles bezahlt ist. Das heißt, tanken kann nur, wer zuerst seinen Führerschein hinterlegt. Kann ja verstehen, wenn man sich vor Verlusten schützen will. Ob das der richtige Weg ist? Wir tanken jedenfalls nicht. In unserem Zusatztank ist noch genügend drin, wir werden unterwegs umtanken.

Unterwegs fahren wir auf einen Parkplatz. Pause machen und umtanken. Alles erledigt, der Tank ist wieder voll. Wir stehen noch auf dem Parkplatz da kommt ein Mann auf den Platz gelaufen, der einen kleinen Wagen vor sich her schiebt. Zu Fuß? Auf der Nullabor???? Da muss ich natürlich gleich mal nachfragen. Der Mann ist als Fundraiser (Spendensammler) unterwegs. Mark will in 90 Tagen von Perth nach Sydney laufen, das sind 5300 Kilometer. Er ist gestern in Eucla aufgebrochen und will heute bis zum Nullabor Roadhaus laufen, das sind von hier aus „nur“ noch 42 Kilometer. Wer sich für Marks Lauf interessiert, hier der Link zu seiner Webseite http://www.curecancerchallenge.org/index.html

Wieder auf dem Weg Richtung Westaustralien. Wir sind schon eine Weile gefahren, da kommt uns ein Auto mit Blinklicht und dem Schild „Oversize Load ahead“ entgegen. Der Fahrer zeigt an, wie sollen die Straße verlassen und an den Rand fahren. Zwei Polizeiautos mit Blinklichtern und aufblendenden Scheinwerfern kommen als Nächstes gefolgt von 2 LKWs deren Ladung die Breite beider Fahrspuren hat. Den Abschluss bildet wieder ein Auto mit dem Schild „Oversize Load ahead“.

Heute sind uns 3 verschiedene Formen von überbreiten Transporten begegnet:
Lastwagen der mit seiner Ladung mehr als 1 Fahrspur benötigt - Ein Schild „Oversized“ sowie rechts und links angebrachte Fähnchen

Lastwagen der mit seiner Ladung ca. 1,5 Fahrspuren benötigt - Ein Schild „Oversized“ – sowie vorne und hinten ein Begleitfahrzeug mit dem Schild „Oversize Load ahead“.

Die dritte Variante ist die oben beschriebene mit Begleitfahrzeugen vorne und hinten sowie Polizeiautos – wenn 2 Fahrspuren benötigt werden.

Übrigen kommt uns noch ein zweiter Schwertransport, der beide Fahrspuren benötigt, entgegen.

Gegen 17.00 Uhr kommen wir an der Grenze von Südaustralien zu Westaustralien an. Bevor die Grenze nach Westaustralien passiert werden darf, ist Obst- und Gemüsekontrolle. Dieses Mal kontrolliert eine Frau. Nach der Frage, ob wir frisches Obst, Gemüse oder Honig dabei haben, steigt sie ins Auto und kontrolliert nicht nur den Kühlschrank sondern lässt sich auch die Schubladen und Ablagefächer öffnen. Wir haben nichts dabei und können weiterfahren. Allerdings nur noch die paar Kilometer bis Eucla, hier machen wir Schluss für heute.

Übrigens werden hier die Uhren 45 Minuten zurück gedreht!

Im Restaurant haben wir noch einen Mann getroffen, der gestern in Sydney losgefahren ist und morgen in Perth ankommen will. Also 3 Tage für die Strecke Sydney – Perth, das sind 4000 Kilometer.

Donnerstag, 26.3.2009
Wir sind früh wach. Wegen der Zeitumstellung ist es erst 5.00 Uhr. Frühstück, spülen, den Camper zur Abfahrt bereit machen. Entsprechend früh sind wir auf der Straße und weiter auf dem Weg nach Westen. Heute wollen wir bis Cocklebiddy fahren, das sind 270 Kilometer.

Auf der Südaustralischen Seite haben wir keine toten Kängurus gesehen, hier auf der Westaustralischen liegen die ersten am Straßenrand.

Am frühen Nachmittag kommen wir in Cocklebiddy an und machen den Camper wohnfertig. Das Wetter hier ist prima zum Wäsche waschen geeignet, sonnig und windig. Schnell sind 2 Maschinen angestellt und nach 30 Minuten fertig zum aufhängen. Wäsche waschen macht durstig, wir gehen im Roadhaus ein Bier trinken.

