Esperance / Perth

Montag, 05.02.2007

Da wir in den nächsten Tagen vermutlich kein "Laptop-Access" haben werden, gehen wir hier in Esperance noch mal ins Internet-Cafe´.

Inder Tourist-Info nehmen wir noch ein paar aktuelle Unterlagen von der Gegend mit. Wie versprochen, fahren wir noch mal bei Anita und Josef vorbei. Es gibt leckeren Kaffee und Kuchen.

Gegen 14:30 fahren wir dann los. Heute ist es nicht so weit, knapp 80 Km bis Orleans Bay. Wir sind 15:50 am Caravanpark Office, dass noch bis 16:00 geschlossen ist. Bis einer kommt dauert es noch ein wenig. Die Schlange vorm Office wir immer länger. Um 16:15 wird dann aufgemacht und das Chaos bricht los. Kurz vor 17:00 haben wir alles schadlos überstanden und sind unserem Platz.
Hier bläst ein kräftiger Wind und die Bäume biegen sich ganz schön. Wir stellen uns so, dass unser Eingang und der Kochtisch im Windschatten sind. Der Platz ist sehr groß und liegt mitten in den bewachsenen Dünen. Zum Wasser sind es nur 50 m.

Dienstag, 06.02.2007

Die Nacht war ziemlich stürmisch. Am Vormittag laufen wir mal am Beach entlang und sehen uns mal die Gegend um den Platz herum an. Der Wind bläst immer noch sehr kräftig, nur an einigen, windgeschützten Stellen spürt man die Wärme der Sonne.
Zurück am Platz versorgen wir uns mit warmer Kleidung, denn der Wind wird immer kälter.
Es ist schade, dass der Wind so stark bläst. Da macht unserem Nachbarn nicht mal das Angeln Freude. Nach einer Stunde ist er schon wieder zurück und berichtet, das man unmöglich Angeln könne.

Heute ziehen wir uns ziemlich früh in den Camper zurück. Morgen geht es wieder nördlicher und es wir hoffentlich wieder wärmer.

Mittwoch, 07.02.2007

Der Wind hat heute Morgen nachgelassen, trotzdem ist es noch etwas kühl. Bevor wir uns wieder aus Orleans Bay wegbewegen, fahren wir noch in die benachbarte Wharton Bay. Der Beach hier ist noch schöner und wenn es nicht so kühl wäre, könnte man sogar noch bleiben.

Für den Rückweg, wir müssen wieder Richtung Esperance, nehmen wir die Mervale Road, die uns an der Merivalefarm vorbeiführt, wo ein deutsches Ehepaar ein Cafe aufgemacht hat und Kaffee und Torten anbietet. Fuchsberger hat mal darüber berichtet. Als wir dort sind, ist leider geschlossen.

Wir fahren weiter über Gibson und die Cascade Road bis Lake King durch. Eigentlich wollten wir hier bleiben, entschließen uns aber bis nach Newdegate weiter zu fahren, einem Ort wo wir noch nicht waren. Newdegate ist ein hübscher kleiner Ort mit 200 Einwohnern und Pub. Den Pub haben wir natürlich ausprobiert und festgestellt, dass die Outbackküche sehr gut ist. Mit den Einheimischen haben wir dann noch ein paar kalte Bier getrunken - wir hatten wieder 30 Grad - Super.

Donnerstag, 08.02.2007

Bevor wir weiter Richtung Westen fahren, sehen wir uns noch die riesigen Getreidespeicher an. Nach Aussage eines Einheimischen, die zweitgrößten in der "Southern Hemisphäre".

