Perth / Beverley

Mittwoch, 19.11.2008
Ein guter Anfang – immerhin bis 7.00 Uhr geschlafen. Aufstehen und Kaffee kochen. Im Wohnzimmer ist schon Licht, Gerd sitzt am Computer. Er hat Probleme mit seinem Computer und ist dabei neu zu installieren.

Dieter steht als Nächster auf. Jetzt steht einem gemütlichen Frühstück nichts mehr im Weg.

Einige Kleinigkeiten wollen wir heute erledigen. Gegen Mittag fahren wir deshalb nach Midland ins Shopping Center. Mal sehen, wie sich die Preise seit unserem letzten Besuch geändert haben. Nach dem Bummel durchs Einkaufszentrum noch einige Kleinigkeiten eingekauft und zurück nach Hause gefahren.

Den Rest des Tages wird auf unterschiedliche Weise relaxt. Ich mit einem Buch auf der Terrasse, Dieter und Gerd vorm Computer.

Donnerstag, 20.11.2008
Der Wetterbericht hat recht, heute Nacht gab es Gewitter und Regen. Dabei ist es ganz schön abgekühlt. Um 6.00 Uhr sind es nur noch 17 Grad.

In den Nachrichten überwiegen die Meldungen über Brisbane. Dort sind heute Nacht innerhalb von 2 Stunden mehr als 200 Liter Regen pro m2 gefallen. Das hat zu schweren Überschwemmungen geführt.

Gerds Computer streikt immer noch. Gemeinsam setzten sich die Beiden Männer an den Rechner und bauen ihn neu auf.

Nachdem Barbara aufgestanden ist, unterhalten wir uns eine Weile. So vergeht die Zeit. Nachmittags fahren wir noch zum bummeln und Zeitung kaufen. Nach der Rückkehr ist Lesestunde angesagt.

Zum Thema Mietauto:
Wir brauchen ein Auto um zu unserem Camper zu kommen. Der Camper steht auf einer Farm, die ca. 120 Kilometer von Perth und von Beverley, der nächsten Stadt, ca. 20 Kilometer entfernt ist.

Freitag, 21.11.2008
Und wieder hat es Brisbane getroffen. Heute Nacht sind erneut mehr als 100 Liter auf den m2 gefallen. Da möchte ich jetzt nicht sein.

Wir trinken gemütlich Kaffee, frühstücken und packen unsere Sachen ins Auto. Kurz vor 12.00 Uhr starten wir Richtung Beverley.

In Kelmscott halten wir um Bier, Wein und Lebensmittel einzukaufen. Am Sonntag wollen wir zum BBQ zum 4. Perther Treffen in den Kings Park. Da brauchen wir was zum mitnehmen.

Kurz nach 14.00 Uhr kommen wir auf der Farm an und werden von Inge, Micha und den Enkeltöchtern begrüßt.

Da wir uns lange nicht mehr gesehen haben, gibt es viel zu erzählen.

Abends kommt noch Jamie, ein Nachbar, vorbei. Bis Mitternacht sitzen wir zusammen. Ein langer Tag

Samstag, 22.11.2008
Die Woche lassen wir es noch geruhsam angehen. Als wir um 8.00 Uhr in die Küche kommen, haben Inge, Micha und die Kids bereits gefrühstückt. Sind die früh!

Nach dem Frühstück erstmal unsere Sachen sortieren und einen Teil schon mal zum Camper bringen. Danach Vorbereitungen für das morgige BBQ: Fleisch marinieren, Kräuterbutter anrühren, Zwiebeln und Tomaten schneiden, fertig.
Jamie hat gestern alle auf die Farm eingeladen. Gegen 14.30 Uhr machen wir uns auf den Weg. Als wir ankommen sind bereits weitere Gäste da. Inzwischen ist die auf dem Wetterradar sichtbare Regenfront in Beverley angekommen. Es wird plötzlich stürmisch und es regnet. Alle zieht es ins Haus, ins Trockene, selbst die 6 Hunde kommen mit.

