Perth / Tjukajirla

Donnerstag, 13. Dezember 2007
Da wir noch ein paar Dinge besorgen müssen fahren wir am Morgen nach Midland. Dort ist ein großes Shoppingcenter und drum herum "alles was man braucht".
Um 14.00 Uhr sind wir mit Gitte verabredet. Gitte schreibt und moderiert beim Australien-Forum, in dem sich auch Elvira oft herumtreibt. Sie hat uns eingeladen mal zum Kaffe vorbei zu kommen.

Pünktlich 14.00 Uhr fahren wir bei Gitte und Günter auf den Hof. Die Beiden haben sich hier ein stattliches Anwesen aufgebaut. Die Beiden sind sehr sympathisch und wir haben den ganzen Nachmittag viel zu erzählen. Jack der Haushund (ein Jack Russel Terrier) beschäftigt Dieter die ganze Zeit mit Bällchen werfen - er ist einfach nicht müde zu kriegen.

Gegen 17.00 Uhr geht’s wieder Richtung Ascot zu Gerd und Barbara. Heute Abendessen gibt es Fish & Chips.

Freitag, 14. Dezember 2007
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg nach Beverley. Da wir noch auf der Bank vorbei müssen (wegen der Bankkarten) nehmen wir den Weg über den Great Eastern Highway sowie den Great Southern Highway nach York.
Wir sind gespannt, ob es die Damen von der Bank in York diesmal geschafft haben, unsere Bankkarten aus Sydney anzufordern. Dieser Versuch ist schon zweimal gescheitert. Aber wir sind optimistisch, da wir 2 x eine Erinnerung per Fax geschickt haben.

Unser Optimismus wird nicht ganz befriedigt, aber wenigstens eine Bankcard liegt in York bereit. Man verspricht uns, die zweite bis zum Ende unseres Urlaubs vor Ort zu haben - schaun mer mal.

Pünktlich zum Mittagessen treffen wir dann in Beverley ein. Den Rest des Tages gibt es noch viel zu erzählen.

Samstag, 15. Dezember 2007
Unser Camper steht oben an der Shed, frisch aus der Inspektion. Micha hat das Auto für uns einer Routineinspektion mit Ölwechsel usw. unterziehen lassen. Zum Einräumen fahren wir den Camper ans Haus.

In der Zeit, als er hier stand, haben einige Spinnen den Camper als ihr Zuhause entdeckt. Die müssen wir alle erstmal vertreiben. Das gelingt uns aber recht schnell und wir können alles schnell einräumen.

Micha hat für 15.00 Uhr Rob, einen Nachbarn, eingeladen. Rob hat Probleme ein Programm zur Integration von geografischen Karten und seinem Garmin-GPS zum laufen zu bringen. Micha meint, Dieter wird das schon schaffen. Und tatsächlich, nach ein paar Einstellungen und dem downloaden eines Tools funktioniert alles. Rob ist richtig Happy.

Mit ein paar guten Flaschen Wein lassen wir den Rest des Abends ausklingen.

Sonntag, 16. Dezember 2007
Es regnet den ganzen Tag, es ist fast wie in Deutschland, ein richtiger Landregen. Da macht es keinen Spaß draußen rum zu laufen.
Also erledigen wir Dinge, die im Haus gemacht werden können und genießen den Tag mit gutem Essen und gutem Wein.

Montag, 17. Dezember 2007

Da wir am Mittwoch unser Mietauto abgeben und dann gleich mit der Tour beginnen wollen, müssen wir heute noch alles Notwendige besorgen. Das geht am besten am Albany Highway, im Westfield Carousel Shopping Center. Wir machen uns schon um 8.00 Uhr auf den Weg nach Perth.

Unter anderem müssen wir auch ein neues Handy haben, da in 6 Wochen die CDMA-Handys nicht mehr unterstützt werden und das Netz abgeschaltet wird. Um die gleiche Abdeckung wie bei CDMA zu haben ist der Umstieg auf Next G, ein 850 Mhz UMTS-Netz nötig. Entsprechende Prepaid-Handy's werden bei Telstra ab 149 AUD angeboten.