In Lake Grace halten wir an, um zu tanken und frisches Brot zu kaufen. Im Telecenter checken wir gleich mal unsere e-Mails. Die Touristen Info ist in Lake Grace in einem alten Stationmaster House untergebracht, das sehr schön restauriert wurde. Elsie, eine ältere Dame so Ende 70, Anfang 80 zeigt uns das Gebäude. Sie freut sich, dass wir vorbeigekommen sind und ihr so aufmerksam zuhören. Wir nehmen noch ein paar Infos über die Gegend mit und fahren dann weiter zum „Lake Grace Lookout“. Der Lake Grace ist ein Salzsee, der 50 Kilometer lang und 7,5 Kilometer breit ist.
Die Gegend hier ist Weizen Gegend und man fährt viele Kilometer vorbei an den unendlichen Weizenfeldern. Kurz vor Kurekin fahren wir an eine Yabbifarm, die Cambinata Yabbifarm heran, um uns noch was fürs Abendessen zu holen. Wir werden sehr freundlich empfangen und bekommen die Anlage in allen Einzelheiten erklärt. Aus den Körben, die in den Wasserbecken stehen suchen wir die uns genehme Größe Yabbies heraus.
Da wir kein richtiges Geschirr zum Dämpfen der Krabben haben bekommen wir sie extra fertig gekocht/gedämpft. Der Chef erzählt uns, dass die meisten Yabbies in den Export nach Europa und Asien gehen.

Unsere Fahrt führ uns weiter bis Dumbleyung. Hier bleiben wir die Nacht auf dem historischen Caravanpark. Eingebucht wird im Shire-Office. Die powered Site kostet nur 12 $ und die sanitären Anlagen sind super.

Nachdem wir die Yabbies zum Abendessen verspeist haben laufen wir in den Ort um im Pub noch ein Bier zu trinken. Hinter dem Tresen in der Dumbleyung-Tavern stehen 2 junge, sehr deutsch aussehende Frauen. Es sind Maike aus Dortmund und Stephanie aus Köln, die mit einem Working Holiday Visa in Australien sind. Natürlich gibt es einiges zu erzählen, deutsche Touristen in Dumbleyung sind nicht gerade die normalen Pubbesucher

Freitag, 09.02.2007

Morgens geben wir die Schlüssel beim Shire-Office ab. Da hier auch die Möglichkeit ist ins Internet zu gehen und e-mails abzurufen wollen wir das auch gleich machen. Es ist noch jemand am Rechner, wir müssen also warten. Beim genauen hinsehen, erkennen wir Mareike aus dem Pub. Wir warten, das sie fertig wird, sie beeilt sich extra wegen uns (was gar nicht nötig wäre). Der Blick in die Postfächer beschert uns fast nur Spam-Mails.
Als wir bezahlen wollen erklärt uns die junge Dame vom Shire, dass es nichts kosten würde.
Etwa 15 Km hinter Dumbleyung kommt man zum Lake Dumbleyung. Auf diesem See wurde 1964 von Donald Campbell mit fast 500 Km/h der Geschwindigkeitsrekord zu Wasser aufgestellt. Ob er noch gültig ist, entzieht sich unserer Kenntnis.

Am frühen Nachmittag treffen wir in Wagin, dem Ort mit dem übergroßen Denkmal eines RAM (Schafbock) ein. Auch hier ist der einzige Caravanpark vom Shire. Bevor wir dort hinfahren finden wir noch das Telecenter, in dem wir mit dem Laptop ans Netz können.

Samstag, 10.02.2007

Von Wagin wollen wir heute erstmal nach Boyup Brook um abzuklären, ob und in wie weit Vorbuchungen für das Country Musikfestival nötig sind. Als wir mittags in Boyup Brook ankommen ist die Tourist-Info kurz vorm schließen. Die alte Dame die dort Dienst tut räumt bereits das Schild weg und will schließen. Auf unsere Fragen hinsichtlich des Festivals weiß sie auch nicht so die richtigen Antworten. Sie hat zwar eine Notiz, die powered Sites auf dem Caravanpark wären ausgebucht, aber sie gibt uns die Telefonnummer des Telecenter Boyup Brook, das alle Dinge in Zusammenhang mit dem Festival regelt. Dort könnten wir in den Bürostunden alles Wichtige erfahren. Das Telecenter hat natürlich schon geschlossen.