Nach 1Stunde ist alles wieder trocken und die Sonne kommt raus. Die Männer wollen Tontauben schieße und machen sich auf den Weg zur Shed, wo das Schießen stattfinden soll. Im Haus wird erst kurz zusammengeräumt, dann machen sich alle auf den Weg zur Shed. Mal sehen, wie die Männer schießen.

Inge wird überredet es auch einmal zu probieren. Was passiert? Getroffen! Beim ersten Mal, das sie auf Tontauben geschossen hat. Ich brauche das gar nicht zu probieren. Bei mir muss es schon eine große Wand sein, dann habe ich eine Chance zu treffen.

Wir fahren wieder zurück auf Inges und Michas Farm, zum Abendessen. Alle sind noch müde vom gestrigen Abend und gehen früh ins Bett.

Sonntag, 23.11.2008
Ab 10.00 Uhr ist Treffen im Kings Park. Gitte vom Australien-Forum hat zum Treffen eingeladen. Ich hatte Birthe vom Perther Fischkopf-Stammtisch über das Treffen informiert, die hat die Information an ihre Teilnehmer weitergeleitet.

Hoffentlich hält das Wetter. In Beverley hat es die ganze Nacht geregnet und der Wetterbericht für heute sagt vereinzelte Schauer voraus.

Wir müssen unterwegs tanken und in Perth gibt es noch einen Stau. Wegen einer Veranstaltung sind einige Straßen gesperrt. Es ist bereits 12.00 Uhr als wir auf den Parkplatz fahren. Gitte hatte als Treffpunkt den Grillplatz links vom Zamira Cafe genannt. Mit unseren Stühlen und der Kühltasche laufen wir in die angegebene Richtung. An dem BBQ sind zwar Leute, aber niemand Bekanntes dabei. Überhaupt gibt es hier sehr viele verschiedene Gruppen, die sich zum grillen treffen!

Langsam laufen wir um den in der Mitte des Geländes liegenden Sees herum, irgendwo müssen sie ja sein. Gar nicht so einfach bei so vielen Leuten Jemanden zu finden, den man nur einmal gesehen hat. Aber, es gelingt uns die richtige Gruppe auszumachen. Gitte, die uns gesehen hat, kommt zum begrüßen. Sie zeigt uns einige Forumsmitglieder und nennt die Nick – und die richtigen Namen. Natürlich kann man sich das so schnell nicht merken. Trotzdem ist es schön, mal die Leute persönlich kennen zu lernen.

Später kommen auch noch Inge und Micha vorbei. Die haben die Enkel wieder zurück zu den Eltern gebracht.

So gegen 16.00 Uhr packen wir unsere Sachen zusammen. Wir sind grade fertig, da fängt es an zu regnen. Stellen uns unter einem Klettergerüst für Kinder unter. So schnell wie der Regen gekommen ist, ist er auch wieder vorbei. Wir kommen fast trocken an unserem Auto an.

Gegen 18.00 Uhr sind wir wieder auf der Farm

Montag, 24.11.2008
Ich habe angefangen, die mitgebrachten Sachen im Camper zu verstauen. Das heißt überlegen, was wird in der nächsten Zeit gebraucht, was kann im äußersten Eck verstaut werden, was muss von hinten nach vorne geräumt werden. Dabei wird auch gleich eine Bestandsaufnahme gemacht. Was ist noch da, was muss bei Gelegenheit ersetzt werden, was brauchen wir gleich, was muss vor Fahrtantritt gekauft werden.

Dieter schlägt sich immer noch mit einem technischen Problem herum für das er noch keine Lösung gefunden hat. Die Übertragung unserer Webseite funktioniert nicht. Das heißt, es kann keine Aktualisierung erfolgen. Nur im Blog können aktuelle Berichte eingestellt werden. Das Problem besteht seit unserer Ankunft in Australien. Dieter hat bereits viele Stunden damit verbracht Verschiedenes auszuprobieren, immer das Gleiche Ergebnis: Übertragung abgebrochen

Dienstag, 25.11.2008
Um 13.00 Uhr haben wir einen Termin beim Reifenhändler in Beverley. Dort sollen 4 neue Reifen, von 6, aufgezogen werden. Bis es soweit ist, bringt Dieter schon mal die mitgebrachte Rückfahrkamera an. Die Bilder der Kamera sollen das rückwärts fahren erleichtern. Dieter kann unseren Truck mit Hilfe der Außenspiegel hervorragend rangieren, aber manchmal kann ein Blick direkt hinter das Auto sehr hilfreich sein.

