Perth / Frankfurt

Freitag, 1.5.2009
Heute Morgen besuchen wir die Malaga Markets, die nur Freitag bis Sonntag geöffnet sind. Die Markets sind nicht sehr groß, wir haben uns schnell einen Überblick verschafft. An einem Stand nehmen wir uns ein italienisches Brot mit, das gut aussieht. Hoffentlich schmeckt es auch so. Hier gibt es auch mal andere Wurstsorten, ungarische Salami und ein italienischer gekochter Schinken passen gut zum Brot.

Von den Markets fahren wir wieder zurück zu Barbara. Bei einer Tasse Kaffee wird ausführlich die Tageszeitung gelesen.

Dieters Hosen sollen gegen 16.00 Uhr fertig sein. Deshalb fahren wir nachmittags zum Belmont Center, um sie abzuholen. Beim Änderungsschneider heißt es sorry, wir arbeiten noch daran. Wir brauchen noch eine halbe Stunde. Macht nichts, die Zeit nutzen wir zum bummeln und zum einkaufen. Schließlich brauchen wir für morgen einen Geburtstagskuchen.

Kurz vor fünf finden wir uns vor der Schneiderei ein. Eine Hose wird noch gebügelt, alle anderen sind fertig. Mit der großen Tüte geht’s zurück zum Auto und nach Hause.

Zum Abendessen verwöhnt uns Barbara mit ihrem selbstgekochten Gulasch. Lecker.

Samstag, 2.5.2009
Nach einem gemütlichen Frühstück geht Dieter die Zeitung holen. In der Zwischenzeit wird schon mal das Bügeleisen rausgeholt. Die frisch gewaschene Wäsche soll gebügelt werden. In Australien bügele ich nicht sehr oft, meistens erst, wenn wir nach Hause fahren. Gebügelte Wäsche ist im Camper besser zu verstauen.
Dieter setzt sich in den Garten zum lesen, während ich den Wäscheberg abarbeite.

Anschließend wird alles wieder im Camper verstaut. Dabei nochmals alle Schubladen durchgesehen, ob alles was mit nach Deutschland muss, auch wirklich ausgeräumt ist. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Kabeln für Telefon, Kamera, Notebook, etc. Bevor die Schubladen geschlossen werden, wird noch kräftig mit Insektenspray ausgesprüht. Sicher ist sicher.

Jetzt ist Zeit zum Kaffeetrinken und den Geburtstagskuchen anzuschneiden. Es gibt einen Käsekuchen mit Passionsfrucht. Schmeckt sehr gut. Beim zusammensitzen wird überlegt, was machen wir denn zum Abendessen? Schnelle Entscheidung, wir gehen essen. Und wohin? Wir entscheiden uns für das Restaurant Sizzler in Morley.

Wir fahren kurz nach 18.00 Uhr los und sind gegen 18.30 Uhr dort. Den Wagen parken und zum Eingang gehen. Bereits auf dem Weg dahin sehen wir, dass noch mehr Leute auf die Idee gekommen sind. Eine lange Menschenschlange wartet darauf eingelassen zu werden. So haben wir wenigstens Zeit, die Speisekarte ausführlich zu studieren. Langsam geht es vorwärts. Eine Angestellte kommt vorbei und fragt Alle Anwesenden, wie groß die Gruppe ist, mit der ein Platz gesucht wird. Stetig nähern wir uns der Kasse und um 19.00 Uhr kann die Bestellung abgegeben werden. Wir werden zum Tisch geleitet. Es dauere ca. 30 Minuten bis das Hauptgericht serviert werden. Bis dahin können wir uns am Salatbuffet bedienen, dass sehr reichlich ist. Als das Hauptgericht serviert wird, ist im Magen kaum noch Platz dafür. Nach dem Essen machen wir Platz für die, die noch in der Schlange stehen und auf einen Sitzplatz warten.

Zuhause angekommen stoßen wir noch auf meinen Geburtstag an.

