Country Musik Festival Tamworth

Freitag, 18. Januar 2008

Im West-League Club spielt Finn McCool, eine Band, aus Sydney, die eine Mischung aus irischer Rockmusik und moderner Countrymusic spielt.
Vor der Veranstaltung lassen wir uns noch die Festival-Membership-Karten ausstellen. Sie gilt für 2 Clubs, den West-League-Club und das West-Diggers in der Innenstadt.
Im Veranstaltungsbereich ist es noch sehr voll. Es läuft noch die Vorveranstaltung, ein Bluegrass-Breakfast. Wir finden noch einen Stehplatz in der Ecke, und hoffen auf einen Sitzplatz am Ende des Konzertes.

Leider hoffen wir vergebens. Die Leute haben alle Sitzfleisch oder andere waren noch schneller. Holen wir halt unsere Klappstühle aus dem Auto.

Nach Ende der Veranstaltung ein Stopp am Shopping Center um einige Dinge für den Kühlschrank zu kaufen.

Es bleibt nicht viel Zeit, um 18.00 Uhr ist die offizielle Festivaleröffnung mit großem Konzert im Bicentennialpark.

Wir packen vorsichtshalber die Regenschirme mit ein. Es sieht stark nach Regen aus und der Wetterbericht spricht auch von 3 Tagen Regen. Hoffentlich hält das Wetter. Gut gerüstet fahren wir mit dem Auto in die Stadt. Wir haben Glück und finden noch einen Parkplatz nahe am Park und einen Sitzplatz mit sehr guter Sicht af die Bühne.

Nach den Eröffnungsreden und den üblichen Zeremonien beginnt der Konzertteil mit der Band "Jonahs Road". Die machen einen Höllenlärm (schlecht ausgesteuert). Nach kurzer Zeit merkt es aber auch der Techniker und regelt die Anlage vernünftig ein. Der Frontmann von Jonas Road bringt den geplanten Ablauf etwas durcheinander. Die Mutter des Sängers hat Geburtstag und er will ihr durch John English, den sie besonders mag und der ebenfalls anwesend ist, ein besonderes Ständchen bringen Den Zuschauern ist das Recht, denn neben dem Geburtstagsständchen spielt John English noch eine weitere Nummer.

Unter anderem sind treten noch Amber Lawrence, Matt Scullion, The Young Balladeers und als Haupt Act Graeme Conners auf.

Gegen 22.30 Uhr ist die Veranstaltung zu Ende und das Beste - es hat nicht geregnet.

Samstag, 19. Januar 2008

Es regnet. Noch kein Dauerregen, aber man muss schon aufpassen, dass man nicht nass wird.
.
Mittag fahren wir am Toyota Regional Entertainment Center vorbei. Hier finden die großen Shows für die diversen Awards statt. Vor dem Gebäude hat Toyota einen Testparcour für 4WD-Fahrten und eine Veranstaltungsbühne aufgebaut. Alle 2 Stunden gibt es ein "Hat give away". Auch wir reihen uns in die Schlange ein und bekommen unseren Toyota Strohhut. Anschließend fahren wir weiter in die Stadt und bummeln ein wenig über die Peel Street und die Seitenstraßen. Die Peel Street füllt sich langsam mit Buskern, Leuten die Straßenmusik machen und wohl auch hoffen, irgendwann mal entdeckt zu werden.

Am Nachmittag fängt es stärker an zu regnen. Wir brechen unseren Bummel durch die Stadt ab und fahren wieder zurück zum Caravanpark. Hier hat der Regen den Boden teilweise schon aufgeweicht. Es sieht nicht so aus, als würde der Regen schnell wieder aufhören. Die Wolken hängen sehr tief und der Himmel ist rundum zugezogen.

Bei dem Wetter schickt man keinen mehr vor die Tür. Wir machen uns einen gemütlichen Videoabend.

Sonntag, 20. Januar 2008

Es hat fast die ganze Nacht geregnet und heute Morgen sieht es auch nicht besser aus. Die Mengen, die da runterkommen, veranlassen uns im Auto zu frühstücken.

Gegen 11.00 Uhr fahren wir zum Services Club. Wir haben für 15.00 Uhr und für 20.00 Uhr Konzertkarten. Die Zeit bis zum Konzert von Tom Curtin um 15.00 Uhr überbrücken wir mit der "Handpicked-Band", die hier fast die ganze Woche mittags um 12.00 spielt und die man auch mehrmals anhören kann.