Wir sind dann noch am Caravanpark vorbeigefahren, wo allerdings das Office geschlossen war. Im Park nebenan waren die Arbeiter schon mit dem Aufbau fürs Festival beschäftigt. Wir werden also bis Montag warten und telefonisch versuchen, einen Platz zu buchen.

Wir kaufen gleich noch ein paar Kleinigkeiten im IGA ein und fahren dann weiter Richtung Bridgetown. Der Caravanpark in Bridgetown sieht nicht ganz nach unserem Geschmack aus und wir entschließen uns weiter nach Donnybrook zu fahren. Hier findet aber ein Open Air Konzert von Credence Clearwater statt und natürlich ist alles voll, reserviert für Konzertbesucher.

Nach noch einigen kleineren Orten ohne Caravanpark, entschließen wir uns dann bis Bunbury zu fahren und dort zu bleiben. Am Sonntag werden wir dann von da aus ins Fergusson Valley zu fahren.

Sonntag, 11.02.2007

Nach ausschlafen und lang rumtrödeln fahren wir gegen Mittag bei den Farmer-Markets in Bunbury vorbei. Hier gibt es eine tolle Auswahl an Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln zu recht günstigen Preisen. Der Andrang ist auch relativ hoch.

Anschließend geht’s weiter ins Ferusson Valley durch verschiedene "-up-Orte" wie Boyanup, Dadanup usw.

Den ersten Stopp legen wir bei der "Ferguson Falls" Winery ein. Peter, der Inhaber, empfängt uns persönlich und lässt uns verschiedene Weine, sowie seinen eigenen Käse, probieren. Peters Hauptbusiness ist Milch-Farmer und er hält ca. 700 Kühe. Seinen Käse lässt er aus eigener Milch bei der Käserei in Harvey herstellen. Sein Merlot und der Cabernet von 2005 sind wirklich gute Weine. Wir nehmen uns mal 3 Flaschen mit

Nachdem wir den "Dragonfly" - aus Karins und Olafs Winestore oft und gerne probieren -wollten wir uns natürlich auch mal das Weingut ansehen, das den guten Tropfen herstellt. Die Chefin hat heute Dienst. Wir kommen nett ins Gespräch und probieren natürlich einige Weine. Nach der Verkostung nehmen wir uns auch hier ein paar Flaschen Wein mit.

Auf dem weiteren Weg kommen wir noch an einigen Weingütern vorbei, aber wir sind mit dem Auto unterwegs und üben uns in Zurückhaltung. Zwischendurch werden die Straßen auch sehr eng und "corrogated" (unsealed), so dass man auch besonders vorsichtig fahren muss - Gegenverkehr ist streckenweise nicht möglich, aber es kommt uns keiner entgegen.

Am späten Nachmittag sind wir wieder in Bunbury. Wir holen uns noch schnell was zu Essen und machen uns wieder zum Caravanpark.

Montag, 12.02.2007

Als erstes gehen wir heute Morgen ins Internetcafe. Das befindet sich im alten Bahnhof von Bunbury. Hier hat man auch Laptop-Access. Nachdem wir alles Notwendige erledigt haben gehen wir noch kurz zum Coles um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Prompt treffen wir dort auf Peter, Christine und Marvin, die wir auf Quallup-Homested schon einmal getroffen haben. Sie wollen noch etwas nördlicher, über Perth hinaus. Wir machen uns auf den Weg nach Collie, unserem heutigen Ziel.

Am frühen Nachmittag sind wir bereits in Collie und steuern erstmal die Touristeninfo an. Die nette Dame, die dort Dienst hat, zeigt uns auf dem Stadtplan, was man in und um Collie herum sehen muss. Für den nächsten Tag buchen wir die Führung durch eine Show-Mine, wo der unterirdische Kohleabbau gezeigt wird, wie er noch bis in die 60er Jahre in Collie üblich war. Inzwischen wird nur noch in "open cut"-Minen abgebaut.

Anschließend fahren wir zum Caravanpark, wo wir die nächsten 3 Nächte bleiben werden.