Sonntag, 3.5.2009
Barbara hat uns für heute in den Österreichischen Club eingeladen. Wir werden uns dort mit Bekannten von Barbara treffen und im Club zu Abend essen.

Gegen 15.30 Uhr sind wir dort. Im großen Saal sind die Tische mit rot-weiß karierten Tischdecken gedeckt. Ein Alleinunterhalter spielt und vereinzelt wird getanzt.

Um 16.00 Uhr werden die Gäste nach draußen gebeten, der Maibaum soll errichtet werden. An der Parkplatzschranke ist ein Baum angebunden. Ein Seil ist an der Schranke und an einem Auto befestigt. Einige starke Männer richten die Schranke mit dem Baum auf. Dabei werden sie vom Seil unterstützt, dass vom Auto gezogen wird. Dazu werden deutsche Volkslieder (der Mai ist gekommen) gespielt und einige tanzen unterm Maibaum.

Inzwischen sind auch Barbaras Bekannte angekommen. Mit denen sitzen wir zum unterhalten zusammen. Abendessen gibt es im Club, dann fahren wir wieder nach Hause.

Maibaumerrichtung im Österreichischen Club
Maibaumerrichtung im Österreichischen Club

Montag, 4.5.2009
Barbaras Montag ist immer voll ausgefüllt. Sie verlässt um 11.00 Uhr das Haus, wir auch. Unser heutiges Ziel ist das Perth Harbour Town Shopping Center. Wir brauchen zwar nichts, aber umschauen kann man sich ja trotzdem.

Ich suche schon lange eine neue Reisetasche. Sie sollte groß und leicht sein, man hat so seine Vorstellungen. Heute habe ich sie gefunden und gleich mitgenommen.

Hier in Australien laufen viele Leute in Crocks herum. Das sind Kunststoffschuhe, meistens in auffälligen Farben und nicht wirklich gut aussehend. Unsere Freundin Inge hat gesagt, die Schuhe seien unheimlich bequem und praktisch und außerdem gut bei Fuß- und Rückenproblemen. Das werde ich selbst ausprobieren, ich habe mir auch welche gekauft!

Vier Stunden bummeln wir so von Shop zu Shop. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Nach einer Kaffeepause machen wir uns auf den Rückweg.

Heute gibt es Hähnchenschnitzel zum Abendessen. Danach im Fernsehen Australias Masterchef (eine Kochsendung) ansehen. Passt doch gut, oder?

Dienstag, 5.5.2009
Fischkopf-Stammtisch – die Welt ist klein

Uns fehlen noch einige Mitbringsel, deshalb machen wir uns auf nach Midland, ins Shopping Center. Dort bekommen wir alles, was wir gesucht haben – und noch mehr. Ich kann dem Muttertagsangebot nicht widerstehen, 30 % auf alles und kaufe noch eine Hose und 2 Blusen. Jetzt reicht es aber.

Von Midland fahren wir wieder zurück zu Barbara. Dort machen wir es uns mit der Zeitung gemütlich.

Gegen 18.00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Leederville, dort ist heute Fischkopf-Stammtisch. Wie immer, wenn man genügend Zeit eingeplant hat, läuft es einwandfrei und wir sind viel zu früh dort. Wir setzen uns an die Bar und trinken schon mal was. Kurze Zeit später erscheint ein junger Mann, der ein T-Shirt mit der Aufschrift: Berufsfeuerwehr München trägt. Der will bestimmt auch zum Treffen. Das T-Shirt ist der Anknüpfungspunkt, wir haben richtig geraten. Während wir noch warten, kommt der Nächste, der sich suchend umschaut. Bestimmt ein weiterer Besucher. Richtig geraten, es ist Joachim aus Berlin.

Wir sitzen zusammen an der Bar, da hat uns Birthe entdeckt und kommt uns begrüßen. Die Gruppe trifft sich im Nebenraum, gemeinsam ziehen wir dorthin um.