Pünktlich um 14.30 Uhr ist Einlass im Dungeon Room im Untergeschoß des Services Clubs. Das Tom Curtin Konzert ist überraschend schwach besucht. Trotzdem kommt gute Stimmung auf. Tom Curtin, sein Begleitmusiker und auch das Publikum sind gut drauf und die Musik ist sowieso super.

Zwischen den Veranstaltungen bleibt nur wenig Zeit. Wir essen noch eine Kleinigkeit (Fish & Chips und Chicken & Chips) und dann heißt es schon wieder anstellen zum Wolverines Konzert. Die Show der Wolverines ist wie immer perfekt und die zweieinhalb Stunden vergehen wie im Fluge.

Nach dem vielen Freizeitstress machen wir uns dann wieder auf zum Caravanpark. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Hoffentlich bleibt das so.

Montag, 21. Januar 2008

Die Regenphase scheint endgültig vorbei. Es ist zwar bewölkt, aber es kommt immer wieder die Sonne durch.

Für heute haben wir uns nur eine Veranstaltung herausgesucht. Im Pub ist ab 12.00 Uhr Bill Chambers Session, eine Veranstaltung mit Bill Chambers und Gästen.

Um 11.00 Uhr sind wir am Pub. Man merkt, dass es dieses Jahr die erste Veranstaltung von Bill Chambers ist. Im Innenbereich des Pub gibt es keine Sitzplätze mehr, aber im überdachten Außenbereich bekommen wir einen Tisch mit ganz guter Sicht. Das Konzert ist kurzweilig und die Zeit bis 15.00 Uhr vergeht schnell.

Nach dem Konzert geht’s zurück zum Caravanpark. Gegen Abend fahren wir wieder in die Innenstadt von Tamworth. Wir wollen mal sehen, was abends so los ist. Auf der Peel Street, der Haupteinkaufsstraße, stehen tagsüber viele "Busker" aber heute Abend ist nur sehr wenig los. Vielleicht wegen der abends doch recht frischen Temperaturen, so 17 bis 18 Grad.

Wir bummeln mal über die gesamte Peel Street, es ist aber nichts los, was uns wirklich interessiert - hier mal ne Jug-Band, da mal ein einzelner "Tenor" - aber nichts wo es sich lohnt länger zu verharren. So gegen 22.00 Uhr sind wir wieder am Caravanpark und lassen den Tag in Ruhe ausklingen.

Dienstag, 22. Januar 2008

Heute ist mal wieder Homekeeping angesagt. Auch die Website muss unbedingt auf einen halbwegs aktuellen Stand gebracht werden.

Zu Glück haben wir uns für heute nur eine Veranstaltung vorgenommen, die Stuie French VB-Pickersnight. Die Veranstaltung ist ein "muss" für alle Freunde von Musik mit Saiteninstrumenten. Hier treten alle wirklich guten Leute auf.

Wir sind schon gegen 17.30 Uhr im Pub, obwohl die Veranstaltung erst um 21 Uhr beginnt. Aber wir wollen unbedingt gute Plätze haben. Als wir ankommen läuft noch der Bundaberg Jazzer Quest Talentwettbewerb, der die ganze Woche über ausgetragen wird.

Wir haben schon relativ gute Plätze, aber nach Ende der Veranstaltung können wir uns ideale Plätze schnappen, um die Pickersnight zu verfolgen.


Bevor diese losgeht tritt erst noch eine Gruppe junger Leute auf, die gemeinsam ihren Abschluss an der Musikschule gemacht haben, aber erst am Montag beschlossen haben, zusammen als Band aufzutreten. Die Jungs sind einfach Spitze. Ohne je richtig zusammen gespielt zu haben, legen die eine super Vorstellung hin. Die haben Zukunft. Bei einer Hut-Sammelaktion kommen 622 AUD für die Jungs zusammen, das spricht für sich.

Mit leichter Verspätung startet dann 1/4 nach 9 Uhr die Pickersnight. Wie erwartet sind wieder viele bekannte Gäste mit von der Partie. Sie alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. So gegen 1.30 Uhr morgens ist die Veranstaltung beendet und wir machen uns zurück zum Caravanpark.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Der Caravanpark ist jetzt randvoll. Auch unpowered Plätze sind so gut wie alle weg. Man merkt es morgens wenn man zur Dusche läuft. Es bedeutet Schlange stehen.

