Blue Mountains / Tamworth

Montag, 02.01.2006

Nach der Hitze am Neujahrstag, ist es heute sehr kühl und es regnet etwas. Wettervorhersage für Sydney ist 25 Grad.

Wir wollen weiter in Richtung Blue Mountains und dann im Inland wieder etwas hoch. Da wir noch auf Barbara warten, die Housesitting bei einer Freundin gemacht hat, wird es 13.00 Uhr bis wir wegkommen.

Am Truck sind noch ein paar Kleinigkeiten zu machen, deshalb halten wir unterwegs an einem Bunnings-Markt. Gegenüber ist ein Autoteile-Markt. Für unsere hinteren Begrenzungsleuchten brauchen wir 24 Volt 5 Watt Soffitbirnen, die sind schwer zu finden. Wir haben tatsächlich Glück und bekommen die Glühlampen.

Der junge Mann an der Kasse erkundigt sich, wo wir her sind. Wir erzählen ihm, dass wir aus Deutschland sind. Seine Grosseltern währen auch aus Deutschland und er heiße Meyer "with e and y". Das wäre doch ein häufiger Name in Deutschland. Er selbst würde kein Wort deutsch sprechen und er war auch noch nie in Deutschland. Wir unterhalten uns noch ein wenig bevor wir weiterfahren.

Auf der Weiterfahrt kommen wir in Grafton an einem Aldi vorbei. Wir halten natürlich und kaufen noch einige Sachen ein.

Je höher wir kommen umso trüber wird das Wetter. Teilweise fahren wir durch die Wolken und haben nur geringe Sicht. Man kommt sich vor wie in Deutschland im November. In Katoomba auf dem Campingplatz bekommen wir keinen Platz mehr, es sind Public Holidays und viele Sydneysider sind noch hier oben. Wir fahren deshalb weiter nach Blackheath, das ist 9 Km hinter Katoomba. Hier ist plötzlich wieder klares Wetter und die Sonne scheint. Allerdings wird es abends sehr kühl (ca. 16 Grad) und wir ziehen unsere Jogginganzüge über.

Dienstag, 03.01. 2006

Da wir gestern alles für den Truck bekommen haben, können wir heute Vormittag die Reparaturen vornehmen. Unser Po-Up-Dach hat etwas auf den Tracks gelitten. Wir fixieren die Kanten mit einem Metallwinkel, damit das Holz nicht weiter aufquellen kann und das Dach später vielleicht undicht wird.

Da heute super Wetter ist, sonnig und warm, fahren wir mittags nach Katoomba. Wir waren zwar 1997 schon dort, wollen aber noch mal die Aussicht auf die 3 Sisters genießen.

"Echo Point" war damals nur Parkplatz und Lookout, heute ist das ein großer Platz mit Info-Center, Gaststätte und anderen touristischen Einrichtungen. Inzwischen kann man auch auf einem Wanderweg direkt zu den 3-Sisters laufen.

Von Echo Point fahren wir zur Scenic World. Das ist die Stelle, wo 1997 ein kleiner Kiosk stand von dem aus man zur Scenic Rail- der steilsten Eisenbahn der Welt- und zur Gondelbahn kam.
Inzwischen ist hier neben einem großen Parkhaus ein geräumiges Gebäude entstanden, von dem aus man direkt zu einer neuen Seilbahn, der Scenic Railway und zur Skyway (die Gondelbahn) kommt. Die Gondelbahn fuhr früher nur bis in die Mitte und dann wieder zurück, heute ist auf der gegenüberliegenden Seite eine neue Station gebaut worden, in der man aussteigen kann. Die Gondel ist durch eine modernere ersetzt worden, durch die man auch nach unten sehen kann.
Für uns ist das ein Beispiel, wie schnelllebig die Zeit ist und wie sich auch Australien permanent verändert.