Einige Gesichter kennen wir noch von unserem letzten Besuch, der ist allerdings schon zwei Jahre her. Uns gegenüber sitzt ein Paar, mit denen haben wir uns damals auch unterhalten. Die Beiden erinnern sich an uns, schon ist die Unterhaltung im Gange.

Birthe steht mit einigen Besuchern zusammen, ich stelle mich dazu. Birthe stellt uns vor. Das sind Anne und Jürgen, das ist Elvira. Da meint Anne: vom Frankfurter Stammtisch, den haben wir 2006 einmal besucht. Ich erinnere mich, Anne die Friseurmeisterin. Die Welt ist doch klein. Anne und ihr Mann sind jetzt seit knapp 1 1/5 Jahren in Australien. Da gibt es natürlich viel zu reden. So vergeht die Zeit sehr schnell. Da viele morgen wieder arbeiten müssen, löst sich die Gruppe gegen 22.30 Uhr auf. Auch wir machen uns auf den Heimweg und sind um 23.00 Uhr wieder zu Hause.

Mittwoch, 6.5.2009
Heute bringen wir den Camper nach Beverley. Da wir von Beverley aus zu John und Maxine und anschließend wieder zu Barbara fahren, wird das Gepäck entsprechend sortiert. Das bleibt bei Barbara, das kommt wieder in den Camper, das brauchen wir zum übernachten und muss mit. Das Gepäck wird entsprechend verstaut und gegen 11.00 Uhr verabschieden wir uns von Barbara und machen uns mit zwei Autos auf den Weg nach Beverley. Dieter mit dem großen voraus, ich mit dem kleinen hinterher.

Wir stehen an der Ampel um auf den Tonkin Highway einzubiegen. Während wir stehen, kann ich auf die Hinterreifen sehen. Das sieht aber komisch aus. Es sieht so aus, als ob der innere Hinterreifen platt ist. Bevor ich mir das Ganze genauer ansehen kann, schaltet die Ampel schon wieder auf grün. Immer im unpassenden Moment. Wir fahren auf den Highway auf. Bei der nächsten Gelegenheit überhole ich Dieter und fahre auf den Seitenstreifen. Dieter hält an und ich erzähle ihm, warum ich ihn angehalten habe. Er steigt aus und sieht sich den Reifen an, keine Luft mehr drin. Wo ist der nächste Reifenservice? Nach kurzer Überlegung entscheidet Dieter, bis nach Kelmscot zu fahren. Mit der entsprechenden Vorsicht wird der Weg bis dorthin zurück gelegt und ein Reifenservice angefahren. Nach kurzer Wartezeit wird der Truck in die Halle gefahren und die Räder herunter genommen. Den Reifen am Straßenrand zu wechseln sei eine Menge Arbeit, meint der Arbeiter. Was Dieter bestätigt, da er diese Arbeit vor gar nicht langer Zeit machen musste. Dieter erzählt dem Mann in der Werkstatt dass wir versucht haben zwei neue Reifen zu bekommen und das in ganz Westaustralien keiner verfügbar ist. Das ruft ein ungläubiges Kopfschütteln hervor. Bis morgen Abend habe ich zwei Reifen. Der Mann geht zum telefonieren ins Büro.

Dieter sieht in der Werkstatt beim wechseln des Reifens zu, während dessen unterhalte ich mich mit einem älteren Mann. Der Mann ist als Kind mit seinen Eltern aus Holland nach Australien gekommen, das ist bereits 52 Jahre her. In kurzer Zeit erfahre ich die halbe Lebensgeschichte des Fremden.

Aus dem Büro taucht der Angestellte wieder auf, etwas kleinlaut. Der Reifen komme aus Amerika und sei zurzeit nicht lieferbar. Wahrscheinlich kommt die Lieferung Ende des Monats, da sind wir schon wieder in Deutschland. Vor unserer nächsten Reise werden wir 4 Wochen im Voraus wegen der Reifen nachfragen. Hoffentlich sind sie dann verfügbar.

