Kununurra / Darwin

Dienstag 27.09.2005

Heute ist wieder so ein Tag, der mit allen möglichen Erledigungen voll gepackt ist. Gleich morgens nach dem Frühstück fahren wir in die Stadt. Das Auto nehmen wir mit, weil wir es bei "Kimberley Fine Diamonds" (einem unserer Werber) vorstellen wollen. Aber als erstes geht es ins Telecenter um die Homepage zu aktualisieren und die vielen E-Mails zu lesen, die sich in den letzten Tagen aufgestaut haben. Nebenbei haben wir natürlich auch mal nachgeschaut, wie denn die Wahl am 18. September ausgegangen ist - armes Deutschland!

Als wir nach fast 3 Stunden im Telecenter alles erledigt hatten, sind wir bei Kimberley Fine Diamonds vorgefahren. Wir haben nach Petrina, die alles mit uns abgewickelt hat, gefragt. Sie ist da und hat sich gefreut, dass wir vorbeigekommen sind. Das ganze Personal hat sich dann unser Auto angesehen und ist begeistert. Die Inhaberin Frauke Bolten-Boshammer ist gerade in der Mittagspause, kommt aber noch während unserer Unterhaltung mit Petrina zurück. Nach einer halben Stunde "Small Talk" haben wir uns verabschiedet, nicht ohne ein bisschen Werbematerial für unterwegs mitzunehmen.

Von unseren letzten Aufenthalten in Kununurra wissen wir, das es auf der Barra Barra Farm, einer Bananenfarm, super Eiscreme gibt. Da es heiß ist und wir Lust auf Eis haben sind wir zur Barra Barra Farm gefahren und haben uns ein Bananasplitt und einen echten! Espresso gegönnt; lovley!

Mittwoch 28.09.2005

Nach dem Dilemma mit den Reifen auf der GRR haben wir vor, den defekten Reifen und die 2 schlechtesten auszutauschen. Also sind wir morgens gleich zum Reifenhändler um mal einen Preis zu bekommen und ggf. den Wechsel vorzunehmen. Seine Fachkenntnisse halten sich offenbar in Grenzen. Obwohl er gesehen hat, dass wir mit einem Truck vorfahren, bietet er als das Nonplusultra einen Reifen an, der für die Gewichts-klasse unseres Autos absolut ungeeignet ist. Auch der nächste den er vorschlägt, war nicht geeignet. Als er dann endlich was gefunden hat, was passen würde, nennt er einen Preis von 375 AUD / Reifen - ein Mondpreis. Die letzten Reifen, die wir gekauft haben, lagen unter 100 AUD. Also haben wir das Reifenproblem verschoben und werden in Darwin nach neuen Reifen sehen.

Am Donnerstag wollen wir nach Wyndham fahren, deshalb haben wir in der Touristeninfo die neuesten Straßenzustandsberichte gelesen. Ivanhoe Crossing und die Parry Creek Road sind offen. Da Ivanhoe Crossing nicht weit entfernt ist, fahren wir hin, um uns die Durchfahrt anzusehen. Das letzte Mal als wir da waren, war alles zerstört. Für 4 WD-Fahrzeuge ist die Durchfahrt freigegeben, wir können also am Donnerstag diesen Weg fahren.

Abends schmeißen wir uns zur Abkühlung noch für eine Stunde in den Pool - bei den z.Zt. herrschenden extremen Temperaturen ein Muss.