Um 10.00 Uhr sind wir am TREC (Toyota Regional Entertainment Center) Laut Programm soll Gleny Rae spielen, aber irgendwie haben wir das Programm falsch gelesen, denn es ist die Kindershow mit Gleny Rae.

Macht nichts, auf der Außenbühne spielt Markus Meier. Hört sich ziemlich nach deutschen Vorfahren an. Er erzählt davon, dass er aus Old Halls Creek kommt, wo seine Eltern eine Station haben. Nach dem Auftritt fragen wir wegen seines typisch deutschen Namens nach. Der Vater ist Schweizer, aber er könne kein Wort deutsch. Vielleicht käme er ja mal in die Schweiz, eine Anfrage habe er schon.

Nicht weit weg vom TREC haben Toyota und Jayco eine gemeinsame Ausstellung von Fahrzeugen und Campervans. Die sehen wir uns mal an. Noch ein kurzer Einkauf im Medizinsupermarkt nebenan und dann fahren wir erstmal wieder zum Caravanpark.

Gegen 16.00 Uhr machen wir uns auf zum Services Club. Man hat uns die Show von Luella and the Heelers empfohlen. Um 19.00 Uhr ist ihre erste Show. Wir sind früher, um auch sicher einen ordentlichen Platz zu bekommen. Es ist noch früh, zur Zeit spielt noch Col Finley, eine ebenfalls empfehlenswerte Band.

Die Show von Luella ist wirklich sehr gut. Ihre Stimme und auch ihr Herumwirbeln auf der Bühne und im Publikum kommen sehr gut an. Das war eine gute Empfehlung. Nach der Show bleiben wir gleich sitzen. Handpicked macht noch eine Nachtsession. Handpicked haben wir zwar schon zweimal gesehen, aber die sind so gut, dass man sie öfter ansehen kann. So gegen Mitternacht machen wir uns wieder auf in Richtung Caravanpark - ein harter Tag.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Heute Morgen ist wieder ein riesiger Andrang beim Duschen, man merkt das Festival geht auf seinen Höhepunkt zu.

Im Courtyardhotel spielt um 12.00 Uhr Uncle Bobs Jug Band, mal hören wie die sind. Nach der ersten Musikrunde gehen wir wieder - ist nicht ganz unsere Musik. Aber macht ja nichts, ist ja kostenlos wie die meisten Veranstaltungen.

Wir gehen lieber noch auf die Peel Street, da ist richtig Betrieb. Wir hören uns einige Buskern an - teilweise ist die Musik sehr gut.

Gleny Rae spielt heute Nachmittag im Southgate Inn. Da wir sie gestern nicht sehen konnten machen wir das halt heute. Noch Einkaufen und dann den Rest des Tages noch ein wenig relaxen - muss auch mal sein.

Freitag, 25. Januar 2008

Es ist Australia-Day Eve - also der Vortag vom Australia-Day. Heute Abend laufen in ganz Australien die großen Shows. Auch hier in Tamworth. Wir haben uns für den Abend die Open Air Charity-Veranstaltung von Kasey Chambers ausgesucht.

Um 13.00 Uhr ist Viehversteigerung in den Tamworth Saleyards. Das wollen wir uns mal ansehen. Mit einem Pfiff auf der Trillerpfeife wird die Auktion eröffnet. Die Rinder sind in vielen Boxen untergebracht. Es wird jeweils die ganze Box versteigert. Der gebotene Preis gilt pro Stück.


Die Versteigerung wurde extra angesetzt, weil die Tiere aus den überfluteten Gebieten stammen, wo sie bis zu 3 Wochen im Wasser gestanden haben und praktisch nichts zu fressen hatten. Teilweise sehen sie auch ganz schön abgemagert aus. Die Tiere gehen zum Stückpreis von 320 bis 500 AUD an die neuen Besitzer über.

Während der Versteigerung beginnt es zu regnen. Ausgerechnet heute, wo wir die Fenster im Camper nicht dicht gemacht haben. Wir entschließen uns, bevor unser Home unter Wasser steht, die Auktion vor dem Ende zu verlassen und zum Caravanpark zurück zu fahren. Zum Glück hat es an diesem Ende von Tamworth noch nicht so stark geregnet und in unser "Wohnung" ist alles trocken. Eigentlich hat der Wetterbericht "trocken" angesagt, aber es regnet sich so richtig ein. Den Besuch im Park schreiben wir ab. Kühl und nass mit Regenschirm auf dem Stuhl im Park, danach ist uns nicht.