Zum verabredeten Termin fahren wir auf den Hof. Alle Türen offen, keiner da. Eine Viertelstunde später kommt der Besitzer auf den Hof gefahren. Nach der Begrüßung meint er, zuerst müssen an dem mitgebrachten Auto die Reifen gewechselt werden, dann sind unsere dran. Das würde a couple of hours dauern. Ob wir noch was zu erledigen hätten. Dieter fragt, ob das Auto gegen 16.00 Uhr fertig ist. 4 Uhr, das wäre eine gute Zeit, meint der Mann.

Ist doch gut, dass wir vorausschauender Weise mit 2 Autos nach Beverley gefahren sind. Wir lassen den Camper da und fahren in die Stadt. Dort essen wir eine Kleinigkeit, danach gehen wir in den Park und genießen das schöne Wetter. Kurz nach halb drei sehen wir den Reifenhändler vorbei fahren, das andere Auto ist fertig und wird zurück gebracht. Viertel vor drei kommt er mit seinem Auto wieder zurück. Dann ist jetzt unser Auto dran.

Wir gehen noch einkaufen und fahren anschließend zum Reifenhändler. Unser Auto ist bereits aufgebockt und die Vorderräder sind abmontiert. Bis die 4 Reifen neu aufgezogen und Räder getauscht sind dauert eine Weile. Um Viertel vor fünf fahren wir mit 2 Autos vom Hof. Wie angekündigt, hat alles a couple of hours gedauert.

Abends sitzen wir mit Inge und Micha zusammen und stoßen auf Michas Geburtstag an.

Mittwoch, 26.11.2008
Für den heutigen Tag sind weitere Arbeiten am Camper zu erledigen. Die Kabel für die Rückfahrkamera müssen verlegt werden, Strom fürs neue Autoradio verlegt usw. usw.

Im Inneren des Campers gibt es auch noch einiges zu tun. Der Kleiderschrank muss wieder mal ausgemistet werden. Einige Sachen sind inzwischen so beansprucht, die werden zu Putzlappen verarbeitet. So sind wir beide beschäftigt

Donnerstag, 27.11.2008
Das im Auto befindliche Autoradio ist defekt und wir haben uns aus Deutschland ein neues mitgebracht. Das passt nicht in den vorhandenen Schacht (das wussten wir bereits vorher). Dieter will deshalb eine Halterung bauen. Dafür und für noch einige Änderungen brauchen wir noch Material, deshalb fahren wir nach Perth.

Mit der Übertragung unserer Webseite gibt es immer noch Probleme, es funktioniert einfach nicht. Inzwischen haben wir Inge und Michas monatliche Internetkapazität schon fast verbraucht. Eine unbegrenzte Flatrate wie in Deutschland gibt es hier nicht. Dieter will es noch mal in einem Internetcafe probieren, vielleicht funktioniert es ja da (Hoffnung). Im Telefonbuch finden wir ein Internetcafe in Kelmscott, das ist auf dem Weg nach Perth. Mit unserem Laptop in den Laden und das Gerät angeschlossen. Funktioniert hier die Übertragung? Auch hier ist das Ergebnis nicht befriedigend, immer wieder bricht die Verbindung ab, warum auch immer. Was sehr selten vorkommt, Dieter ist ratlos wie das Problem zu lösen ist. Nach etlichen Versuchen geben wir es auf. Erst mal alles Andere erledigen.

Der nächste Stopp ist bei Bunnings, einem großen Baumarkt. Hier bekommen wir alles, was auf der Liste steht. Nach weiteren Besuchen bei Spotlight, King Kong und Sam’s Warehouse beenden wir den Einkaufsbummel. Jetzt fehlt uns nur noch die Grundausstattung Lebensmittel für den Camper. Daher fahren wir auf dem Heimweg noch bei Coles vorbei und kaufen dort das Wichtigste ein.

Gegen 18.00 Uhr, kurz nach Inge und Micha, treffen wir wieder auf der Farm ein. Einkaufen ist ganz schön anstrengend! Meine armen Füße.