Dienstag, 13.02.2007

Wir sind um 11.00 Uhr zur Minentour an der Touristen-Info verabredet. Wir können also erst noch in aller Ruhe frühstücken. Gegen 1/4 vor 11 sind wir an der Touristen-Info. Unser Tourguide ist auch schon da, so dass wir gleich loslegen können. Wir sind die Einzigen, die heute die Minentour machen.
Wir erfahren in der einen Stunde eine ganze Menge über Kohle und deren Qualitätsunterschiede, wie sie in WA genutzt wird und unter welchen Bedingungen die Kohle früher abgebaut wurde. Unser Guide lässt sich viel Zeit und erklärt alles ganz genau. Aus der 1/2 stündigen Führung wird deshalb eine ganze Stunde.

Nach einem kleinen Stadtbummel fahren wir wieder zum Caravanpark und entspannen bei tollem Wetter.

Mittwoch, 14.02.2007

Rund um Collie liegen eine Reihe von Staudämmen und aufgefüllten Kohlegruben, die als Freizeitseen ausgebaut wurden. Bevor wir mal an den Harris-Damm fahren, machen wir noch einen kleinen Abstecher zur Suspension-Bridge, einer Hängebrücke über den Collie-River. Der Harris-Damm dient der Region zur Wasserversorgung.

Da die Australier es nicht so mit der Auszeichnung von Plätzen usw. haben folgen wir einem Schild "Water". Nach einigen Km unsealed Road erreichen wir wieder eine Asphaltstraße. Wir sind etwas irritiert, das der Damm so weit weg sein soll. Wir drehen also wieder um und fahren den ganzen Weg zurück, bis zu der Stelle an der wir abgebogen sind und dann die andere Straße weiter. Nach 200 m sind wir am Damm, eine nette Rundfahrt.

Bevor wir morgen nach Boyup Brook fahren müssen wir noch einige Vorräte auffüllen, da wir ca. 15 Km außerhalb, ohne Strom, untergebracht sind und die 3 Tage wohl mit dem Bus hin und her pendeln werden.

Gegen Abend wird es sehr schnell kühl, obwohl wir um die 30 Grad haben. Collie ist als die kälteste Stadt in WA bekannt. Das merkt man am Abend.

Donnerstag, 15.02.2007

Als wir aufwachen, scheint die Sonne. Zwanzig Minuten später ist alles zugezogen und es regnet. Es ist so ein richtiger Landregen. Eigentlich wollten wir nicht so spät wegfahren, aber der Regen hat unsere Pläne etwas durcheinander gebracht. Wir frühstücken im Auto. In einer kurzen Regenpause bauen wir unser Kochgestell und die Antenne ab.

Ziemlich nass geworden brechen wir gegen 10.00 Uhr auf, holen noch schnell ein frisches Brot und machen uns auf nach Boyup Brook. Auf dem Weg dorthin lässt der Regen nach und hört schließlich ganz auf. Wir sind ganz froh darüber, denn Country Musik Festival im Regen macht nicht so viel Spaß.

Boyup Brook ist nur 69 Km von Collie entfernt, deshalb sind wir dann auch schnell dort. Im dortigen Telecenter gehen wir als erstes vorbei, um unsere Tickets und die Campingplatzadresse zu holen. Wir hatten von Collie aus tel. vorgebucht.
Das hat prima geklappt, unsere Karten liegen bereit und unser Platz in Mayanup ist reserviert.

Da das Telecenter die Möglichkeit für Laptop-Access angeboten hat, haben wir schnell noch unser Notebook geholt und e-mails abgeholt, Bankgeschäfte erledigt und die Website aktualisiert. In letzter Zeit werden wir von Spameinträgen im Gästebuch zugemüllt. Das macht wenig Spaß, dafür aber viel Arbeit. Leider können wir von hier aus nur versuchen diese Einträge herauszunehmen, aber nicht beseitigen. So gehen immer mal wieder Einträge verloren. Schade!!

Wenn wir wieder in Deutschland sind, werden wir das Gästebuch durch ein Spam-gefiltertes ersetzen.