Beim laufen durch das Carousel-Shopping-Center kommen wir an einem Allphone-Laden vorbei. Die Verkäuferin bietet uns, erst heute reingekommen, ein NextG-Prepaid für 99 AUD an. Wir wollen aber noch mal im Telstra-Laden schauen. Dort müssen wir feststellen, dass die das Mobilephone überhaupt noch nicht haben. Also zurück in den Allphone-Laden und das 99 AUD Handy geholt.

Nachdem wir alle Einkäufe getätigt haben fahren wir noch im Beverley Shire vorbei. Irgendwie haben wir den Sticker für die Zulassung nicht erhalten. Mit der Rechnung und der vorgelegten Onlineüberweisungsquittung ist es aber kein Problem einen Sticker zu bekommen. Wir sind nicht mal nach dem Grund gefragt worden.

Zurück auf der Farm kleben wir, bevor es dunkel wird, noch die Werbefolie von Down Under Adventure auf unseren Truck.

Abends sitzen wir dann bei einem Glas Wein zusammen - morgen im Laufe des Tages soll es dann wieder Richtung Perth gehen.

Dienstag, 18, Dezember 2007
Ben, einer der Hunde von Inge und Michael, muss heute Morgen zum Tierarzt nach Brookton. Er soll am Ohr operiert werden. Micha macht sich gegen halb 9 Uhr auf den Weg.

Wir räumen unsere Sachen in den Camper, so gegen 11 Uhr wollen wir starten. Vorher müssen die Reifen noch mit dem nötigen Luftdruck versorgt werden. Wir fahren vor die Work-Shed um mit dem Kompressor aufzufüllen.

Hinten links fällt auf, dass das Ventil vom inneren Reifen nicht da ist. Beim genaueren hinsehen stellen wir fest, der Reifen ist platt. Also hinten beide Reifen runter und Ersatzrad montieren. Dass funktioniert leider nicht so ganz. Der äußere Reifen lässt sich problemlos runter nehmen, aber der Innere, der defekte, will nicht herunter. Die Radbolzen sitzen so fest, dass auch mit einer Verlängerung die Bolzen kein Stück gelockert werden können. Also montieren wir wieder das äußere Rad. Für eine kürzere Strecke geht es auch mit einem Reifen auf der Hinterachse.

Micha ruft beim Reifenservice in Beverley an, ob der Mechaniker auch Zeit hat. Er hat, aber erst ab 15.00 Uhr. So kommen wir noch zu einem Mittagessen. Inzwischen ist auch Ben, der Hund, wieder Zuhause, ein bisschen benommen ist er noch.

Gegen 14.30 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zum Reifenservice in Beverley. Selbst beim Reifenservice, mit seinem Profiwerkzeug, zeigt das innere Rad nur geringe Neigung sich lösen zu lassen. Erst nachdem der Monteur den Kompressor für die Luft komplett gefüllt hat, bewegen sich die Bolzen und der Reifen kann repariert werden.

Über York und Mundaring fahren wir nach Perth. Bei Barbara und Gerd können wir unseren Camper vor der Tür parken. Zum Glück, denn auf den Caravanplätzen war kein Platz mehr frei.

Barbara und Gerd sind eben erst vom Flughafen gekommen, wo sie ihren Besuch aus Deutschland abgeholt haben.

Unser Mietauto ist durch die Regenfälle der letzten Tagen etwas rötlich gefärbt, schnell noch durch die Waschanlage fahren. Das ist billiger, als wenn wir die sonst fällige Reinigungspauschale von 35 AUD bezahlen müssen.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Gegen halb 8 Uhr fahre ich (Dieter) unseren Truck aus der Ausfahrt. Gerd will sich in seinen Ford eine Telefonfreisprecheinrichtung einbauen lassen. Dafür hat er heute Morgen einen Termin und muss früh los. Wir frühstücken in Ruhe und gehen noch mal ins Internet. Als Gerd und Barbara zurück sind halten wir noch ein kleines Schwätzchen und brechen dann gegen 9.30 Uhr auf.

Zuerst geben wir den Leihwagen zurück. Das klappt problemlos, wie immer bei M2000. Danach fahren wir den Great Eastern Highway über Midland, wo wir noch 150 Liter Diesel tanken, in Richtung Kalgoorlie. Das heutige Ziel ist Southern Cross.