Donnerstag 29.09.2005

Neben uns steht ein Buschcamper von Britz. Die 2 Männer, die mit dem Gefährt reisen, kommen uns irgendwie bekannt vor. Die haben wir irgendwo schon mal gesehen, bloß wo!?? Aber das passiert beim Herumreisen ja öfter. Als wir beim Frühstück sitzen kommt der eine herüber und fragt: "Seid ihr etwa Elvira und Dieter aus Frankfurt vom Stammtisch?" Es sind Peter und Norbert aus Hannover, die vor 2 Jahren beim Australia-Day in Frankfurt waren. Die Welt ist doch ein Kuh-Dorf.
Nach dem Frühstück geht es dann los nach Windham. Wir wollen über die Parry Creek Road fahren. Die ist über Ivanhoe Crossing zu erreichen. Langsam, mit gleichmäßiger Geschwindigkeit fahren wir durch das Wasser, das eine ziemlich starke Strömung hat. Aber die Durchfahrt ist problemlos.
Wir haben den Krokodilpark in Wyndham bisher noch nicht gesehen und fangen unseren Wyndham-Besuch hier an. Wegen der hohen Temperaturen sind die meisten Krokodile unter Wasser und man sieht nur wenig von ihnen.
Danach fahren wir zur Tourist-Info, die gleichzeitig auch Supermarkt und Tankstelle ist. Hier ist der Diesel mit 1,37 AUD sehr günstig und wir tanken auch unseren Zusatztank voll - wer weiß, wann es wieder mal so günstigen Sprit gibt.

Nachdem wir uns alles Wichtige in Wyndham angesehen haben fahren wir auf den Campingplatz. Direkt neben unserm Stellplatz steht ein 2000 Jahre alter Boab-Baum, eine der Attraktionen in Wyndham

Freitag 30.09.2005

Am Morgen wollen wir den 4WD-Track zur "Diggers Rest" Station fahren und dort übernachten. Leute hatten uns ganz begeistert davon erzählt. Als wir eintreffen wird uns ein Platz auf der Rückseite des Hauses zugewiesen, der voller Pferdeäpfel ist. Der Rest macht auch keinen besonderen Eindruck. Da wir noch nicht bezahlt haben, brechen wir ab und fahren wieder zurück. Wir beschließen dann lieber nach Parry Creek Lagoon zu fahren.

Als wir dort ankommen, haben wir einen sehr positiven Eindruck. Da das Office heute erst um 17.00 Uhr öffnet, stellen wir unseren Camper auf ein schattiges Plätzchen und gehen uns im Pool abkühlen. Im Pool treffen wir u.A. ein Ehepaar aus der Münchner Gegend, die nach Perth unterwegs sind.

Samstag 01.10.2005

Beim Frühstück fragt Elvira wohl eher scherzhaft, "Na sind noch alle Reifen dran?" Ein Rundgang ums Auto gibt Aufklärung. Vorne rechts der Reifen ist wieder mal platt. Das ist jetzt schon das 5te mal und keiner der Reifenfachleute hat irgendwas am Reifen oder der Felge feststellen können. Also fahren wir zurück nach Wyndham und lassen den Reifen erneut reparieren. Wegen der vielen Flicken wird der Schlauch erneuert, vielleicht hilft das ja. Der Reifenmonteur hat noch einen Hangover vom Vortag - ob das gut geht? Den reparierten Reifen nehmen wir erst mal als Ersatzrad.

Über Kununurra geht es weiter auf dem Viktoria-Highway bis Timber Creek. Nach Poolbesuch, Abendessen und ein paar Bieren im Pub ist die nötige Bettschwere erreicht.

Die unterschiedlichen Reifen auf der Vorderachse haben sich doch ziemlich stark bemerkbar gemacht, also werden wir Morgen Früh erneut Reifen wechseln und den reparierten Reifen wieder zurücktauschen.

Sonntag 02.10.2005

Bevor wir losfahren wechseln wir noch den Reifen, um wieder gleiche Reifen auf der Vorderachse zu haben. Das mache ich neben der Tankstelle, da auf dem Campingplatz der Untergrund viel zu weich ist.

Ca. 120 Km vor Katherine winken uns eine Reihe von Leuten mit einem Wagenheber zu. Wir halten an. Es sind 8 Aboriginies und ein großer Hund, die eine Reifenpanne haben. Deren Wagenheber ist höchstens noch als Wurfgeschoss zu benutzen. Wir holen unseren "Jack" heraus und in 10 Minuten ist alles erledigt. Und sie können ihre Fahrt fortsetzen. Erstaunlich, wie viel Leute in ein Auto passen!!