Freitag, 28.11.2008
Dieter macht sich gleich nach dem Frühstück an den Bau der Radiohalterung und den Einbau des Radios.

Die eingekauften Lebensmittel müssen im Camper eingeräumt werden. Und weitere Kleinigkeiten sind zu tun. Kennt Ihr das, man ist den ganzen Tag beschäftig und weiß am Ende des Tages eigentlich nicht, was man gemacht hat. So ein Tag ist heute für mich.

Heute bin ich für das Abendessen zuständig. Es gibt ein typisch deutsches Essen – Frikadellen. Für morgen ist ein Schweinebraten im Topf.

Dieter hat Micha eine Sicherheitskamera aus Deutschland mitgebracht, die an der Shed angebracht wurde. Die Kamera kann vom Computer aus bedient, z.B. gedreht werden. Sie ist so angebracht, dass man sehen kann, wer vorm Haus anhält und wer hoch zur Shed fährt. Im Laufe des Abends wird ausprobiert, wie lange was auf dem Bildschirm zu erkennen ist, wie deutlich es zu sehen ist, usw. Ein schönes Spielzeug.

Samstag, 29.11.2008
Die Sachen, die in den Außenkästen untergebracht sind, müssen noch überprüft und gleich rüttelfest verstaut werden. Die Wasserkanister werden aufgefüllt, Gas ist noch genug vorhanden. Dieter will unseren Generator anwerfen, nichts passiert. Er will einfach nicht anspringen. Alle Versuche, ich wieder zum laufen zu bringen, scheitern. Micha meint, ist doch klar die laufen nur zweimal: zum ersten und zum letzten Mal. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als in den nächsten Tagen einen neuen zu kaufen.

Heute gibt es den vorbereiteten Schweinebraten. Dazu eine Flasche Wein. Lecker. Aus der einen Flasche wird im Laufe des Abends etwas mehr, es wird ein langer und feuchter Abend.

Sonntag, 30.12.2008
Den heutigen Tag fangen wir langsam an. Als wir in die Küche kommen, hat Inge schon die Reste des gestrigen Abends beseitigt. Jetzt erstmal in Ruhe frühstücken. Inge und Micha sind heute in Perth eingeladen und fahren gegen 11.00 Uhr los.

Nachmittags bringen wir noch das Werbeplakat vom Australienwinestore auf dem Camper an. Leider hat weder Faber Castell noch Kimberley Diamonds, die Werbung auf unserem Camper machen wollten, gemeldet bzw. Folie geschickt. Schade.

Bei der Vorbereitung des Führerhauses, Karten einräumen und alles was demnächst gebraucht wir in greifbarer Nähe verstauen, noch eine Probe, ob die Funkgeräte funktionieren. Was passiert? Nichts. Jetzt ist Dieter gefragt. Unser eines Funkgerät ist schnell wieder funktionsfähig, da ist nur die Sicherung kaputt. Das zweite ist allerdings nicht mehr zum laufen zu bringen. Sollten wir bei Gelegenheit für Ersatz sorgen.

Gegen 18.00 Uhr sind Inge und Micha wieder aus Perth zurück. Nach dem Abendessen geht es früh ins Bett. Nachwirkung vom gestrigen Abend

Montag, 1.12.2008
Um 11.00 Uhr kommt der LKW und holt 80 Schafe ab. Damit es nicht so staubt hat Micha bereits den Platz gesprüht, auf dem die Schafe zusammengetrieben werden.
Während wir beim Frühstück sitzen treiben Inge und Micha schon mal die Schafe zusammen. Nach dem Frühstück verstauen wir unsere restlichen Sachen im Camper. Es kann los gehen.

Beim sortieren der Schafe sind 2 aussortiert worden, die von Fliegen befallen sind. Die Blowfly, etwa wie unsere Schmeißfliege, legt die bereits lebenden Mückenlarven ab. Die Larven suchen sich eine günstige Stelle und fressen sich im Fleisch vorwärts (Erklärung eines Laien) Sieht nicht besonders schön aus und muss sofort behandelt werden, sonst sind die Tiere in kürzester Zeit tot. Dazu wird die Wolle um die betroffene Stelle entfernt und ein spezieller Puder aufgetragen, der die Mückenlaven abtötet. Natürlich können die Schafe dieses Mal nicht mit verkauft werden.