In Meckering machen wir Zwischenstation und sehen uns dort die Erinnerungsstätte zum Erdbeben 1968 an, als in Meckering einiges zerstört wurde. In Southern Cross übernachten wir.

Donnerstag, 20. Dezember 2007
Nach Southern Cross ist heute Kalgoorlie unser Ziel. Wir frühstücken bei herrlichstem Sonnenschein.

Die relativ kurze Fahrt unterbrechen wir am Wargangering Rock, von dem aus man einen schönen Blick in das umliegende Land hat. Bei der Einfahrt in das Gelände müssen wir durch einige weiche Stellen und größere Pfützen fahren. Hier hat es sicher ordentlich geregnet.

Wir sind schon relativ früh in Kalgoorlie, wo wir auf dem Prospector-Caravanpark einbuchen. Abends kommt sehr starker Wind auf und die Temperatur sinkt merklich, um rund 10 Grad. Das ist nach dem sehr warmen Tag ganz angenehm und lässt uns gut schlafen.

Der Prospector Caravanpark bietet seit neuestem Wireless Lan an. Das connecten klappt prima, hervorragende Verbindung. Internet aufrufen funktioniert auch - nach genauer Untersuchung aber nicht mit 54 Mbit /sek sondern nur mit 2 Mbit/sek. Merkwürdig, die Leistung schwankt ständig. Email abholen wird zur Qual und an Übertragen der Website ist gar nicht zu denken. Auf Nachfrage in der Rezeption sagt man es wäre alles bestens - na ja.

Freitag 21. Dezember 2007
Gleich früh morgens probieren wir noch mal die Wireless-Verbindung, aber leider bleibt das Problem. Also müssen wir uns in Kalgoorlie ein Internet-Cafe suchen.

Wir lassen es ruhig angehen. Nach Auskunft der Rezeption fährt der Linienbus immer 10 Minuten nach der vollen Stunde (may be).

Um kurz vor 12 Uhr sind wir an der Bushaltestelle. Der Bus müsste also in einer viertel Stunde kommen. Müsste er, aber nach 30 Minuten, 1 Stunde und auch nach 1 1/2 Stunden ist immer noch kein Bus da.

Wir halten uns ein Taxi an. Die Fahrerin weiß auch gleich wo ein Internetcafe ist und setzt uns direkt davor ab. Die Fahrt hat 6 AUD gekostet - wahrscheinlich nicht mehr als der Preis für den Bus. Wir entschließen uns auch die anderen heute noch anstehenden Fahrten mit dem Taxi zu machen.

Das Internetcafe hat es eine schnelle Leitung, über die wir das Websiteupdate gut durchführen und unsere Email abholen können. Leider sind oft Mails mit großen Anhängen (Powerpoint usw.) dabei, die einen bei langsamen Leitungen verzweifeln lassen.

Wir machen noch ein paar Besorgungen und fahren wieder mit dem Taxi zum Caravanpark.

Heute Abend wollen wir noch in die Westernbar des Exchange Hotel. Dort gibt es ab 21.30 Uhr Livemusik.

Wir bestellen uns ein Taxi zum Caravanpark. Es ist noch nicht viel Betrieb im Exchange-Hotel. Neben den normalen Bedienungen sind 4 leicht bekleidete Damen, die „sexy skimpies“ der Woche, nur mit sexy Unterwäsche bekleidet, am bedienen.

So gegen 21.00 Uhr wird es langsam voller und die skimpies befreien sich von den Oberteilen, nur die Brustwarzen sind mit Smilies, Weihnachtssternen und ähnlichem abgeklebt. Das lässt die Umsätze steigen. Gegen 22.00 Uhr geht dann auch die Livemusik los. Die skimpies haben plötzlich wieder ihre Oberteile an.

Die Musik ist nicht so ganz unser Geschmack. Deshalb machen wir uns auch bald auf den Heimweg zum Caravanpark.

Den Besuch der Westernbar im Exchangehotel kann man empfehlen. Es gibt zivile Preise und viel zu sehen.

Samstag, 22. Dezember 2007
Beim Zusammenräumen füllen wir noch Trinkwasser auf und überprüfen alle wichtigen Sachen am Fahrzeug.