Gegen 15.00 Uhr kommen wir in Katherine an und mieten uns auf dem Red Gum Campingplatz ein. Glücklicherweise hat der einen Pool, sodass wir uns ein wenig abkühlen können

Montag 03.10.2005

Da wir noch auf WA-Zeit eingestellt sind wachen wir auch später auf.

Nach dem Frühstück fahren wir in die Stadt. Wir wollen unsere E-Mails nachsehen und einige schreiben und natürlich die Webseite updaten.
Nachmittags fahren wir zur Katherine Gorge um für den nächsten Tag eine Tour zu buchen. Den Rest des Tages verbringen wir mit Poolbesuch und relaxen.

Dienstag 04.10.2005

Unsere Gorgetour ist für 11.00 Uhr angesetzt, also heißt es gleich nach dem Frühstück: Auf zur Katherine-Gorge. Man fährt ca. eine halbe Stunde bis dorthin. In der Nähe des Anlegestegs ist plötzlich ein ziemliches Gedränge um einen Baum herum. Als wir genauer nachsehen entdecken wir eine Schlange, die auf dem Weg nach unten ist. Es ist die erste lebende Schlange die wir auf dieser Reise sehen.

Pünktlich legt das Boot ab. Wir haben uns zum fotografieren und Video aufnehmen noch Seitenplätze sichern können. Schon in der ersten Gorge kann man feststellen, dass die Dry Season sehr trocken war, teilweise sieht man die Felsen unter der Wasseroberfläche. Das Wasser ist so weit zurückgegangen, dass wir mit unserem Boot fast auf Grund aufsitzen.

Zwischen der ersten und der zweiten Gorge müssen wir einige Meter über Felsen und Steine laufen wo dann das nächste Boot auf die Gruppe wartet. Auf dem Zwischenmarsch kommen wir an Aboriginal-Malereien vorbei. Die zweite Gorge ist optisch beeindruckender als die erste. Die steil abfallenden Felswände und die Verwinkelungen sind schon einmalig.
In der Gorge leben auch Süßwasserkrokodile, die sich aber bei der Hitze meistens unter Wasser aufhalten. Sie regulieren damit die Körpertemperatur. Die große Hitze kann für Krokodile tödlich sein.

Gegen 1.00 Uhr legt das Boot dann wieder an und wir fahren zurück zum Caravanpark.
Abends laufen wir dann zu einem Restaurant das nur 1 Km vom Caravanparkentfernt ist und genehmigen uns eine Pizza und ein paar eiskalte Biere.

Mittwoch 05.10.2005

Heute wollen wir weiter nach Norden. Über den Stuart Highway fahren wir Richtung Darwin. Vor Pine Creek geraten wir in eine Polizeikontrolle. In der Zeitung haben wir schon gelesen, dass die NT-Polizei wegen der steigenden Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle Sonderkontrollen für Alkoholfahrten und "nicht angeschnallt fahren" machen. Da alles in Ordnung ist, können wir weiterfahren.

Hinter Pine Creek biegen wir Richtung Kakadupark und dann auf die Northern Goldfield Loop, ein Heritage-Trail, ab. Der kommt bei Hayes Creek wieder auf den Highway zurück. Dieser Trail ist wohl noch ziemlich neu eingerichtet und leidet darunter, dass die Ausschilderung der historischen Stätten sehr mangelhaft ist.

Ca. 50 Km vor Darwin biegen wir nach Berry Springs ab. Wir wollen uns morgen den NT-Wildlifepark ansehen. 8 Km hinter dem Wildlife-Park kann man auf dem Tumbling Water Holidaypark wunderbar übernachten. Der Platz ist sehr schön in die Natur integriert und bietet viele Möglichkeiten für Aktivitäten in der Natur.

Donnerstag 06.10.2005

Am Morgen fahren wir die 8 Km bis zum NT-Wildlifepark. Wir beschließen uns den Tumbling Water Holidaypark für einen der nächsten Besuche von NT zu merken. Leider können wir diesmal hier nicht länger Station machen.