Aber es gibt ja genug Alternativen. Im Pub spielt Crakajak, eine Gruppe die wir schon öfter empfohlen bekommen haben. Und diese Empfehlung war nicht schlecht. Mal von den langen Pausen abgesehen ist das eine erstklassige Rockband. Gegen 23.00 Uhr zieht es uns dann doch wieder Richtung Caravanpark. Schließlich müssen wir wieder früh raus. Um 10.00 Uhr beginnt schon die Cavalcade (Umzug)

Samstag, 26. Januar 2008 (Australia-Day)

Wir wollen möglichst früh in die Stadt. Um 10.00 Uhr startet die alljährliche Cavalkade - der Umzug der Festivalteilnehmer. Wir haben den Wecker gestellt, um die morgendlichen Schlangen beim Duschen zu umgehen. Bereits um 1/2 9 Uhr machen wir uns auf den Weg. In einer Seitenstraße der Peel-Street, nahe am Geschehen, finden wir noch einen Parkplatz. Mit unseren Stühlen suchen wir uns einen Platz, wo wir gut sehen können. Bis es los geht heißt es etwas mit dem Nebenmann quatschen und Leute beobachten.

Die Cavalkade startet pünktlich um 10 Uhr. Es gibt 67 Zugnummern. Neben einigen Dudelsack und Marching Bands, präsentieren sich die Musiker, die Feuerwehr, die Armee, das Krankenhaus und die Sponsoren. Es ist ein buntes Treiben und die Stimmung am Zug ist hervorragend.

Nach Ende des Umzuges fahren wir an den Peel River. Dort findet wie jedes Jahr das traditionelle Entenrennen statt. Der Lionsclub Tamworth organisiert die Veranstaltung. Es gibt 3 Rennen. 2 Rennen sind für die Sponsorenenten - Startgebühr 100 AUD, an dem alle Geschäfte und Unternehmen aus Tamworth teilnehmen. Die Rennen werden mit jeweils 100 Enten gestartet. Das Dritte Rennen ist ein "offenes" Rennen mit 1000 Enten, die jedermann mit einem 5 AUD - Ticket an den Start bringen kann. Jeder von uns hat eine Ente am Start. Die Rennen sind spannend aber leider sind unsere Enten nicht unter den ersten 3.

Heute Abend sind keine für uns interessanten Gigs also gönnen wir uns mal einen "freien Abend" und sehen uns ein paar Folgen von Mc Leods Töchter an.

Sonntag,27. Januar 2008

Die Vorräte sind aufgebraucht deshalb werden wir im Services Club frühstücken. Das trifft sich gut, da dort ab 8.00 Uhr Steve Passfield und Handpicked, unserer Meinung nach die beste Band beim Festival, zum Frühstück aufspielt. Als wir kurz vor 8 Uhr ankommen, stehen schon die Ersten vor der Tür. Das haben wir nicht erwartet, da der Sonntag im allgemeinen Abreisetag ist und kaum noch Leute bei den Veranstaltungen sind. Aber diesmal ist ja Montag noch "Public Holiday" da der Australia-Day auf den Samstag fiel.

Gegen 8 Uhr kommt Garry, der Keyboard und Akkordeonspieler, vor die Tür. Er erzählt, dass die Band gestern Abend eine goldene Gitarre, wohl die wichtigste Auszeichnung im Country Musik Business, für einen Instrumentaltitel erhalten hat. Nach und nach trifft der Rest der Band ein, sehen alle etwas übernächtigt aus.

Steve Passfield erzählt von der Verleihung. Bei seiner Dankesrede habe er vor lauter Aufregung seine Frau Renata vergessen. Die habe seine Entschuldigung zwar angenommen, er wolle die Entschuldigung aber noch mal vor allen Leuten wiederholen. Die Show ist wie jedes Mal wieder super. Gegen 11.30 Uhr ist sie zu Ende. Für uns ist sie auch der Abschluss des Festivals.

Wir wollen morgen früh abreisen, müssen also unseren Kühlschrank auffüllen und alles Notwendige einkaufen.

Alles was wir schon abbauen können bauen wir ab und verstauen es. Besonders unser Vordach muss gereinigt und wieder ordentlich verpackt werden.

Am Abend überrascht uns eine große Spinne, die plötzlich an der Wand entlang läuft. Ein Schlag mit der Zeitung und auch das Problem ist gelöst. Man kann die Spinne ja schlecht fragen, ob sie giftig ist.