Die Ursache des platten Reifens ist gefunden. Im inneren des Reifens war Sand. Der hat dazu geführt, dass der Schlauch porös wurde. Der Schlauch wird ausgetauscht, die Reifen wieder montiert. Nach einem einstündigen Aufenthalt können wir weiterfahren.

Gegen 14.00 Uhr kommen wir auf der Farm an. Inge hat den Wagen gehört und kommt uns entgegen. Micha ist noch auf der Farm unterwegs, kommt aber nach kurzer Zeit angefahren. Jetzt gibt es viel zu erzählen.

Donnerstag, 7.5.2009
Gestern Abend konnte ich nicht einschlafen und habe bis nach Mitternacht gelesen. Dann Licht aus und kurz danach eingeschlafen. Dieter macht mitten in der Nacht, um 4.00 Uhr Licht an, jetzt kann er nicht mehr schlafen. Ich drehe mich um und schlafe weiter. Dieter hat auch noch mal geschlafen, denn gegen 8.00 Uhr wachen wir fast gleichzeitig auf.

Wir gehen zu Inge und Micha in die Küche und frühstücken. Dann sitzen wir zusammen und schwätzen. Gegen Mittag entschließen wir uns, die letzten Sachen in den Camper zu räumen, die Wasserkanister zu entleeren, den Kühlschrank zu öffnen und noch mal kräftig mit Insektenspray auszusprühen. Alles erledigt, jetzt kann der Truck abgestellt werden. Dieter klemmt noch die Batterie ab, fertig.

Es ist Zeit zum Mittagessen. Heute gibt es Spaghetti. Nach dem Mittagessen wird Kaffee getrunken, dann geht jeder seiner Arbeit nach. Am späten Nachmittag hat Inge Lust auf was Süßes und backt Waffeln. Alle sitzen gemütlich zusammen bis um 19.00 Uhr. Dann geht es ins Wohnzimmer um die neueste Folge von Masterchef zu sehen.

Das Abendessen schließt sich an. Beim Abendessen wird nachträglich auf meinen Geburtstag angestoßen. Bis 23.00 Uhr sitzen wir zusammen, dann geht es ins Bett.

Freitag, 8.5.2009
Die Tasche zum mitnehmen ist gepackt. Unsere Reisetaschen und das Meiste, das wir nach Deutschland mitnehmen, haben wir ja bei Barbara in Perth gelassen. In unserer Tasche ist nur noch das, was die nächsten 3 Tage, die wir bei John und Maxine sind, gebraucht wird.

Gegen 11.00 Uhr, verabschieden wir uns von Inge und Micha. Die Beiden werden wir im Juli in Deutschland sehen, die Flüge nach Deutschland sind schon gebucht.

Auf dem Weg nach Perth legen wir einen Stopp in Gosnells, bei den Railwaymarkets, ein. Nach einem Gang durch die Markthalle holen wir uns beim Chinesen einen Teller mit Fingerfood. Z.B. Frühlingsrollen mit einer roten Soße. Und wie das immer ist, wenn man nur das Nötigste zum anziehen mit hat, die rote Soße kleckert auf das gelbe T-Shirt. Na prima. Gegenüber von den Markets ist ein Rivers (Bekleidungsgeschäft). Mal sehen, ob ich dort noch was passendes zum anziehen finde. Die Auswahl ist groß und ich nehme fünf Polo-Shirts mit. So viele brauche ich zwar nicht für die nächsten Tage, aber die kann ich ja auch in Deutschland tragen.

Bei John und Maxine haben wir unser Kommen für nach dem Lunch angekündigt. Da können wir jetzt von hier aus direkt nach Dianella fahren.

Maxine und John empfangen uns sehr herzlich. Das Gästezimmer ist bereits vorbereitet. Damit wir unabhängig sind, bekommen wir den Haustürschlüssel. John hat sein Auto verkauft und ein Platz in der Garage ist frei. Dort kann das Mietauto abgestellt werden.