Bis der LKW eintrifft ist noch viel zu tun. Wir lassen die Beiden ihre Arbeit tun und machen uns mit 2 Autos auf den Weg nach Perth. Dieter mit dem Camper voraus, ich mit dem kleinen hinterher. Gegen 12.00 Uhr kommen wir in Perth bei Barbara und Gerd an und stellen den Camper ab. Kurz geklingelt, keiner da, da fahren wir gleich weiter. Mal sehen, ob wir einen günstigen Generator finden.

So verbringen wir den Nachmittag. Einen Generator kaufen wir nicht, aber einige andere Sachen. Gegen 18.00 Uhr kommen wir bei Barbara und Gerd an.

Dienstag, 2.12.2008
Um 10.00 Uhr müssen wir den Mietwagen zurück geben. Barbara stellt sich extra den Wecker, sie will auf der Post ein Paket und uns anschließend bei der Autovermietung abholen. Die Rückgabe des Wagens ist problemlos, wie immer, seit wir bei M2000 mieten. Keine 5 Minuten nachdem alles erledigt ist, fährt Barbara bereits vor. Bei ihr zu Hause versucht Dieter noch mal die Stammtisch-Webseite zu übertragen. Bei den bisherigen Versuchen gab es immer wieder Abbrüche. Überhaupt gibt es dieses Jahr große Probleme mit der Technik, immer wieder bricht die Übertragung ab. Das Versenden des Newsletters funktioniert auch noch nicht. Mal sehen, wie Dieter die Probleme in den Griff bekommt. Gegen Mittag kommt die Meldung, dass die Übertragung der Stammtischseite erfolgreich beendet wurde! Endlich!!!

Wenigstens ein Teil erledigt, jetzt können wir aufbrechen. Alles Andere werden wir versuchen von unterwegs zu lösen. Nach der Verabschiedung von Barbara, fahren wir nach Süden. Wir wollen über kleinere Orte nach Kalgoorlie und dann weiter nach Wiluna fahren.

Wir fahren über den Albany Highway nach Arthur River, weiter nach Wagin und von dort nach Dumbleyung. Kurz vor 16.00 Uhr kommen wir dort an und fahren auf den kleinen Campingplatz. Unser Camper ist noch nicht richtig abgestellt, schon kommt ein älterer Mann zu uns. Er meint: Er habe ja schon viel in seinem Leben gesehen und geglaubt, er kenne alles. Wohnmobile für mehr als 5 Millionen $ und auch ganz kleine, mit nur einem Bett, aber so was wie unseren Wagen noch nicht. Während Dieter sich weiter unterhält, gehe ich ins Shirebüro um uns anzumelden.

Als ich zurück komme, stehen die Beiden immer noch zusammen. Wir erfahren, dass er bereits seit 3 Monaten auf dem Campingplatz lebt. Auf unsere Frage warum, erklärt er, dass die Mietpreise so angestiegen sind. Er käme aus Mandurah und da koste ein kleines Haus mindestens 250 AUD$ in der Woche. Ein Rentner könne sich das nicht leisten. Es sei billiger sich einen Wohnwagen zu kaufen und auf dem Lande zu leben. Er geht zurück zu seinem Heim und wir können unser Haus wohnfertig machen.

Nach dem Abendessen laufen wir noch zum örtlichen Pub. Im Barraum sind 2 Mädels, die Bedienungen, am essen. Sonst keiner da, nur auf der Bar liegt noch eine offene Geldbörse. Von einem Mädel erfahren wir, dass sie mit einem WH-Visa in Australien ist und erst seit dieser Woche, zusammen mit ihrer Freundin, im Pub arbeitet. Auf die Geldbörse angesprochen meint sie, hier kenne jeder jeden, da käme nichts weg. Auf die Frage, warum der Pub so leer sei meint sie, weil Erntezeit ist und alle unterwegs sind. Bei so wenig Betrieb ist es ja uninteressant, da gehen wir wieder zum Camper zurück.