Mittwoch 04.01.2006

Heute ist so richtiges Sauwetter. Es hat schon nachts angefangen zu regnen und es ist merklich abgekühlt. Unser Thermometer im Führerhaus zeigt nur noch 16 Grad. Da wir offensichtlich in einer Regenwolke sind, wollen wir noch mal nach Katoomba fahren, in der Hoffnung das es weiter unten besseres Wetter ist und wir noch mal mit der Scenic Rail und der neuen Skyrail fahren können. In Katoomba ist es aber genauso neblig trüb wie gestern und wir entschließen uns auf die Fahrt zu verzichten, da eh nichts zu sehen ist.

Wir fahren gleich weiter in Richtung Lithgow. Wir wollen heute noch in den Goulborn River National Park, einen kleinen Nationalpark zwischen Rylestone und Mudgee. Auf dem Weg dorthin klart der Himmel auf und es wird wieder wärmer.

Unterwegs stoßen wir auf merkwürdige Verkehrsschilder- Vorsicht Enten und Meatpie, Vorsicht Kühe und Meatpie usw. Die Sache klärt sich schnell. Ein kleines Cafe macht mit diesen Schildern auf sich aufmerksam. Wir halten an dem Cafe und machen eine Pause mit Meatpie und Kaffe. Das Cafe'ist sehr liebevoll eingerichtet und es macht richtig Spaß hier einzukehren.


Über eine Gravel Road, die auch gut als 4WD-Track durchgehen würde, kommen wir zum Campground im NP. Der Campground ist eine große Lichtung am Fluss. Ein sehr schöner Platz. Wir sind die einzigen, die hier übernachten wollen.

Gegen Abend können wir beobachten, wie die Kängurus zum Fluss herunter hüpfen um dort Wasser zu trinken.

Donnerstag 05.01.2006

Als wir aufwachen ist der Himmel zugezogen und es sieht aus, als wenn es bald regnen würde. Wir packen unser Zeug etwas schneller zusammen, da die Strasse, die wir hier Reingefahren sind und über die wir auch wieder raus müssen als "Dry Wether Street" ausgewiesen ist und nicht klar ist, ob wir bei Regen die Strasse benutzen dürfen.

Wir kommen noch trocken aus dem NP heraus und fahren weiter nach Muswellbrook. Auf dem Weg kommen wir durch das Upper Hunter Valley, eine wunderschöne Gegend mit Farmen und Weingütern.

In Muswellbrook wollen wir uns eine Werkstatt suchen, die bei unserem Truck Motorölwechsel macht. Das können wir zwar auch selbst machen, aber wohin dann mit dem Altöl usw. In einer Nissan/Hyundai-Werkstatt bekommen wir einen Termin.
Da wir einen Caravanplatz direkt am Ort gefunden haben können wir uns, während unser Auto in der Werkstatt ist, die Zeit im Ort vertreiben, bis wir unser Haus wiederhaben.

Am Abend ziehen ganz schwarze Wolken auf. Plötzlich beginnt es zu hageln. Die Hagelkörner sind so groß wie Kirschen. Das macht ganz schön Lärm auf dem Dach vom Wohnmobil. Es grummelt ein paar Mal aber nach einer halben Stunde ist wieder alles vorbei und der Himmel klart wieder auf.

Freitag 06.01.2006

Wir haben nicht viel Zeit zum herumtrödeln, denn wir haben um 9.00 Uhr Termin für den Ölwechsel. Der Mann in der Werkstatt meint, dass das Auto um 11.00 Uhr fertig sein müsste.

Wir gehen in der Zwischenzeit ins Internetcafe um Email herunter zu laden und die Webseite auf neuesten Stand zu bringen. Als wir gegen 12.15 Uhr fertig sind, machen wir uns gleich auf, das Auto abzuholen. Tatsächlich es steht bereits auf dem Hof und ist fertig. Wir fahren dann noch ein paar Getränke holen bevor wir wieder auf den Caravanpark fahren. Da wir zu faul sind unsere "Küche" aufzubauen, machen wir heute ein BBQ. Während das Fleisch auf dem BBQ liegt fängt es wieder an zu regnen. Zum Glück ist das BBQ überdacht. Essen können wir aber nicht draußen, also verkriechen wir uns in unsere Wohnung auf Rädern.