Wir sitzen den Rest des Tages zusammen und es gibt viele Fragen zu unserer letzten Reise und den Erlebnissen

Samstag, 9.5.2009
Heute ist die Trauerfeier für Rudi Wentzel. Die Überlegung ist, gehen wir hin oder gehen wir nicht. Besonders gerne gehen wir nicht zu solchen Terminen.

Maxine stellt die obligatorische Frage: What do you like for breakfast? Wir entscheiden uns für Bacon & Eggs. Das Essen wird von John serviert, wie im Restaurant.

John macht sich für seinen Arbeitstag fertig. Er arbeitet bei einem Buchmacher auf der Rennbahn. Heute ist Familientag, es kostet keinen Eintritt und für die Kinder gibt es ein spezielles Programm. Es wird ein langer Tag werden, vor 18.00 Uhr wird er nicht zurück sein.

Wir haben uns entschlossen, zur Trauerfeier zu gehen. Diese ist um 11.00 Uhr auf dem Pinnaroo Cementry.

Kurz nach 10.00 Uhr machen wir uns auf den Weg. Alle Ampeln sind grün und um 10.30 Uhr fahren wir auf den Parkplatz. Es ist ausreichend Zeit, um sich im Park umzusehen. Der Pinnaroo Cementry ist wie ein großer Park angelegt, wirklich schön. Das weitläufige Gelände lädt zum spazieren gehen ein. Auf den ersten Blick ist nichts von Gräbern zu sehen. Entlang der Wege sind kleine Grabplatten in der Erde versenkt oder auf Sitzbänken sind kleine Namensschilder angebracht. Alles sehr gut in die Landschaft integriert. Im Park soll es viele Kängurus geben, wir haben keine gesehen. Wahrscheinlich nicht die richtige Zeit.

Um 11.00 Uhr kommt das Auto vom Beerdigungsinstitut, dahinter ein Auto mit der engsten Familie. Alle Anwesenden nehmen Plätze in der Trauerhalle ein. Was auffällt, gedeckte dunklere Farben überwiegen, aber die Kleidung ist nicht so formell wie in Deutschland. Außer den Mitarbeitern des Beerdigungsinstitutes habe ich keinen im dunklen Anzug gesehen. Den kleinen Mann, der die Rede hält, haben wir bereits draußen gesehen und vermutet, dass er der Redner ist. Sein Aussehen und Verhalten haben darauf hin gedeutet.

Rudis Stiefsohn erzählt von der Zeit, als Rudi Karen geheiratet hat. Das Ziel der Hochzeitsreise sei die Canning Stock Route gewesen.

Mit einer Powerpoint-Präsentation werden Bilder aus Rudis Leben gezeigt. Als Hintergrundmusik läuft: A Pub with no beer. Irgendwie passend.

Nach der Trauerfeier und den Reden trifft sich die Trauergemeinde, um der Familie das Beileid auszusprechen. Bei dieser Gelegenheit lernen wir auch einen von Rudis Söhnen kennen, der aus Deutschland angereist ist. Er ist heute Morgen angekommen und muss morgen bereits wieder zurück fliegen. Karen lädt alle zum Umtrunk zu sich nach Hause ein. Da gehen wir nicht mit. Wir verabschieden uns und gehen zurück zu unserem Auto.

Es ist so ein schöner Tag, das muss ausgenutzt werden. Wer weiß, wie das Wetter in Deutschland ist. Wir fahren weiter nach Hillarys Boats Harbour und Sorrentor Quay. Das letzte Mal, als wir hier waren, hatte ein Brand einen Teil der Häuser von Sorrentor Quay zerstört. Inzwischen sind neue Häuser und Läden entstanden, sehr nett zum bummeln und essen gehen.