Nach Erledigung unserer elektronischen Aufgaben, sind wir nach Mayanup gefahren, wo wir unseren Übernachtungsplatz haben. Nach etwas suchen, haben wir den auch gefunden. Es waren bereits 2 weitere Caravans auf dem Platz.

Heute Abend ist bereits die erste Veranstaltung in Havey Dixons Country Musik Center. Für diese Veranstaltung kann man den "Gold Coin Donation Bus" benutzen, der einige Campgrounds abfährt. Unser Platznachbar hat für alle den Bus um 17.00 Uhr geordert.

Bewaffnet mit Stühlen sind wir dann um kurz nach 17.00 mit dem Bus zu der Veranstaltung gefahren. Es war ein toller Abend mit Countrymusik, Buschpoeten und einer Musik/Comedyshow mit einem bekannten Australischen Comedian.
Nach der Show ging’s dann wieder zurück mit dem Bus nach Mayanup.

Freitag, 16.2.2007

Den Tag fangen wir ganz gemütlich an. Frühstücken, lesen, mit den Nachbarn reden, Webseite schreiben. Bis zur Eröffnung des Festivals ist noch jede Menge Zeit.

Auch heute gibt es einen Shuttlebus zum Festgelände. Der (einzige) Bus in die Stadt fährt um 17.00 Uhr. Sämtliche Personen, die hier auf dem Platz untergekommen sind, treffen sich mit Stühlen und Decken ausgestattet an der Bushaltestelle. Von hier geht es zum Golfclub um die dort Wartenden mitzunehmen. Einige Personen, die hier einsteigen, haben Liegestühle und Eskies dabei. Gar nicht so einfach mit den großen Teilen durch den schmalen Gang Im Bus zu kommen. Vom Golfclub weiter nach Dinniup. Wieder das Gleiche Bild wie gestern, kein Mensch wartet. Jetzt geht es weiter zum Festgelände.

Das Festival ist eine Open Air - NON-SMOKING - NO BYO - NO DOGS - Veranstaltung. Am Eingang werden größere Taschen und Eskies auf mitgebrachten Alkohol und Glas kontrolliert. Wer etwas dabei hat muss es entweder vernichten oder zurück zum Auto bringen, sonst kein Einlass.

Kein Glas, das hat auf den Ausschank von Wein Einfluss. Das Wein in einem Kunststoffglas ausgeschenkt wird, das geht ja noch. Besonders eigenartig wird es allerdings, wenn man eine Flasche Wein kauft. Der Wein wird aus der Glasflasche in eine Kunststoff-Flasche umgefüllt.
Gemäß den Bestimmungen darf außerhalb des Festgeländes kein Alkohol getrunken werden. Wer mit einer Bierdose in der Hand durch den Ausgang will, muss diese entweder austrinken oder die Dose in den Abfall werfen. Es gibt keinen, der deswegen meckert.

Der Sprecher, der das Festival eröffnet gibt bekannt, dass sich die Reihenfolge der Auftritte ändert, da die Australian Army Band noch nicht eingetroffen ist.

Von allen Sprecher wird darauf hingewiesen, dass es eine Nichtraucher-Veranstaltung ist. Und erstaunlich, es funktioniert hervorragend. Leute die rauchen wollen, begeben sich ganz hinten an den Rand.

Inzwischen ist auch die Army-Band eingetroffen. Der Bandsprecher meint, der Fahrer hat sich verfahren. Sie waren in Boyanup, klingt ja ähnlich.

Um 23.00 Uhr ist die Veranstaltung zu Ende und wir laufen zum Bus. Da sitzen schon lauter unbekannte Leute im Bus. Das sind die Dinniup-Leute, die jetzt wieder zurück zu ihrem Platz wollen. Alle Plätze im Bus sind besetzt als wir starten. Die Stimmung ist hervorragend. Es werden Lieder gesungen, wie auf einer Klassenfahrt

Samstag, 17.2.2007

Heute wird ein anstrengender Tag. Wir werden den ganzen Tag unterwegs sein und erst gegen Mitternacht wieder zurück sein. Es ist noch kühl und regnerisch. Auch in der Nacht hat es geregnet.