Samstag 07.01.2006

Von Muswellbrock wollen wir heute bis nach Tamworth, der Countrymusik-Hauptstadt. Hier findet im Januar das größte Countrymusik-Festival auf australischem Boden statt. Das eigentliche Festival startet am 20. Januar. Für die 10 Tage des Festivals wollen wir bereits jetzt einen Platz auf dem Caravanpark reservieren und dann noch 1 1/2 Wochen durch das Hinterland fahren.

Als wir in Tamworth auf dem Caravanpark reservieren wollen, sagt man uns, dass keine Reservierungen möglich sind. Es sind auch schon, bis auf zwei, alle powered Sites vermietet. Wenn wir eine powered Site wollen, dann müssen wir sofort buchen. Nach kurzer Überlegung haben wir dann gleich bis zum 30.01. gebucht.

Der Caravanpark ist fast komplett belegt. Es sind nur noch unpowered Sites frei, die weder Strom- noch Wasser-anschluss haben. Auf dem Platz, auf dem wir uns niederlassen, ist kein bisschen Schatten, mal sehen wie das die nächsten Tage geht.
Am Abend laufen wir noch in das Stadtzentrum, das nur einen Kilometer entfernt ist. In einem kleinen indischen Restaurant essen wir zu Abend bevor wir zum Caravanpark

Sonntag 08.01.2006

Heute ist wieder so ein "Trödeltag". Das Wetter ist toll und wir haben nicht so richtig Lust was zu unternehmen. Mittags raffen wir uns dann doch auf und laufen zum Informationszentrum um uns Unterlagen über das Festival und über Tamworth zu holen.
Das offizielle Festivalprogramm ist ein richtig dickes A4-Heft. Da drin sind alle Events aufgeführt - schätzungsweise 500. Es fällt einem schon schwer sich durch die vielen Termine durchzukämpfen.

Die Hitze macht ganz schön zu schaffen. Zum Glück wirft unser Auto wenigstens ein wenig Schatten. Wir beschließen am Montag nach einer Plane Ausschau zu halten, um wenigstens etwas Schatten zu bekommen.

Montag 09.01.2006

Gleich morgens fahren wir rund um Tamworth alle möglichen Einkaufszentren ab, um nach einer Lösung zu suchen, die uns etwas Schatten bringt. Dabei kommen wir auch am Golden-Gitar-Infocenter vorbei, wo man alles in Verbindung mit Country Musik erstehen kann.
Nachdem wir einige Läden abgeklappert haben, finden wir bei BIGW eine preiswerte Lösung, ein Shelter, bestehend aus einer Plane 3,50 m x 3,50 m, 5 Zeltstangen, Heringen und Schnüren. Das ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluss, aber zumindest kann man damit etwas Schatten gewinnen.

Als wir zum Caravanpark zurückkommen, ist unser Nachbarplatz belegt. Damit ist auch der letzte Platz, wo wir mit unseren Stühlen etwas Schatten finden können, weg. Wir packen unser Shelter aus und bauen es auf. Da der Platz ziemlich schmal ist, ragen die Befestigungsschnüre ca. 50 cm über unsere Platzgrenze hinaus auf den markierten Fahrweg. Wir haben gerade die Schnüre verspannt, da kommt ein Angestellter des Campingplatzes (Graham) und sagt, sein Boss habe ihn geschickt. Er soll uns sagen, dass der Fahrweg eine "Emergencie Lane" sei, die unbedingt frei bleiben muss.

Nachdem wir bemängelt haben, dass wir absolut keinen Schatten auf diesem Platz haben, macht er den Vorschlag, das Auto zu drehen und so am Nachmittag wenigstens den Schatten des Autos zu nutzen. Man merkt ihm an, dass ihm das ganze unangenehm ist.

Da inzwischen die Sonne untergegangen ist und wir keinen Schatten mehr brauchen, vertagen wir die Dreherei des Autos auf morgen. Mal sehen ob das funktionieren wird.