Micha hatte uns erzählt, dass er hier in Sorento mit seinem Enkel einen super Burger gegessen hat. Da sich bei mir so langsam der Hunger meldet, werden wir bei FAB (Finest Australia Burgers) die Burger probieren. Die Burger werden in einem New Norcia Brötchen serviert und sind wirklich sehr lecker, allerdings nicht preiswert.

Auf dem Heimweg machen wir noch einen Abstecher zu Ikea. Wollen doch mal sehen, ob sich die Läden von denen in Deutschland unterscheiden. Nach unserem Bummel steht fest, das Angebot gleicht dem in Deutschland. Das Speisenangebot ist etwas anders.

Kurz nachdem wir in Dianella eingetroffen sind, kommt auch John von der Arbeit. Es waren viele Menschen auf der Rennbahn. Für den Buchmacher war ein erfolgreicher Tag. Allerdings habe es bis zum sechsten Rennen gedauert, um ins Plus zu kommen.

Maxine hat zum Abendessen Fisch und Chips vorbereitet. Ein typisch australisches Essen.

Sonntag, 10.5.2009
Gestern hat eine Nachbarin von John und Blumen vorbei gebracht. Maxine hatte auf das Haus der Nachbarn aufgepasst, während die in Urlaub waren. Nachdem die Nachbarin gegangen war meint John zu Maxine und mir: you can share the flowers, happy Mothersday.

Auch in Australien ist heute Muttertag. Johns Mutter wird zum Lunch erwartet. Wir haben eine Verabredung im Garvey Park zum BBQ. Beim Australien-Forum haben wir den Termin auch gepostet und zum Treffen eingeladen, leider hat sich keiner gemeldet. Den Muttertag haben wir bei der Terminfestlegung total vergessen.

Um 11.00 Uhr wollen wir im Park sein und machen uns rechtzeitig auf den Weg. Bereits auf der Zufahrt zum Park sehen wir, dass schon viele Leute dort sind. Decken sind unterm Baum ausgebreitet und ganze Familien sitzen im Kreis. Unsere ganze Ausrüstung ist ja im Camper und wir versuchen, einen der im Park aufgestellten Tische und Stühle zu bekommen. Am Parkeingang ist noch einer frei, Glück gehabt. So haben wir Gelegenheit, die Ankommenden zu beobachten.

Es sieht so aus, als wenn an diesem Tag alle Mütter zum BBQ – klar, beim BBQ kochen die Männer – oder ins Restaurant ausgeführt. Viele haben Blumensträuße oder Geschenke dabei.

Um die Zeit bis unsere Verabredung eintrifft zu überbrücken, haben wir was zu lesen mitgenommen. Die Zeit vergeht, niemand kommt. Dieter über nimmt das grillen und wir essen zu Mittag. Wir werden noch bis 14.00 Uhr warten, dann unternehmen wir etwas anderes. Es kommt keiner mehr, wir packen unsere Sachen zusammen und fahren in die Stadt, zum Bell Tower. So oft wie wir in Perth waren, den Bell Tower haben wir noch nicht von innen gesehen. Wir fahren mit dem Aufzug nach oben und sehen die Stadt aus der Vogelperspektive. Langsam geht es von Stockwerk zu Stockwerk nach unten.

Bis zum Ablauf der bezahlten Parkzeit haben wir noch Zeit und gehen Kaffee trinken. Danach fahren wir zurück nach Dianella. John und Maxine schauen sich im Fernsehen ein Footballspiel an. Die Beiden sind große Footie-Fans.

Montag, 11.5.2009
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Gastgebern. Von hier aus fahren wir zu Barbara. Die ist bereits unterwegs. Wir stellen nur unser Gepäck ab, dann fahren wir in die Stadt, zum bummeln.

Wir verbringen den Tag in der Stadt. Nachmittags fahren wir dann zu unserem Quartier für die nächsten 2 Nächte. Barbara ist immer noch unterwegs. Bis sie kommt, machen wir es uns gemütlich. Barbara kommt kurze Zeit später, sie war mit ihrer Mutter unterwegs.