Wir fahren erneut zum Internetcafe, weil wir den Newsletter verschicken wollen. Das Internetcafe ist noch nicht geöffnet. Wir gehen zur Tourist-Info und fragen nach dem neuesten Straßenzustand für die Great Central Road. Leider können uns die Damen dort nicht weiter helfen. Der ausgehängte Report vom 19. Dezember sagt, dass von Laverton Shire-Border bis Waburton die GCR für Fahrzeuge über 3 Tonnen gesperrt ist. Da es die letzten Tage trocken war und die Temperaturen für ein schnelles Abtrocknen sprechen, gehen wir davon aus, dass die Strecke, bis zu dem Zeitpunkt wo wir fahren, wieder frei ist.

Es ist schon nach 10.00 Uhr, als der junge Mann vom Internetcafe, ziemlich verschlafen, den Laden öffnet.

Den Versand des Newsletters haben wir bereits zu Hause getestet. Es sollte also auch von Australien aus möglich sein, den Newsletter zu versenden. Aber so einfach ist das nicht. Die Versuche gestern sind alle gescheitert und auch heute Morgen will es nicht so richtig klappen. Nach einer kurzen Recherche im Internet finden wir heraus, wo das Problem liegt, es liegt an den FTP-Einstellungen für PASV (nur für Insider). Die Einstellungen entsprechend geändert und der Versand des Newsletter funktioniert.
Bevor wir uns auf den Weg nach Laverton machen, kaufen wir noch unsere Vorräte für die Feiertage ein. Nach Laverton fahren wir den Golden Quest Trail, eine mehr oder minder gute unsealt Road, die uns über Ora Banda, einer Geisterstadt mit nur noch einem Pub, führt.

Weiter geht es zu Rowles Lagoon, einem laut Prospekt schönen Picknick- und Campingspot und Paradies für Vogelbeobachtungen.

Leider hat die Schönheit etwas gelitten, denn die Lagune ist leergelaufen, also der See ist ohne Wasser. Auch mit Wasserskifahren ist es nicht weit her.

Wir picknicken und fahren weiter nach Menzies, unser Übernachtungsplatz auf dem Weg nach Laverton.

Die Werbung - insbesondere die deutsche Werbung, erregt sofort das Interesse einer älteren Dame vom Campingplatz. Sie erkundigt sich gleich, ob das Auto auch ein deutsches Nummernschild hat. Es stellt sich heraus, dass unsere Platznachbarn deutschstämmig sind und aus Baden kommen. Sie sind Rentner und "leben jetzt auf der Straße". Unterwegs gehen sie auf Goldsuche. Nach dem Abendessen laden wir die Beiden zu einem Drink ein.
Das Paar ist seit 4 Jahren mit dem Camper unterwegs und geht auf Goldsuche. Sie erzählen ein paar interessante Geschichten über die Suche nach Gold und über die Goldsucher. Die Beiden stehen jeden Morgen um 4.00 Uhr auf und fahren in die Gebiete, wo sie Gold vermuten und danach suchen. Das wollen sie morgen auch und deshalb verabschieden sie sich mit dem Dunkel werden.

Montag, 24. Dezember 2007

Da Heiligabend hier ein normaler Arbeitstag ist, sollten auch alle wichtigen Einrichtungen geöffnet sein. Aber nicht in Laverton. Hier hat das Shire schon seit der letzten Woche geschlossen - Weihnachtsurlaub. Das gilt auch fürs Telecenter. Das heißt, wir können keine Emails abholen oder die Website aktualisieren.

Wenigstens hat die Rezeption des Caravanparks die aktuellen Straßenzustandsberichte vorliegen. Sämtliche Straßen sind für alle Fahrzeuge geöffnet. Damit können wir Gott sei Dank ohne Probleme über die Great Central Road fahren.

Nach dem Auftanken geht es dann direkt auf die GCR. Wir wollen heute bis Tjukajirla, dem ersten Roadhouse auf der Strecke, fahren. Das Roadhouse gehört den Backstone Aboriginals und wird auch von ihnen betrieben (mit Unterstützung eines weißen Verwalters)

Vom letzten größeren Regen sind an den Rändern viele Auswaschungen, aber da sowieso keiner kommt, kann man bequem in der Mitte fahren, und da ist der Zustand sehr gut.