Dienstag 10.01.2006

Wir sitzen beim Frühstück da kommt Graham vorbei und erzählt uns, er habe die ganze Nacht überlegt, wie man unser Problem lösen könne. Wir sollen erstmal fertig frühstücken. Er würde später wieder kommen und uns einen anderen Platz zeigen, mit dem wir vielleicht besser dran wären.

Er hält Wort und ist 15 Minuten später wieder da. Er zeigt uns einen schönen Platz, wo wir etwas mehr Platz haben und auch Schatten von einem Baum. Wir finden den Platz prima und ziehen dahin um. Als wir den Strom anschließen wollen stellen wir fest, dass kein Poweroutlet mehr verfügbar ist. Wir beanstanden das sofort, da ohne Strom der schönste Platz nichts bringt. Graham sagt "give me 15 Minutes" ich besorge einen Sicherheitsverteiler.


Vermutlich meint er australische 15 Minuten, denn nach 2 Stunden ist immer noch nichts passiert. Darauf angesprochen meint er, es ist jemand unterwegs zum Elektrohändler. Wir wollen noch zum Upholsterer um die Ecke, um uns einen Vorschlag für eine einfache "Awning" (Markise) machen zu lassen. So hat Graham genug Zeit das Elektroproblem zu lösen.

Mit dem Upholsterer werden wir uns schnell einig, er wird uns morgen eine Markise, die über ein sog. Ropetrack befestigt wird, herstellen. Er macht die Markise fertig und ruft an, wenn wir das Auto zur Montage der Ropetracks bringen können.

Hinterher gehen wir noch ins Internet und fahren dann wieder zum Caravanpark. Als wir auf unseren neuen Platz einbiegen wollen, kommt schon Grahams Frau, die auch für den Campingplatz arbeitet, entgegen und sagt, dass wir leider noch mal umziehen müssen, da das Elektroproblem nicht zu lösen sei. Sie haben ein Kabel gekauft, aber der Stromkreis sei überlastet.
Der neue Platz sei auf der anderen Straßenseite in der Nähe des Office. Wir biegen gleich wieder auf die Strasse ein und fahren auf die andere Seite. Der Platz, der uns jetzt zugewiesen wird, ist wirklich schön - mit viel Rasen und Schatten. So hat sich das mehrmals umziehen wenigstens gelohnt! :-))

Mittwoch 11.01.2006

Es ist bereits 11.00 Uhr, noch kein Anruf vom Upholsterer. Da wir noch einiges in der Stadt erledigen wollen - unter anderem Aktuelles auf der Webseite eintragen- entschließen wir uns, das Auto beim Upholsterer abzustellen und von da aus in die Stadt zu laufen. Das klappt auch prima. Er verspricht uns anzurufen, wenn alles fertig ist.
Auf dem Weg in die Stadt hören wir auf einmal eine Stimme "Was macht Ihr denn hier ???". Wir drehen uns um - es ist wirklich nicht mehr zu glauben wie klein die Welt ist - es sind Hövermanns, mit denen wir uns bereits in Brisbane getroffen haben und die wir ganz woanders in Australien vermutet haben. Sie sind, genau wie wir, bis zum 30. Januar in Tamworth. Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammentelefonieren.


Gegen 15.30 Uhr klingelt das Telefon, unsere Markise ist fertig. Wir kaufen uns für das Festival zwei einfache 3-Bein-Stühle und machen uns auf den Weg zum Upholsterer um unsere Markise und das Auto abzuholen.
Wir montieren die Markise natürlich sofort nachdem wir wieder im Caravanpark sind. So lässt es sich jetzt auch bei Sonne aushalten.