Mit einem gemütlichen Fernsehabend klingt der Tag aus

Dienstag, 12.5.2009

Heute werden die letzten Arbeiten erledigt. Alles ist in den Reisetaschen verstaut. Nur noch das, was morgen gebraucht wird, ist draußen.

Ich setzte mich an den Computer und schreibe den Bericht für die letzten Tage.
Dieter bringt noch mal die Webseite auf den neuesten Stand. Bei der ersten Übertragung kommt es wieder mal zu einem Abbruch und die Übertragung muss erneut angestoßen werden. Die Übertragung dauert mehrere Stunden.

Mit lesen und fernsehen klingt der Tag aus.

Leider ist der Urlaub zu Ende. Heute Nachmittag startet der Flieger Richtung Singapur und Frankfurt. In Frankfurt werden wir am Donnerstag um 6.00 Uhr eintreffen.

Wir bedanken uns bei Allen:
die unsere Reise auf der Webseite verfolgt
die Kommentare ins Gästebuch geschrieben
die sich per Email nur mal so gemeldet oder
die uns mit Emails z.B. über die Stammtisch-Treffen informiert haben

Mittwoch, 13.5.2009
Die Reisetaschen sind gepackt. Gerd hat eine Federwaage zum Koffer wiegen. Alle Taschen sind im Limit, da kann es keine Probleme geben. Dieter checkt im Internet, ob der Flug Richtung Singapur pünktlich starten wird. Bis jetzt ist der Flug noch on time.

Um 10.30 Uhr muss der Mietwagen zurück gegeben werden. Vor der Rückgabe müssen wir aber noch tanken. Barbara steht extra früh auf, sie will hinterher fahren und uns bei der Autovermietung wieder aufsammeln. Die Rückgabe ist schnell erledigt, es gibt keine Beanstandungen. Die Kaution wird dem Kreditkartenkonto gutgeschrieben und schon sind wir wieder draußen. Barbara wartet bereits mit dem Wagen. Es ist noch Zeit bis wir zum Flughafen müssen und fahren deshalb mit Barbara nach Hause.

Kurz vor zwölf packen wir unsere Sachen in den Kofferraum und Barbara fährt uns zum Flughafen. Der Schalter ist noch nicht besetzt, aber wir sind die Ersten, die sich anstellen. Laut Anzeige soll das Check-In um 12.30 Uhr beginnen, aber der Schalter öffnet bereits eine Viertelstunde früher. Auf meine Frage, ob die Maschine ausgebucht sei meint der Mann hinterm Schalter: es ist übervoll, die Morgenmaschine ist ausgefallen. So, jetzt sind wir das Gepäck los. Jetzt gehen wir noch was trinken, bevor Barbara wieder nach Hause fährt. Da es schön warm ist, setzten wir uns auf die Dachterrasse.

So langsam wollen wir durch die Kontrollen und verabschieden uns von Barbara. Die Gepäckkontrolle passieren wir problemlos und sind jetzt im Duty free Bereich. Wir haben alles und suchen uns einen freien Platz. Das einchecken beginnt früh, anscheinend kommen wir heute pünktlich weg. Für den Flug bis Singapur haben wir Plätze in der Reihe 32. Der Sitzabstand ist größer als auf dem Hinflug, prima.
Eigentlich soll das Flugzeug jetzt starten, aber eine Ansage des Flugkapitäns erklärt, dass erst noch die Wassertanks gefüllt werden müssen. Mit 10 Minuten Verspätung startet die Maschine.

Qantas ist auf Sparkurs, was sich besonders beim angebotenen Essen bemerkbar macht. Wir haben Lamm ausgesucht. Was kommt sind drei winzig kleine Fleischstücke die mit vier Erbsen und zwei Bohnen in einer Soße schwimmen. Als Beilage Kartoffeln. Einfach nur schlecht.

Die Verspätung holen wir auf und landen pünktlich in Singapur. Wie immer lohnt ein Bummel durch den Transitbereichs des Flughafens. Viele Geschäfte, es macht Spaß, sich die Füße zu vertreten.