Am frühen Abend kommen noch weitere Übernachtungsgäste. Darunter ein Ehepaar, das mit einem 80 Jahre alten Riley unterwegs ist. De Mann erzählt, sie seien jetzt auf dem Weg nach Perth. Dann würden sie die Strecke wieder zurück bis nach Sydney und dann weiter nach Adelaide fahren.

Freitag, 27.3.2009
Bevor wir weiterfahren prüft Dieter den Reifendruck, dann kann es losgehen. Vor uns liegen 430 Kilometer.

In Caicuna tanken wir auf, jetzt reicht unser Diesel bis nach Norseman. Diesel kostet hier 1,59 $. Und nicht vergessen, die Uhren werden noch mal um 45 Minuten zurück gestellt.

Auf der Straße liegen wieder tote Kängurus und leider auch tote Adler. Auf der Strecke bis zum Baledonia Roadhaus habe ich 5 tote Adler gesehen.

Am Balledonia Roadhaus machen wir Mittagspause. Gestärkt kann es weitergehen. Kaum haben wir den Parkplatz verlassen, kommt uns ein Radfahrer entgegen. Das ist heute bereits der sechste, den wir sehen.

Wir sind schon wieder eine Zeit unterwegs als Dieter Platz macht und ganz am linken Rand fährt. Da will uns ein LKW überholen. Es ist ein Oversize-Transport, der LKW transportiert ein Gebäudeteil. Fahnen links und rechts, also eine Fahrspur breit. Es kommt noch einer, und noch einer und noch einer. Da ist ja ein ganzer Konvoi unterwegs. Dieter sieht in den Rückspiegel und meint, da hinten kommen noch weitere. Insgesamt 8 LKWs fahren vorbei.

Eigentlich hatten wir geplant, auf der Fraser Range Station zu übernachten und hatten übers Internet eine Buchungsanfrage geschickt. Bis heute allerdings noch keine Antwort erhalten. Uns deshalb darauf eingestellt, bis Norseman weiter zu fahren. In Cocklebiddy hieß es, die Station wartet noch auf einen neuen Verwalter und ist deshalb nicht geöffnet. Unterwegs sehen wir, dass die Hinweistafeln noch mit „Geschlossen“ gekennzeichnet sind. Außerdem sind Verkaufsschilder aufgestellt.

In Norseman holen wir uns wir auf der Info ein Zertifikat das bestätigt, das wir Eyre’s Fußstapfen gefolgt sind. Nach einem Einkauf im Supermarkt checken wir auf dem Caravanpark ein.

Samstag, 28.3.2009
Zwischen Norseman und Hyden gibt es eine Verbindungsstraße, den “The Granite and Woodlands Discovery Trail“. Diesen Weg sind wir bereits im letzten Jahr gefahren und die Strecke hat uns sehr gut gefallen. Dieses Mal wollen wir auf der Hälfte der Strecke, bei den Breakeways, übernachten.

Bei der laut Ankündigung „billigsten Tankstelle im Ort“ tanken wir, bevor wir losfahren. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten sind mit genauen Kilometerangaben im Prospekt aufgeführt. Wir fahren die einzelnen Punkte an und sehen uns die Umgebung an, dann fahren wir weiter.

So nähern wir uns langsam unserem heutigen Ziel, den Breakeways. Nur ein Wohnwagengespann ist unter den Bäumen geparkt. Das Paar ist aber bereits damit beschäftigt, den Wohnwagen fahrfertig zu machen. Natürlich gibt es noch ein Gespräch von Camper zu Camper, bevor sich die Beiden zu ihrer nächsten Station aufmachen. Dort, wo vorher der Wohnwagen gestanden hat, richten wir uns mit dem Camper häuslich ein. Es ist der schönste Platz.

Ein Auto kommt und fährt um den Platz. Bei uns hält der Wagen an und ein Mann steigt aus um sich mit uns zu unterhalten. Er arbeite in der Mine und habe jetzt frei. Er käme immer mal hier vorbei um nach dem rechten zu sehen. Das wäre ein beliebter Platz der Minenarbeiter für ein BBQ. Es sei ja alles da, inklusive Toilette. Nachdem er noch ein Foto von uns und dem Truck gemacht hat, fährt er weiter und wir sind wieder allein.