Donnerstag 12.01.2006

Wir wollen uns in Tamworth einige Veranstaltungen unbedingt ansehen. Vorher müssen wir uns erst mal einen Überblick verschaffen und uns durch die vielen Veranstaltungsankündigungen wühlen. Das ist gar nicht so einfach, da einige Gruppen / Sängerinnen nur ein oder zwei Konzerte geben. Man merkt, dass so ein Festival ganz schön in Freizeitstress ausarten kann.
Für unsere Zeit in Tamworth wollen wir uns ein kleines Auto leihen. Nachdem wir im Internet die Autovermieter gescheckt haben, wollen wir uns heute nach einem Leihwagen umsehen. Bei AVIS werden wir schnell fündig. Wir mieten ab Freitag 10.00 Uhr, bekommen das Fahrzeug aber gleich ausgehändigt. So gewinnen wir einen ganzen Tag.
Nachdem wir unseren LKW wieder auf dem Campingplatz abgestellt haben, besorgen wir das Notwendigste für die nächsten Tage. Anschließend fahren wir an den Peel-River, wo Hövermanns ihren Camper abgestellt haben. Die Plätze hier stehen den Festivalbesuchern zu einem kleinen Preis zur Verfügung. Es sind "Dixi-Toiletten aufgestellt und duschen kann man in nahe gelegenen Cricket Club für 2 $. Wir haben Glück und Hövernanns sind zu Hause. Wir beschließen während des Festivals etwas gemeinsam zu unternehmen.

Wir werden zusammen zum Rodeo-Finale gehen, wenn wir noch Karten bekommen können.
Kurze Zeit später kommt starker Wind auf, für den Abend sind "Thunderstorms" gemeldet. Da die Winde sehr stark sind fahren wir lieber weiter zu unserem Platz, damit uns nicht das neue Vordach gleich beschädigt wird.

Freitag 13.01.2006

Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Gunnedah das ist laut Prospekt „Koala Capital of the World“. Auf dem Weg dahin, klingelt unser Mobilephone. Dieter Hövermann fragt an, ob er die Karten für das Rodeo gleich besorgen soll. Natürlich soll er das.

In Gunnedah soll es fast unmöglich sein, keine Koalas zu Gesicht zu bekommen. Die meisten befinden sich, laut Infobroschüre von Gunnedah, rund um die Touristen-Info und am Lookout. Trotz genauen Hinsehens haben wir weder an der Tourist-Info noch auf dem Lookout einen Koala gesichtet. Dafür ist der Blick vom Lookout auf die Landschaft wunderschön.

Im Telstra-Laden in Gunnedah lassen wir uns wegen eines CDMA-Handys beraten. Wir haben gehört, dass dieses 800 MHz-Netz eine erheblich bessere Abdeckung und Reichweite hat. Nachdem wir von einer jungen Dame umfassend informiert worden sind, entscheiden wir uns dafür und kaufen ein Nokia-Handy für 69 $ inklusive 10 $ Gesprächsguthaben. Da die Handys keine Simkarten haben können wir leider unsere alte Nummer nicht behalten. Das ist kein Problem da eine Dauerumleitung vom alten aufs neue Handy möglich ist.

Den Rückweg fahren wir über Werris Creek. In Werris Creek waren wir bereits 1997 und 2001. Das interessante an Werris Creek ist seine historische Bahnstation. Als wir am Bahnhof ankommen entdecken wir gleich ein Eisenbahndenkmal, das bei unseren letzten Besuchen nicht hier war. Im Bahnhof selbst gibt es jetzt ein Eisenbahnmuseum, das vom örtlichen Lions Club betrieben wird. Es ist mit sehr viel Liebe zum Detail und modernster Displaytechnik eingerichtet.

Am Abend wollen wir in den Services Club, eine der Spielstätten während des Festivals, wo erstklassige Musiker auftreten. Heute ist ein Konzert im Rahmen des Festival-Countdown, das wir uns ansehen wollen. Um das zu tue, muss man Club-Member sein. Das kann man temporär für einen Tag oder für die gesamte Zeit des Festivals werden.

Wir beantragen die Mitgliedschaft für die gesamte Festivalzeit. Für 5 $ gibt es eine Plastikkarte mit der man auf Getränke 10 % Rabatt bekommt.