Der NT-Wildlifepark ist ein sehr schön aufgebauter Park mit interessanten Vorführungen und Informationen zu den in NT lebenden Tieren. Besonders gut finden wir das Aquarium und die Anlage mit nachtaktiven Tieren. Für Leute mit müden Füßen ist sogar ein "Shuttle" da, der alle wichtigen Stationen anfährt.

Am frühen Nachmittag fahren wir weiter nach Darwin. Da wir hier die Bremsbelege am Truck machen lassen wollen, fahren wir gleich bei Mitsubishi vorbei um einen Termin auszumachen. Der freundliche junge Mann am Service-Desk nimmt die Daten des Fahrzeuges auf und verspricht nach Klärung, ob die Teile verfügbar sind, für Freitag einen Rückruf wegen eines Montagetermins. Wir überlegen lange auf welchem Campingplatz wir einchecken wollen und entscheiden uns dann für den "Free Spirit Holidaypark" der rd. 20 Km südlich von Darwin, fast in Palmerston, liegt. Da aber eine gute Busverbindung nach Darwin besteht ist das wohl die beste Wahl.

Freitag 07.10.2005

Nach dem Frühstück sind wir nach Darwin gefahren um uns wegen neuer Reifen umzusehen. In der Zeitung haben wir eine Anzeige gesehen, wo Reifen mit genau unserer Reifengröße und dem gleichen Reifenhersteller angeboten werden, wie wir sie auf der Vorderachse montiert haben. Die Adresse, die in der Anzeige steht ist aber nur der Händler. Auf Nachfrage schickt er uns zwei Straßen weiter zu einem "Tyre Power" - Betrieb. Mit dem werden wir uns relativ schnell über den Preis einig. Hier haben wir gegenüber anderen Angeboten mindestens 300 AUD preiswerter eingekauft. Als Montagetermin vereinbaren wir den Samstag um 10.30 Uhr.
Den Rest des Tagen klappern wir die großen Shopping-Mall´s in Darwin, Casuarina und Palmerston ab

Samstag 08.10.2005

Pünktlich um 10.30 Uhr fahren wir beim "Tyre-Power"-Reifenzentrum vor. Der Besitzer winkt uns gleich in die Montagehalle. Wir erklären ihm welche Räder gewechselt und welche als Spare-Tyre verwendet werden sollen. Als ich den Ersatzreifen ablassen will, schickt uns der Chef in den Warteraum und bedeutet uns, dass das natürlich von seinen Mitarbeitern erledigt wird. Wir sollen uns ausruhen und warten.
Die Reifenmontage erfolgt sehr flott und soweit man das sehen kann sehr professionell. Wir unterhalten uns mit dem Besitzer über die Qualität der Reifen und den besten Luftdruck. Er empfiehlt darauf zu achten, das der Druck zwischen 65 und 75 PSI liegt (Wir fahren immer 72 PSI) und das wir den Druck morgens prüfen sollen und 2-3 PSI höher Druck draufgeben sollen, da die meisten Geräte zu wenig anzeigen. Damit das Überprüfen einfacher ist hat er für die innen liegenden Reifen der Hinterachse Ventilverlängerungen aufgeschraubt.

Anschließend sind wir nach Darwin gefahren. Im Internet-Cafe wollen wir die Webseite updaten und mal wieder den Blog ergänzen. Offensichtlich gibt es bei 1&1 Probleme, da der Server nicht erreichbar ist. Wir holen nur unsere Emails ab und fahren dann zurück zum Campingplatz. Im Barbereich des Platzes gibt es die Möglichkeit, sich über einen Hotspot ins Internet einzuwählen. Für 15 AUD kann man den Hotspot 2 Stunden nutzen. Die Verbindung ist enttäuschend langsam (2 MB), aber es ist uns wenigstens gelungen die Webseite zu aktualisieren und das Blog zu schreiben.

Mit den Nachbarn, die am Sonntag ihr Auto abgeben müssen um weiter nach Cairns zu fliegen, sitzen wir den Abend noch bis zum schließen der Bar zusammen und tauschen Erlebnisse aus.