Die Weihnachtsruhe scheint auch auf der GCR Einzug genommen zu haben. Auf der ganzen Strecke (rund 300 Km) begegnen uns gerade mal 2 Fahrzeuge. Auch Tiere sind nirgends zu sehen, außer 2 Emus und einer kleinen Herde Kamele.

In Tjukajirla angekommen werden wir gleich drauf aufmerksam gemacht, dass das Roadhouse morgen, an Christmas Day, geschlossen ist. Auch an Boxing Day ist zu. Das gilt auch für Warburton und Warnakurna, die aber an Boxing Day morgens 3 Stunden geöffnet haben.
Wen wir abreisen sollen wir den Schlüssel für die Toilettenanlage, den wir bei Ankunft erhalten, in der Toilette einschließen. Diesel gibt es noch bis 17.00 Uhr. Also füllen wir unseren Tank vorsichtshalber noch einmal auf. Wir haben den Zusatztank zwar gut gefüllt, aber man weiß ja nie. Die 1,90 AUD die der Liter kostet tun zwar weh, aber welche Alternative hat man schon.

Von Ausflügen in die Umgebung rät man uns ab, da die Wege sehr stark vom Regen aufgeweicht sind.

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben kommt Barry, der Graderfahrer, mit einer Flasche Bier für jeden um uns Merry Christmas zu wünschen. Er erzählt, dass er am letzen Donnerstag eine Roadtrain mit 3 Trailern aus dem Matsch ziehen musste und dass er ab Morgen in südliche Richtung weiter "gradert".

Der Rest des Heiligabend verläuft sehr ruhig, einzig eine Weihnachtstischdecke erinnert an Weihnachten - aber genau so wollten wir es ja haben: Buschchristmas.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Wir sind früh dran. Bereits um 9.00 Uhr starten wir, nach kurzem Tankstopp am Menzies-Roadhouse, weiter über den Golden Quest Trail, Kookyne und Malcom auf der Leonora Road in Richtung Laverton. Bereits am Anfang der Strecke steht ein Hinweisschild, was auf Straßenschäden durch die starken Regenfälle aufmerksam macht.

Die Strecke führt entlang der ehemaligen Eisenbahnlinie zwischen Leonora und Laverton. Hier gibt es einige alte Brücken zu sehen. An den Überresten einer Brücke legen wir eine Pause ein. Zurück auf der Strasse haben wir vor uns einen blauen Ford, der immer wieder beschleunigt und dann wieder langsam fährt, obwohl die Strecke ein gleichmäßiges Tempo zulässt. Dann hält das Auto links am Rand an und lässt uns überholen. Beim vorbeifahren stellen wir fest, das die Straße durch die heftigen Regenfälle der letzten Tage schwere Schäden aufweist. Auf einer Strecke von ca. 100 Metern sind extreme Bodenwellen und ein tiefes Sandbett. Nach heftigen Sprüngen fahren wir uns im Sandbett fest. Vorderräder mit der Sperre arretieren, Low Range 4WD einlegen und das Auto zieht sich schnell wieder heraus. Wir sind durch, da steht plötzlich der blaue Ford mitten im tiefsten Sand und die Fahrerin winkt heftig.

Wir setzen zurück, so nah wie möglich an das eingegrabene Fahrzeug. Unsere (rethorische) Frage nach einem Abschleppseil wird von der Aboriginie-Frau natürlich verneint. Unser Seil ist tief in einem der Außenkästen vergraben, das heißt, alles ausräumen. Die Frau ist offensichtlich schon öfters abgeschleppt worden, denn sie weiß, wo das Auto seinen Abschlepphaken hat. Nachdem das Seil befestigt ist, ist der Wagen sehr schnell herausgezogen. Seil abmachen, den ganzen Kram wieder einräumen. Mit einem kurzen "Thank you" fährt die Frau weiter, wir auch.

Auf dem Rest der Strecke gibt es immer mal wieder kleinere und größere Straßenschäden, wir kommen aber unbeschadet nachmittags in Laverton an