Der Weiterflug nach Frankfurt startet pünktlich. Obwohl die Flugzeit von Singapur nach Frankfurt länger ist, als die von Perth nach Singapur, sind die Sitzabstände geringer. Nicht sehr bequem.

Der Sparkurs beim angebotenen Essen setzt sich fort. Es gibt Reis, Fisch und ein undefinierbares gelbes Gemüse.
Die Reste sind abgeräumt, mal sehen, ob ich schlafen kann. Die Sitze lassen sich nicht sehr weit zurückklappen und ich finde meine Schlaflage nicht. Ich nicke kurz ein, dann bin ich wieder wach. Wie gerne würde ich jetzt lesen. Das geht aber nicht, in der ganzen mittleren Reihe funktioniert keine Leselampe. Irgendwie geht die Nacht vorbei.

Donnerstag, 14.5.2009
Wir nähern uns Frankfurt. Zum Frühstück wähle ich Omelett. Zum Omelett gibt es eine Rosinenschnecke, wer sich das wohl ausgedacht hat. Um 6.20 Uhr setzt das Flugzeug auf, nach sechs Monaten wieder zurück in Frankfurt.

Der Frühdienst bei der Passkontrolle ist anscheinend nicht so beliebt oder warum gibt es da so mürrische Gesichter? Auf mein „Guten Morgen“ wird nicht reagiert. Habe ich was Falsches gesagt. Der erste Eindruck: Willkommen in Deutschland!

Am Gepäckband müssen wir nicht lange auf die Reisetaschen warten. Der Zollbereich wird umgebaut und ist nur mit einem Mann besetzt und der sitzt im Büro. Bereits kurz vor 7.00 Uhr sind wir in der Ankunftshalle, wo unser Sohn bereits wartet.

Es ist nicht viel Verkehr und schnell sind wir in Praunheim. Noch ein Stopp beim Bäcker und die Frühstücksbrötchen mitnehmen. Zu Hause angekommen gibt es einen frisch gebrühten Kaffee. Dann frühstücken wir zusammen. Den Belag für die Brötchen finden wir im Kühlschrank.

Christian hat noch einen Termin und verabschiedet sich. Damit wir schnell wieder mobil sind, soll das Auto heute noch angemeldet werden. Kurz vor 10.00 Uhr fahren wir an der Zulassungsstelle vor. Mit allen Unterlagen zur Vorprüfung. Die Unterlagen sind vollständig, wir bekommen die Wartenummer 96. Bearbeitet wird die Nummer 61, sind ja nur noch 35 Anmeldungen vor uns. Bis wir an der Reihe sind, ist es fast Mittag. Die Daten werden erfasst, die Rechnung ausgestellt. Jetzt bezahlen und mit der Quittung sowie den Nummernschildern zum Schalter 21. Dort werden die entsprechenden Plaketten aufgeklebt, fertig. Wir sind wieder mobil.

Auf dem Heimweg kaufen wir noch ein, was heute und morgen gebraucht wird. Die große Einkaufsliste muss erst noch erstellt werden.

Wieder zu Hause wird ausgepackt, die Waschmaschine angestellt, die Post sortiert und gesichtet, alle Maschinen ausprobiert, ob sie auch wieder anlaufen. Dieses Mal haben alle den Test bestanden.

Während unserer Abwesenheit ist ein Wasserrohr gerissen. Christian hatte Wasser angestellt und es rauschen gehört. Nachdem das Wasser wieder abgestellt war, hat er die Hauswirtin informiert. Zur Behebung des Schadens musste eine Wand geöffnet werden. Kurz vor unserer Rückkehr wurde die Wand wieder verputzt, jetzt ist alles wieder gefixt.

Bis gegen 20.00 Uhr haben wir es ausgehalten, dann sind wir ins Bett.

Frankfurt hat uns wieder
Frankfurt hat uns wieder