Die Clubs in Australien (RSL, Services, Sportclubs usw.) werden von sozialen Vereinen oder Sportclubs betrieben. Hier kann man meistens gut und preiswert Essen und Trinken und sich dem Glücksspiel hingeben (einarmige Banditen, Keno usw.). Zusätzlich wird, fast täglich, ein Unterhaltungsprogramm angeboten. Alle Clubs in Tamworth sind fest in die Festivalaktivitäten eingebunden.

Samstag 14.01.2006

Der erste Weg führt uns zur Touristeninfo, wo wir Karten für 2 Veranstaltungen besorgen müssen. Wir haben Glück und bekommen die gewünschten Karten für die ausgewählten Termine.

Von der Tourist-Info fahren wir gleich weiter in Richtung Showgrounds, wo wir Karten für ein Indoor Rodeo holen wollen. Leider haben die erst am Montag wieder geöffnet, Pech gehabt. Mit Hövermanns haben wir ausgemacht, das sie Karten fürs Rodeo am 28. Januar besorgen. Da der Campground am Peel-River auf dem Weg liegt rufen wir kurz bei Hövermanns an, ob sie da sind. Leider sind sie unterwegs, deshalb verabreden wir uns für den Nachmittag


Wir machen noch einen kurzen Abstecher nach Manilla, einem kleinen Ort, 40 Km von Tamworth entfernt. Als wir dort ankommen fängt es an zu regnen. Da alle Geschäfte bereits geschlossen haben, fahren wir lieber wieder zurück nach Tamworth.

Wir machen noch ein paar kleine Besorgungen im Shoppingcenter. Wir laufen an einer Kafeebar vorbei, da begrüßt uns plötzlich Bert. Bert ist der Vater von John, dem früheren Eigentümer unseres Trucks. Er und seine Frau Judy machen gerade Pause. Sie sind, wie wir, zum Countrymusik-Festival hier. Wir setzen uns zu den Beiden und lassen uns ein paar Tipps für die Konzerte geben. Die Beiden sind alte "Festivalhasen" und kommen fast jedes Jahr hierher.

Nachdem wir unsere Einkäufe in der Fridge verstaut haben, machen wir uns auf den Weg zum Campground, wo Hövermanns stehen, um uns die Rodeokarten zu abzuholen. Es gibt eine Menge zu erzählen und der Abend wird etwas länger.

Sonntag 15.01.2006

Nachdem wir noch einmal das Programm gewälzt haben, wollen wir uns noch Karten für die Gruppe "The Wolverines" besorgen. Die spielen im Services-Club. Dort fahren wir als erstes vorbei. Da wir schon unterwegs sind, fahren wir auch noch beim "West-Diggers" - Club vorbei, wo während des Festivals einige interessante Künstler auftreten, die wir uns ansehen wollen. Wir beantragen auch dort die Clubmitgliedschaft für die Festivalzeit. Sie gilt gleichzeitig im "Wests"-Club, einem anderen interessanten Spielort.
Bevor der Freizeitstress so richtig losgeht, wollen wir den Fußbodenbelag im Camper austauschen. Die Vinylfliesen, die drin sind, haben sich nicht so bewährt, da die Fugen mit zunehmender Dauer immer weiter auseinander liefen und als Schmutzfänger dienten. Bei "Crazy Clarks" holen wir uns einen neuen Belag, den wir in einem Stück verlegen können. Das soll morgen früh passieren.

Nach einem kühlenden Gewitterregen, den wir unter unserer "Awning" im Freien überstehen, gibt es am Pool noch Livemusik. Wer will bringt seinen Stuhl und Getränke mit und hört den "Buskers" zu. Buskers sind Country-Musiker, die auf der Strasse ihr Können zeigen. Sie müssen sich dazu kostenlos registrieren lassen und sind dann automatisch während des Festivals mit versichert. Laut Zeitung haben sich über 430 Buskers registrieren lassen. Da wird es sicher voll auf den Strassen von Tamworth.