Kurz vorm dunkel werden kommt noch ein Auto und umrundet den Platz. Der Wagen wir in der Nähe der Toilette abgestellt. Ein Mann steigt aus, bepackt mit Kamera und Stativ. Er fotografiert die Felsen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Dann verstaut er seine Sachen im Auto und fährt noch mal rum. Er kommt auch bei uns vorbei, aber ohne anzuhalten fährt er vorbei. Es sieht so aus, als ob er seinen Wagen weit vorne in eine Bucht fährt. Ob er dort übernachtet hat oder weitergefahren ist, keine Ahnung. Wir haben ihn nicht mehr gesehen

Sonntag, 29.3.2009
Es regnet, so ein richtiger Nieselregen. Die Wolken hängen fast bis auf den Boden. Erst mal in Ruhe frühstücken, dann sehen wir weiter.

Es gibt immer mal wieder kurze Phasen, in denen es nicht regnet. Die Pausen nutzen wir um zu spülen und die Sachen wegzuräumen. Das dauert zwar etwas länger, aber wir haben ja Zeit. Irgendwann ist alles verstaut, das Dach heruntergeklappt, wir können losfahren.

Es ist immer noch stark bewölkt und es wird nicht so richtig hell und der Regen hört auch nicht auf. Der einzige Vorteil des Regen, es staubt nicht so.

Bei Regen macht der Aufenthalt im Freien nicht so viel Spaß und wir machen nur kurze Stopps an den Sehenswürdigkeiten.

Der Holland Track kreuzt den Granite Trail. Dieter meint, ich fahre jetzt ein Stück den Holland Track und biegt ein. Nachdem wir ein kurzes Stück gefahren sind, drehen wir wieder um und fahren zum Granite Trail zurück. Als wir an der Einmündung ankommen, parkt dort ein Fahrzeug und die Insassen sehen sich grade die Infotafeln an. Die meinen jetzt sicher, wir sind den ganzen Track gefahren. Wir lassen sie in dem Glauben

Als letzte Sehenswürdigkeit der Strecke ist der Wave Rock aufgeführt. Denn haben wir ja schon besichtigt. Es gibt aber noch einen Felsen, das Hippo-Yarn, den wir noch nicht gesehen haben. Wir biegen ab und sehen uns den Felsen an, der tatsächlich Ähnlichkeit mit einem Flusspferd-Maul hat.

Dann geht die Fahrt weiter bis Corrigin. Hier bleiben wir über Nacht. Es ist nicht nur windig, sondern stürmisch. Kein Wetter zum draußen sitzen. Wir gehen zum Abendessen in den Pub und machen uns anschließend einen gemütlichen Abend im Bett.

Montag, 30.3.2009
Es ist nicht mehr ganz so stürmisch wie gestern Abend und heute Nacht. Aber immer noch kein Wetter um draußen zu frühstücken.

Die Stadt Corrigin ist bekannt durch das „Dog in a Ute“-Festival und den Hundefriedhof. Der Friedhof ist außerhalb der Stadt und liegt auf unserer Strecke. Klar, dass wir hier anhalten und uns das mal ansehen. Ca. 80 Tiere sind hier begraben und mit mehr oder weniger aufwändigen Gräbern sollen sie in Erinnerung bleiben. Dieter stellt fest, dass der älteste Hund 23 Jahre alt war, ein stolzes Alter für einen Hund.

Wir haben gestern telefonisch bei Inge und Micha nachgefragt ob es ihnen recht ist, wenn wir heute bei ihnen vorbei kommen. Vorher fahren wir noch nach Kelmscot. Hier gibt es einen Händler der mit Teilen für japanische Autos handelt. Wir brauchen was für den Canter und fahren vorbei. Das von uns gewünschte Teil ist nicht vorrätig, aber die Bestellung geht heute noch raus. Wenn das Teil da ist, werden wir benachrichtigt. Jetzt noch Lebensmittel einkaufen, dann haben wir alles. So gerüstet machen wir uns auf den Weg nach Beverley.

Nach 3 Monaten, die wir bisher unterwegs waren, gibt es natürlich viel zu erzählen.