Um 8.30 Uhr kommt der Bus zur Abholung. Wir haben Stühle und Jacken dabei, alles was wir den Tag über brauchen. In der Stadt angekommen gehen wir erst mal ins Boyup Brook Hotel zum frühstücken. Da wir unsere Stühle nicht den ganzen Vormittag durch die Stadt tragen wollen, stellen wir diese im Hotel unter.

Die Hauptstraße ist gesperrt und es sind verschiedene Stände aufgebaut. Nach dem Frühstück bummeln wir an diesen entlang. Immer wieder gibt es kurze Regenschauer, hoffentlich bleibt das nicht den ganzen Tag so. Open-Air bei Regen, das macht nicht viel Spaß.

Um 11.00 Uhr beginnt der Umzug der Trucks und Utes. Es nehmen 40 Trucks und 170 Utes teil. Die Zuschauer können, in verschiedenen Kategorien, den schönsten Truck und die schönste Ute wählen. Um 12.00 Uhr ist der Umzug beendet, jetzt beginnt die Veranstaltung im Park. Wir holen unsere Stühle im Boyup Brook Hotel ab und laufen zum Park. Wir suchen uns einen Platz in der Nähe der Bühne. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und es bleibt den Rest des Tages auch trocken.

Den ganzen Nachmittag wird Musik unterschiedlichster Stilrichtungen gespielt. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von John Williamson. Ein tolles Konzert von einem Mann mit Gitarre.

Die Trucks und Utes werden auf einem separaten Platz aufgestellt und können besichtig werden. Die Fahrer und ihre Autos werden auf Alkohol und Glas kontrolliert. Manche Fahrer sind ganz schön sauer, dass sie die Bundy-Dosen im Abfall deponieren müssen.
Die Temperaturen sind stark gesunken. Selbst unsere Jacken helfen nicht viel gegen die Kälte. Wir können aber erst nach Ende der Veranstaltung wieder zurück zum Campingplatz fahren. Mit heißem Kaffee und Tee versuchen wir uns aufzuwärmen, was allerdings nicht gelingt.
Unser Bus steht bereits da. Wir fragen ob wir schon einsteigen können. Der Fahrer meint, er müsse erst noch eine Tour in die Stadt fahren. Da keiner kommt und er lässt uns einsteigen. Hier ist es etwas wärmer. Ein Paar hat bis zum Ende ausgehalten und kommt erst um Mitternacht zum Bus. Jetzt geht’s heim.

Das Thermometer in unserem Auto zeigt 7 Grad, da wird es heute Nacht noch kälter. Zum Aufwärmen gibt es noch eine 2 Minuten Nudelterrine.

Sonntag, 18.2.2007

Da unser Urlaub so langsam zu Ende geht wollen wir auf dem schnellsten Weg nach Perth fahren. Bei Williams fahren wir auf den Albany Highway. Kaum aufgefahren, werden wir an die Seite auf einen Parkplatz gewunken. Alkoholkontrolle! Der erste Polizist fragt: Name? und trägt den Namen auf einer Liste ein. Weiterfahren zum Kollegen, ins Atemmessgerät pusten. Nichts getrunken, gute Fahrt.

Gegen 14.30 Uhr kommen wir auf dem Perth International Caravanpark an und buchen für 2 Nächte ein. Nachdem wir alle unsere Geräte an Strom angeschlossen haben, erledigen wir einige Telefonate. Bei der Autovermietung wird ein Auto reserviert, das können wir bis 17.00 Uhr abholen. Mit Rudi, der grade umgezogen ist verabreden wir uns für Montagabend. Roland und Susanne haben bereits Termine, kommen aber am Freitag zum Flughafen. Da können wir noch zusammen Kaffee trinken. Mit einem Taxi fahren wir zur Autovermietung und werden positiv überrascht. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung ist ein Automatikwagen verfügbar.

Heute Abend ist es viel wärmer. Wir sitzen vorm Auto bis es dunkel wird und die Mossies uns ins Auto vertreiben.